LOGIN„Wir sind da.“Treys Stimme klärt meine Sicht, während ich verständnislos seinen Rücken anstarre. Ich sitze derzeit auf dem Soziussitz von Gigi, meine Arme locker um Treys Taille geschlungen. Oder besser gesagt: Meine Finger sind wenige Zentimeter vor seiner Haut erstarrt, völlig gebannt von der Landkarte aus Narben, die über seinen Rücken verstreut ist.Warte. Wir sind da?Ich schrecke aus meiner Trance auf und hebe den Kopf. Und tatsächlich ragt die vertraute Backsteinfassade meines Wohnheimgebäudes direkt vor uns auf.Welcher berauschende, leichtsinnige Schleier auch immer mein Gehirn vernebelt hatte, er hat sich verflüchtigt und eine ernüchternde Realität hinterlassen, die mir voll ins Gesicht schlägt. Wenn die schiere Dummheit des Stunts, den ich auf dem Bürgersteig vor dem Naughty Brats abgezogen habe, nicht ausreichte, um mich aufzuwecken, dann hat es das bitterböse Erkennen, wie kindisch ich mich verhalten habe, definitiv getan.Und doch, trotz dessen, wie schrecklich ich mich
Ich linse durch meine Brille und sehe eine Frau Ende dreißig mit entschlossenen Schritten auf uns zukommen. Nach ihrem schicken Blazer, der professionellen Anzughose und der Aktentasche in ihrer Hand zu urteilen, hat sie eindeutig gerade eine Spätschicht bei der Arbeit hinter sich. Und wenn ihre Körperhaltung irgendetwas aussagt, versprüht sie eine feurige, beschützende, feministische Energie. Absolutes Perfektionismus.„Beruhigen Sie sich verdammt noch mal alle“, klingt Treys Stimme angespannt vor Frust, während er die herannahende Frau anfunkelt. „Sie ist meine Freundin. Sie ist nur schwer betrunken und führt sich auf wie eine totale Göre.“Die Frau bleibt drei Meter entfernt stehen und bedenkt ihn mit einem vernichtenden Blick. „Ja, klar. Das hat Jeffrey Dahmer auch gesagt, junger Mann – und raten Sie mal, was mit den unglücklichen Seelen passiert ist, von denen er behauptete, sie seien seine Freunde?“Trey sieht aus, als stünde er kurz davor, sich die Haare auszureißen. Er ignorie
„Denk nicht einmal daran, Schatz.“Japp.Deine Ohren täuschen dich nicht. Das ist genau das, was Trey verdammt noch mal Parker gerade ohne den Hauch eines Zögerns gemurmelt hat.Und das ist nicht einmal der erschreckendste Teil. Das absolut Schlimmste an diesem gesamten Fiasko ist, dass Treys Augen immer noch geschlossen sind.Und doch – als besäße er irgendeinen unheiligen, übernatürlichen Radar, der speziell darauf kalibriert ist, jeden einzelnen meiner chaotischen Impulse zu spüren – schnellen seine großen Hände nach vorne und klemmen sich um mein Handgelenk, genau am Saum meines Hemdes – okay, vielleicht seines Hemdes –, bevor ich es auch nur einen Zentimeter anheben kann.Meine Augen weiten sich vor Schock, bis sie Tellergröße erreichen.Dann, in einer Zeitlupensequenz, die eines dramatischen Films würdig wäre, öffnet Trey endlich die Augen. Dieses charakteristische Grinsen ist fest auf seine Lippen gemeißelt, und seine eiskalten blauen Augen sind vollkommen gelassen. Keine Spur
SKYLAR Ich habe mit jedem einzelnen Menschen, der in der Geschichte der Menschheit jemals betrunken war, ein gewaltiges Hühnchen zu rupfen. Richtig gehört. Wenn du zu den Zehntausenden von Menschen gehörst, die jemals einen Shot getrunken, ein Glas gehoben oder auf einem Badezimmerboden das Bewusstsein verloren haben – Hände hoch! Du stehst wegen des abscheulichen Verbrechens des Geheimnisverrats unter Arrest, und du hast das Recht zu schweigen, denn– Wisst ihr was? Scheiß auf eure Rechte. Ihr habt alle Rechte in dem Moment verloren, in dem ihr diese unglaubliche, lebensverändernde Magie vor mir geheim gehalten habt! Warum zum Teufel hat mir eigentlich nie jemand erzählt, dass Betrunkensein sich so anfühlt?! Ich fühle mich, als stünde ich auf dem Gipfel der Welt. Ich fühle mich mutig, ungehemmt und sprudele vor Selbstvertrauen – ein Gefühl, nach dem ich mich in meinen gesamten zweiundzwanzig Jahren Existenz buchstäblich gesehnt habe und das mir gefehlt hat. Wenn das hier die nor
Skylar schlägt flatternd die Augen auf; ihre Brille sitzt leicht schief auf ihrer Nase. Erregung trübt ihren Blick zusammen mit dem Alkohol. „Hmm? K-kannst du das wiederholen?“ „Ich habe gefragt, was der Blick, den ich dir am Freitag zugeworfen habe, bedeutet hat, Liebling. Sag es mir.“ „Oh...“, schluckt sie, während sich ihre Brust gegen meine Handfläche hebt. „Ähm... von dem... woran ich mich erinnere... war der Blick so böse. Er... er vermittelte das Gefühl, dass ich... dass ich für das bezahlen müsste, was ich getan habe.“ Sofort legt sich Stille um uns. Es ist hier draußen keineswegs ruhig, aber für mich ist es totenstill, während meine Muse zu mir herabschaut, ihr Atem flach und unregelmäßig – als würde sie darauf warten, dass ich dieses stumme Versprechen genau jetzt einlöse. „Und was glaubst du, Schatz?“, flüstere ich schließlich und streiche mit dem Daumen über die Unterseite ihrer Brust. „Glaubst du, dass ich das vorhabe? Dass ich dich für jeden einzelnen unartigen Stunt
Es gibt schätzungsweise 540.000 dokumentierte Kinks in der menschlichen Psyche. Von jedem einzelnen davon hätte ich in meinem Leben nie gedacht, dass ich einen Daddy-Kink besitze. Zum Teufel, ich dachte nicht einmal, dass ich auch nur eine weiche Stelle in meinem Körper hätte. Nun... das dachte ich. Bis Skylar kam. Es liegt einfach etwas an diesem Mädchen, das systematisch jeden einzelnen Glaubenssatz, jede Grenze und jede Regel demontiert, die ich je für mich aufgestellt habe, und das hier ist verdammt noch mal keine Ausnahme. Denn verdammt. Mit der Härte, die ich vor drei Sekunden hatte, sollte es für einen menschlichen Körper physikalisch unmöglich sein, noch härter zu werden, ohne dass die Leinwand reißt. Aber in dem Moment, als dieses einzige Wort über ihre Lippen schnurrte, schwoll mein Glied auf ein Ausmaß an, das grenzwertig schmerzhaft ist. Es hilft sicherlich auch nicht, dass ihre Hand aktiv an meinem Denim herumfummelt und versucht, mein Glied durch meine Jeans zu str







