FAZER LOGINIch hatte nie verstanden, was Einsamkeit wirklich bedeutete – bis jetzt.
In meinem früheren Leben hatte ich allein gelebt. Selbst wenn mir nach Gesellschaft war, ging ich in Bars oder verabredete mich gelegentlich mit jemandem. Aber ich hatte nie wirklich jemanden oder etwas vermisst.
Ich hatte immer geglaub
Gina Sicht Ich erwachte mit Calebs Namen hinter meinen Zähnen gefangen. Mein Herz raste so heftig, dass es wehtat.Ich blieb eine Weile unter den Decken zusammengerollt liegen, starrte an die Holzdecke und versuchte, mich davon zu überzeugen, dass es nur ein weiterer Traum gewesen war.Es war kein bloßer Traum. Es hatte sich zu real angefühlt. Seine Lippen. Seine Hände. Die Wärme seiner Stirn, die gegen meine ruhte. Die Rauheit in seiner Stimme, als er meinen Namen flüsterte.Die Art, wie sein Wolf in ihm gebrüllt hatte, während Bey mit einem schmerzvollen Schrei geantwortet hatte, der meine ganze Seele erschütterte.Selbst jetzt, lange nach dem Aufwachen, kribbelte meine Haut noch an den Stellen, wo er mich berührt hatte.„Nein…“Ich vergrub mein brennendes Gesicht im Kissen. „Das wird lächerlich.“Jetzt konnte ich nicht einmal mehr schlafen, ohne von Küssen und dem Liebesakt mit ihm zu träumen.Schlimmer noch… Die Träume
Caleb SichtSie schmeckte nach Himmel und Verzweiflung, ein Cocktail aus Süße und roher, unverfälschter Gier, der drohte, mir den letzten Rest meines Verstandes zu entreißen.Im verschwommenen, goldenen Licht dieses Traums war Gina nicht länger eine verbotene Frucht oder eine Komplikation der Palastpolitik. Sie war das Einzige, was existierte. Jedes Mal, wenn ich in der wachen Welt die Augen geschlossen hatte, hatte ich sie gesehen – die Art, wie sich ihre Lippen öffneten, wenn sie nervös war, die Kurve ihres Nackens und Rückens im silbrigen Kleid, den Duft ihrer Haut, der noch lange nach ihrem Gehen in meinen Nasenlöchern haften blieb, den elektrischen Zug der Bindung, der mir entgegenschrie, sie zu meiner zu machen.Jetzt gab es nichts, was mich zurückhielt; da war nur die Hitze ihres Körpers und die Art, wie sie mich ansah, als wäre ich der einzige Mann im Universum.Sie l
Ich schloss die Augen, als seine Hand sanft hinter meinen Nacken glitt und meine sich gegen seine Brust legte. Ich spürte seinen Herzschlag – er war schnell und wild. Hitze flutete jeden Nerv in meinem Körper. Meine Lippen öffneten sich instinktiv. Calebs Blick senkte sich auf sie; er beugte sich noch näher heran, sodass nur noch ein Zentimeter zwischen uns lag. Dann… hielt er inne. Sein ganzer Körper erstarrte. „Nein.“ Das Wort klang, als würde es ihn schmerzen. Ich öffnete die Augen. Sein Kiefer war so fest zusammengepresst, dass ich dachte, seine Zähne könnten zerbrechen. „Caleb?“ Er trat sofort einen Schritt zurück, als könne die physische Distanz zwischen uns irgendwie stoppen, was auch immer zwischen uns existierte. Sein Atem ging immer noch heftig, doch seine silbernen Augen weigerten sich, meinen Blick z
Ginas SichtDas Bankett war endlich vorbei.Es fühlte sich wie ein Sieg an, denn ich hatte ein Schlachtfeld überlebt – in Seide statt in Rüstung.Die Musik verklang allmählich hinter uns, während die Adligen sich in verschiedene Flügel des Palastes zerstreuten und ihre Gespräche durch die Gänge hallten.Trotzdem spürte ich überall, wohin ich ging, die Blicke, die mir folgten.Einige der Adligen hatten mit dem Prinzen Smalltalk betrieben und dabei demonstrativ das Mädchen ignoriert, das viel zu nah am zukünftigen König stand.Ihre Arroganz war offensichtlich.Aber es kümmerte mich ni
Calebs SichtCaleb betrat den Saal durch den seitlichen Pavillon.Eigentlich hatte er nur vorgehabt, die ausländischen Delegierten zu begrüßen und anschließend in seine Gemächer zurückzukehren.Sein Körper hatte sich noch immer nicht vollständig erholt. Jede Bewegung erinnerte ihn daran, dass er lieber überall gewesen wäre als hier.Doch seine Pflichten ließen das nicht zu.Er musste erscheinen, um zu beweisen, dass alles in Ordnung war.Diese Adligen konnten Schwäche auf eine Meile Entfernung wittern.Also musste er dem Königreich zuliebe seine Rolle spielen.
Das Mondlicht-Bankett.Die Worte hallten noch lange in meinem Kopf nach, nachdem die Bedienstete mein Zimmer verlassen hatte.Ich saß noch immer auf der Bettkante und starrte gedankenlos auf das Mondlicht, das sich über den Marmorboden ergoss.Es fühlte sich überhaupt nicht wie eine Einladung an.Eher wie ein Befehl, mich einer Versammlung von Adligen in Seidengewändern anzuschließen.Bey regte sich in mir.„Du bist nervös.“„Ich glaube, dazu habe ich jedes Recht“, antwortete ich.„Gut.“







