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Die Frau des Don starb mit seinem geheimen Erben

Die Frau des Don starb mit seinem geheimen Erben

By:  Anna SmithCompleted
Language: Deutsch
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Vor sechs Jahren fing ich eine Kugel für Dante Romano ab, den Chef einer der mächtigsten Mafiafamilien New Yorks. Die Verletzung hätte mir beinahe jede Chance auf ein Kind geraubt. An meinem Krankenbett schwor Dante, solange ich überlebte, bräuchte er keine Kinder. Dann, wider Erwarten, wurde ich schwanger. Ich wollte es ihm gerade sagen, als ich eine Sprachnachricht auf seinem Handy hörte, in der ein kleines Mädchen ihn „Papa“ nannte. So erfuhr ich, dass Dante mit seiner ehemaligen Sekretärin Bianca Zwillinge gezeugt hatte. Alle in der Romano-Familie wussten davon. Alle außer mir. Dante nannte mich weiterhin die einzige Frau, die er liebte, selbst als er Bianca einen Ring schenkte und ihren Sohn darauf vorbereitete, die Familie zu erben. Ich konfrontierte ihn nicht. Ich sagte ihm nicht, dass ich sein Kind erwartete. An unserem Hochzeitstag inszenierte ich eine Yachtexplosion und ließ die Welt glauben, Elena Romano – und ihr ungeborenes Baby – seien auf See ums Leben gekommen.

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Chapter 1

Kapitel 1

„Diesmal komme ich nicht mit nach Sizilien.“

Während ich sprach, löschte ich den Schwangerschaftsbericht von meinem Handy.

Dante hielt inne.

„Was hat sich geändert? Du lässt mich doch nie ohne dich reisen.“

Drei Tage zuvor hatte ich eine Sprachnachricht auf seinem verschlüsselten Handy gehört.

Aus dem Lautsprecher kam die Stimme eines kleinen Mädchens.

„Papa, du hast versprochen, mich und meinen Bruder zu den Delfinen mitzunehmen.“

Sie klang mindestens vier Jahre alt.

Dante und ich waren seit sechs Jahren verheiratet.

Jeder in New York wusste, dass Dante Romano seine Frau abgöttisch liebte.

Er hatte einmal eine Kugel für mich abgefangen. Als mich eine rivalisierende Familie entführte, löschte er sie aus, um mich nach Hause zu bringen. Wohin er auch ging, nahm er mich mit, als wären selbst ein paar Tage Trennung für ihn unerträglich.

Ich hatte geglaubt, niemand könnte uns jemals trennen.

Dann hörte ich dieses kleine Mädchen ihn Papa nennen.

„Ich bin nur müde.“

Ich wich seinem Blick aus und schob mein Weinglas beiseite.

Dante stellte mir mein Lieblingsgericht auf den Teller.

„Dann bleib hier und ruh dich aus. Ich komme sofort nach Hause, sobald ich die Sache im Hafen geregelt habe.“

Nach dem Abendessen ging ich an seinem Arbeitszimmer vorbei und hörte Dante leise mit seiner Mutter streiten.

„Leo ist schon fünf“, sagte sie. „Er ist der einzige männliche Erbe der Romanos. Wie lange soll er denn noch versteckt bleiben?“

„Das ist nicht deine Entscheidung.“

„Bianca hat dir einen Sohn und eine Tochter geschenkt. Leo verdient zumindest eine offizielle Vorstellung, damit die Familie weiß, wer er ist.“

Es folgte ein kurzes Schweigen.

Dann sagte Dante kalt: „Ich werde für Bianca und die Kinder sorgen, aber Elena darf niemals von ihrer Existenz erfahren.“

„Wie lange gedenkst du, sie vor ihr zu verbergen?“

„Für den Rest ihres Lebens.“

Seine Mutter lachte bitter auf.

„Sie konnte der Familie Romano keinen Erben schenken. Warum sollten diese Kinder ihretwegen ihr ganzes Leben lang versteckt bleiben?“

Instinktiv wanderte meine Hand zu meinem Bauch.

Vor sechs Jahren hatte mich eine Kugel getroffen, die eigentlich Dantes Herz treffen sollte.

Ich überlebte, aber die Ärzte sagten mir, ich würde mit ziemlicher Sicherheit nie schwanger werden.

Nach der Operation kniete Dante neben meinem Krankenhausbett und hielt meine Hand.

Er sagte, es sei ihm egal, ob wir jemals Kinder hätten.

Solange ich lebte, brauchte er nichts anderes.

Vor einer Woche war ich zur Routineuntersuchung.

Vor drei Tagen bestätigte das Krankenhaus meine Schwangerschaft.

Ich hatte mich gerade darauf vorbereitet, es Dante zu sagen, als ich sein Geheimnis entdeckte.

Das Klingeln seines Telefons riss mich in die Gegenwart zurück.

Dante nahm mit gereizter Stimme ab.

„Ich habe dir gesagt, du sollst nur anrufen, wenn es wichtig ist …“

Am anderen Ende der Leitung begann ein kleines Mädchen zu weinen.

Seine Stimme wurde sofort sanfter.

„Weine nicht. Papa vermisst dich auch.“

Seine Mutter kam näher, plötzlich überglücklich.

„Ist das meine kleine Prinzessin?“

Dante schaltete auf Lautsprecher.

„Oma!“, zwitscherte das Mädchen.

Seine Mutter lachte.

Ich hatte sie noch nie so warmherzig gehört.

Ich konnte nicht mehr zuhören.

Ich ging allein in den Rosengarten.

Dante hatte jede einzelne Rose dort für mich gepflanzt.

Sechs Jahre lang hatte er einen ganzen Garten benutzt, um mir seine Liebe zu beweisen.

Dann benutzte er eine andere Frau und zwei Kinder, um zu beweisen, dass Liebe nie Treue bedeutete.

Unter dem dunklen Himmel stehend, wählte ich die Notrufnummer, die mir mein Onkel hinterlassen hatte.

Bevor meine Mutter starb, hatte sie mir gesagt, dass der Mann am anderen Ende der Leitung mir helfen würde, New York zu verlassen, falls die Familie Romano mich jemals verraten sollte.

Die Verbindung wurde hergestellt.

Er wartete schweigend.

„In zwei Wochen sollst du eine Explosion auf einer Yacht inszenieren.“

„Bist du dir sicher?“

„Ja.“

Eine Scheidung würde mich niemals von Dante befreien.

Solange ich lebte, würde er mich finden, mich zurück auf das Anwesen der Romanos bringen und weiterhin darauf bestehen, dass ich die einzige Frau war, die er je geliebt hatte.

Also musste Elena Romano sterben.

Dante hatte bereits eine andere Familie.

Ich würde ihm den Titel „Frau Romano“, seinen Namen und alles andere, was er mir gegeben hatte, zurückgeben.

In zwei Wochen würde ich für immer aus seiner Welt verschwinden.

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