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Kapitel 3

Author: Cocojam
Dieser Kuss war voller Provokation und nackter Besitzgier.

Als sie keine Reaktion von mir sah, trieb sie es noch weiter und riss Kane das Hemd vom Leib.

Kanes Wangen glühten rot, seine Muskeln waren angespannt. Einen Augenblick sträubte er sich unter ihrer Berührung, dann ergab er sich vollkommen.

Ihr schweres Atmen und die vermischten Düfte erfüllten den Raum und zogen neugierige Blicke von draußen vor der Tür an.

Früher hätte ich mich bei der leisesten Berührung seiner Hand verwandelt, die Fangzähne gezeigt und bis zum Tod mit ihr gekämpft.

Doch jetzt saß ich da wie eine Statue, völlig regungslos.

Als sie sich schließlich voneinander trennten, sah mich Kane mit purer Ungläubigkeit an.

„Aurora, du hast mir gerade zugesehen, wie ich mit einer anderen Frau war ... und du fühlst nichts?“

Ich senkte langsam den Kopf.

„Isla wollte dich, und du hast nicht abgelehnt. Also werde ich artig sein und gehorchen.“

In diesem Moment zerbrachen Islas und Kanes Mienen.

Meine Eltern und Jasper kamen herein und wechselten verwirrte Blicke.

Isla lächelte, ein hämischer Glanz lag in ihren Augen.

„Mama, Papa, vielleicht hat Aurora in den Verbannungslanden einfach eine sehr starke mentale Belastbarkeit entwickelt. Warum überlassen wir das nicht ... den Profis?“

Jasper nickte sofort.

„Genau. Die sind darauf spezialisiert, ungehorsame Wölfe zu behandeln. Wenn sie die Unterdrückung eines Vollstreckers aushält, können wir sie gefahrlos im Rudel lassen.“

Meine Eltern zögerten. Für einen Moment war Schuld in ihren Augen zu lesen.

„Aurora, es ist nur ein kleiner Test. Halte es einfach aus.“

Ich nickte gehorsam, meine Augen waren völlig ruhig.

Genau in diesem Moment kamen zwei Vollstrecker in schwarzen Uniformen herein.

Einer von ihnen holte ein schweres Unterdrückungshalsband mit Silberstacheln heraus und legte es mir um den Hals.

Ich wich nicht aus. Im Gegenteil, ich lehnte mich hinein.

Klick!

Das Halsband rastete ein. Die Silberstacheln durchbohrten meine Schlagadern und schickten tödliches Silbergift direkt in mein Herz.

Mein Körper krampfte, meine Sinne wurden taub. Doch ich biss die Zähne zusammen und ließ keinen Muckser hören.

Dieser Schmerz war nichts gegen drei Jahre Verbannung.

Vor drei Jahren erwischte ich Kane und Isla, wie sie sich im Arbeitszimmer vergnügten.

Vor Wut zitternd stürmte ich hinein und ohrfeigte sie. „Du dreckige Omega! Wie kannst du es wagen, meinen Alpha zu verführen!“

Sie entschieden, dass ich emotional instabil war – eine gefährliche Bedrohung für Isla – und verbannten mich in die kargen Verbannungslande.

Weil Isla die Streuner bestochen hatte, wurde ich im abgelegensten Gebiet ausgesetzt und von ihnen brutal in der Gruppe überfallen.

Ich wehrte mich mit allem, was ich hatte, und klammerte mich nur aus Rachsucht ans Leben.

Bis mir das System sagte, dass ich nach einem Tod in vollkommener Unterordnung mit einem Vermögen in meine wahre Welt zurückkehren könnte.

Also habe ich meine Lektion gelernt.

Egal, wie sehr sie mich demütigten oder mit Füßen traten, ich wehrte mich nicht mehr.

Das Halsband wurde entfernt. Ich sackte aufs Bett zusammen, schwarzer Rauch stieg aus meiner Brust.

Isla starrte mich ungläubig an und kreischte wie von Sinnen.

„Weiter! Ich glaube nicht, dass sie so gehorsam ist!“

Die Vollstrecker wechselten einen Blick. Sie holten ein kleines Fläschchen mit gereinigtem flüssigem Eisenhut heraus und befahlen mir, ihn zu trinken.

Alle waren sicher, dass ich endlich die „gehorsame“ Maske fallen lassen und wie früher meine Krallen zeigen würde.

Stattdessen schenkte ich ihnen ein unheimliches Lächeln und öffnete den Mund.

Der zähe Eisenhut glitt meine Kehle hinab und explodierte in meinen Eingeweiden wie ein Feuerball aus der Hölle.

Meine Zunge starb augenblicklich ab. Die Schleimhaut meiner Kehle verbrannte. Jeder Atemzug war reine Folter für meine Seele.

Pechschwarzes Blut strömte aus meinem Mund. Dunkle Adern traten unter meiner Haut hervor.

Mein einst schönes Gesicht wurde unter dem Gift und den qualvollen Schmerzen fahl und tot.

Mein Bewusstsein verblasste, und alles wurde schwarz.

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