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KAPITEL 93 : DIE LEINWAND 1

作者: Déesse
last update 公開日: 2026-04-03 00:38:00

Diane

Die Fenstertür schließt sich mit einem dumpfen Klicken hinter uns und besiegelt die Außenwelt. Die klimatisierte Luft des Hauses, tot und parfümiert, schlägt mir wieder entgegen. Nach der brutalen Offenheit der Nacht wirkt sie verlogen.

Er durchquert das Wohnzimmer, ohne einen Blick für mich, und geht zu dem Tisch, auf dem eine Kristallkaraffe und zwei Gläser stehen. Er füllt eines, die bernsteinfarbene Flüssigke

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  • Fick Mich 2   KAPITEL 93 : DIE LEINWAND 1

    DianeDie Fenstertür schließt sich mit einem dumpfen Klicken hinter uns und besiegelt die Außenwelt. Die klimatisierte Luft des Hauses, tot und parfümiert, schlägt mir wieder entgegen. Nach der brutalen Offenheit der Nacht wirkt sie verlogen.Er durchquert das Wohnzimmer, ohne einen Blick für mich, und geht zu dem Tisch, auf dem eine Kristallkaraffe und zwei Gläser stehen. Er füllt eines, die bernsteinfarbene Flüssigkeit glänzt im Halbdunkel. Er bietet mir keins an.– Setz dich.Das ist keine Einladung. Es ist ein leichter Befehl, eingehüllt in die Gebrauchsspur der Nacht. Ich bleibe stehen, nah am Sofa, meine Arme immer noch vor der Brust verschränkt, als könnte ich den Tumult, den er entfesselt hat, bändigen.Er setzt sich in einen tiefen Sessel, die Beine ausgestreckt, und hebt sein Glas zum schwachen Licht. Er betrachtet die Flüssigkeit, nachdenklic

  • Fick Mich 2   KAPITEL 92 : DAS GEWITTER

    Diane– Ich habe nur getan, was du von mir erwartet hast.– Nein. Du hast mehr getan. Du hast die Regeln verstanden. Du hast mit ihnen gespielt.Er macht einen Schritt auf das Haus zu. Ich folge ihm, meine Absätze bohren sich mit einem übermäßig lauten Knirschen in den Kies. Die große Tür öffnet sich vor uns und verschluckt die Dunkelheit der Halle.Im Inneren verändert sich die Atmosphäre erneut. Das Haus ist nicht mehr das stille Gefängnis vom Morgen. Es ist zum privaten Theater geworden, in dem die letzte Szene der Nacht gespielt wird. Die Luft ist regungslos, geladen mit den Erinnerungen des Tages und den drohenden Versprechungen der Rückkehr.Er lässt seine Schlüssel auf ein Silbertablett fallen. Das metallische Geräusch hallt nach.– Komm, sagt er einfach, ohne sich umzudrehen.Er geht nicht die Treppe hinauf. Er geht auf die

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    DianeSie rührt ihr Essen kaum an. Sie nimmt einen Schluck des dunklen Burgunders, den ich für sie gewählt habe. Ihre Finger zittern unmerklich am Glasstiel. Sie starrt in den Saal, und ich weiß, dass sie jeden Ausgang abschätzt, jedes Gesicht, das ein Verbündeter sein könnte, jedes Fenster, jede Tür. Und dass sie feststellt, dass sie eine nach der anderen hermetisch verschlossen sind, versiegelt durch das Bild, das wir projizieren.Da erhebt sich Laroche. Er hat ein wenig zu viel getrunken, sein Gesicht ist gerötet, seine Augen glänzen mit ungesunder Eindringlichkeit. Er kommt auf unseren Tisch zu, ignoriert den warnenden Blick seines Nachbarn.– Dimitri! Mein Lieber, was für eine Überraschung! Man sieht dich gar nicht mehr.Seine Stimme ist zu laut, sie zerschneidet das Flüstern im Saal. Alle Köpfe wenden sich wieder zu.– Und diese… Vision an dein

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    DianeEr führt uns zu der erhöhten Nische, dem Tisch, der den Saal überragt, ohne wirklich in ihm zu sein. Ein Thron, in der Tat. Er zieht den Stuhl für sie. Sie setzt sich, das Rascheln des Satins wie das Zischen einer Schlange. Ich nehme ihr gegenüber Platz. Das Ritual der Speisekarte, der Weinkarte, vollzieht sich. Ich treffe die Auswahl, entscheide, mit einer Geste, die weder Diskussion noch Verzögerung zulässt.– Siehst du?, sage ich, als wir allein in unserer Lichtblase sind. Sie verschlingen dich mit den Augen. Die Männer und die Frauen.Sie hält meinem Blick stand. Die Angst, die vorhin noch darin tanzte, hat sich in hochmütigen, fast eisigen Trotz verwandelt.– Sie sehen nicht mich. Sie sehen deine Errungenschaft. Sie bewerten deinen Geschmack. Sie kalkulieren den Preis.– Sie sehen, verbessere ich mit einem Lächeln. Sie sehen die Chemie. Das funktionieren

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    EvaDer Morgen dämmert kaum und färbt die luxuriösen Vorhänge in ein kaltes, graues Licht. Ich wache vor ihnen auf. Ihre schlafenden Körper umschließen mich noch immer – Sasha hinter mir, Niko vor mir. Ihre Atemzüge sind tief, tierisch vor Zufriedenheit. Das Gewicht ihrer Arme auf mir fühlt sich an

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