Gefährliches Versprechen: Im Bann des Mafia-Königs

Gefährliches Versprechen: Im Bann des Mafia-Königs

last updateLast Updated : 2026-10-14
By:  Nari WintersUpdated just now
Language: Deutsch
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Vier Verlobungen. Vier Hochzeiten, die nie stattfanden. Als ich den fünften Antrag annahm, glaubte ich schon gar nicht mehr an das große Glück. Ich bat um eine einzige, einfache Sache: eine intime Hochzeit auf Bali, weit weg von den Menschenmassen und dem Pech, das bisher jede meiner Beziehungen zu verfolgen schien. Doch als sich die Kirchentüren öffneten, war der Mann, der am Altar wartete, nicht mein Verlobter. Es war Maximilian Blackridge, der skrupellose Mafia-König, den alle fürchteten. „Heirate mich“, sagte er gelassen, „oder dein echter Verlobter stirbt.“ Um den Mann zu retten, den ich liebte, wurde ich die Frau eines anderen. Ich dachte, das Überleben einer erzwungenen Ehe wäre mein größter Albtraum. Ich habe mich getäuscht. Denn je tiefer ich in Maximilians gefährliche Welt hineingezogen wurde, desto mehr unlösbare Fragen tauchten auf. Warum hat er ausgerechnet mich gewählt? Warum endeten meine vorherigen Verlobungen immer in einer Katastrophe? In einer Welt, in der Obsession wie Schutz aussieht und Liebe mit Blut geschrieben wird, könnte die Flucht vor meinem Ehemann weit gefährlicher sein, als bei ihm zu bleiben.

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Chapter 1

Kapitel 1: Das ist das letzte Mal

Ich starrte auf mein Spiegelbild. Meine kalten Finger umklammerten den Stoff des weißen Brautkleids, das bis zum Boden reichte. Die Spitze am Mieder schimmerte im Lampenlicht und ließ mich wie eine Frau aussehen, die tatsächlich ihrem Happy End entgegenging.

Wenn mein Leben doch nur so einfach wäre wie das Bild in diesem Spiegel.

Vier Verlobungsringe hatten einst meinen Finger geziert. Vier Male war alles geendet, bevor daraus ein heiliges Versprechen werden konnte. Dieses Mal war es anders. Es musste einfach anders sein.

Ich holte tief Luft und atmete langsam aus.

„Das ist das letzte Mal“, murmelte ich meinem Spiegelbild zu. „Heute heirate ich.“

Draußen vor dem Ankleidezimmer waren leise Schritte zu hören. Die Kirche war für uns hergerichtet worden. Eine intime Hochzeit auf Bali. Keine Gäste, keine Menge – nur wir beide, die vor Gott das Jawort tauschen würden.

Meine Hände ballten sich an meinen Seiten zu Fäusten.

Ich wusste nicht, warum mein Herz so rasend schnell schlug, obwohl ich wusste, dass nur wir beide dort drinnen sein würden.

Jemand klopfte an die Tür.

„Es ist Zeit.“

Ich nickte langsam, bevor ich nach draußen trat. Der Flur, der zum Haupteingang der Kirche führte, fühlte sich länger an als sonst. Jeder Schritt meiner Absätze hallte wider und ließ meine Brust noch enger werden.

Vor mir waren die Kirchentüren noch fest verschlossen.

Ich hielt meinen Brautstrauß fester. Sobald sich diese Türen öffneten, würde ich Owen am Ende des Gangs stehen sehen, wie er mich anlächelte.

So sollte es sein.

Die schweren Holzflügel schwangen langsam auf.

Ich hob den Kopf. Doch das Lächeln, das sich gerade auf meinen Lippen bilden wollte, gefror auf der Stelle.

Der Mann, der am Ende des Gangs stand, war nicht Owen.

Mein Körper hielt reflexartig inne.

Ein anderer Mann kam auf mich zu. Sein Gesicht war ausdruckslos, sein Blick scharf, sein Schritt bestimmt – als liefe bereits alles haargenau nach Plan.

„Gehen Sie weiter zum Altar“, sagte er ohne Umschweife. „Mr. Blackridge wartet. Lassen Sie ihn nicht die Geduld verlieren.“

Ich runzelte die Stirn.

„Wer ist Mr. Blackridge?“, fragte ich verwirrt. „Warum ist er auf meiner Hochzeit?“

Der Mann antwortete nicht.

Stattdessen schloss sich seine Hand mit Macht um meinen Arm.

„Hey!“ Ich versuchte, mich loszureißen, aber sein Griff war wie aus Eisen. Mein Körper wurde gezwungen, sich seinem Rhythmus anzupassen. „Lassen Sie mich los!“

Ich kämpfte mit aller Kraft. Mein Strauß glitt mir durch mein wildes Zappeln beinahe aus den Händen. Doch der Mann rührte sich keinen Zentimeter. Es war, als würde man von einer wandelnden Mauer mitgeschleift werden.

Jeder Schritt brachte mich näher zum Altar.

Näher zu der Gestalt, die mir den Rücken zudrehte.

Als wir ankamen, ließ der Mann meinen Arm endlich frei. Er verneigte sich respektvoll vor der Gestalt vor mir.

„Ihre Braut ist bereit, Sir.“

Meine Brust zog sich augenblicklich zusammen.

Der Mann drehte sich langsam zu mir um.

Ich erkannte den Mann vor mir. Es gab keine Möglichkeit, dass ich ihn nicht erkennen würde.

Maximilian Blackridge. Der Mafia-König aus Italien, der in letzter Zeit umfassend in den Vereinigten Staaten operiert hatte.

Der große Mann stand aufrecht in einem perfekt sitzenden, schwarzen Anzug da, der die Konturen seines Körpers nachzeichnete. Sein schwarzes Haar war ordentlich zurückgekämmt, während sein dunkler Blick die Luft um ihn herum noch kälter wirken ließ. Da war kein warmes Lächeln, keine Freundlichkeit – nur eine geheimnisvolle Aura, die sich zentnerschwer auf jeden legte, der sich in seiner Nähe befand.

Ich schluckte schwer.

„Was machen Sie auf meiner Hochzeit?“, fragte ich mit zitternder Stimme.

Sein Blick wich keinen einzigen Moment von mir ab.

„Unsere Hochzeit“, korrigierte er mich.

Ich schüttelte schnell den Kopf.

„Nein.“ Meine Stimme wurde lauter. „Heute heirate ich Owen. Mein Verlobter ist Owen.“

Ich machte einen Schritt zurück.

„Ich muss ihn nur anrufen. Vielleicht ist er—“

Bevor ich mein Handy hervolen konnte, ergriff Maximilian mein Handgelenk.

Instinktiv versuchte ich, mich freizumachen.

Im selben Moment ging der Mann, der mich vorhin zum Altar gezerrt hatte, neben uns in Bereitschaft.

Ihre Blicke ließen mir den Atem stocken.

Maximilian hob sein Telefon. „Meinst du diesen Owen?“

Ich blickte auf den Bildschirm. Mein Blut schien zu gefrieren.

Dort saß Owen, an einen Stuhl gebunden. Seine Hände waren hinter dem Rücken gefesselt, seine Augen mit einem schwarzen Tuch verbunden, sein Mund mit Klebeband versiegelt. Er versuchte unentwegt, sich zu befreien, aber vergebens.

„OWEN!“, brach es aus mir heraus.

Instinktiv griff ich nach dem Telefon, doch Maximilian zog es zurück.

„Was haben Sie mit ihm gemacht?!“, schrie ich. „Lassen Sie ihn laufen!“

Der Blick des Mannes blieb ruhig.

„Heirate mich, oder dein Verlobter stirbt.“ Maximilian sprach die Worte gelassen aus. Und gerade weil sie so monoton klangen, lief es mir kalt den Rücken hinunter.

Hätte es irgendjemand anderes gesagt, hätte ich es vielleicht als leere Drohung abgetan. Ich hätte einfach aus der Kirche spazieren, die Polizei rufen und ihn anzeigen können.

Doch der Mann, der jetzt vor mir stand, war Maximilian Blackridge.

Ein Mann, bei dessen Namen selbst die mächtigsten Figuren der kriminellen Unterwelt den Kopf neigten. Ein Mann, mit dem sich die amerikanische Polizei lieber nicht anlegte, selbst wenn sich die Beweise für seine Verbrechen häuften, ohne dass man ihn jemals hinter Gittern bringen konnte.

Ich schloss für einen Moment die Augen.

„Wenn ... wenn ich Sie heirate ...“, meine Stimme war kaum hörbar, „... lassen Sie Owen dann frei?“

„Ich verspreche es.“

Ich starrte eine gefühlte Ewigkeit in sein Gesicht. Meine Hände zitterten. Tränen begannen meine Sicht zu verschleiern.

Mit einem schweren Atemzug nickte ich schließlich.

„Ich heirate Sie.“

Mehrere Personen traten hastig ein und trugen eine Mappe mit Dokumenten bei sich.

Meine Hände zitterten noch immer, als mir ein Stift hingereicht wurde.

Ich überflog die erste Seite, doch die Buchstaben schienen vor meinen Augen zu tanzen. Am Ende setzte ich einfach meine Unterschrift darunter.

Maximilian tat dasselbe.

Das Dokument wurde geschlossen.

Er trat näher, bis uns nur noch wenige Zentimeter trennten.

„Du gehörst mir“, sagte er leise. „Für immer mir.“

Ich hielt den Atem an.

„Wir sind jetzt verheiratet.“ Ich sah ihn ohne zu blinzeln an. „Lassen Sie Owen jetzt frei. Lassen Sie mich zu ihm.“

„Du kannst nur eines wählen.“ Maximilians Kiefer spannte sich augenblicklich an.

Ich erstarrte.

„Ich werde Owen unversehrt freilassen und ihn alleine nach New York zurückkehren lassen.“ Maximilian fuhr mit den Fingern meine Kieferlinie entlang. „Oder ich lasse ihn frei und erlaube dir, ihn zu sehen – aber du wirst ihn ohne einen einzigen Atemzug vorfinden.“

Ich starrte ihn fassungslos an.

„Die Gerüchte waren also wahr.“ Meine Lippen bebten vor Wut. „Sie haben wirklich kein Herz!“

Weit davon entfernt, beleidigt zu sein, deutete Maximilian nur ein schwaches Lächeln an.

Ich biss mir auf die Unterlippe, bis es brannte.

„Gut.“ Ich holte tief Luft. „Was auch immer nötig ist – solange Owen wohlbehalten nach New York zurückkehrt.“

Maximilian nickte langsam. Sein Blick wanderte zu dem Mann in der Ecke des Raumes, der uns die ganze Zeit beobachtet hatte.

„Kümmer dich darum.“

Der Mann verneigte sich kurz, ehe er sich umdrehte und aus der Kirche schritt.

Ich starrte noch immer auf die sich langsam schließende Tür, als sich plötzlich eine große Hand um meine Taille legte.

Mein Körper spannte sich augenblicklich an.

Maximilian zog mich an sich, bis ich fast an seine Brust gepresst war.

„Ich habe ihn bereits gehen lassen.“ Seine Lippen bewegten sich direkt an meinem Ohr. „Jetzt bleibt nur noch dein Kleid, das wir gehen lassen müssen. Wir verbringen unsere Flitterwochen genau hier.“

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