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KAPITEL 15

last update Veröffentlichungsdatum: 25.07.2026 16:20:12

RYLAN

In dem Moment, in dem Amayas Duft in der dichten Baumgrenze verschwindet, verliert mein Wolf vollkommen den Verstand.

Er heult hinter meinen Rippen, ein bösartiger, blutdürstiger Laut, der meine Lungen erschüttert. Ich sprintiere die Steinstufen der Hütteneinfahrt hinunter, meine Kampfstiefel knallen mit genug Kraft auf den nassen Kies, um Schlamm und Steine aufzuwirbeln.

Es ist mir egal, dass die kalte Morgenluft meine nackte Brust unter der offenen taktischen Weste trifft. Es ist mir eg
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  • IHRE KÖNIGLICHE NEMESIS   KAPITEL 17

    AMAYA„Halt still“, sage ich zu Rylan, die Stimme zittert, während ich beide Hände am Eisenschaft des Armbrustbolzens positioniere.„Tu es… einfach schnell“, krächzt Rylan. Sein Rücken liegt flach an der kalten Steinwand der Höhle. Sein Gesicht ist blass, bedeckt von einer dünnen Schicht Schweiß.„Auf drei“, sage ich. „Eins… zwei…“Ich warte nicht auf drei. Ich greife fester und reiße den Silberbolzen gerade aus seiner rechten Schulter heraus.Rylan stößt ein lautes, schmerzhaftes Brüllen aus, das von der feuchten Höhlendecke widerhallt. Ein schwerer Schwall dunklen, dicken Blutes spritzt aus der Wunde und trifft mein Shirt und den steinernen Boden zwischen meinen Knien. Ich lasse den blutigen Eisenschaft in den Sand fallen und presse sofort die rechte Handfläche flach über das offene Loch in seiner Brust, um die Blutung zu stoppen.Sein Körper zittert heftig unter meinen Händen. Seine Haut, die vor einer Minute eiskalt war, schlägt plötzlich in brennende Hitze um. Die schwarzen Gifta

  • IHRE KÖNIGLICHE NEMESIS   KAPITEL 16

    AMAYADer Geruch von Rylans Blut trifft mich, bevor ich den Anblick von ihm, wie er fällt, überhaupt verarbeiten kann.Er ist dick, metallisch und brennend. Das Silbergift in diesem schweren Armbrustbolzen zischt an seiner Schulter und verwandelt sein mitternächtliches Fell buchstäblich vor meinen Augen in Asche. Er sinkt auf die Vorderbeine und stößt ein schwaches, kehliges Knurren aus, das den stillen Wald wie eine Klinge durchschneidet. Sein schwerer Körper trifft den feuchten Schlamm mit einem dumpfen Geräusch.Die beiden verbleibenden Black-Rock-Rogues zögern nicht einmal. Der Armbrustschütze lädt seine schwere Eisenwaffe mit einem widerlichen, mechanischen Klicken nach. Der Zauberer wischt das Blut von seiner zerschmetterten Nase und steigt direkt über die Körper seiner gefallenen Männer. Sie sehen auf Rylan hinab, als wäre er bereits eine Leiche.„Schau ihn dir an“, lacht der Zauberer und hebt seine gezackte Klinge. „Der große, böse Alpha des Ashwood-Rudels, auf den Knien wegen

  • IHRE KÖNIGLICHE NEMESIS   KAPITEL 15

    RYLANIn dem Moment, in dem Amayas Duft in der dichten Baumgrenze verschwindet, verliert mein Wolf vollkommen den Verstand.Er heult hinter meinen Rippen, ein bösartiger, blutdürstiger Laut, der meine Lungen erschüttert. Ich sprintiere die Steinstufen der Hütteneinfahrt hinunter, meine Kampfstiefel knallen mit genug Kraft auf den nassen Kies, um Schlamm und Steine aufzuwirbeln.Es ist mir egal, dass die kalte Morgenluft meine nackte Brust unter der offenen taktischen Weste trifft. Es ist mir egal um den strategischen Rückzug in die neutrale Zone. Das Einzige, was zählt, ist die nachklingende Spur von Vanille und Blitz, die mit jeder Sekunde schwächer wird.„Amaya!“, brülle ich, meine Stimme zerreißt den stillen Morgenwald.Keine Antwort. Nur das hohle Rascheln von Kiefernnadeln im Wind.„Verdammt, Amaya, antworte mir!“, schreie ich erneut und komme an einer Gabelung des Schmutzpfads zum Stehen. Meine Nüstern weiten sich und ziehen einen massiven Atemzug Luft ein. „Hör auf zu rennen! D

  • IHRE KÖNIGLICHE NEMESIS   KAPITEL 14

    AMAYAIch wache langsam auf, die Haut kribbelt von einer nachklingenden, elektrischen Wärme. Die Luft in der Hütte ist eiskalt, aber ich bin vollkommen in warme Hitze eingehüllt. Ein großer, muskulöser Arm ist fest um meine Taille geschlungen und presst meinen Rücken sicher gegen eine breite, feste Brust. Ich bewege mich leicht, der glatte Stoff einer Seidendecke gleitet von meinen Schultern, und ich erkenne mit einem plötzlichen Ruck, dass ich darunter vollkommen nackt bin.Jedes Detail der letzten Nacht stürzt zurück in meinen Kopf. Die quetschenden, besitzergreifenden Küsse gegen das Glas. Die Art, wie der Raum buchstäblich von unserer vereinten Macht erschüttert wurde. Die Erinnerung lässt mein Blut erneut heiß werden.Ich drehe den Kopf vorsichtig auf dem Kissen. Rylan schläft noch, seine markanten Züge in einer Weise entspannt, die ich noch nie gesehen habe. Ohne seinen üblichen finsteren Blick wirkt er fast verletzlich. Sein dunkles Haar ist unordentlich und fällt über die Stir

  • IHRE KÖNIGLICHE NEMESIS   KAPITEL 13

    RYLANDer Lärm des Sturms wird vollkommen übertönt vom gehetzten, verzweifelten Klang von Amayas Atmung gegen meinen Mund.Der Kuss zerschmettert jedes Stück meiner Alpha-Kontrolle. In dem Moment, in dem ihre Finger sich in die nackten Muskeln meiner Brust graben, reißt die Bestie in mir ihren Käfig auf und verlangt totale und absolute Unterwerfung. Ich verschlinge sie. Mein Mund zerdrückt den ihren mit einer primitiven, quetschenden Kraft und trinkt den süßen Geschmack von Vanille und Regenwasser, der nur ihr gehört. Sie keucht in meinen Mund, ihre Lippen öffnen sich für mich, und ich nehme alles, was sie anbietet, und vertiefe den Kuss, bis die dünne Linie zwischen Lust und Schmerz vollkommen verschwindet.Ich kann nicht nah genug heran. Meine Hände verlassen ihr Haar und gleiten die nasse Säule ihres Halses hinunter, verfolgen den hektischen, pochenden Puls an ihrem Hals. Ich erkunde jede einzelne Kurve ihres Körpers durch den feuchten Stoff ihrer Kleidung, meine Handflächen brenne

  • IHRE KÖNIGLICHE NEMESIS   KAPITEL 12

    AMAYADer Regen peitscht gegen die dichten Kiefern und verwandelt den schmalen Schmutzpfad vor uns in einen tiefen Graben aus dickem Schlamm. Rylan hält meine Hand fester. Seine Finger sind fest und kalt an meiner Haut und ziehen mich durch den blendenden Platzregen vorwärts. Wasser läuft über sein Gesicht und seine dunkle taktische Weste und durchtränkt seine schwarzen Kleider vollständig.„Wir können so nicht weitergehen!“, schreit Rylan über das Heulen des Windes. Seine tiefe Stimme ist rau und angespannt. „Der Schlamm ist zu dick, und der Sturm blockiert die Geruchsspur meines Wolfs. Wir brauchen Schutz!“Er zieht mich vom Hauptpfad und führt mich einen steilen, felsigen Hügel hinauf. Durch den prasselnden Regen und den dichten Nebel erscheint die Form eines Gebäudes. Es ist eine große, luxuriöse Blockhütte, die in die Seite des Berges gebaut ist. Die Fenster sind dunkel, und auf der steinernen Einfahrt stehen keine Fahrzeuge. Sie gehört einem der wohlhabenden Stadt-Alphas, die d

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