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Kapitel 43: Der Köder

Author: Viv Rex
last update publish date: 2026-05-08 22:02:50

Elias starrte auf die schwebende Schrift, als könnte sich ihr Inhalt ändern, wenn er nur lange genug hinsah.

Ein Werwolf.

Natürliche Magieresistenz. Fähig, magische Energie zu absorbieren, ohne sofort zu sterben. Gebaut, um zwischen den Welten zu stehen, zwischen Mensch und Wildnis, zwischen Ordnung und Chaos.

Perfekt als lebender Blitzableiter.

„Das kann nicht ihr Ernst sein“, sagte Kaelen.

Ihre Stimme war ruhig. Zu ruhig. Elias kannte sie mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass sie am gefä
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    Elias starrte auf die schwebende Schrift, als könnte sich ihr Inhalt ändern, wenn er nur lange genug hinsah.Ein Werwolf.Natürliche Magieresistenz. Fähig, magische Energie zu absorbieren, ohne sofort zu sterben. Gebaut, um zwischen den Welten zu stehen, zwischen Mensch und Wildnis, zwischen Ordnung und Chaos.Perfekt als lebender Blitzableiter.„Das kann nicht ihr Ernst sein“, sagte Kaelen.Ihre Stimme war ruhig. Zu ruhig. Elias kannte sie mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass sie am gefährlichsten war, wenn sie leise sprach.„Es ist eine Spezifikation“, sagte er. „Kein Urteil. Die Ersten Baumeister haben festgehalten, wie die Waffe funktioniert. Dass ein Werwolf der ideale Anker ist, bedeutet nicht—“„Dass Valerius einen Werwolf braucht, um die Waffe einzusetzen“, unterbrach Kaelen. „Und wie viele Werwölfe gibt es in Reichweite seiner Armee?“Stille.Die blauen Feuerkugeln in der Bibliothek flackerten unruhig, als spürten sie die Spannung zwischen den beiden.„Mich“, sagte Kael

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    Drei Tage marschierten sie durch das Zackengebirge.Drei Tage ohne weitere Angriffe. Ohne Luftschiffe am Horizont. Ohne das Summen der Jäger-Drohnen. Nur Wind, der durch Felsnadeln pfiff, und der stetige Rhythmus ihrer Schritte auf altem Stein. Die Stille hätte beruhigend sein sollen. Stattdessen machte sie Elias nervös.„Sie sammeln sich“, sagte er am Abend des zweiten Tages, während sie in einer flachen Höhle Schutz suchten. „Der Eisenrat gibt nicht einfach auf. Wenn sie nicht angreifen, dann weil sie etwas Größeres vorbereiten.“Kaelen kaute auf einem Streifen Trockenfleisch. „Du kannst nicht jeden Moment mit Sorge füllen, Architekt. Manchmal ist eine Pause einfach eine Pause.“„Nicht bei Valerius. Der Mann hat Geduld. Er wartet auf den richtigen Moment.“„Dann lass ihn warten.“ Sie lehnte sich an die Höhlenwand und schloss die Augen. „Wir sind schneller als seine Armee. Und wir haben etwas, das er nicht hat.“„Was?“Sie öffnete ein Auge. „Mich.“Elias musste lächeln. Arrogant, dac

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    Der dunkle Punkt am Horizont wurde größer.Elias kniff die Augen zusammen. Der Wind hier oben in der kahlen Felslandschaft war schneidend, aber er spürte ihn kaum. Seine Aufmerksamkeit gehörte ganz den drei Silhouetten, die sich vor dem bleichen Himmel abzeichneten.„Luftschiffe“, sagte Kaelen. Sie stand neben ihm, den Körper angespannt, die Nasenflügel geweitet. „Ich rieche Eisen. Und Öl. Und etwas... Verbranntes.“Elias nickte. Seine silbernen Narben pulsierten schwach. „Sie haben uns gefunden. Oder sie wissen zumindest, wo wir ungefähr sind.“„Wie viele?“„Drei Schiffe. Mittelgroß. Jedes vielleicht zwanzig Mann.“ Er drehte sich um und musterte das Gelände hinter ihnen. Das Zackengebirge ragte auf wie ein gebrochenes Rückgrat der Welt. Schroffe Felsnadeln, tiefe Spalten, nirgends Deckung. Nur kahler Stein und der graue Nebel des Tals, aus dem sie gerade gekommen waren.„Wir können nicht zurück“, sagte Kaelen, als hätte sie seine Gedanken gelesen. „Das Tal ist instabil. Ein zweites M

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