Seine falsche menschliche Gefährtin

Seine falsche menschliche Gefährtin

last updateปรับปรุงล่าสุด : 2026-11-05
โดย:  Misanอัปเดตเมื่อครู่นี้
ภาษา: Deutsch
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Mara Ellison ist eine ruhige Designstudentin, die ständig mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hat und sich nichts sehnlicher wünscht, als ihr Studium abzuschließen und in Ruhe als freiberufliche Designerin zu arbeiten. Doch dann macht ihr Freund vor dem gesamten Campus mit ihr Schluss und bezeichnet sie als zu gewöhnlich und zu arm, um in seine Welt zu passen. Julian Voss, ein zurückhaltendes Finanzgenie und Erbe eines mächtigen Unternehmensimperiums, wird Zeuge der gesamten Demütigung. Doch er hat ein Geheimnis: Er ist ein reinblütiger Alpha und der designierte Erbe eines verborgenen Werwolfsclans. In dem Moment, in dem er Mara nahekommt, verstummen seine rastlosen Instinkte. Als ihm klar wird, dass sie zum Ziel seiner gesamten Welt werden könnte, erklärt er sie vor allen zu seiner Freundin. Doch Mara weigert sich, gerettet oder wie ein Besitz behandelt zu werden. Stattdessen überarbeitet sie seinen sorgfältig ausgearbeiteten Vertrag eigenhändig und fügt klare Grenzen, ihre eigenen Bedingungen und ein Ablaufdatum von drei Monaten hinzu. Doch schon bald beginnen die Regeln zu verschwimmen. Als ein unberechenbarer Werwolf in einem überfüllten Korridor die Kontrolle verliert, gelingt es Mara – einem Menschen ohne eigene Pheromone –, Julian mit einer einzigen Berührung zu beruhigen. Nun ist der Clan auf sie aufmerksam geworden, und Julian verschweigt, was er in dem Augenblick gehört hat, als sich ihre Hände zum ersten Mal berührten. Er ist überzeugt, dass sie füreinander bestimmt sind. Mara hingegen hat lediglich einer vorgetäuschten Beziehung zugestimmt. Als Feinde, Beschützer und widerwillige Partner müssen sie entscheiden, ob ihre vorgetäuschte Romanze nur ein Schutzschild ist oder die gefährlichste Wahrheit, der sich einer von ihnen jemals stellen musste.

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บทที่ 1

Kapitel 1: Das Mädchen, über das sich alle lustig machten

Mara Ellison hatte gelernt, ihr Leben in kleinen, sorgfältig kalkulierten Zahlen zu messen.

Vierzig Minuten zwischen ihrer Vorlesung in Typografie und ihrer Schicht in der Druckerei. Drei Aufträge, die bis Freitag fertig sein mussten. Elf Dollar und sechzig Cent auf ihrem Konto, die bis zum ersten des nächsten Monats reichen mussten. An diesem Morgen hatte sie im Bus alles zweimal durchgerechnet, als könnte ein dritter Versuch das Ergebnis irgendwie verändern.

Tat er aber nicht. Das tat es nie.

Mit einem kalten Kaffee und einem Skizzenbuch, dessen Ecken bereits ganz weich geworden waren, schlich sie sich in die letzte Reihe ihres Kurses für Visuelle Systeme. Ihr Professor hatte ihr letztes Projekt eingekreist und an den Rand das Wort „außergewöhnlich“ geschrieben. Sie hatte dieses Wort schon so oft gelesen, dass es sich längst nicht mehr echt anfühlte. Talent bezahlte keine Miete. Es deckte weder die Studiengebühren noch das gebrauchte Grafiktablett ab, dessen Bildschirm an einer Seite einen Riss bekommen hatte. Es sorgte lediglich dafür, dass die Kluft zwischen dem, was sie sich vorstellen konnte, und dem, was sie sich leisten konnte, noch ein wenig schmerzhafter wurde.

Bis Mittag hatte sie einen Auftrag abgeschlossen, einen zweiten begonnen und einen halben Müsliriegel gegessen. Sie hätte den Tag als erfolgreich bezeichnet.

Dann schrieb Declan ihr eine Nachricht:

Komm zum Gründertagsfest. Ich möchte, dass du dabei bist.

Beinahe hätte sie abgesagt. Der Gründertag bedeutete, dass sich die gesamte Universität im zentralen Innenhof versammelte, mit Bannern, kostenloser Limonade und Menschen, die ihre Zukunft wie maßgeschneiderte Mäntel zur Schau trugen. Doch Declan hatte sich seit Wochen distanziert, und ein hartnäckiger Teil von ihr hoffte immer noch, dass sich vielleicht etwas ändern würde, wenn sie auftauchte.

Also ging sie hin. Sie trug ihre einzige halbwegs gute Jacke, hielt den Kopf gesenkt und betete um einen ereignislosen Nachmittag.

Der Innenhof war erfüllt von Gelächter und Musik. Mara bahnte sich ihren Weg durch die Menschenmenge, bis sie Declan unter der alten Eiche entdeckte, umringt von seinem üblichen Freundeskreis. Wie immer sah er makellos aus, sein Lächeln strahlend und mühelos.

Doch als er sie erblickte, erreichte dieses Lächeln seine Augen nicht.

„Da bist du ja“, sagte er laut genug, dass sich mehrere Köpfe zu ihnen umdrehten.

„Du hast mich doch gebeten, zu kommen“, erwiderte Mara leise. „Ist alles in Ordnung?“

„Ehrlich gesagt? Nein.“ Er seufzte theatralisch, wie ein Mann, der kurz davorstand, zum Wohle aller eine unangenehme Wahrheit auszusprechen. „Ich glaube, es ist an der Zeit, dass wir ehrlich zueinander sind. Es ist vorbei, Mara.“

Die Worte trafen sie auf seltsame Weise. Sie spürte ihre Wirkung, noch bevor sie sie richtig begriff.

„Hier?“, brachte sie hervor. „Du machst das ausgerechnet hier?“

„Wo denn sonst? Du kommst doch ohnehin nie zu den Veranstaltungen, zu denen ich dich einlade.“ Er warf seinen Freunden einen Blick zu, und jemand kicherte. „Hör zu, du bist ein nettes Mädchen. Aber seien wir realistisch. Ich baue mir eine Karriere auf. Ich brauche jemanden, der zu dem Leben passt, auf das ich zusteuere.“ Sein Blick wanderte zu ihrer Jacke und ihren abgetragenen Schuhen. „Und du bist einfach nur … gewöhnlich. Pleite. Ständig gestresst wegen irgendeines Vierzig-Dollar-Auftrags und all dieser kleinen Projekte, aus denen sowieso nie etwas wird. Das ist einfach nur anstrengend.“

Im Innenhof wurde es auf jene besondere Weise still, wie es in Menschenmengen geschieht, wenn sie Blut wittern.

„Ich habe dich nie um irgendetwas gebeten“, sagte Mara. Ihre Stimme zitterte, und sie hasste es.

„Das musstest du auch nicht.“ Er zuckte mit den Schultern. „Genau das ist ja das Problem. Du gehörst nicht in meine Welt.“

Jemand lachte. Dann stimmte ein anderer mit ein. Ein Handy wurde in die Höhe gehalten, kurz darauf folgten drei weitere. Kleine schwarze Augen, die ihre Demütigung aus jedem Winkel einfingen.

„Weint sie etwa?“

„Oh mein Gott, wird das gerade gefilmt?“

„Die Arme. Sie dachte wirklich, sie wäre auf seinem Niveau.“

„Das wird heute Abend überall zu sehen sein“, murmelte ein Mädchen, das bereits eine Bildunterschrift tippte.

Maras Gesicht brannte. Sie wollte etwas Schlagfertiges erwidern, etwas Kluges, irgendetwas, das es ihr ermöglichen würde, mit erhobenem Haupt zu gehen. Doch ihr war die Kehle wie zugeschnürt, und alles, was sie tun konnte, war, regungslos dazustehen und die Hände fest um den Riemen ihrer Tasche zu krallen, während der gesamte Campus dabei zusah, wie sie innerlich zerbrach.

Auf der anderen Seite des Innenhofs, im Schatten der Bibliothekstreppe, hatte Julian Voss alles mit angesehen.

Er war zum Gründertagsfest gekommen, weil die Stiftung seines Großvaters die Veranstaltung finanziert hatte und seine Anwesenheit erwartet wurde. Wie immer hielt er sich abseits der anderen. Studenten nickten ihm aus der Entfernung zu, wagten es aber nie, ihn anzusprechen. Jeder wusste, wer er war: das Finanzgenie, das bereits vor seinem zwanzigsten Geburtstag die Modelle zweier Professoren überarbeitet hatte, der Erbe der Voss Group, ein Mann, der wenig sprach und sich niemals irrte.

Was sie nicht wussten, war, dass er ein Alpha war und dass seine Zurückgezogenheit weniger mit Arroganz als vielmehr mit Disziplin zu tun hatte. Eine Menschenmenge dieser Größe drängte von allen Seiten auf seine Sinne ein, und er hatte Jahre damit verbracht zu lernen, diese Reizüberflutung einfach an sich vorbeiziehen zu lassen.

Er verabscheute Lärm. Noch mehr verabscheute er öffentliche Spektakel.

Er hatte gerade gehen wollen, als das Gelächter begann. Dann sah er sie: ein zierliches Mädchen in einer abgetragenen Jacke, das kerzengerade dastand, während ein Junge in einem teuren Hemd sie zum Vergnügen vor allen anderen fertig machte. Sie weinte nicht. Sie hielt sich mit schierer Willenskraft aufrecht, und irgendetwas an dieser Sturheit traf ihn wie ein angehaltener Atemzug.

Er hatte keinen Grund einzugreifen. Das hatte er nie.

Trotzdem setzten sich seine Füße in Bewegung.

Die ersten Schritte waren gewöhnlich. Dann schien sich die Luft zu verändern.

Zunächst war da ein Pulsieren unter seinen Rippen, dann schwoll es zu einer mächtigen Welle an. Sie verströmte keinen Duft, den ein Wolf hätte wahrnehmen sollen, nur den Geruch von Regen und Papier. Und dennoch erwachten seine Instinkte, die er jahrelang diszipliniert und tief in sich vergraben hatte, mit einem Mal. Alle seine Sinne richteten sich auf das Mädchen im Zentrum des Kreises. Sein Herzschlag geriet aus dem Takt.

Und der Druck in seinem Kopf verstummte.

Seit Jahren lastete dort ein ständiges, zermürbendes Gewicht: Berechnungen, Erwartungen und der endlose Lärm, der damit einherging, Julian Voss zu sein. Es war so allgegenwärtig gewesen, dass er längst vergessen hatte, dass es überhaupt existierte. Doch jetzt war es zum ersten Mal, soweit er sich erinnern konnte, verschwunden. Seine Gedanken waren klar, ruhig und vollkommen still.

Er hatte Jahre damit verbracht, die Instinkte zu beherrschen, die jeder Alpha zu kontrollieren lernen musste. Er kannte den Sog der Rangordnung, das Bedürfnis nach Territorium und die Herausforderung, die in einem Blick durch einen Raum liegen konnte. Doch keine dieser Lektionen hatte ihn auf die unmögliche Stille vorbereitet, die ihre Anwesenheit mit sich brachte.

Das hier war nicht der Instinkt, den er kannte. Instinkt war ein Brüllen, und das hier war das genaue Gegenteil.

Er hatte keinen Namen für das, was gerade geschah. Aber er wusste, dass alles, was ihn zu ihr gezogen hatte, mächtig genug war, um seine Aufmerksamkeit zu fordern, und gefährlich genug, dass er nicht einfach weitergehen konnte.

Also ging er weiter.

Die Menge teilte sich, ohne dass er darum bitten musste. Gespräche verstummten mitten im Satz. Declan, der noch immer selbstgefällig grinste, drehte sich um, um zu sehen, wer seinem Publikum die Stimme verschlagen hatte. Sein Grinsen verblasste.

Julian würdigte ihn keines Blickes.

Er blieb neben Mara stehen, so dicht, dass sie erschrocken zusammenzuckte und zu ihm aufsah. Ihre Augen waren feucht und voller Zorn, von einem faszinierenden Braunton mit goldenen Sprenkeln. Für einen Augenblick bewegte sich keiner von ihnen.

Dann sagte Julian mit einer Stimme, die ruhig genug war, um den gesamten Innenhof zu durchdringen:

„Wenn du damit fertig bist, meine Freundin zu demütigen, gehen wir jetzt.“

Mara wandte sich ihm zu. Ungläubigkeit durchbrach ihre Demütigung. Sie hatte diesen Mann noch nie aus der Nähe gesehen, geschweige denn zugestimmt, seine Freundin zu sein.

Die darauffolgende Stille war vollkommen. Die Handys wurden gesenkt. Irgendwo entglitt jemandem ein Becher Limonade und fiel zu Boden.

Niemand hatte gewusst, dass der unnahbarste Mann der gesamten Universität eine Freundin hatte.

Am allerwenigsten das Mädchen, das direkt neben ihm stand.

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