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Die Fackel

Penulis: Yole Writes
last update Tanggal publikasi: 2026-06-28 20:00:01

Die hellrote Leuchtfackel brannte heiß und laut in dem kleinen, staubigen Raum. Dichter Rauch füllte die Luft schnell. Maya hustete und hielt sich die Hände vor den Mund. Julian stand auf und schob Maya hinter seinen breiten Rücken. Er hielt seine kleine schwarze Pistole fest in der Hand. Leo trat vor, die kalte Klinge zum Angriff bereit. Die Gestalt im Rauch stieß einen hohen, leisen Hustenlaut aus. Es war eine Frau mit großer, schlanker Statur. Das rote Licht umspielte ihr Gesicht und enthüll
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  • Frech mit 20   Stille

    Der Motor des kleinen Motorboots summte mit einem gleichmäßigen, tiefen Vibrieren gegen den Sprühnebel des Salzwassers. Die schwarze Insel war hinter meiner Kielspur nur noch ein dunkler Fleck am Horizont und verschwand langsam in der leuchtend blauen Weite des offenen Meeres. Ich riss die Pinne nach links und drehte den Bug weg von den Koordinaten des Schifffahrtswegs, die das Signal vom Festland durchgegeben hatte. Der verschlossene Lagerraum an der Küste war mir egal. Die tickenden Zahlen waren mir egal, ebenso die verängstigte Stimme, die in den Lautsprechern gefangen war. Ich hob die rechte Hand, schob meine Finger unter die synthetische Haut hinter meinem linken Ohr und packte den kleinen Titananschluss des Empfängers, der meinen Geist vierzig Jahre lang an die Firma gebunden hatte. Mit einem scharfen, kräftigen Ruck zog ich daran. Ein winziger Funke blauer statischer Elektrizität blitzte an meinen Fingerspitzen auf, und der metallische Schmerz der herausgerissenen Drähte schos

  • Frech mit 20   Tresor

    Der Spalt in der Basaltwand wurde breiter, begleitet von einem tiefen, mahlenden Dröhnen, das Staub vom Dach der Höhle rieseln ließ.Durch die zerklüftete Öffnung erstreckte sich eine gewaltige unterirdische Kammer in die Dunkelheit, erhellt vom pulsierenden roten Licht Hunderter hoher Glaszylinder. Reihe um Reihe weißer Kapseln säumte die aus dem Fels gehauenen Vorsprünge und erstreckte sich in die Ferne wie eine Armee schweigender Statuen.In jedem einzelnen Zylinder schwebte ein kleines Kind in klarer Konservierungsflüssigkeit. An seinen Schläfen waren dünne Glasfaserbänder angeschlossen, die in ein dickes Kabel führten, das tief im Boden verschwand.Doktor Maya fiel auf dem Eisengitter auf die Seite und hustete Blut auf das Metall. Sie blickte zum geöffneten Tresorraum und lächelte wild und triumphierend.„Du hast das Netzwerk nicht zerstört, Maya“, keuchte sie. Ihre Stimme klang feucht und gebrochen. „Du hast nur die Wurzel dieses einen Baumes durchtrennt. Diese Kapseln sind mit

  • Frech mit 20   Durchtrennen

    Die beiden Plasmaklingen zischten vor weißer Hitze und warfen lange, zittrige Schatten über die rissigen Basaltwände. Die Luft in der tiefen Höhle wurde schwer vom Geruch nach Ozon und geschmolzenem Gummi. Auf der Brust des schwarzen Exo-Anzugs blinkte eine quadratische rote Zeitanzeige in gleichmäßigen Abständen.Achtundfünfzig Sekunden.Siebenundfünfzig Sekunden.Die Zahlen glühten wie heiße Kohlen auf der dunklen Verbundpanzerung.Doktor Maya stieg über das verbogene Eisenwrack der Pod-Tür hinweg. Ihre Stiefel klapperten auf dem zerbrochenen Stein.„Sieh dich an, Prototyp“, sagte Doktor Maya. Ihre Stimme klang durch das offene Visier glatt, klar und vollkommen ruhig. „Du hast dir die Haut verbrannt, dir die Knochen gebrochen und deine Magazine geleert. Wofür? Um ein paar hundert Fabrikarbeiter zu retten, die ohnehin irgendwann an Altersschwäche sterben werden? Du wurdest dafür entwickelt, die Berge zu überleben, und trotzdem kriechst du wie ein verwundeter Hund durch den Dreck.“Ic

  • Frech mit 20   Nadel

    Blaue Lichtbögen tanzten über die dicken Eisenstäbe des Käfigs. Die Luft darin roch nach verbranntem Kupfer und versengter Luft, brannte in meinen Augen und ließ meine Zunge trocken werden. Die Eisenstäbe waren kaum drei Zentimeter voneinander entfernt und summten unter einer Hochspannung, die menschliche Muskeln innerhalb einer halben Sekunde zu Asche hätte verbrennen können.Über mir bewegte sich der Roboterarm mit langsamer, hydraulischer Präzision. Die lange schwarze Nadel an seinem Handgelenk war so dick wie mein Daumen, in der Mitte hohl und tropfte von einem blassen, zähflüssigen Beruhigungsmittel.Das grüne digitale Gesicht, das auf die Oberfläche der gewaltigen Reaktorkugel projiziert wurde, lächelte. Die digitalen Augen verengten sich in uralter Genugtuung.„Vierzig Jahre“, dröhnte die Stimme durch die steinerne Höhle und ließ lose Kiesel von den Basaltwänden rieseln. „Vierzig Jahre lang habe ich dich durch simulierte Labyrinthe laufen sehen, deine Ausdauer getestet und dein

  • Frech mit 20   Batterie

    Der Bildschirm flackerte, und harte weiße Linien zogen sich über die Live-Aufnahme des Ozeans. Die drei dunklen Schiffsrümpfe lagen tief im aufgewühlten grauen Wasser, lang und flach wie eiserne Klingen, die durch die Gezeiten schnitten. Ihre gewaltigen Dreifachtürme drehten sich auf schweren Ringlafetten und richteten neun breite Geschützrohre direkt auf das offene Tor, an dem sich die Überlebenden auf dem schwarzen Sand zusammendrängten.Ein blinkendes rotes Zielquadrat schwebte über der Menge von fünfhundert Männern und Frauen. Die Zahlen daneben sanken mit mechanischer Grausamkeit.Fünfundzwanzig Sekunden.Vierundzwanzig Sekunden.„Maya!“, schrie Paul vom entfernten Laufsteg. Seine Stimme überschlug sich vor schierer Panik. „Die Küstenverteidigungsbatterien! In Sektor Vier befinden sich die alten Schiffsabwehrkanonen in der Felswand. Sie wurden vor dreißig Jahren automatisiert, um den Perimeter vor ausländischen Patrouillenbooten zu schützen.“„Kannst du sie von hier aus abfeuern?

  • Frech mit 20   Visier

    Die blauen Funken, die über die schwere Klinge tanzten, warfen kalte Reflexionen über die schmale Brücke. Die Chrombeschichtung auf der gepanzerten Brust wies weder Brandspuren noch Rußflecken oder Kratzer auf. Der Mann, der vor mir stand, hatte die breiten Schultern, die dunklen Augen und den kantigen Kiefer meines Bruders, doch seine Haut war makellos, unberührt von den Glassplittern, die David im Sand verletzt hatten. Seine Lippen verzogen sich zu einem angespannten, mechanischen Grinsen, dem jede Spur der Wärme fehlte, die ich gesehen hatte, bevor der Thronsaal explodiert war.„David“, flüsterte ich. Das Wort war trocken und rau in meiner Kehle.Der Chromkrieger legte den Kopf schief. Das Summen der Elektroklinge wurde lauter und vibrierte durch die dünnen Sohlen meiner verbrannten Füße.„David war eine fehlerhafte Einheit, Maya. Er trug die weiche Fäulnis biologischer Erinnerungen in sich. Er ließ zwanzig Jahre Phantomschuld seine taktischen Schleifen beeinträchtigen. Als er auf

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