LOGINAshley Smith steht vor dem Nichts: Sie hat ihren Job verloren und die Räumungsklage droht. In ihrer Verzweiflung bewirbt sie sich auf eine Nanny-Stelle – und landet direkt bei Owen Dalton, dem milliardenschweren CEO mit einer zerrissenen Vergangenheit. Owen Dalton kämpft seit Jahren damit, eine echte Bindung zu seinen frechen Zwillingen aufzubauen. Seit ihre Mutter ihm kaltblütig gestand, sie sei nur wegen seines Geldes bei ihm gewesen, hat er sich emotional von der Welt abgeschottet. Ashley soll die Kinder betreuen – doch schon bald fliegen die Funken zwischen ihr und dem undurchdringlichen Milliardär. Während Ashley sich in der opulenten Dalton-Villa einlebt, entwickelt sich eine gefährliche Anziehung. Doch ihre aufkeimende Romanze wird von Owens manipulativem und verbittertem Freund bedroht. Als Ashley schockierende Verbindungen zu Owens Familiengeschichte aufdeckt, stellen sich immer drängendere Fragen: Sind ihre Schicksale von Anfang an miteinander verflochten? Geheimnisse brechen auf, Verrat und Gefahr treten ans Licht. Das neu gewonnene Vertrauen und die aufkeimende Liebe zwischen ihnen werden auf eine harte Probe gestellt. Können Ashley und Owen ihre dunklen Vergangenheiten überwinden und eine gemeinsame Zukunft aufbauen – oder werden Lügen und Geheimnisse sie für immer auseinanderreißen?
View MoreIhr Herz hämmerte gegen ihre Brust, während sie die Tränen zurückkämpfte und Mr. Chan weiterreden hörte.
„Ashley, du warst mir und diesem Café eine große Hilfe, aber die Heimat ruft“, sagte er mit einem traurigen Lächeln.
Er hatte ihr gerade von der Schließung des Cafés erzählt. Seit sie sich in Washington niedergelassen hatte, hatte sie sich dort den Rücken krumm geschuftet. Das Café war seit ihrem College-Abschluss ihre wichtigste Einkommensquelle gewesen.
Mr. Chan war seit Monaten krank und auf Medikamente angewiesen gewesen, bis seine Kinder ihn drängten, für eine richtige Behandlung nach Hause zurückzukehren. Deshalb musste er das Café verkaufen.
„Es tut mir leid, dass die Kündigung so plötzlich kommt. Ich weiß, wie viel dir dieses Café bedeutet, aber ich muss heim. Selbst wenn ich sterben sollte – ich möchte lieber in meiner Heimat sterben.“
Sie zwang sich zu einem Lächeln, obwohl in ihrem Inneren ein Sturm tobte. „Reden Sie nicht vom Sterben. Sie werden wieder gesund, Mr. Chan. Ich finde schon einen neuen Job. Ich wünsche Ihnen eine schnelle Genesung.“
Mr. Chan lächelte traurig und tätschelte ihr den Rücken. „Ich weiß, dass du alles schaffen kannst, was du dir vornimmst, Ashley.“
Sie beugte sich vor, legte ihre Schürze auf den Tresen und gab Mr. Chan mit zitternden Händen einen schnellen Kuss auf die Wange. „Auf Wiedersehen, Mr. Chan. Passen Sie gut auf Ihre Gesundheit auf. Bis wir uns wiedersehen.“
„Tschüss, Ashley.“ Mr. Chans Stimme verklang, während sie leise die Tür hinter sich schloss.
Sie warf einen letzten Blick auf das Whispering Woods Café, ihren Zufluchtsort. Tränen drängten sich auf, doch sie riss sich zusammen.
Sie erinnerte sich an den Morgen, als sie fröhlich Kaffee gebrüht hatte, während Mr. Chan im Hinterzimmer ruhte. Sie hatte sich gefreut, bald ihren Anteil der Miete zahlen zu können.
Kaum hatte sie die Tür hinter sich geschlossen, liefen ihr die Tränen der Frustration über die Wangen.
Sie schniefte und machte sich auf den Weg zur State Library, nur wenige Meilen entfernt. Dort suchte sie immer Zuflucht vor der harten Wirklichkeit des Lebens – und jetzt brauchte sie diese mehr denn je.
Sie strich mit den Fingern über die Buchrücken, ließ den Blick über die Regale schweifen und suchte nach der perfekten Flucht aus der Realität.
Schließlich entschied sie sich für eine Ausgabe von Cinderella und zog sich in ihre stille Ecke zurück. Sie war die einzige Besucherin in der Bibliothek.
Sie liebte Fantasy-Romane, weil sie darin so tun konnte, als wäre sie eine Prinzessin, der alle Arbeit abgenommen wurde – ganz im Gegensatz zur Wirklichkeit.
Während sie in die Geschichte eintauchte, lenkte ein starker Duft von Herrenparfüm ihre Aufmerksamkeit auf sich. Sie blickte auf.
Ihr Blick fiel auf einen großen, breitschultrigen Mann im Anzug, der in der Wirtschaftsabteilung gegenüber stand.
Neugier packte sie. Sie versuchte, ihn genauer zu betrachten – da drehte er sich um. Es war Owen Dalton. Es fühlte sich wie ein Traum an.
Sie hatte ihn vor vier Jahren bei einer Business-Veranstaltung ihrer Universität gesehen und sich sofort in ihn verliebt.
Owen Dalton, CEO des Dalton Finance and Investment Imperiums. Ob er sich an jene zufällige Begegnung erinnerte?
Sie hatten nie miteinander gesprochen, doch seit sie ihn auf dem Podium gesehen hatte, trug sie einen geheimen Schwarm für ihn in sich.
Aus der Ferne beobachtete sie, wie er durch die Regale ging und schließlich ein Buch herausnahm.
Er setzte sich auf einen Platz ganz in ihrer Nähe, die Stirn konzentriert in Falten gelegt, während er die Seiten umblätterte.
Diese durchdringenden braunen Augen. Was für Geschichten mochten sich dahinter verbergen?
Für einen Moment vergaß sie, dass sie keinen Job mehr hatte und eigentlich nach Hause gehen sollte, um ihrer Mitbewohnerin Jessica zu erklären, was passiert war.
Owen spürte, dass ihn jemand beobachtete, und drehte sich genau in dem Augenblick um, als sich ihre Blicke trafen.
Ertappt senkte sie nervös den Blick und fuhr mit den Fingern nervöse Muster über den Buchumschlag.
Er wandte sich ab und las weiter. Sein Telefon piepte. Er stellte das Buch zurück ins Regal und verließ die Bibliothek.
Sie atmete erleichtert auf. Sein Blick war so gebieterisch gewesen. Die Erinnerungen an ihren Ex-Freund Kelvin drängten sich auf.
Sie hatten sich kennengelernt, als sie frisch an der Crestwood University angefangen hatte. Sie mochte ihn, weil er beliebt und gut aussehend war – im Gegensatz zu ihr, die eher introvertiert war.
Immer wieder hatte sie ihn beim Fremdgehen erwischt, und jedes Mal hatte er sich entschuldigt. Sie hatte ihm immer verziehen – bis vor einer Woche.
Sie hatte ihm nach der Arbeit einen Überraschungsbesuch abstatten wollen und war selbst überrascht worden.
Mit ihrem Schlüssel war sie in die Wohnung gekommen und hatte sofort gespürt, dass etwas nicht stimmte.
Ihr Herz raste, als ein Stöhnen an ihr Ohr drang. Sie folgte dem Geräusch ins Schlafzimmer.
Dort lag eine blonde Frau stöhnend unter den Laken. Kelvin stieß immer wieder in sie hinein, und ihre Lustlaute erfüllten die ganze Wohnung.
„Fick mich härter, Kelvin, füll meine Fotze“, stöhnte die Blonde mit zusammengebissenen Zähnen.
„Verdammt, Avi“, drang Kelvins Stimme durch den Nebel in ihren Ohren. „Du bist so süß, ich könnte den ganzen Tag weitermachen.“
In diesem Moment hatte sie endgültig mit ihm Schluss gemacht und all ihre Energie in die Arbeit im Café gesteckt. Genug rote Flaggen.
Sie schüttelte den Kopf und kehrte in die Gegenwart zurück. Es hatte keinen Sinn, so zu tun, als würde sie lesen. Sie hatte echte Probleme zu lösen.
Sie stellte das Buch zurück ins Regal und verließ die Bibliothek. Mit dem letzten Lohn von Mr. Chan in der Tasche ging sie in den Supermarkt.
Nachdem sie ein paar Lebensmittel eingekauft hatte, kramte sie in ihrer Handtasche und stellte fest, dass sie gerade noch genug Geld für die Heimfahrt und vielleicht den nächsten Tag hatte.
Während sie überlegte, was sie noch kaufen sollte, drangen die Stimmen einiger Kinder aus dem Coffee-Shop neben dem Supermarkt an ihr Ohr.
Sie trat zu zwei Schülern, die sich hitzig auf Spanisch stritten, und fragte, was los sei.
In Chicago aufgewachsen, beherrschte Ashley mehrere Sprachen fließend. Später im Jahr wollte sie eine Stelle als Übersetzerin antreten.
Der Jüngere wollte ein Milchbonbon, doch der Ältere hatte kein Geld. Sie kaufte beiden welche und brachte sie dann zur Bushaltestelle.
Zurück im Coffee-Shop holte sie ihre Einkäufe und beschloss, auf den kostenlosen Bus zu warten. Als sie gerade aus dem Café trat, trafen sich ihre Blicke mit denen einer anderen Person.
Am nächsten Tag. Nachdem sie die Kinder für die Schule fertig gemacht hatte, fühlte sich Ashley allein.Sie hatte Owen aus dem Arbeitszimmer geholt, damit er Zeit mit ihr verbrachte, aber er hatte „sein Laptop mitgeschleppt“.Ashley zappelte im Wohnzimmer, die Augen huschten ständig dorthin, wo Owen saß, die Nase in Arbeitspapieren vergraben.Er war seit Stunden dabei, und jedes Mal, wenn sie versuchte, seine Aufmerksamkeit zu erregen, lächelte er nur entschuldigend und sagte: „Nur noch ein paar Minuten, Schatz.“Aber diese „paar Minuten“ hatten sich in eine Ewigkeit verwandelt, und Ashley langweilte sich zu Tode.Sie schmollte, verschränkte die Arme und warf einen Blick auf die Uhr. „Das hast du vor dreißig Minuten gesagt“, grummelte sie unter dem Atem.Ohne v
Jessica gestern zu sehen hatte Ashley zerbrochen, und sie hatte geweint, als sie nach Hause kam – der Verrat schmerzte aufs Neue.Sie hatte immer davon geträumt, ihre beste Freundin an ihrer Seite zu haben, wenn sie schwanger würde. Sie hatten immer darüber gesprochen, wie sie füreinander da sein würden, wenn sie schwanger würden.Aber sie hatte sie verraten – für was….GELD?Am nächsten Tag. Ashley stand im Wohnzimmer und ging auf und ab. Irgendetwas stimmte heute nicht.Nun, mehr als sonst. Ihr Körper fühlte sich… anders an. Unruhiger, empfindlicher für alles. Sie schnüffelte die Luft und verzog das Gesicht.„Warum riecht es nach… Zwiebeln?“, murmelte sie vor sich hin und rümpfte die Nase. Es gab keine Zwiebeln im Haus. Sie hatte nac
Owen blickte auf seine Familie und fühlte sich zu gut. Zuerst hatte Adrian die richtige Entscheidung getroffen, und er hatte eine Frau, die ihn genauso liebte, wenn nicht mehr, als er sie.Er brauchte, dass sie rausgingen und frische Luft schnappten. Die Kinder waren den ganzen Tag in der Schule eingesperrt gewesen, und Ashley konnte eine Pause von ihren seltsamen Essenexperimenten gebrauchen.Er klatschte in die Hände und erregte die Aufmerksamkeit aller. „Alles klar, Leute. Lasst uns rausgehen und die Beine vertreten. Was meint ihr? Wie wär’s mit einer kleinen Zeit im Park?“Aiden und Ava sprangen beide auf, Aufregung blitzte in ihren Augen. „Ja! Los, los!“, schrien sie und rannten bereits zur Tür, um die Jacken zu holen.Ashley neigte den Kopf und sah mit einem weichen Lächeln zu Owen auf. „Bist du sicher? Ich meine, ich könnte hierbleiben… mehr Gurken essen.“
Die Stimme des Priesters erklang: „Nimmst du, Vera, Adrian zu deinem Ehemann?“Owen beugte sich leicht vor, die Augen am Bildschirm fixiert, als Veras Stimme durch die Lautsprecher widerhallte:„Ja, ich will!“ Ihre Worte kamen schnell, fast eifrig, als hätte sie ihr ganzes Leben auf diesen Moment gewartet.Sie wirkte so sicher, so selbstbewusst. Owen konnte nicht anders, als einen Knoten in seinem Magen zu spüren.Ashley verrutschte neben ihm auf der Couch und nestelte an den Fingern. Owens Kiefer spannte sich an.Er wollte das nicht ansehen, aber sie beide mussten wissen, wie es enden würde.Er warf einen Blick auf den Teller neben ihr – das seltsame Sandwich, das sie früher gemacht hatte, war











