تسجيل الدخولAria lächelte zaghaft, während sie sanft über das Gesichtchen des kleinen Juan strich, der tief und fest schlief. Der kleine Mann ruhte friedlich auf Arias Brust. Er schien es sichtlich zu genießen, dort zu liegen und dem gleichmäßigen Herzschlag seiner Mutter zu lauschen. Womöglich erinnerte es ihn an die Zeit im Mutterleib – und Aria genießt jeden einzelnen dieser kostbaren Augenblicke.Bis plötzlich ein heller Lichtschein von draußen durch das Fenster dringt und Arias Aufmerksamkeit fesselt. Sie sitzt zufällig auf einem Schaukelstuhl nahe der Fensterscheibe. Es ist ein herannahendes Auto – und Aria erkennt den Wagen nur zu gut.Hastig eilt sie ins Schlafzimmer, bettet Juan behutsam ins Bettchen und kehrt zurück ins Wohnzimmer. Doch kaum dort angekommen, erblicken ihre düsteren Augen Jayden. Er steht mitten im Raum, seine Kleidung ist durchnässt, sein Gesicht übersät mit Blutergüssen, und sein Blick liegt starr auf ihr. Draußen gießt es wie aus Eimern – der Mann hat offenbar vergess
Erst nach vier zermürbenden Tagen des Wartens traf Jayden schließlich auf Hans. Jayden hätte niemals damit gerechnet, dass es so lange dauern würde – als er damals den Vorschlag für die Zusammenarbeit eingereicht hatte, hatte es gerade einmal zwei Tage gedauert, bis Hans einem Treffen sofort zugestimmt hatte.„Ich wusste, dass du zu mir kommen würdest“, sagte Hans gelassen und schenkte Jayden ein Glas ein.„War das von Anfang an dein verdammter Plan, Hans Alexander?“, fragte Jayden und fixierte den Mann, der ihm gegenüber saß, mit eiskaltem Blick. Von dem freundschaftlichen Tonfall und den verständnisvollen Blicken bei ihrer letzten Begegnung war nicht das Geringste übrig geblieben.Die beiden Männer glichen Feinden, die einen erbitterten, stummen Krieg gegeneinander führten.Hans antwortete nicht, doch das süffisante, schiefe Lächeln auf seinem makellosen Gesicht reichte völlig aus, um Jayden Gewissheit zu verschaffen.Jayden verog schmerzlich das Gesicht und atmete tief durch. „Ich
Aria schwieg für einen Moment und versuchte zu verarbeiten, was die Frau namens Viona eigentlich damit sagen wollte. Ehrlich gesagt konnte sie kaum unterscheiden, ob Vionas Worte nun als Kompliment oder als Beleidigung gemeint waren. Es lag irgendwo dazwischen.„Du bist doch seine Freundin, oder? Dann solltest du das eigentlich besser wissen als ich“, erwiderte Aria so neutral wie nur möglich auf die Bemerkung der Jüngeren.„Ja, das stimmt natürlich. Ich weiß im Grunde alles über Hans.“ Viona zuckte unbestimmt mit den Schultern. „Aber nicht, was Frauen angeht. In der Hinsicht ist er extrem verschwiegen und geheimnisvoll“, fuhr sie fort, was Aria zu einem leisen Glucksen veranlasste.Viona beobachtete Aria haargenau – von jeder ihrer geschmeidigen Bewegungen bis hin zu den Worten, die ihren feinen Lippen entwichen. Sie wirkte ganz anders im Umgang mit ihr als vorhin mit der Frau, bei der sie gestanden hatte. Viona hatte das Gespräch schließlich mitangehört. Wenn sie sich nicht täuschte
Bevor Hans erwacht war, hatte Viona bereits mehrere Male nach ihm gesehen.„Du meine Güte, Hans, du bist ja immer noch nicht wach?!“, rief Viona aus und stützte die Hände in die Hüften, während sie auf Hans blickte, der sich nach wie vor tief unter seiner dicken Bettdecke vergrub. Es war mittlerweile bereits das fünfte Mal, dass sie versuchte, ihn aus den Federn zu holen.Tatsächlich war es völlig zwecklos, ihn zu wecken; er stand schlichtweg immer noch zu sehr unter dem Einfluss des Alkohols. Es war wohl besser, ihn einfach von selbst aufwachen zu lassen. Ohnehin hatte Viona keine Lust mehr, ständig im Zimmer auf und ab zu laufen. Ihr Blick fiel auf Hans’ Mobiltelefon, das er auf dem Nachttisch abgelegt hatte. Aus irgendeinem Grund brannte sie darauf zu erfahren, wer die mysteriöse Frau war, die Hans derart verzaubert hatte.Man stelle sich das vor: Selbst als Viona Hans’ Finger auf das Display drückte, um die Bildschirmsperre zu entsperren, bekam dieser nicht das Geringste davon mit
In dem geräumigen Wohnzimmer herrschte eisiges Schweigen.Es war ganz anders als sonst. Wenn die beiden Zeit miteinander verbrachten, gab es immer Leben in der Bude – sie plauderten, naschten Kleinigkeiten, tranken etwas oder vergnügten sich vor allem miteinander im Bett. Doch dieses Mal waren sowohl Elena als auch Jayden völlig in ihren eigenen Gedanken versunken.Elena zermarterte sich den Kopf wegen Jayden. Seit er aus Arias Haus zurückgekehrt war, verhielt er sich wie ausgewechselt. Er schien sie regelrecht zu ignorieren. Von Erotik ganz zu schweigen – Jayden sträubte sich selbst gegen das kleinste Gespräch. Er überließ die Geräuschkulisse einzig und allein dem Fernseher, der stumm in den Raum flimmerte.Es war endgültig genug. Elena hielt diese kalte Schulter schlichtweg nicht mehr aus.„Was ist eigentlich bloß los mit dir, Jayden?“, brach Elena schließlich die drückende Stille.Der Mann drehte den Kopf mit einer völlig ausdruckslosen Miene zu ihr herum, als wüsste er nicht im En
Hans rührte sich nicht vom Fleck. Er blickte Viona voller Unruhe an. Er verzehrte sich förmlich danach zu erfahren, was genau er von sich gegeben hatte, dass sie ihn nun derart aufzog.Doch danach zu fragen, hätte seinen tief sitzenden Stolz empfindlich verletzt. Was für ein Mann mit einem schier unendlichen Ego er doch war.„Willst du denn wirklich nicht wissen, was du mir gestern Abend alles gestanden hast?“, provozierte Viona ihn und sah ihn herausfordernd an.„N-nein.“Man stelle sich das vor! Selbst als Viona ihm von sich aus anbot, es ihm zu verraten, lehnte Hans bockig ab. Selbst in einer solch brenzligen Lage musste er unbedingt seine kühle Haltung bewahren.„Tsk! Lügenbeutel!“, neckte Viona ihn, da sie genau wusste, wie brennend neugierig er in Wahrheit war. Sie neigte ihr Gesicht ein Stück weit zu ihm hinüber. „Du hast gejammert, dass du flachwegs von der Frau abgewiesen wurdest, die du liebst, Hans“, raunte sie ihm beinahe flüsternd zu.*Oh, verdammt!* Hatte er gestern also







