INICIAR SESIÓNTalias Perspektive„Glaubst du wirklich, dass das möglich ist?“, fragte ich.Leslie schwieg einen Moment, bevor sie antwortete.„Nein“, sagte sie nüchtern.„Moment, was?“, rief Della aus. „Was meinst du mit Nein?“„Das Gift der wahnsinnigen abtrünnigen Wölfe ist mit Eisenhut überhaupt nicht vergleichbar. Nicht einmal annähernd. Ich habe jahrelang Eisenhut und seine Varianten untersucht und dachte, ich hätte inzwischen eine einigermaßen gute Vorstellung davon, wie stark ein Gift sein kann. Was ich heute behandeln musste, war Dutzende Male stärker als alles, womit ich zuvor zu tun gehabt hatte. Ohne die Blutreinigung wäre Landon gestorben“, erklärte Leslie mit einer vor Angst angespannten Stimme. „Ich wusste, womit ich es zu tun hatte, und trotzdem hätte ich ihn beinahe verloren.“„Und du willst es trotzdem versuchen?“, fragte ich.„Natürlich. Diese Bedrohung dürfen wir nicht ignorieren“, erwiderte Leslie. „Inzwischen weiß jedes Rudel, dass die wahnsinnigen abtrünnigen Wölfe wiede
Talias Perspektive„Die Lonefur-Glut ist ein Edelstein“, sagte Solon.„Offensichtlich“, schnaubte Della. „Aber wenn es nur ein gewöhnlicher Edelstein wäre, hätte Leslie nicht so reagiert. Also, was ist so besonders daran?“„Es gibt weltweit nur drei Exemplare, und alle drei wurden im Lonefur-Rudel aufbewahrt und beschützt. Der Edelstein besitzt Eigenschaften, die mit der Zeit auf seinen Träger wirken“, erklärte Solon.„Kann er sie heilen?“, fragte ich.„Besser als das. Er ist der Grund dafür, dass Landons Familie das Rudel so lange halten konnte“, warf Leslie ein. „Er beruhigt den Geist in stressigen Situationen, bietet Schutz und verlangsamt bei regelmäßigem Tragen den Alterungsprozess.“„Einen davon wegzugeben, ist keine Kleinigkeit. Diese Edelsteine dürfen das Lonefur-Rudel nicht verlassen. Diese Regel besteht schon seit der Gründung des Rudels. Landon hat Leslie diesen Edelstein geschenkt, um zu zeigen, dass seine Entschuldigung aufrichtig gemeint ist“, fügte Solon hinzu.Le
Talias PerspektiveNachdem der letzte Konvoi der angereisten Gäste das Gebiet des Blut-Mond-Rudels verlassen hatte, nahm Nolan Solon mit, um ihm die Tunnel zu zeigen. Es war sinnvoll, das gerade jetzt zu tun. Solon gehörte zu den wenigen Menschen, denen wir diese Informationen anvertrauen konnten. Und da erneut wahnsinnige abtrünnige Wölfe aufgetaucht waren, war es umso wichtiger, ihm die Tunnel zu zeigen.Della und ich blieben zurück und leisteten Leslie in ihrem Zimmer Gesellschaft. Sie schlief noch immer, auch nachdem Solon sie zurück in ihr Gästezimmer getragen hatte. Wir sprachen leise und rückten zwei Stühle ans Fenster, damit wir nicht direkt über ihr standen, während sie sich ausruhte.„Er hat es verdient“, sagte Della.„Was?“, fragte ich. „Von wem redest du?“„Von Landon. Er hat es verdient, von diesem wahnsinnig gewordenen Bären verletzt zu werden“, wiederholte Della.„Della, das kannst du doch nicht ernst meinen“, sagte ich.„Doch, das meine ich ernst. Der Bär hätte i
Talias Perspektive„Jemand soll einen Arzt holen!“, befahl ich und ging bereits auf den Schwesternstützpunkt zu.„Halt“, sagte Leslie schwach. Sie versuchte, sich aus Solons Armen zu befreien, doch er hielt sie aufrecht und fest an sich gedrückt. „Mir geht es gut, Solon. Ich brauche keinen Arzt. Lass mich los.“„Was redest du da? Du bist gerade ohnmächtig geworden“, erwiderte Solon.„Dir geht es alles andere als gut“, fügte ich hinzu.Leslie verdrehte die Augen. „Ihr beide übertreibt“, schnaubte sie. „Ich habe bei der Behandlung dieses Idioten zu viel Blut verloren, und mein Körper hat entsprechend darauf reagiert. Das muss mir kein Arzt sagen. Ich brauche Ruhe.“„Bist du sicher?“, fragte Solon.„Mir geht es gut. Ich muss mich nur hinlegen, dann wird alles wieder gut“, sagte Leslie bestimmt.Ich war nicht völlig überzeugt, aber mit Leslie zu streiten, wenn sie sich bereits etwas in den Kopf gesetzt hatte, war reine Zeitverschwendung. Ich sah zu Solon, doch seine ganze Aufmerksa
Talias Perspektive„Leslie, was ist mit ihm los?“, fragte ich.„Die Giftstoffe breiten sich zu schnell aus“, erwiderte Leslie und stand auf. „Das Medikament, das ich ihm gegeben habe, wirkt nicht. Sein Körper reagiert nicht so darauf, wie er sollte, und die Infektion hat sich bereits weiter ausgebreitet, als ich erwartet hatte.“„Was wird jetzt mit ihm passieren?“, fragte einer der Alphas.„Er wird sich verwandeln!“, rief eine Luna panisch.„Wir sollten ihn vorher töten“, warf ein anderer Alpha ein.„Nein!“, fuhr Leslie dazwischen und beendete damit die Diskussion. „Er muss sofort ins Krankenhaus. Es gibt eine Notfallbehandlung, die ihm vielleicht noch helfen kann, aber sie muss unverzüglich durchgeführt werden.“„Bringt ihn sofort dorthin“, befahl Nolan. „Leslie und Solon, fahrt mit ihm und sorgt dafür, dass sein Zustand stabil bleibt. Haltet unter keinen Umständen an.“Die Wachen hoben Landon vorsichtig hoch und trugen ihn zu den Fahrzeugen. Leslie und Solon folgten ihnen. „N
Nolans PerspektiveDie erste Kette am linken Hinterbein riss, dann die zweite.„Alle zurück!“, befahl ich, doch mein Alpha-Befehl kam zu spät. Der Bär schnellte nach vorn, und die restlichen Fesseln rissen alle gleichzeitig los.„Talia, bring die Lunas sofort zurück!“, rief ich, doch sie und Della waren bereits dabei, die Lunas zurück zum Rudelhaus zu bringen.Henry und Walden gingen vor, um den Bären abzulenken. Walden wurde mit voller Wucht gegen einen Baum geschleudert. Der Bär überquerte die Lichtung und stürmte direkt auf die nächstgelegene Gruppe von Alphas zu.Die meisten Alphas wichen ihm aus. Landon hingegen trat vor, nahm eine Kampfhaltung ein und streckte die Arme aus.‚Was macht dieser Idiot da? Er wird sich noch umbringen lassen!‘, knurrte mein Wolf.„Landon, zurück!“, befahl ich, aber Landon hörte nicht auf mich. Er blieb stehen und wartete darauf, dass der Bär ihn erreichte. Den ersten paar Prankenhieben wich er aus, doch dann erwischte ihn der Bär an der linken S







