تسجيل الدخولIch antwortete nicht. Stattdessen war mein Blick fest auf Maximilians entblößte Schulter gerichtet. Dort zog sich eine lange Narbe über seine Haut. Die blasse Linie hob sich stark von seinem kräftigen Körper ab. Dieser Mann vor mir musste schon viele Schlachten geschlagen haben.Ohne es zu merken, hob sich meine Fingerspitze. Fast hätte ich die Narbe berührt. Doch im letzten Moment hielt ich inne.„Du hast so viele Narben“, murmelte ich leise.Maximilian folgte meinem Blick. Seine Lippenwinkel hoben sich zu einem dünnen, stolzen Lächeln.„Ich nenne sie lieber Malzeichen des Sieges“, antwortete Maximilian gelassen.Ich schüttelte leicht den Kopf. „Wenn jeder Sieg so eine Spur hinterlässt, ist der Preis meiner Meinung nach zu hoch.“Maximilians graue Augen starrten mich einen Moment lang an. Der Blick war so tief, dass ich schnell wegweinte.Klopf. Klopf. Klopf.Ein Klopfen an der Tür durchbrach die Stille zwischen uns.„Tsk!“ Maximilian schnalzte leise mit der Zunge, eindeutig verärger
Ich erstarrte für einen Moment, mein Herz klopfte wie wild, während eine plötzliche Welle der Erleichterung mich überspülte. Dennoch überprüfte ich schnell die alte Holzschachtel, um sicherzugehen, dass im Inneren noch alles unversehrt war. Meine Finger zitterten, als ich den Deckel hob.„Mamas Skizzenbuch für die Hochzeitsdekoration ist noch da“, flüsterte ich leise, während meine Finger mit tiefer Zuneigung sanft über die vergilbten Seiten strich. „Papas Analogkamera und ihr Album über ihre Liebesreise sind auch vollständig. Es fehlt nichts.“Ich stieß einen langen Atemzug aus, meine angespannten Schultern entspannten sich endlich. Diese Gegenstände sahen alt und einfach aus, aber die Spuren meiner Eltern fühlten sich so lebendig an und wärmten meine Brust mit Erinnerungen.Ich öffnete diese Schachtel immer, wenn ich sie vermisste. Ich drückte sie fest an meine Brust.Maximilian stand immer noch hinter mir.„Du schuldest mir eine Entschuldigung, Babygirl. Und zwar jetzt sofort“, flü
„Wenn ich Ja sage, wirst du dich dann an meine Regeln halten?“Ich erstarrte.Die Worte verließen Maximilians Lippen ohne die geringste Spur von Humor. Sein Gesicht blieb vollkommen regungslos, als hätte er gerade nach der Farbe der Villenwände gefragt und nicht nach einem Ort, um eine Leiche zu verstecken.Ehrlich gesagt hatte ich nur geraten. Und doch hatte dieser Mann meine Vermutung bestätigt. Die feinen Härchen auf meinen Armen stellten sich auf. Mein Hals fühlte sich trocken an.Was für ein Mann bewahrt eine Leiche in seinem eigenen Haus auf?Ich schluckte schwer.„Was ... was hast du der Polizei gegeben, dass sie dein Haus nie durchsucht hat?“, fragte ich leise.Maximilians Gesichtsausdruck veränderte sich nicht.„Viele Dinge“, antwortete er knapp.Aber gerade weil seine Antwort so kurz ausfiel, ging meine Fantasie mit mir durch. Meine Augen weiteten sich.Bestechung? Drohungen? Oder ...Ich wagte nicht einmal, meinen eigenen Gedanken zu Ende zu führen.Maximilian drehte sich z
Maximilian hielt einen Moment inne. Sein grauer Blick blieb auf mir haften, aber diesmal war er nicht so kalt wie sonst. Als würde der Mann über etwas nachdenken, das ihm noch nie zuvor in den Sinn gekommen war.Stille erfüllte das Auto. Der Motor summte leise vor sich hin, während durch die Scheibe allmählich die Lichter von Manhattan näher rückten.Schließlich brach Maximilian das Schweigen. „Du willst nicht reden. Du willst streiten.“Ich hob mein Kinn. „Das ist der Job einer Ehefrau, falls du das nicht wusstest.“Die Antwort entwich mir, bevor ich überhaupt darüber nachdenken konnte.Ich weiß nicht, seit wann ich zu jemandem geworden war, der ihm immer das letzte Wort geben musste. Vielleicht stimmte es wirklich, vielleicht wollte ich einfach nur mit ihm streiten. Weil das das Einzige war, was mir noch geblieben war.Maximilian hatte mir meine Freiheit genommen, mich in die Ehe gezwungen und sogar entschieden, wo ich zu leben hatte. Wiederworte zu geben war das Einzige, was ich tu
„Was ist passiert? Wer ist das Crimson-Syndikat?“Die Worte entwichen meinem Mund direkt nachdem Maximilian sein Telefonat beendet hatte.Das Auto schnitt sich noch immer seinen Weg über die Straße Richtung Flughafen, während die Luft in der Kabine kälter und kälter wurde.Maximilian warf mir einen kurzen Blick zu.„Das musst du nicht wissen“, antwortete er knapp.Der Mann erklärte gar nichts. Er trug auch einen Ausdruck im Gesicht, als wäre es mir strengstens untersagt, weiter nachzufragen. Ich konnte Maximilian nur für ein paar Sekunden anstarren, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder seinem Handy widmote.Ohne Zeit zu verschwenden, wählte er eine andere Nummer.„Das Ölfeld, das das Crimson-Syndikat derzeit hält – übernehmt es. Brennt auch ihre Marihuanafelder nieder“, befahl Maximilian mit unbewegter Miene.Seine Stimme klang kalt. Selbst ich, die neben ihm saß, spürte die Wirkung davon. Die feinen Härchen in meinem Nacken schienen sich aufzustellen.Ich schluckte.„Stellt sicher, d
„Was kannst du mit diesen zitternden Händen schon ausrichten?“, fragte Maximilian. Seine tiefe Stimme klang leise und triefte vor spöttischer Belustigung. „Wenn du es nicht ertragen kannst hinzusehen, schließ einfach die Augen, Süße. Ich werde schon nicht schreien.“Er hatte recht. Ich konnte die Augen schließen. Bevor er noch etwas Schlimmeres anstellte, drückte ich meine Augen so fest zu, wie ich nur konnte.Sein leises, heiseres Lachen hallte durch das schwach beleuchtete Auto und schickte Vibrationen direkt durch meinen ohnehin schon angespannten Körper. Ich schloss nicht nur die Augen, sondern presste auch beide Hände auf meine Ohren und wappnete mich für den Fall, dass er plötzlich vor Schmerz aufstöhnte.Momente später durchschnitt seine ruhige, samtige Stimme die Dunkelheit. „Es ist fertig. Du kannst die Augen wieder öffnen.“Ich öffnete sie langsam und wandte mich ihm zu. Die Wunde an seinem Arm war versorgt worden, aber der Verband war schlampig und schief. Ich schluckte ner







