Frech mit 20

Frech mit 20

last updateLast Updated : 2026-06-21
By:  Yole WritesUpdated just now
Language: Deutsch
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Mit zwanzig Jahren träumt sie davon, Modedesignerin zu werden, doch sie ist völlig mittellos. Sie ist ein Mädchen, das immer offen ihre Meinung sagt und sich keiner Auseinandersetzung entzieht. Ihr Leben gerät völlig aus den Fugen, als sie versehentlich einen sündhaft teuren Anzug des eiskalten und reichsten Chefs der Stadt ruiniert. Sie rechnet damit, verklagt zu werden, da sie die immense Rechnung unmöglich bezahlen kann. Stattdessen macht ihr der reiche CEO ein ungewöhnliches Angebot. Er braucht dringend eine Scheinpartnerin, um zu verhindern, dass seine Familie ihn zur Heirat zwingt. Sie wiederum muss ihre enormen Schulden begleichen und Geld für ihr eigenes Modelabel aufbringen. Sie vereinbaren strenge Regeln, um die Beziehung rein professionell zu halten. Doch es gibt ein großes Problem. Sie weigert sich, eine stille, langweilige Scheinehefrau zu sein. Mit ihrer frechen Klappe, ihrer überschäumenden Energie und ihren auffälligen Outfits bringt sie seine geordnete und perfekte Welt völlig durcheinander. Er wollte jemanden, den er leicht kontrollieren kann, doch stattdessen bekommt er eine temperamentvolle Frau, die ihn jeden Tag aufs Neue herausfordert. Je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto schwieriger wird es, ihre Liebe vorzutäuschen. Ihre ständigen Streitereien entwickeln sich langsam zu einer echten Anziehung, die sie nicht länger verbergen können. Sie spielt ein riskantes Spiel mit einem Mann, der scheinbar nie verliert. Doch dieses Mal könnte der Milliardär sein Herz verlieren.

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Chapter 1

Der verschüttete Kaffee.

Maya stand mitten im lauten Designraum. Heute war ihr zwanzigster Geburtstag, doch sie empfand keine Freude. Sie hatte große Träume, ihr eigenes Modelabel zu gründen. Doch im Moment war sie nur eine überarbeitete, mittellose Studentin. Ihr wütender Chef drückte ihr eine schwarze Samtjacke auf einem Holzbügel in die Hand.

„Bring das sofort in die Penthouse-Suite“, befahl er. „Sie gehört Julian Vance, also mach bloß keinen Fehler.“ Julian Vance war der reichste Chef der ganzen Stadt. Ihm gehörte das riesige Gebäude, und jeder fürchtete sein kaltes Temperament. Maya schnappte sich die dunkle Jacke und ihren heißen Kaffee. Sie verließ das geschäftige Studio und ging zum gläsernen Aufzug. Eine Minute später öffneten sich die Metalltüren im obersten Stockwerk. Maya trat in einen langen Flur aus weißem Marmor. Sie hielt die Jacke hoch, damit sie nicht auf den sauberen Boden fiel. Sie bog um die scharfe Ecke und prallte gegen eine massive Wand. Doch es war gar keine Wand, sondern ein großer Mann. Der heiße Kaffee spritzte ihr in einem breiten Schwall aus der Hand. Die dunkle Flüssigkeit hatte sein weißes Hemd ruiniert.

Auch die teure graue Weste, die er heute trug, war tief durchnässt. Maya taumelte zurück und blickte fassungslos und stumm auf. Der Mann vor ihr war groß und sehr gutaussehend. Er hatte dichtes, dunkles Haar und eisblaue, zornige Augen. Er blickte auf den großen braunen Fleck auf seiner breiten Brust. Dann sah er ihr mit glühender Wut direkt ins Gesicht.

„Was hast du mir angetan?“, fragte er mit leiser Stimme. Sein Tonfall war so kalt, dass er Wasser zu hartem Eis hätte gefrieren lassen. Maya spürte einen Anflug von Angst.

Doch sie unterdrückte ihn und weigerte sich, jetzt Schwäche zu zeigen. Sie ließ sich bei der Arbeit niemals Schwäche anmerken.

„Ich habe meinen Kaffee verschüttet“, sagte sie und hielt das Kinn hoch.

„Das sieht doch jeder“, erwiderte er giftig. „Wirst du dich dafür entschuldigen, dass du meine teure, maßgeschneiderte Kleidung ruiniert hast?“

 Maya kniff die Augen zusammen, als sie seinen arroganten und fordernden Tonfall hörte.

„Sie sind zuerst in mich hineingerannt“, sagte sie zu dem unhöflichen Chef. „Sie kamen viel zu schnell um die Ecke gerast wie ein außer Kontrolle geratener Zug.“

Er funkelte sie an.

Der Mann starrte sie an, als wäre sie eine verrückte Fremde. Niemand hatte es je gewagt, so forsch mit ihm zu sprechen.

„Wissen Sie, wer ich bin?“, fragte er und trat einen Schritt auf sie zu.

„Sie sind jemand, der ein neues, sauberes Hemd braucht“, sagte sie.

Sie drückte ihm die schwarze Samtjacke in seine großen, angespannten Hände.

„Hier ist Ihr maßgeschneiderter Anzug, genau so, wie mein fieser Chef es verlangt hat.“

Sie drehte sich um und ging von dem unhöflichen, gutaussehenden Mann weg.

„Warten Sie einen Moment“, rief er ihr nach und packte ihren nackten Arm.

Er hielt sie fest. Sein Griff war fest, aber nicht so fest, dass es ihr wirklich wehtat. Maya betrachtete seine Hand an ihrem Arm und runzelte nachdenklich die Stirn.

 „Lass mich sofort los!“, warnte sie ihn mit einem flammenden Blick. Er ließ seine Hand sinken, trat aber direkt in ihren persönlichen, kleinen Raum.

„Sie schulden mir zehntausend Dollar für dieses Designerhemd“, sagte er mit lässiger Stimme.

Maya stockte der Atem, und sie hustete mehrmals heftig.

„Zehntausend Dollar für ein langweiliges weißes Hemd!“, schrie sie voller Wut. „Sie sind heute wohl völlig von Sinnen, mein Herr.“

„Ich habe heute nicht einmal zehn Dollar auf meinem leeren Konto.“ Der Mann neigte den Kopf und musterte ihr schönes, junges, wütend rotes Gesicht. Ihm fielen ihre billigen Kleider und ihr wuscheliges, dunkelbraunes, kurzes Haar auf.

„Dann werden Sie arbeiten, um Ihre enormen Schulden abzubezahlen“, erklärte er unmissverständlich.

„Ich habe bereits einen Job!“, entgegnete sie dem arroganten reichen Mann. „Ich nähe Kleidung für einen Chef, der mich ständig anbrüllt.“

„Sie arbeiten jetzt für mich“, sagte er mit einem kalten, finsteren Lächeln.

Er zog eine dicke, weiße, saubere und schwere Karte hervor.

Er hielt sie ihr aus seiner großen, sauberen Hand hin. Maya betrachtete die Karte und sah einen bekannten, markanten Namen deutlich lesbar darauf gedruckt. Julian Vance, Geschäftsführer von Vance Global Giant Industries und Wealth Holdings. Maya spürte, wie ihr der Magen umdrehte. Sie hatte gerade den mächtigsten Mann der Großstadt beleidigt. Und seine teure, maßgeschneiderte Kleidung ruiniert. Mit einem einzigen Anruf konnte er ihr Leben zerstören.

„Was soll ich denn für Sie tun?“

„Ich bin Modestudentin, keine Büroangestellte.“ Julian lächelte wieder, und diesmal wirkte sein Lächeln wie eine gefährliche Falle.

„Ich brauche keine Assistentin“, sagte er mit tiefer, dunkler Stimme. „Ich brauche eine Scheinehefrau, um meine wahnsinnig reiche, hochnäsige Familie hinters Licht zu führen.“ Maya starrte ihn fassungslos an und lachte scharf auf.

„Ich soll ab heute so tun, als wäre ich mit dir verheiratet? Du bist verrückt und arrogant, da gehe ich lieber ins Gefängnis.“ Julian kam noch einen Schritt näher, bis er sie überragte.

 „Wenn Sie mein großzügiges Angebot ablehnen, können wir Ihnen Gefängnis einräumen. Ich habe den Polizeichef dieser Stadt und die Richter in der Hand. Sie haben bis morgen früh Zeit, meinen strengen Vertrag zu unterschreiben.“

Maya ballte die Fäuste und blickte ihm in seine kalten, stechenden blauen Augen. Sie saß in einem Teufelskreis fest, aus dem es kein Entrinnen gab. Sie sah sein selbstgefälliges Gesicht an und fasste einen kühnen, waghalsigen Entschluss.

„Na schön, ich werde Ihre Scheinehefrau sein“, zischte sie dem arroganten Mann zu. „Aber ich habe meine eigenen, strengen Regeln.“

Julian lächelte, genau in dem Moment, als der ohrenbetäubende Feueralarm losging.

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