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Du wolltest mich nicht, Alpha? Jetzt will mich dein König
Du wolltest mich nicht, Alpha? Jetzt will mich dein König
Penulis: Dynasty~dynasty

Kapitel 1

last update Tanggal publikasi: 2026-07-30 04:29:23

EVELYN

Ich hatte gerade der Mutter meines Freundes eine Niere gespendet und war noch nie in meinem Leben so glücklich gewesen.

Das Atmen tat weh. Jeder Atemzug zog an den Nähten in meiner Seite, bis mir die Tränen in die Augen stiegen. Trotzdem war ich glücklich. Auf eine tiefe, beinahe unbeschreibliche Weise. Ich hatte einem Menschen helfen können, der mir viel bedeutete, und allein das erfüllte mich mit einer Wärme, die den Schmerz fast nebensächlich machte.

Der Schmerz spielte keine Rolle. Nicht heute.

Frau Blackwood lebte.

Das war alles, was zählte.

Als ich Damien Blackwood vor acht Jahren zum ersten Mal traf, erzählte er mir, dass seine Mutter alles war, was ihm noch geblieben war. Sein Vater war gestorben, als er noch klein gewesen war, und mit der Zeit war auch sie für mich zu einer Familie geworden.

Sie hatte mir beigebracht, wie man Zimtbrötchen backte. Sie kniff mir jedes Mal liebevoll in die Wangen und nannte mich immer liebevoll „mein Sonnenschein“, selbst nachdem ich zugenommen hatte.

Als ihre Nieren vor sechs Monaten versagten, musste ich mit ansehen, wie die stärkste Frau, die ich kannte, plötzlich zu schwach wurde, um allein die Treppe hinaufzugehen.

Ich konnte es nicht ertragen.

Also ließ ich mich testen.

Immer und immer wieder.

Bis der Arzt eines Morgens lächelte und sagte: „Du bist eine perfekte Spenderin.“

Ich glaube, ich hatte noch nie in meinem Leben so heftig geweint.

Nicht aus Angst, sondern weil ich endlich eine Möglichkeit hatte, der Frau etwas zurückzugeben, die mich all die Jahre wie ihre eigene Tochter geliebt hatte.

Die Operation war gestern gewesen.

Als ich aufwachte, war Damien nicht da.

Die Krankenschwester bemerkte natürlich, dass mein Blick alle paar Minuten zur Tür wanderte.

„Dein Freund kümmert sich gerade um den Papierkram“, erklärte sie freundlich. „Er ist in den letzten Tagen kaum aus dem Krankenhaus gekommen.“

Mein Herz wurde ganz warm.

Das klang ganz nach Damien.

Immer verantwortungsbewusst. Immer darauf bedacht, alles allein zu tragen.

Ich griff nach meinem Handy auf dem Nachttisch und lächelte, als ich die mehr als zwanzig ungelesenen Nachrichten von ihm sah.

*Es tut mir leid, dass ich nicht bei dir bleiben konnte.*

*Mama ist gerade aufgewacht. Sie fragt nach dir.*

*Danke, Eve.*

*Ich liebe dich.*

Die letzte Nachricht las ich mindestens zehn Mal.

*Ich liebe dich.*

Acht Jahre.

Acht Jahre, in denen ich denselben Mann geliebt hatte.

 Acht Jahre, in denen ich jedes Versprechen geglaubt hatte, das er mir ins Ohr geflüstert hatte.

„Wenn ich Alpha werde, wirst du als meine Luna an meiner Seite stehen.“

„Du bist die einzige Frau, die ich jemals wollen werde.“

„Ignoriere, was die anderen über deinen Körper sagen. Ich liebe jeden Zentimeter von dir.“

Ich hatte ihm jedes einzelne Wort geglaubt.

Und selbst jetzt tat ich es noch.

Vielleicht machte mich das töricht.

Oder vielleicht machte Liebe die Menschen einfach blind.

Ein leises Klopfen riss mich aus meinen Gedanken.

Eine Krankenschwester trat mit meinen Entlassungspapieren ins Zimmer.

„Du darfst heute nach Hause.“

Nach Hause?

Mein Herz begann sofort vor Aufregung schneller zu schlagen.

Dabei ging es mir gar nicht darum, das Krankenhaus endlich verlassen zu können.

Es ging darum, dass all das nun hinter uns lag. Dass Mrs. Blackwood wieder gesund werden konnte. Und dass ich den Rest meines Lebens damit verbringen würde, in die Augen des Mannes zu sehen, den ich liebte.

Außerdem hatte Damien darauf bestanden, mich persönlich abzuholen.

Er hatte gesagt, er hätte eine Überraschung für mich.

Ich biss mir auf die Lippe, doch das alberne Lächeln auf meinem Gesicht ließ sich trotzdem nicht unterdrücken.

Konnte es endlich so weit sein?

Wir waren seit acht Jahren zusammen. Seine Mutter würde wieder gesund werden.

Und vor allem fand heute Abend das Blutmondfest statt.

Vielleicht würde er mich endlich bitten, seine Luna zu werden.

 Allein bei dem Gedanken wurden meine Wangen heiß. Ich war mir sicher, dass ich längst rot angelaufen war.

Vorsichtig richtete ich mich auf und bereute es im selben Moment, als ein stechender Schmerz durch meine Seite fuhr.

„Oh…“, keuchte ich.

Die Krankenschwester war sofort bei mir.

„Ganz langsam.“

„Mir geht’s gut“, sagte ich und lachte trotz der Schmerzen. „Ich habe nur… kurz vergessen, dass ich jetzt nur noch eine Niere habe.“

Sie sah mich mit einem Ausdruck an, der irgendwo zwischen Bewunderung und Mitleid lag.

„Du bist wirklich tapfer.“

„Nein.“ Ich schüttelte den Kopf. „Ich bin einfach nur verliebt.“

Eine Stunde später zog ich das hellblaue Kleid an, das Damien mir letzten Monat gekauft hatte.

Der Stoff schmiegte sich eng an meinen Körper und betonte jede meiner Kurven.

Normalerweise hätte ich sofort daran herumgezupft und versucht, meinen Bauch zu verstecken.

Heute tat ich es nicht.

Damien schimpfte immer mit mir, wenn ich das machte.

„Hör auf, dich zu verstecken, Evelyn“, sagte er dann. „Du bist wunderschön.“

Seine Stimme hallte so deutlich in meinem Kopf wider, dass ich unwillkürlich wieder lächeln musste.

Vielleicht würde ich ihm heute endlich glauben.

Ich kämmte mir die Haare, trug ein wenig Lipgloss auf und betrachtete anschließend mein Spiegelbild.

Ich war blass.

Die Operation hatte mir jede Farbe aus dem Gesicht geraubt, und unter meinen Augen lagen dunkle Schatten.

Trotzdem war ich glücklich.

 Zum ersten Mal seit langer Zeit war mein Glück größer als all meine Unsicherheiten.

Die Krankenschwester kam mit einem Rollstuhl zurück.

„Ich kann doch selbst laufen.“

Sie hob nur eine Augenbraue.

„Du hast gerade eine schwere Operation hinter dir.“

Ich seufzte theatralisch.

„Na gut.“

Sie lachte.

Als sie mich durch die Eingangshalle des Krankenhauses schob, schlug mein Herz so heftig, dass ich beinahe glaubte, jeder um mich herum könnte es hören.

Mein Blick glitt über jedes Gesicht.

Ich suchte Damien.

Und insgeheim betete ich darum, dass er wirklich da war. Dass er sein Versprechen hielt, gerade jetzt, wo ich ihn am meisten brauchte.

„Da ist er“, sagte die Krankenschwester, als würde auch sie sich freuen, ihn zu sehen.

Mein Blick schoss sofort in die Richtung, in die sie zeigte.

Und dann sah ich ihn.

Damien stand dort in einem perfekt sitzenden schwarzen Anzug.

Gott.

Er sah unglaublich gut aus.

Sein dunkles Haar war ordentlich frisiert, und der Anzug ließ seine ohnehin breiten Schultern noch eindrucksvoller wirken.

In dem Moment, in dem er mich entdeckte, wurde sein Blick weich.

„Da bist du ja.“

Mit wenigen langen Schritten war er bei mir und kniete sich neben meinen Rollstuhl.

„Wie geht es dir?“

„Ein bisschen wund.“

Seine Finger strichen sanft eine lose Haarsträhne hinter mein Ohr.

„Es tut mir leid.“

Ich lachte leise.

„Wofür?“

„Dafür, dass ich zugelassen habe, dass du etwas so Großes für uns tust.“

 Ich lächelte ihn an.

„Für mich gab es nie eine andere Entscheidung.“

Er schwieg. Einen Moment lang sah es so aus, als wolle er etwas sagen. Stattdessen küsste er mich auf die Stirn.

„Komm“, sagte er. „Ich möchte dich irgendwohin mitnehmen.“

Mein Herz schlug sofort schneller.

„Die Überraschung?“

Ein kleines Lächeln spielte um seine Lippen.

„Du wirst schon sehen.“

Mit unglaublicher Vorsicht half er mir auf den Beifahrersitz und achtete bei jeder Bewegung darauf, dass nichts an meinen Nähten zog.

Die Fahrt kam mir länger vor als sonst.

Die meiste Zeit starrte ich aus dem Fenster und malte mir jede nur denkbare Überraschung aus.

Einen Heiratsantrag?

Ein romantisches Abendessen?

Eine kleine Feier mit seiner Familie?

Oder vielleicht sogar alles zusammen.

Ich war so tief in meinen Tagträumen versunken, dass mir erst spät auffiel, dass wir längst an der Straße vorbeigefahren waren, die wir normalerweise nahmen.

„Damien?“

„Hm?“

„Wo fahren wir hin?“

„Das wirst du bald sehen.“

Seine Antwort war ungewöhnlich knapp.

Ich runzelte die Stirn, beschloss aber, nichts weiter zu sagen.

Vielleicht wollte er einfach nur verhindern, dass ich ihm die Überraschung verdarb.

Etwa zwanzig Minuten später wurde das Auto langsamer.

Schon von Weitem hörte ich Musik, gefolgt von Applaus und Gelächter. Ich runzelte die Stirn. Warum waren hier so viele Leute?

 Damien lenkte den Wagen auf den Parkplatz vor der Blackwood-Pack-Halle.

Das gesamte Gebäude war mit weißen Blumen geschmückt. Selbst der Innenhof sah festlicher und schöner aus, als ich ihn je zuvor gesehen hatte.

Es war eindeutig eine Feier.

Langsam breitete sich ein Lächeln auf meinem Gesicht aus.

„Oh mein Gott…“

*Er hat es wirklich getan.*

Tränen stiegen mir in die Augen, noch bevor ich sie zurückhalten konnte.

Endlich.

Endlich würde er mich fragen.

Nach acht Jahren…

Nach allem, was wir gemeinsam durchgestanden hatten…

Endlich würde Damien mich zu seiner Luna machen.

Meine Hände zitterten vor Aufregung, als ich nach dem Türgriff griff.

Ich war noch nie in meinem Leben so glücklich gewesen.

Wenn ich damals gewusst hätte, was mich hinter diesen Türen erwartete, wäre ich niemals ausgestiegen.

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