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Gigolo engagiert, Milliardär bekommen
Gigolo engagiert, Milliardär bekommen
ผู้แต่ง: Kayla Sango

Kapitel 1

ผู้เขียน: Kayla Sango
Ich tat das wirklich.

Im Vorraum des Festsaals des Rosemont Hotel, einem der luxuriösesten Orte der Stadt, lief ich auf und ab und versuchte, mir einzureden, dass das hier eine gute Idee war. Einen Gigolo anheuern, der meinen Verlobten spielt? Gott möge mir vergeben, aber ich habe keine andere Wahl.

Mein Ex-Verlobter stand kurz vor seiner Hochzeit. Und zwar nicht mit irgendeiner Frau… Er heiratete meine ehemalige beste Freundin. Ja, ich wurde gleich doppelt betrogen, als hätte ich ein Paket nach dem Motto „Zwei zum Preis von einem“ gebucht, ohne überhaupt zu wissen, dass ich mich dafür angemeldet hatte. Gäbe es ein Treueprogramm für Idiotinnen, hätte ich längst genug Punkte gesammelt, um sie gegen eine Ohrfeige und ein Ticket ohne Rückfahrt direkt zum Tiefpunkt meines Lebens einzutauschen.

Die Hochzeit ignorieren? Genau das wollte ich. Aber Elise legte Wert darauf, mich persönlich anzurufen! Offensichtlich wollte sie mich auslachen, mich demütigen. Doch ich durfte sie nicht gewinnen lassen. Also sagte ich, dass ich kommen würde. Noch schlimmer war, dass ich behauptete, ich würde mit meinem unfassbar attraktiven, stinkreichen Verlobten auftauchen.

„Reich?“, lachte sie, als würde sie mir kein Wort glauben.

„Erbe eines der größten Unternehmen des Landes“, log ich.

„Ich kann es kaum erwarten, ihn kennenzulernen.“

Schon am nächsten Tag hatte sich die Nachricht verbreitet. Keine vierundzwanzig Stunden waren vergangen, seit die Einladung eingetroffen war, und irgendwie wussten all unsere gemeinsamen Freunde bereits, dass ich kommen würde. Und schlimmer noch: dass ich meinen Millionärs-Verlobten mitbringen würde.

Jetzt erwarteten sie nicht nur, dass ich auftauchte. Sie erwarteten eine Vorstellung. Falls es vorher noch eine Chance gegeben hatte, einen Rückzieher zu machen, war sie nun endgültig vorbei. Ich musste hin. Aber wenn ich schon hinging, durfte ich nicht allein, gedemütigt und besiegt erscheinen. Ich musste vorgeben, jemand anderes zu sein.

Etwas vorzuspielen war im Zusammenhang mit meinem Ex praktisch mein Zweitjob. Ich tat es seit Jahren. Ich tat so, als würde ich nicht bemerken, wenn er nach Hause kam und der Duft eines fremden Frauenparfüms an seiner Kleidung hing. Ich tat so, als würde ich seine lahmen Ausreden nicht durchschauen, auch nicht die Blicke zwischen ihm und Elise, wenn sie glaubten, ich sähe nicht hin.

Ich erinnerte mich noch immer an das Kleid, das ich getragen hatte, an das gedämpfte Geräusch des Regens draußen, an die schwere Stille in Elises Wohnung, als ich unangekündigt auftauchte. Mein Herz hämmerte bereits, als ich die halb geschlossene Tür aufstieß und die beiden sah.

Der Mann, der die Liebe meines Lebens hätte sein sollen, lag auf dem Sofa zwischen den Beinen meiner besten Freundin.

„Alex?“

Beide erstarrten. Er seufzte nur und lachte leise durch die Nase, ohne auch nur den geringsten Funken Reue. „Zoey… Das hätte sowieso nicht gehalten.“

Meine Brust zog sich zusammen. „Was…?“

„Zoey, ganz ehrlich… du bist schon immer so langweilig gewesen“, sagte Elise.

Mein Kopf fuhr zu ihr herum.

Sie schenkte mir ein selbstgefälliges kleines Lächeln und drehte verächtlich eine Haarsträhne zwischen den Fingern. „Du hast dich immer so angestrengt, perfekt zu sein. Die perfekte Freundin, die perfekte Partnerin, die Verlässliche. Aber sehen wir der Wahrheit ins Gesicht. Du bist nie etwas Besonderes gewesen.“

Der Schlag traf mich mit voller Wucht, direkt in die Seele. Meine beste Freundin. Mein Verlobter. Beide lachten mir ins Gesicht.

„Niemand wird je eine Frau wie dich wählen, Zoey“, fuhr Elise gnadenlos fort. „Du taugst nur dazu, im Leben anderer Menschen eine Nebenrolle zu spielen.“

In diesem Moment wusste ich es. Ich war nie die Frau gewesen, die Alex wollte. Und vielleicht würde ich nie die Frau sein, die irgendjemand wollte.

Also gut. Falls ich im Leben schon nicht gewinnen kann, dann wenigstens beim äußeren Schein.

Mein Handy vibrierte, und ich griff hastig danach, um die Nachricht zu lesen. [Ich komme zu spät, bin aber unterwegs.]

Ich verdrehte die Augen. Für den Preis, den ich bezahlt habe, sollte er sich wirklich keine Anfängerfehler wie diesen leisten.

„Zoey? Kommst du nicht rein?“

Amanda, eine meiner früheren College-Freundinnen, musterte mich von Kopf bis Fuß, als erwartete sie, dass mein Verlobter jeden Moment auf magische Weise aus dem Nichts auftauchte. „Mein Verlobter ist unterwegs. Wir sehen uns drinnen.“

Verdammt, wo blieb er?

Bevor ich noch eine Nachricht schicken konnte, ging mein Handy aus. Ich hatte den ganzen Tag gearbeitet und vor meiner Ankunft keine Zeit gehabt, es aufzuladen. „Na großartig! Jetzt bin ich komplett geliefert, falls irgendetwas schiefläuft.“

Ein paar Minuten später kam er.

Und… Oh. Mein. Gott.

Dieser Mann war die Versuchung auf zwei Beinen. Er war groß, locker eins neunzig. Sein Körper wirkte wie perfekt gemeißelt, gehüllt in einen maßgeschneiderten schwarzen Anzug, der geradezu Macht ausstrahlte. Seine Präsenz war so intensiv, dass die Luft um ihn herum zu beben schien.

Sein dunkelbraunes Haar war leicht zerzaust, auf diese absichtlich unordentliche Art, die nur wahnsinnig attraktive Männer hinbekamen, ohne nachlässig auszusehen. Sein Bart war sauber gestutzt, seine Gesichtszüge waren markant und gebieterisch, und seine stechenden graublauen Augen ließen mich für ein paar Sekunden erstarren.

Als ich ihn ausgewählt hatte, hatte ich nur Ganzkörperfotos gesehen. Und wenn die schon gut gewesen waren, war sein Gesicht noch besser.

Mein Gehirn löschte alle anderen Gedanken, und meine Füße bewegten sich von selbst. Bevor er ein Wort sagen konnte, packte ich ihn fest am Arm und zog ihn dicht an mich. „Du bist zu spät!“, fauchte ich.

Er runzelte die Stirn, eindeutig verwirrt, zog sich aber nicht zurück. „Wie bitte?“

„Keine Zeit!“ Ich redete weiter und ignorierte den Zweifel in seiner Stimme. „Kurzfassung: Ich heiße Zoey Bennett, bin sechsundzwanzig, und mein Ex-Verlobter heiratet meine ehemalige beste Freundin. Und ich brauche einen absurd heißen Mann an meiner Seite, der so tun kann, als wäre er ein wahnsinnig reicher Erbe, damit ich nicht wie eine totale Versagerin dastehe.“

Der Mann blinzelte, als müsste er jedes einzelne Wort langsam verarbeiten. Er versuchte ganz offensichtlich, nicht zu lachen. „Verstehe… und dieser heiße, reiche Mann wäre …?“

„Du natürlich.“ Ich verzog das Gesicht. „Dafür bezahle ich dich schließlich. Und zwar ziemlich gut.“

Er legte den Kopf schief und sah nun eher amüsiert als verwirrt aus.

„Also… ich werde bezahlt?“

Ich schnaubte.

„Bist du verrückt oder was? Egal, ich brauche keinen klugen Mann. Ich brauche einen heißen. Lächle hübsch, tu für eine Nacht so, als würdest du mich lieben. Ein paar Küsse, ein bisschen Körperkontakt, nichts Großes…“

Sein Mund verzog sich zu einem sündhaften Grinsen voller Schalk. „Das kriege ich hin.“

Mein Herz setzte einen Schlag aus. Was war dieser Mann, und warum sah er mich so an?

„Perfekt.“ Ich tat so, als ließe mich das völlig kalt, und zog ihn an der Hand in Richtung Festsaal. „Komm, ich darf nicht noch später kommen!“

Als wir den Korridor entlanggingen, fiel mir etwas ein.

„Übrigens müssen wir uns noch auf deinen Namen einigen.“

Er hob eine Augenbraue, sichtlich amüsiert.

„Auf meinen Namen einigen?“

„Natürlich! Du brauchst einen Namen, der eines Erben würdig ist…“

Ich zog eine kleine Liste hervor, die meine Schwester für mich zusammengestellt hatte, mit den wichtigsten Familiennamen in Auroria.

Er lachte aufrichtig. Tief, voll und gefährlich attraktiv.

„Na los, such dir einen aus“, sagte ich.

Er hielt einen Moment inne, und das verspielte Lächeln kehrte auf seine Lippen zurück. „Christian Kensington.“

Bevor ich antworten konnte, schwangen die Türen auf, und dort stand Elise. Ihre Augen weiteten sich leicht, als sie hörbar nach Luft schnappte. „Kensington… von Kensington Wineries?“

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