DIE VERSTOSSENE LUNA

DIE VERSTOSSENE LUNA

last updateปรับปรุงล่าสุด : 2026-10-31
โดย:  Øwenอัปเดตเมื่อครู่นี้
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Er hat mich vor dem gesamten Rudel zurückgewiesen. Fünf Jahre später kehrte ich zurück, um ihn zu meinem Ehemann zu machen. An meinem achtzehnten Geburtstag zerbrach Alpha Kael Blackthorn unser Gefährtenband und erklärte mich für unwürdig, an seiner Seite zu stehen. Ich verlor meinen Gefährten, meinen besten Freund und das letzte Stück meines Herzens – alles in einer einzigen Nacht. Fünf Jahre später liegt mein Bruder im Sterben, und Kael ist der Einzige, der ihn vielleicht retten kann. Mein Preis? Ein einjähriger Ehevertrag, der mich zu seiner Luna macht. Doch die Rückkehr nach Blackthorn bedeutet, dem Mann gegenüberzutreten, den zu hassen ich geschworen habe – und einem Band, das sich weigert zu sterben. Als dunkle Geheimnisse ans Licht kommen, begreife ich, dass der Tod meines Vaters möglicherweise kein Unfall war und dass der Mann, der mir das Herz gebrochen hat, womöglich eine Wahrheit verbirgt, die gefährlicher ist als seine Grausamkeit. Hat Kael mich zurückgewiesen, weil er mich nie geliebt hat – oder weil jemand meinen Tod wollte? Diesmal gehe ich nicht ohne Antworten. Selbst wenn die Wahrheit uns beide zerstört.

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บทที่ 1

Kapitel 1: Der Alpha, der mich zerstörte

Ich wusste, dass jemand sterben würde, bevor der Mond seinen höchsten Punkt erreichte.

Ich wusste nur nicht, dass es das Mädchen sein würde, das ich achtzehn Jahre lang zu beschützen versucht hatte.

Ein scharfes Krachen hallte hinter dem Rudelhaus wider. Ich drehte mich gerade rechtzeitig um, um zu sehen, wie ein Wächter aus den Schatten stolperte und sich den blutenden Arm hielt. Bevor ich fragen konnte, was geschehen war, packte er mein Handgelenk.

„Was auch immer heute Nacht geschieht, Elena, lass den Alpha nicht dein Blut berühren."

Ich starrte ihn an. „Wovon sprichst du?"

Sein Blick huschte zur herannahenden Menge. „Dein Vater hätte dich niemals ..."

Ein zweiter Wächter tauchte auf und zerrte ihn fort, bevor er den Satz beenden konnte.

Ich stand allein in der Kälte, meine Haut prickelte. Es war mein achtzehnter Geburtstag. Heute Nacht würde sich jeder Wolf im Blackthorn-Gebiet unter dem Vollmond versammeln, und ich würde endlich meinem Gefährten begegnen. Ich weigerte mich, mir das von einem verängstigten Mann verderben zu lassen.

Ich ahnte nicht, dass mich seine Warnung noch jahrelang verfolgen würde.

Zurück in unserem Häuschen wartete Liam am Spiegel und versuchte vergeblich, seinen Kragen zu richten. Er war dreizehn und fest entschlossen, erwachsen auszusehen.

„Komm her", sagte ich und zupfte den Stoff zurecht.

„Du bist nervös", sagte er.

„Bin ich nicht."

„Deine Hände zittern, Lena."

Ich lachte und gab das Schauspiel auf. „Was, wenn ich meinen Gefährten heute Nacht nicht finde?"

Er grinste. „Dann ist dein Gefährte ein Idiot."

Ich lachte wieder, aber meine Kehle schnürte sich zu. „Dad ist nicht hier, um das zu sehen."

Drei Monate waren seit dem Angriff an der Nordgrenze vergangen. Drei Monate, seit zwei Krieger die Nachricht nach Hause gebracht hatten, dass Daniel Hart bei einem Überfall von Abtrünnigen gestorben war, ohne einen Leichnam, den wir hätten begraben können. Seitdem hatte ich mich jeden Tag zusammengerissen, Mahlzeiten gekocht, Kleidung geflickt und Liam versprochen, dass alles besser werden würde. In manchen Nächten glaubte ich es fast.

Liam nahm meine Hand. „Er wäre stolz auf dich gewesen. Selbst wenn sich die ganze Welt gegen dich wendet, ich würde es nicht tun."

Ich zog ihn in eine Umarmung und hielt ihn länger fest als sonst. Ich konnte nicht erklären, warum, aber etwas in mir flüsterte, dass dies der letzte friedliche Augenblick für sehr, sehr lange Zeit war.

Seraphina kam, als ich gerade mein Haar hochsteckte. Sie rauschte in einem silbernen Kleid ins Zimmer, ihr Lächeln warm, ihre Hände schon nach meinen Locken ausgestreckt.

„Halt still", sagte sie. „Du siehst wunderschön aus. Kael wird seinen eigenen Namen vergessen."

Seraphina Vale war seit Monaten meine engste Freundin. Sie brachte mir Brot, wenn ich nicht kochen konnte, saß bei mir, wenn ich nicht schlafen konnte, und gab mir nicht ein einziges Mal das Gefühl, das arme Waisenmädchen zu sein, als das mich alle anderen sahen. Ich vertraute ihr mehr als jedem anderen.

Sie befestigte die letzte Nadel und sah mir im Spiegel in die Augen.

„Hat dein Vater dir je erzählt, warum er Angst vor dem Thron des Alphas hatte?"

Die Frage klang seltsam. „Angst?"

„Ich meine nur ..." Sie zögerte. „Die Leute haben nach seinem Tod Dinge gesagt."

„Er hat nie über den Thron gesprochen", sagte ich langsam. „Kein einziges Mal."

Etwas huschte über ihr Gesicht, verschwunden, bevor ich es benennen konnte. Dann lachte sie leicht und drückte meine Schultern. „Vergiss, dass ich gefragt habe. Heute Nacht geht es um dich."

Ich ließ es auf sich beruhen. Ich wusste noch nicht, wie sehr es noch eine Rolle spielen würde.

Das Rudel versammelte sich auf der Lichtung hinter dem Rudelhaus, Hunderte von Wölfen Schulter an Schulter unter einem Mond, der so hell war, dass er das Gras silbern färbte. Laternen hingen in den Bäumen. Irgendwo drinnen wartete mein Geburtstagskuchen, ein kleines, lächerliches Ding, das Liam unbedingt selbst hatte backen wollen.

Dann erstarb das Flüstern.

Alpha Kael Blackthorn betrat die Lichtung, und die Luft selbst schien sich um ihn zu biegen. Er war groß, breitschultrig und gelassen, mit dunklem Haar und Augen von der Farbe geschmolzenen Goldes. Wölfe senkten die Köpfe, als er vorüberging. Ich hatte ihn schon früher gesehen, aus der Ferne, bei Versammlungen und Patrouillen, eine Gestalt, die jeder fürchtete und der jeder gehorchte. Aus der Nähe drückte das Gewicht seiner Macht gegen meine Brust.

Sein Blick glitt über die Menge und blieb an mir hängen.

Für einen kurzen Moment brach seine Miene. Seine Augen weiteten sich, fast wie vor Schreck, und dann verdunkelten sie sich zu etwas, das wie Zorn aussah.

Der Älteste Corvin Ashgrove erschien an seinem Ellbogen, sein silberner Ring fing das Laternenlicht ein. Kael packte den Arm des alten Mannes, und Corvin beugte sich vor, um ihm etwas zuzuflüstern. Was auch immer er sagte, Kaels Gesicht schloss sich wie eine Tür.

Druck, sagte ich mir. Er ist ein Alpha. Sie alle tragen zu viel.

Dann begann er, auf mich zuzugehen.

Mit jedem Schritt zog sich ein seltsamer Sog in meiner Brust zusammen, wie ein Faden, der durch meine Rippen gezogen wird. Meine Wölfin sprang auf die Beine, zitternd vor Freude.

*Gefährte.*

Das Wort explodierte in meinem Geist.

Kael blieb direkt vor mir stehen. Seine Augen weiteten sich erneut, und für einen Herzschlag sah ich darin etwas, das beinahe wie Furcht aussah.

Dann war es fort.

Das Band entflammte. Wärme strömte durch mich, so süß und überwältigend, dass mir Tränen die Sicht verschleierten. Jede Hoffnung, die ich je getragen hatte, jede einsame Nacht, jedes Gebet schien auf einmal anzukommen. Ich flüsterte seinen Namen.

„Kael."

Er trat zurück.

Die Menge murmelte. Ich lächelte weiter, überzeugt, dass er sich sammelte, überzeugt, dass er gleich meine Hand nehmen und mich vor dem Rudel verkünden würde. Seine Stimme erhob sich, fest und kalt, und trug über die ganze Lichtung.

„Ich weise dich zurück, Elena Hart, als meine Gefährtin und Luna."

Die Welt blieb stehen.

Das Band riss durch meine Brust wie eine Klinge, die seitlich herausgezogen wird. Meine Wölfin schrie, ein Laut so roh, dass ich ihn in meinen Zähnen spürte, und ich presste eine Hand auf meine Rippen, als könnte ich mich so zusammenhalten. Aus meinem eigenen Mund kam kein Laut.

„Bitte, Kael", flüsterte ich. „Sieh mich an und sag mir, dass das nicht wahr ist."

Er weigerte sich, meinen Blick zu erwidern.

„Du wurdest in die falsche Blutlinie hineingeboren."

„Was soll das heißen? Was hat mein Vater getan?"

Seine Kiefer spannten sich an. „Ich werde nie zulassen, dass eine Frau wie du an meiner Seite steht."

Tränen liefen über mein Gesicht. „Ich wäre dir durch alles zur Seite gestanden. Du hast mir nicht einmal eine Chance gegeben."

Für einen Augenblick zuckten seine Finger an seiner Seite, als wollte irgendein Teil von ihm nach mir greifen.

Dann wandte er sich ab.

Eine Hand legte sich um Seraphinas Taille.

Sie trat an seine Seite, als hätte sie schon immer dorthin gehört, und ein Raunen des Verstehens ging durch die Menge. Er hatte sie gewählt. Natürlich hatte er das. Die schöne Wölfin, die offensichtliche Partie für den Alpha, und das arme Mädchen aus der falschen Familie.

Seraphina sah mich an, ihre Augen weich vor scheinbarem Mitleid. Doch unter dem Mitleid sah ich für einen Herzschlag etwas anderes. Einen Schimmer von Genugtuung.

Die Person, der ich auf der Welt am meisten vertraute, stand neben dem Mann, der mich soeben zerstört hatte.

Ich wandte mich Kael zu, meine Stimme brach. „War irgendetwas davon echt?"

Er sah mich endlich an. „Es gab nichts zwischen uns."

Die Worte schnitten tiefer als die Zurückweisung selbst.

Ich trat näher, verzweifelt auf der Suche nach auch nur einer Spur des Mannes, den ich zu kennen glaubte. „Warum zittern dann deine Hände?"

Seine Miene verhärtete sich. „Geh, bevor ich dich entfernen lasse."

Ich schluckte meine Tränen hinunter und hob das Kinn. „Eines Tages, Kael Blackthorn, wirst du bereuen, was du mir angetan hast."

Er beugte sich so nah heran, dass nur ich ihn hören konnte.

„Bis dahin werde ich mich nicht einmal mehr an deinen Namen erinnern."

Ich rannte, bevor er sehen konnte, wie ich zerbrach.

Meine Füße trugen mich durch die Laternen und die starrenden Gesichter, am Rudelhaus vorbei, den dunklen Pfad hinunter zur Ratskammer, und ich merkte erst, dass ich stehen geblieben war, als ich Stimmen hinter einer halb offenen Tür hörte.

„Das Mädchen wurde zurückgewiesen." Die Stimme gehörte Corvin. „Jetzt können wir zu Ende bringen, was wir begonnen haben."

Eine zweite, tiefe, unbekannte Stimme fragte: „Und der Junge?"

„Haltet ihn am Leben", sagte Corvin, „bis das Mal Wurzel geschlagen hat."

Jeder Muskel in meinem Körper erstarrte. Ich presste mich gegen die Wand, das Herz hämmernd, und lauschte angestrengt, um mehr zu hören. Der Junge. Konnten sie Liam meinen? Welches Mal?

Irgendwo in der Nähe schlug eine Tür, und Schritte näherten sich. Ich floh.

Ich rannte nach Hause, mit gebrochenem Herzen und einem Verstand, der in Fragen ertrank. Kael hatte mich zurückgewiesen. Seraphina hatte mich verraten. Und jemand im Rat schien etwas über meine Familie zu wissen, das man mir nie erzählt hatte.

Als ich unser Häuschen erreichte, wartete Liam an der Tür, sein Kragen noch immer schief.

„Elena? Warum weinst du?"

Ich öffnete den Mund, aber bevor ich antworten konnte, schlug er sich eine Hand in den Nacken und schrie.

Unter seiner Haut breitete sich ein dunkles Mal aus.

Und aus der Tiefe meines Geistes flüsterte eine fremde Stimme:

*„Endlich. Das Blut des Wächters ist erwacht."*

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