LOGIN~Althea„Caiden?“flüsterte ich, und seine scharfen Augen schnellten sofort zu der Stelle, an der ich hinter der Säule stand.Sein Blick wanderte langsam an meinem Körper hinunter, und ich zuckte zusammen und duckte mich noch tiefer in den Schatten. Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen. Panik kroch mir direkt die Kehle hinauf.Wie hatte er mich überhaupt gehört?Ich spähte erneut hervor und sah, wie er den Beta zu Boden stieß. Der Mann kroch auf Händen und Knien zurück zu Halter. Seine Brust hob und senkte sich heftig, während ihm noch immer Blut den Hals hinunterlief, genau dort, wo Caiden ihn festgehalten hatte.„Wer bist du?“, fuhr Halter ihn an, doch Caiden sah ihn nicht einmal an.„Althea.“ Seine Stimme hallte ruhig durch den angespannten Raum. „Komm heraus.“Ich presste meinen Rücken gegen die Säule und rührte mich nicht. Ich wusste nicht einmal, ob ich ihm vertrauen konnte, nicht nach allem, was heute passiert war. Außerdem versuchte ich immer noch herauszufinden, warum er übe
~Althea„Sera!“ Alarics Stimme hallte durch den Gang, und irgendetwas an ihrem Klang ließ einen stechenden Schmerz direkt durch meine Brust fahren.Ich stand wie angewurzelt da und konnte mich nicht bewegen, während ich die beiden mit weit aufgerissenen Augen anstarrte. Ihr Körper war in seinen Armen schlaff geworden. Alaric rief erneut ihren Namen und drehte ihr Gesicht zu sich. Ich sah zu, wie die Farbe rasend schnell aus ihrer Haut wich. Viel zu schnell, als würde etwas ihr von innen heraus das Leben aussaugen.Das Silber. Es ist definitiv das Silber.Es breitete sich gerade in ihrem Körper aus, und wenn wir keinen Heiler fanden, würde sie den nächsten Tag nicht überleben. Das wusste ich mit absoluter Sicherheit. Es war diese Art von Gewissheit, die sich tief im Bauch festsetzte und einfach nicht verschwand.Mein Herz hämmerte in meiner Brust, und meine Hände zitterten leicht an meinen Seiten. Doch trotz allem hatte ich keine Sekunde übrig, um mich zu fragen, warum Alaric so aussah
~AltheaAlaric schwieg.Er war viel zu still, und sein Blick wich meinem keine Sekunde. Das löste ein seltsames Gefühl in mir aus. Also löste ich mich von seiner Brust und rieb mir den Nacken, der von Vesperas Griff immer noch schmerzte.Aber wenn ich so darüber nachdachte, hätte Halter mich direkt in diesem Raum und vor den Augen aller getötet, wenn Sera nicht gewesen wäre.Dieser Gedanke fühlte sich seltsam in meiner Brust an, denn ich wusste immer noch nicht, was ich von ihr halten sollte. Sie hatte sich vor ihm auf die Knie geworfen und um mein Leben gefleht, und das so überzeugend, dass es tatsächlich funktioniert hatte.Wohin hatte Halter sie überhaupt mitgenommen? Und was zum Teufel war in Seras Kopf vorgegangen?Ich vertraute dem Ganzen immer noch nicht. Nicht im Geringsten. Vor allem, nachdem sie so getan hatte, als hätte sie mich an sie verraten.Alaric trat näher und riss mich aus meinen Gedanken. „Geht es dir gut?“, fragte er. Sein Gesicht war von Sorge und noch etwas ande
~AlaricDer Wind kam aus dem Nichts auf, fegte mit voller Wucht durch den Raum und wirbelte ihre Haare nach oben, während das Band im selben Rhythmus pulsierte. Ihr Duft traf mich wie eine Welle, so intensiv, dass meine Knie beinahe nachgaben.Ich stöhnte auf und klammerte mich am Türrahmen fest. Sofort verlor mein Wolf auch die letzte Kontrolle, die ihm noch geblieben war. Er heulte laut und verzweifelt. Sein Heulen hallte durch meinen Schädel, bis meine Ohren davon klingelten. Ich hatte ihn noch nie so aufgewühlt erlebt, so kurz davor, sich aus meinem Griff zu befreien.Er bat nicht mehr darum. Er krallte sich danach.„Geh zu ihr. Sofort. Sie gehört uns“, knurrte er.„Ich versuche es“, sagte ich und biss die Zähne zusammen, während der Druck hinter meinen Rippen immer stärker wurde. „Ich versuche es.“Und dann war es genauso schnell vorbei, wie es begonnen hatte. Plötzlich wurde alles still.Das Licht zerbarst in tausend winzige, funkelnde Stücke und löste sich in nichts auf. Althea
~AlaricDieser Ort war ein verdammtes Drecksloch.Das war mein erster Gedanke, als ich durch die Tore ging, und je weiter ich hineinging, desto schlimmer wurde es. Die Menschen rannten in alle Richtungen, als würden sie vor etwas fliehen, und ihre entsetzten Schreie durchdrangen die ohnehin schon angespannte Atmosphäre.Göttin, was für ein lächerliches Rudel.Ich ging mit meinen Männern weiter. Die Truppe, die ich vorausgeschickt hatte, um Althea aus der Ferne zu beschützen, hatte bereits einiges angerichtet, bevor wir eintrafen. Deshalb ließ ich meinen Blick aufmerksam über alles schweifen und prägte mir die toten Soldaten ein, die überall verstreut auf dem Boden lagen.Das würde ihm eine Lehre sein, sich nicht mit Darkmoor anzulegen.Ich ging weiter hinein und entdeckte drei Hofdamen auf dem Boden nahe dem Innenhof. Ihre Körper wiesen frische Schnittwunden auf, und instinktiv legte ich meine Hand um den Griff meines Schwertes.Gerade als ich meinen Männern Befehle erteilen wollte, e
~AltheaIn dem Moment, als Vespera diese Worte aussprach, spannte sich der ganze Raum an, und Halter marschierte nach vorne und packte meinen Arm so fest, dass ich vor Schmerz zusammenzuckte.„Ich wusste es“, knurrte er und starrte mich mit glühenden Augen an. „Ich wusste, dass etwas mit dir nicht stimmte, sobald ich hereinkam. Ich konnte nicht einmal deinen Wolf spüren.“ Sein Griff wurde fester. „Ich habe erfahren, dass Alaric jemanden geschickt hat, um mich auszuspionieren.“„Sie ist seine Luna.“ Vespera verschränkte die Arme und stellte eine Hand in die Hüfte. „Die Luna von Alpha Alaric.“Alle im Flur erstarrten gleichzeitig, und ich riss meinen Arm aus seinem Griff. Mein Blick wanderte zu Sera, die hinter ihnen stand. Ihre Hände waren vor ihrem Körper gefaltet, und ihr Kopf war leicht gesenkt.Ich runzelte die Stirn. Was ist eigentlich ihr Problem? Sag bloß nicht, dass sie auf ihrer Seite steht …Halter verzog das Gesicht zu einem seltsam zufriedenen Grinsen. „Na, na, na.“ Er sah







