LOGINRichtig!Warum war Liam nicht darauf gekommen?Es war der schnellste Weg, herauszufinden, ob Haley oder seine Mutter die Wahrheit sprach.Aber dann,Brauchten sie die Überwachungskamera wirklich?Wie konnte er die offensichtliche Wahrheit leugnen, wenn sie direkt vor ihm lag?Sollte sich herausstellen, dass seine Mutter log, würde das sie nicht nur öffentlich demütigen,Ihr Ruf wäre auch dahin.„Mein Enkel ist wie immer klug.“ Großmutter Lily nickte nachdenklich. „Mary, hol die Sicherheitsleute, damit sie die Überwachungsaufnahmen von letzter Nacht überprüfen.“„Haley, Liebes…“, wandte sich Großmutter Lily ihr zu, umfasste ihre Wangen. „Großmutter wird dir diesmal Gerechtigkeit verschaffen. Diese böse Frau wird heute ihre Lektion lernen.“Während sich Veras Pupillen zusammenzogen, ihr Gesicht erblasste, war die Ehrlichkeit in Haleys trüben Augen deutlich zu erkennen.Liam rutschte unbehaglich hin und her.Als die Haushälterin davonging, räusperte er sich. „Mary, komm zurück.“„Häh?“ D
Die Luft gefror, und eine ohrenbetäubende Stille senkte sich herab.Liam erstarrte auf der Stelle, sein Blick fest auf seinen Bruder gerichtet,und das Mädchen, das bei ihm war.Haley?Sie sah nicht nur mitgenommen und staubig aus, sie wirkte auch schwach, lehnte sich zur Unterstützung an seinen Bruder.„Aaaaahhh!“ Ein schriller Schrei durchdrang die Atmosphäre.Der Schrei kam von niemand anderem als der Frau, die nun zitternd in Liams Armen lag.Seine Mutter sprang buchstäblich auf ihre Füße.War sie nicht bewusstlos gewesen?Doch niemand schenkte ihr Aufmerksamkeit, da sich alle um Daryl versammelten.„Unmöglich, es ist der zweite junge Herr!“„Oh mein Gott! Er ist zurück!“„Der zweite junge Herr lebt!“„Wie unglaublich!“Die Diener sprangen aufgeregt umher, klatschten und lächelten.Während Großmutter Lily noch mehr Tränen vergoss. „Mein lieber Enkel, wo warst du? Wie bist du zurückgekommen? Ich, ich habe mir große Sorgen gemacht. Wurdest du entführt, Liebes?“Doch vor fünf Jahren
Der Keller war schon immer Daryls Lieblingsversteck gewesen.Er hatte manchmal den ganzen Tag dort verbracht, ohne dass es jemand bemerkte, bis er sich irgendwann entschied, wieder herauszukommen.„Ah! Der Keller! Sie haben recht, junger Herr!“, rief die Dienerin aus.Doch auf Liams Mutters Gesicht lag ein alarmierter Ausdruck. „Seit Jahren hat niemand mehr diesen Keller besucht! Wie kann sich dort ein Mensch verstecken?“„A-Aber, gnädige Frau, wir haben überall sonst gesucht, außer-“„Halt den Mund!“, schnitt Vera der jungen Dienerin mit einer schallenden Ohrfeige das Wort ab.Ihre Handlung kam so plötzlich, dass alle zusammenzuckten, einschließlich Liam.„Du! Vera, warum bist du so grob? Warum kannst du den Dienerinnen gegenüber keine Gnade zeigen?“, starrte Großmutter Lily sie missbilligend an.„Siehst du nicht, dass sie respektlos ist, Mutter? Wie kann sie es wagen zu sprechen, während ich am Sprechen war?“Die junge Dienerin hatte nur einen einfachen Satz gesagt, den jeder hier h
Instinktiv trat sein Bein auf die Bremse, und das Auto kam mit quietschenden Reifen zum Stehen.Liam musste das Telefon von seinem Ohr nehmen, um den Kontakt genauer zu betrachten.Derjenige, der vermisst wurde?Sein Bruder?„Sind Sie sicher, dass er es ist?“„Meine Leute lügen nie, Herr Nash“, antwortete die andere Person. „Ich habe das Foto an Ihr Handy geschickt.“Ein Foto?Hoffnung vermischt mit Verwirrung brachte Liam dazu, in seine Medien-Nachrichten zu schauen, ohne sich darum zu kümmern, aufzulegen.Er klickte auf das Foto.Er ist es.Es war sein Bruder.Erinnerungen strömten sofort zurück, beim Anblick dieser vertrauten Gestalt, die aus dem Flughafen schritt.Eine Reisetasche hing über seiner Schulter, und die andere Hand streckte er aus, als versuche er, ein Taxi anzuhalten.Es war derselbe Kerl, der vor fünf Jahren verschwunden war.Obwohl er auffällige Kleidung trug, ein gelbes T-Shirt mit roter Sonnenbrille, würde Liam diese Gesichtszüge, die den seinen so stark ähnelten,
Vera ließ Haley los.Den Kopf zurückwerfend, lachte die Frau so laut, dass ihre bedrohliche Stimme die Wände erzittern ließ.Der Leibwächter lachte mit, hielt sich den Bauch und zeigte auf Haley.„Hast du sie gehört, Gary? Haley will, dass ich vor ihr auf die Knie gehe“, sagte Vera spöttisch und ahmte eine Kinderstimme nach.Dann seufzte sie. „Also stimmen die Gerüchte, dass die dumme Frau meines Sohnes psychische Probleme entwickelt hat.“„Tss, tss, tss.“ Vera schnalzte mit der Zunge und schüttelte den Kopf. „Wenn du es eines Tages schaffst, mich zum Knien zu bringen, Haley, kann ich mich auch gleich umbringen.“„Ist das so?“, hob Haley amüsiert eine Augenbraue. „Vera Nash, vergiss niemals dein Versprechen.“Vera winkte abweisend ab und verdrehte die Augen. „Ich werde meine Zeit nicht an ein verrücktes Mädchen wie dich verschwenden. Gib ihr nur einmal am Tag zu essen, Gary. Haley bleibt in diesem Keller eingesperrt, bis sie ihre Lektion gelernt hat und sich bei mir entschuldigt.“„Fü
...Haleys Augenlider flatterten, und allmählich verwandelte sich die Dunkelheit in ein verschwommenes Weiß.Die Augen zusammenkneifend, bewegte sie ihre Glieder, kämpfte darum, sich aufzusetzen.Warum fühlte sich ihr Körper so wund an?Was machte sie an einem solchen Ort?Abgesehen von den winzigen Rissen in den Wänden, die Lichtstreifen hereinließen, war überall Dunkelheit.Ihr Kopf pochte leicht vor Schmerz, und Haley stützte ihn mit beiden Händen, ließ ihre Gedanken zur vergangenen Nacht wandern.Verdammt!Sie war entführt worden.Wo war sie?Alarmiert kroch Haley vom Boden hoch, ihre Augen huschten voller Angst durch den weiten Raum.Gepackte Kisten standen in einer Ecke, und viel staubiges Haushaltszeug.Haley durchwühlte eine der Kisten, hustete heftig, während Staub durch die Luft flog.Neben den Kisten kniend, fischte sie ein kleines Gerät heraus, das eher wie ein Spielzeugtelefon aussah.Haley fischte weitere Sachen heraus, darunter einige Schuhe und Kleider.Der Raum bestan







