MasukAn dem Tag, als Anna Müller erfuhr, dass sie erneut schwanger war, entdeckte sie, dass ihr Mann mit der von ihr geförderten bedürftigen Studentin ein gemeinsames neues Zuhause hatte. Während sie über den Verlust ihres Kindes vor Kummer zusammenbrach und von Tag zu Tag abmagerte, feierte Alexander Schmidt bereits die Geburt seines unehelichen Sohnes mit seiner Liebhaberin. Die Firma, die sie allein aufgebaut hatte, war bereits von seiner Liebhaberin an sich gerissen worden. Und das Ehehaus, das sie für einzigartig hielt, hatte Alexander für ihn und seine Liebhaberin getreu dem Original nachbauen lassen. In diesem Moment verschwand alle Liebe. Zurück blieb nur grenzenloser Hass. Anna versteckte den Schwangerschaftstest und forderte entschlossen die Scheidung. Alexanders Ton war herrisch. „Anna, wenn du es dir jetzt anders überlegst und mich anflehst, kann ich so tun, als hätte es diese Scheidungsvereinbarung nie gegeben.“ Anna drehte sich um und ging. „Herr Schmidt, dann sehen wir uns im Standesamt.“ Später beugte Herr Schmidt den Kopf und bereute zutiefst, als er die strahlend schöne Anna sah. Er flehte sie an, ihn nur einmal anzusehen. Anna sah hinreißend aus. Doch auf ihrem Gesicht lag nur ein distanziertes Lächeln. „Herr Schmidt, Sie kommen zu spät. Ich werde mein Herz nie wieder an Sie verlieren.“
Lihat lebih banyakEs war sein privates Handy.Anna warf einen Blick auf seine Tasche und ihre Lippen formten ein kaltes Lächeln. „Gehst du nicht ran? Vielleicht ruft deine Diana an!“Alexander runzelte die Stirn, warf ihr einen Blick zu, zog seine Hand zurück und holte sein Handy heraus.Es war der Festnetzanschluss von Wolkenbach.Alexander nahm ab. „Was ist los?“„Herr Schmidt! Es ist schlimm! Der jüngere Herr Schmidt hat sich gerade unabsichtlich an der Hand geschnitten und blutet wie verrückt...“Alexanders Gesichtsfarbe veränderte sich schlagartig. Ohne sich weiter um etwas zu kümmern, drehte er sich um und stürmte hinaus.Anna stand nahe bei ihm und hatte die Worte der Haushälterin am Telefon deutlich gehört.Sie konnte ihre Gefühle kaum einordnen.Auch wenn Benjamin der Sohn von Alexanders älterem Bruder war, änderte sich nichts an der Tatsache, dass Alexander mit Diana zusammenlebte.Sie konnte Alexander trotzdem nicht verzeihen.Was Benjamin betraf …Anna legte eine Hand auf ihren B
Alexanders Miene verdüsterte sich. Er sagte nichts, sondern warf Gabriel nur einen kühlen Blick zu.Gabriel verstand sofort. Er räusperte sich. „Äh, mir fällt gerade ein, ich habe noch etwas zu erledigen. Ich gehe dann mal.“Ohne ein weiteres Wort drehte er sich um und verschwand.Im Büro breitete sich eine unheimliche Stille aus.Alexander erhob sich und sah Anna an, deren Stirn in Falten lag. „Anna, ich dachte, du würdest mich verstehen.“„Was genau soll ich verstehen?“, spottete Anna kalt. „Soll ich verstehen, dass du Benjamin in meinem Namen adoptiert hast, direkt nach meiner Fehlgeburt? Soll ich verstehen, dass du mit Diana eine Affäre führst, unter dem Vorwand, deinem verstorbenen Bruder zu helfen, seine Kinder zu versorgen?“Alexander zeigte sich ungeduldig. „Ich habe dir gesagt, dass es zwischen Diana und mir nicht so ist, wie du denkst.“„Alexander, du bist wirklich lächerlich!“ Anna starrte ihn wütend an. „Musst du erst zugeben, dass du eine Affäre mit Diana hast, wenn
Alexander sah ihren wütenden Gesichtsausdruck an und seufzte leise.Er griff zum Festnetztelefon auf dem Schreibtisch. „Bring die Unterlagen rein.“Er legte den Hörer auf. Kurz darauf öffnete Gabriel die Tür und trat ein.Er hielt einen Aktenbeutel in der Hand und ging eilig zum Schreibtisch.„Herr Schmidt, alle Unterlagen sind hier“, sagte Gabriel und reichte ihm den Aktenbeutel.Alexander lehnte sich entspannt mit dem Rücken an die Stuhllehne. „Zeig es ihr.“Gabriel reichte Anna den Aktenbeutel. „Frau Schmidt, bitte sehr.“Anna nahm ihn nicht entgegen, warf nur einen flüchtigen Blick darauf, runzelte die Stirn und fragte: „Was ist das?“„Das wirst du schon sehen“, sagte Alexander in gleichgültigem Ton.Anna zögerte einen Moment, dann griff sie nach dem Aktenbeutel.…Die Unterlagen in dem Beutel waren umfangreich. Neben einem weiteren Vaterschaftsgutachten befand sich auch eine Reihe von Fotos.Auf den Fotos war ein Mann zu sehen, der Alexander bis ins kleinste Detail ähn
Schmidt-Gruppe.Gabriel wartete vor dem Aufzugseingang.Die Doppeltüren des Aufzugs glitten auf und Anna trat heraus.Gabriel begrüßte sie höflich und sagte: „Frau Schmidt, Herr Schmidt befindet sich noch in einer Besprechung. Bitte warten Sie im Büro auf ihn.“Anna nickte leicht.Als sie das Büro betrat, fiel ihr Blick sofort auf den Kuchen und den Orangensaft auf dem Couchtisch.Beides gehörte zu ihren Lieblingssachen.„Zu Ihrem Empfang hat Herr Schmidt mich gebeten, dies vorzubereiten“, sagte Gabriel lächelnd.Anna rührte sich nicht. Ihre Miene blieb eisig. „Wie lange braucht Alexander noch?“Gabriel hob die Hand und warf einen Blick auf seine Armbanduhr. „Die Besprechung sollte in etwa dreißig Minuten beendet sein.“„Alles klar.“ Anna ging zum Sofa, setzte sich hin und blickte zu Gabriel hinauf. „Ich warte auf ihn. Mach ruhig weiter.“„Gut. Wenn Sie irgendwelche Wünsche haben, können Sie mich jederzeit rufen. Ich ziehe mich dann zurück.“ Gabriel neigte leicht den Kopf, d





