LOGINMit zwanzig Jahren träumt sie davon, Modedesignerin zu werden, doch sie ist völlig mittellos. Sie ist ein Mädchen, das immer offen ihre Meinung sagt und sich keiner Auseinandersetzung entzieht. Ihr Leben gerät völlig aus den Fugen, als sie versehentlich einen sündhaft teuren Anzug des eiskalten und reichsten Chefs der Stadt ruiniert. Sie rechnet damit, verklagt zu werden, da sie die immense Rechnung unmöglich bezahlen kann. Stattdessen macht ihr der reiche CEO ein ungewöhnliches Angebot. Er braucht dringend eine Scheinpartnerin, um zu verhindern, dass seine Familie ihn zur Heirat zwingt. Sie wiederum muss ihre enormen Schulden begleichen und Geld für ihr eigenes Modelabel aufbringen. Sie vereinbaren strenge Regeln, um die Beziehung rein professionell zu halten. Doch es gibt ein großes Problem. Sie weigert sich, eine stille, langweilige Scheinehefrau zu sein. Mit ihrer frechen Klappe, ihrer überschäumenden Energie und ihren auffälligen Outfits bringt sie seine geordnete und perfekte Welt völlig durcheinander. Er wollte jemanden, den er leicht kontrollieren kann, doch stattdessen bekommt er eine temperamentvolle Frau, die ihn jeden Tag aufs Neue herausfordert. Je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto schwieriger wird es, ihre Liebe vorzutäuschen. Ihre ständigen Streitereien entwickeln sich langsam zu einer echten Anziehung, die sie nicht länger verbergen können. Sie spielt ein riskantes Spiel mit einem Mann, der scheinbar nie verliert. Doch dieses Mal könnte der Milliardär sein Herz verlieren.
View MoreMaya stand mitten im lauten Designraum. Heute war ihr zwanzigster Geburtstag, doch sie empfand keine Freude. Sie hatte große Träume, ihr eigenes Modelabel zu gründen. Doch im Moment war sie nur eine überarbeitete, mittellose Studentin. Ihr wütender Chef drückte ihr eine schwarze Samtjacke auf einem Holzbügel in die Hand.
„Bring das sofort in die Penthouse-Suite“, befahl er. „Sie gehört Julian Vance, also mach bloß keinen Fehler.“ Julian Vance war der reichste Chef der ganzen Stadt. Ihm gehörte das riesige Gebäude, und jeder fürchtete sein kaltes Temperament. Maya schnappte sich die dunkle Jacke und ihren heißen Kaffee. Sie verließ das geschäftige Studio und ging zum gläsernen Aufzug. Eine Minute später öffneten sich die Metalltüren im obersten Stockwerk. Maya trat in einen langen Flur aus weißem Marmor. Sie hielt die Jacke hoch, damit sie nicht auf den sauberen Boden fiel. Sie bog um die scharfe Ecke und prallte gegen eine massive Wand. Doch es war gar keine Wand, sondern ein großer Mann. Der heiße Kaffee spritzte ihr in einem breiten Schwall aus der Hand. Die dunkle Flüssigkeit hatte sein weißes Hemd ruiniert.
Auch die teure graue Weste, die er heute trug, war tief durchnässt. Maya taumelte zurück und blickte fassungslos und stumm auf. Der Mann vor ihr war groß und sehr gutaussehend. Er hatte dichtes, dunkles Haar und eisblaue, zornige Augen. Er blickte auf den großen braunen Fleck auf seiner breiten Brust. Dann sah er ihr mit glühender Wut direkt ins Gesicht.
„Was hast du mir angetan?“, fragte er mit leiser Stimme. Sein Tonfall war so kalt, dass er Wasser zu hartem Eis hätte gefrieren lassen. Maya spürte einen Anflug von Angst.
Doch sie unterdrückte ihn und weigerte sich, jetzt Schwäche zu zeigen. Sie ließ sich bei der Arbeit niemals Schwäche anmerken.
„Ich habe meinen Kaffee verschüttet“, sagte sie und hielt das Kinn hoch.
„Das sieht doch jeder“, erwiderte er giftig. „Wirst du dich dafür entschuldigen, dass du meine teure, maßgeschneiderte Kleidung ruiniert hast?“
Maya kniff die Augen zusammen, als sie seinen arroganten und fordernden Tonfall hörte.
„Sie sind zuerst in mich hineingerannt“, sagte sie zu dem unhöflichen Chef. „Sie kamen viel zu schnell um die Ecke gerast wie ein außer Kontrolle geratener Zug.“
Er funkelte sie an.
Der Mann starrte sie an, als wäre sie eine verrückte Fremde. Niemand hatte es je gewagt, so forsch mit ihm zu sprechen.
„Wissen Sie, wer ich bin?“, fragte er und trat einen Schritt auf sie zu.
„Sie sind jemand, der ein neues, sauberes Hemd braucht“, sagte sie.
Sie drückte ihm die schwarze Samtjacke in seine großen, angespannten Hände.
„Hier ist Ihr maßgeschneiderter Anzug, genau so, wie mein fieser Chef es verlangt hat.“
Sie drehte sich um und ging von dem unhöflichen, gutaussehenden Mann weg.
„Warten Sie einen Moment“, rief er ihr nach und packte ihren nackten Arm.
Er hielt sie fest. Sein Griff war fest, aber nicht so fest, dass es ihr wirklich wehtat. Maya betrachtete seine Hand an ihrem Arm und runzelte nachdenklich die Stirn.
„Lass mich sofort los!“, warnte sie ihn mit einem flammenden Blick. Er ließ seine Hand sinken, trat aber direkt in ihren persönlichen, kleinen Raum.
„Sie schulden mir zehntausend Dollar für dieses Designerhemd“, sagte er mit lässiger Stimme.
Maya stockte der Atem, und sie hustete mehrmals heftig.
„Zehntausend Dollar für ein langweiliges weißes Hemd!“, schrie sie voller Wut. „Sie sind heute wohl völlig von Sinnen, mein Herr.“
„Ich habe heute nicht einmal zehn Dollar auf meinem leeren Konto.“ Der Mann neigte den Kopf und musterte ihr schönes, junges, wütend rotes Gesicht. Ihm fielen ihre billigen Kleider und ihr wuscheliges, dunkelbraunes, kurzes Haar auf.
„Dann werden Sie arbeiten, um Ihre enormen Schulden abzubezahlen“, erklärte er unmissverständlich.
„Ich habe bereits einen Job!“, entgegnete sie dem arroganten reichen Mann. „Ich nähe Kleidung für einen Chef, der mich ständig anbrüllt.“
„Sie arbeiten jetzt für mich“, sagte er mit einem kalten, finsteren Lächeln.
Er zog eine dicke, weiße, saubere und schwere Karte hervor.
Er hielt sie ihr aus seiner großen, sauberen Hand hin. Maya betrachtete die Karte und sah einen bekannten, markanten Namen deutlich lesbar darauf gedruckt. Julian Vance, Geschäftsführer von Vance Global Giant Industries und Wealth Holdings. Maya spürte, wie ihr der Magen umdrehte. Sie hatte gerade den mächtigsten Mann der Großstadt beleidigt. Und seine teure, maßgeschneiderte Kleidung ruiniert. Mit einem einzigen Anruf konnte er ihr Leben zerstören.
„Was soll ich denn für Sie tun?“
„Ich bin Modestudentin, keine Büroangestellte.“ Julian lächelte wieder, und diesmal wirkte sein Lächeln wie eine gefährliche Falle.
„Ich brauche keine Assistentin“, sagte er mit tiefer, dunkler Stimme. „Ich brauche eine Scheinehefrau, um meine wahnsinnig reiche, hochnäsige Familie hinters Licht zu führen.“ Maya starrte ihn fassungslos an und lachte scharf auf.
„Ich soll ab heute so tun, als wäre ich mit dir verheiratet? Du bist verrückt und arrogant, da gehe ich lieber ins Gefängnis.“ Julian kam noch einen Schritt näher, bis er sie überragte.
„Wenn Sie mein großzügiges Angebot ablehnen, können wir Ihnen Gefängnis einräumen. Ich habe den Polizeichef dieser Stadt und die Richter in der Hand. Sie haben bis morgen früh Zeit, meinen strengen Vertrag zu unterschreiben.“
Maya ballte die Fäuste und blickte ihm in seine kalten, stechenden blauen Augen. Sie saß in einem Teufelskreis fest, aus dem es kein Entrinnen gab. Sie sah sein selbstgefälliges Gesicht an und fasste einen kühnen, waghalsigen Entschluss.
„Na schön, ich werde Ihre Scheinehefrau sein“, zischte sie dem arroganten Mann zu. „Aber ich habe meine eigenen, strengen Regeln.“
Julian lächelte, genau in dem Moment, als der ohrenbetäubende Feueralarm losging.
Das kalte Metall des Pistolenlaufs glänzte im schwachen Licht der Straßenlaternen. Liam stand da, sein Blick ließ Maya bis ins Mark erschauern. Sie wollte um Hilfe schreien, doch ihre Stimme versagte. Der Mann, der sich auf dem Ball so nett verhalten hatte, war ein Lügner. Er war nicht hier, um ihr zu helfen, nach Hause in ihr Bett zu kommen. Er war hier, um sie an einen finsteren Ort zu bringen. Maya suchte auf dem leeren Parkplatz nach einem Hoffnungsschimmer. Die schwarzen Autos standen still, und die Welt schien stillzustehen.„Steig ins Auto, bevor ich dich dazu zwinge“, sagte Liam mit sanfter, grausamer Stimme.Maya wich zurück, bis ihre Absätze den harten, rauen Asphalt berührten. Hinter seiner breiten Gestalt konnte sie die dunkle Silhouette des Wagens erkennen. Sie fragte sich, wo Julian war und ob er alles mitbekommen hatte. Ein tiefer Schmerz durchfuhr sie, als sie an ihren falschen Pakt dachte. War sie nur eine Spielfigur in einem Spiel, das sie noch nicht verstand? Sie ha
Maya spürte, wie die kalte Luft ihre brennenden Lungen verließ. Sie starrte die große, blonde Frau im Raum an. Chloe war ihre beste Freundin seit Kindertagen. Sie hatten all ihre großen Träume und tiefsten Geheimnisse miteinander geteilt. Nun trug Chloe ein weißes Kleid für eine prunkvolle Hochzeit. Julian stand wie erstarrt neben Maya, sein Gesicht kreidebleich. Seine Mutter lächelte der Menge ein diabolisches Lächeln zu. Liam beobachtete das wilde Drama mit einem finsteren Grinsen. Maya wurde in dem lauten Raum übel. Die laute Musik verstummte, und absolute Stille erfüllte den großen Saal.Chloe schritt mit langsamer Anmut auf den runden Glastisch zu. Sie blickte an Maya vorbei, als wäre sie Luft. Sie blieb vor Julian stehen und lächelte sanft. „Hallo Julian“, sagte sie mit sanfter, hoher Stimme. „Deine Mutter hat mir erzählt, dass du bereit bist, dich niederzulassen. Ich bin von meiner langen Reise zurückgekommen, um dich zu heiraten.“ Maya spürte einen stechenden Schmerz in ihrer
Julian erstarrte in der weit geöffneten Tür. Seine kalten blauen Augen fixierten den rosafarbenen Stoff, der auf dem dicken Teppich verstreut lag. Er blickte auf die scharfe silberne Schere in Mayas Hand. Sein Gesicht lief dunkelrot an. Schnell trat er in den großen, hellen Raum.„Was hast du mit dem teuren Kleid gemacht?“, brüllte er laut.Maya zuckte nicht einmal vor seiner rauen, dunklen Stimme zurück. Sie legte die silberne Schere auf die glatte Matratze. Stolz hob sie das geänderte Kleid auf.„Ich habe deinen hässlichen rosa Fehler korrigiert“, sagte sie ihm trocken. „Ich bin Designerin und kenne mich mit gutem, gewagtem Stil aus.“Julian rieb sich mit einer großen Hand den Kiefer. Er sah aus wie ein wildes Tier, bereit zum Angriff.„Du hast ein Kleid zerstört, das mehr wert ist als dein Leben. Wir brechen in einer Stunde zum großen Ball auf. Du hast nichts, was du auf dieser schicken Party anziehen sollst.“ Maya schenkte ihm ein scharfes, feuriges Lächeln.„Warte hier und schli
Die Frau im roten Kleid betrat den großen Raum. Ihr stechender Blick musterte Julian und dann Maya. Maya stieß sich von der wütenden, hochgewachsenen Chefin ab. Sie strich mit den Händen über ihre billige Kleidung. Die ältere Frau hatte kalte, blaue Augen.Sie sah genauso aus wie ihr reicher, mächtiger Sohn, der dort stand. Sie war älter, aber immer noch sehr schön und wirkte wohlhabend. Sie trug eine glänzende Goldtasche und teuren Diamantschmuck. Ihr Gesicht verzog sich zu einem tiefen, angewiderten Grinsen. Sie zeigte mit einem manikürten, dünnen Finger direkt auf die arme Maya.„Wer ist diese dreckige kleine Straßenratte?“, fragte sie laut. Ihre Stimme hallte scharf und laut in dem stillen Büro wider. Julian holte tief Luft und stellte sich aufrecht neben Maya. Er legte seine große, warme Hand auf ihre nackte Schulter. Er zog sie demonstrativ an sich.„Das ist meine zukünftige Frau“, verkündete er mit einem lauten Knall. Die ältere Frau keuchte auf und ließ ihre glänzende Goldtasc





