MasukSELENEEr liebt mich. Er hat es gesagt. Ganz klar, ohne Zögern. Diese Worte brannten leise in meiner Brust und gaben mir das Gefühl, dass alles wieder lebendig wurde.Ich blickte aus dem Fenster und beobachtete das Rudelgelände. Die Bäume wiegten sich sanft. Die Luft roch rein und lebendig. Das waren meine Leute. Meine Familie. Die Familie, die ich mir durch das Schicksal aufgebaut hatte. Ich hatte so viel zu beschützen, so viel, um das ich mich kümmern musste, und plötzlich fühlte sich alles leichter an, weil ich wusste, dass sie da waren, in Sicherheit.Die Tür flog auf, und der Lärm ließ mich zusammenzucken. Alpha Orion Cyrus ging voran. Hinter ihm kamen meine Kinder herein, eines nach dem anderen, mit strahlenden Lächeln und Augen voller Freude. Ich bemerkte mein Krankenhaushemd kaum. Ich bemerkte kaum etwas anderes als die Tatsache, dass alle, die ich liebte, am Leben waren.Meine Knie gaben nach. Ich sackte nach vorne und ließ meine Hände den Boden berühren. Tränen kamen ungewol
ORIONVier Tage waren seit dem Aufwachen bereits vergangen.Das Warten auf sie fühlte sich schwerer an als der Kampf selbst. Die Zeit verstrich langsam in diesem Zimmer. Das Licht wandelte sich, die Heiler kamen und gingen, aber ihre Augen blieben geschlossen.Sie hatten sie gereinigt und auf dieselbe Weise angezogen, wie sie es bei mir getan hatten. Zuerst ließ das meine Brust sich zusammenschnüren. Angst schlich sich ein, als die Blumenkrone auf ihren Kopf gesetzt wurde. Der Anblick fühlte sich falsch an.Es fühlte sich zu sehr nach einem Abschied an. Ruhe kehrte erst zurück, nachdem die Heiler erklärten, dass sie den sanften Rosa-Duft liebte. Das zu hören, linderte etwas tief in meinen Rippen.Draven hatte die Fragen des Rudels für mich beantwortet. Hier festzusitzen, spielte keine Rolle. Sloane war am Tag zuvor nach Hause gegangen. Das fehlte, aber ihr Bett war der Ort, an den ich gehörte. Es gab keinen besseren Ort.Dieses friedliche Gesicht rief immer wieder Erinnerungen wach. J
ASHEin langsames Lächeln blieb auf meinem Gesicht, während die Welt um uns herum zu verschwimmen schien. Das Klingeln in meinen Ohren ließ nach. Nyx stand dicht bei mir und atmete schwer, als sie ihre Steine endlich zu Boden sinken ließ.Sie trafen die Erde mit dumpfen Geräuschen. Staub wirbelte auf und legte sich langsam wieder. Für einen Moment fühlte sich alles still an, als würde das Land selbst gemeinsam mit uns Atem holen.Wir hatten es zusammen geschafft. Lange Tage, lange Nächte, zerschlagene Hände, müde Beine und eine leise Furcht, die unsere Knochen nie ganz verließ. All das hatte hierher geführt. J_{ed}er Befehl, jeder Plan, jedes stille Gebet.Wir hatten uns selbst angetrieben, damit Selene und Alpha Orion als die wahre Eclipse-Kreise in den Kampf treten konnten. Sie hatten standgehalten. Sie hatten nicht versagt. Sie hatten sich nicht zurückgezogen, als es am wichtigsten war.„Er ist auch bewusstlos“, sagte Elara.Als ich mich umdrehte, schwebte ein Stein in der Luft und
SELENEDer Fluss war noch immer bewusstlos, und der Anblick trieb mich nahe an den Wahnsinn.Feuer bewegte sich in meiner Brust. Es blieb nicht ruhig. Es drückte und breitete sich aus, scharf und rastlos, während mein Blick auf dem Monster haftete, das vor mir stand. Ihre Augen waren offen. Furcht lebte in ihnen, dünn, aber klar.Zunge und Herz.Das war das Ziel.Hitze rollte durch meinen Körper, während ich näher trat. Die Furcht auf ihrem Gesicht verzog sich zu offenem Ekel. Ein tiefes Knurren drang aus meiner Kehle. Rauch glitt aus meinem Mund, jene Art, die entsteht, wenn Gedanken zu schnell im Kopf verbrennen.Ein Schrei durchschnitt die Luft.Weitere Wölfe erhoben sich aus dem Boden um sie herum. Stein drückte mit ihnen nach oben. Felsen hoben sich und schlugen herab, bevor sie auf mich zustürmen konnten.„Das ist nicht fair“, sagte sie. Ihre Stimme trug Sorge und Wut zugleich. „Das ist nicht diese Art von Kampf. Sag deinen Freunden, sie sollen sich raushalten. Und die Wolfsgest
ORIONDer Gedanke, meine Gefährtin zu erreichen, hätte das Einzige in meinem Kopf sein müssen. Nichts anderes hätte von Bedeutung sein dürfen. Aber die Hexe ließ keinen Raum. Keine Pause. Keine Gnade.Ein scharfer Riss brannte über meinen Rücken. Etwas riss durch Haut und Muskeln. Ein gebrochener Laut drang aus meiner Kehle, bevor ich ihn aufhalten konnte. Finger vergruben sich in ihrem Haar und zogen fest, wodurch mein Körper gezwungen wurde, sich zu drehen.Ein weißer Wolf befand sich auf meinem Rücken.Gewicht drückte herab. Heißer Atem traf meinen Neck. Während ich hart abrollte, bohrten sich Klauen direkt in seine Kehle. Knochen brach. Der Körper fiel und rutschte über den Schmutz.Es blieb keine Zeit zum Atmen.Elara war bereits wieder in Bewegung.Sie rannte auf Selene zu, die in ihrer menschlichen Gestalt in der Mitte des Flusses lag. Wasser bewegte sich langsam um ihre Beine. Ariel blieb dicht bei ihr. Elaras Hände leuchteten in einem tiefen grünen Licht, das wie etwas Lebend
ORIONDie Explosionen allein hätten ausreichen müssen, um mich hineinzuziehen. Wenn sie es nicht taten, dann konnte nichts anderes meiner Aufmerksamkeit entgehen. Dennoch war es mein Wolf, der mich wirklich warnte. Selenes Duft war schwach geworden, in der Luft dünn ausgedehnt, was nur geschah, wenn sie schwach und in Gefahr war.Während ich mit Ash lief, wurden wir von einem Rudel weißer Wölfe überfallen. Jedes von ihnen hatte etwas Glänzendes auf der Stirn, das beim Bewegen das Licht einfing.Sie bremsten uns aus, zeigten mir aber auch die Richtung, die ich brauchte. Ash blieb zurück, um sich mit allem zu befassen, was folgte, und ich drängte vorwärts, bereits verletzt, als ich sie fand.Der Anblick von Selene brach fast etwas in mir. Sie war am Boden und hielt sich kaum noch fest. Die Krallen der Hexe waren Zoll von ihrer Brust entfernt. Ein einziger sauberer Schlag dort hätte alles für mich beendet.Die Gedanken verschwanden. Eis schoss durch meine Adern, scharf und schnell. Macht







