Scheidung! Stella dreht den Spieß um

Scheidung! Stella dreht den Spieß um

Por:  JadenachtActualizado ahora
Idioma: Deutsch
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[Keine Qualen, nur Genugtuung + Für Reue ist es zu spät + Alle Schurken werden gestürzt] Drei Jahre Ehe. Drei Fehlgeburten. Am Tag von Stella Bergers dritter Fehlgeburt blieb Fabian Hartmann bei seiner Schwägerin, die gerade Zwillinge zur Welt brachte. Als Stella das Krankenhaus verließ, traf sie endlich eine Entscheidung und legte ihrem baldigen Exmann die Scheidungspapiere hin. „Lassen wir uns scheiden. Es ist besser für dich.“ „Scheidung? Du bringst es wirklich übers Herz? Und falls du mich zum Bleiben bewegen willst, brauchst du nicht so scheinheilig zu behaupten, dass es zu meinem Besten ist!“ Stella lächelte nur, schwieg und ging. Stella meinte es tatsächlich gut mit Fabian. Schließlich hatte sie längst einen mächtigeren Rückhalt gefunden. Selbst Fabian, der in der Hauptstadt nahezu allmächtig war, konnte es mit diesem Mann nicht aufnehmen. Nachdem Stella mit der Vergangenheit gebrochen hatte, hörte sie endgültig auf, sich zu verstellen. Als eine verborgene Identität nach der anderen ans Licht kam, verschlug es der gesamten Familie Hartmann die Sprache. War das wirklich noch dieselbe bemitleidenswerte Frau, die sich alles gefallen ließ und angeblich keine einflussreiche Familie hinter sich hatte? Der Chef eines internationalen Konzerns: „Stella, lass dich scheiden. Ich kann kaum noch warten.“ Der Finanzmagnat: „Scheidung! Sonst treibe ich die Hartmanns in den Ruin!“ Der international renommierte Anwalt: „Der Scheidungsprozess ist kein Problem. Stella, ein einziger Blick von dir genügt, um mich zum glücklichsten Mann der Welt zu machen.“ Für Fabian stand immer fest: Stella bleibt für immer an seiner Seite. Doch dann erkannte Fabian, dass Stella für ihn längst unerreichbar war, und seine ganze Selbstüberschätzung zerbrach ...

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Capítulo 1

Kapitel 1

Ein Krankenzimmer im Krankenhaus.

Der Geruch von Desinfektionsmittel drehte einem fast den Magen um. Stella lag blass und kraftlos im Bett.

Als die Verbindung stand, ergriff Stella als Erste das Wort: „Für den Eingriff braucht das Krankenhaus die Unterschrift eines Angehörigen. Komm bitte her.“

Am anderen Ende herrschte eine halbe Sekunde lang Stille.

Dann erklang die tiefe Stimme von Fabian: „Seit wann bist du schwanger? Warum weiß ich nichts davon? Stella, selbst deine Launen haben Grenzen!“

„Kommst du nun oder nicht?“

Das Wort „Launen“ ließ Stellas Wut aufkochen.

„Ich habe heute wirklich keine Zeit für dein Theater!“

Als Fabian Stellas Zorn bemerkte, versuchte er, seine Ungeduld zu verbergen.

Mit einem Schlag erstarrte alles in Stella. Wortlos nahm sie das Handy vom Ohr.

Gerade als Stella auflegen wollte, drang die Stimme einer Frau durch die Leitung: „Herr Hartmann, der Kaiserschnitt ist gut verlaufen. Es sind Zwillinge, ein Junge und ein Mädchen!“

Stellas Welt versank in völliger Dunkelheit.

Fabian war im selben Krankenhaus. Doch er befand sich bei seiner Schwägerin, die gerade ein Zwillingspärchen zur Welt gebracht hatte.

Fabians eigenes Kind hingegen sollte währenddessen aus Stellas Körper entfernt werden.

Stella legte ohne Zögern auf.

Eine Ärztin mit schwarzer, eckiger Brille trat an das Bett. Ihr Stift kratzte über das Formular.

Mit ernster Miene fragte die Ärztin: „Wann kommt Ihr Mann zum Unterschreiben? Der Operationssaal ist bereits vorbereitet.“

Stella hielt ihren Zorn mühsam im Zaum. „Muss wirklich Fabian unterschreiben?“

Die Ärztin starrte Stella verdutzt an und hielt mitten in der Bewegung inne.

Stellas Miene verhärtete sich. „Fabian ist damit beschäftigt, seiner Schwägerin bei der Entbindung beizustehen. Kann ich selbst unterschreiben?“

Die Worte „Zwillinge, ein Junge und ein Mädchen“ bohrten sich wie Dornen in Stellas Herz.

Ein Anflug von Mitgefühl huschte über das Gesicht der Ärztin, als sie Stella das ausgefüllte Formular reichte. „In Ordnung.“

Stella nahm den Stift und setzte hastig ihren Namen darunter.

Anschließend gab die Ärztin Stella eine Tablette. „Nehmen Sie diese ein. In einer halben Stunde beginnt der Eingriff.“

Stella nahm die Tablette und schob sie sich sofort in den Mund.

Stella hasste alles Bittere. Doch jetzt ließ sie zu, dass sich der Geschmack in ihrem ganzen Mund ausbreitete.

...

Am Abend.

Nachdem Stella nach dem Eingriff noch eine Weile zur Beobachtung im Krankenhaus geblieben war, fuhr sie allein zurück in die Villa, in der sie seit der Hochzeit mit Fabian lebte.

Martha Weber, die Haushälterin, erschrak über ihr kreidebleiches Gesicht. „Frau Hartmann, was ist mit Ihnen passiert?“

Stella blickte kühl auf, als sie Marthas Stimme hörte, und zwang ein schwaches Lächeln auf ihr blasses Gesicht. „Martha, ich habe Hunger.“

Fabian hatte Stella gleich am Morgen zum Familienanwesen der Hartmanns gebracht.

Beim Mittagessen aß Stella kaum zwei Bissen, als bei Isabelle Winter plötzlich die Wehen einsetzten und sie stark zu bluten begann.

Das gesamte Anwesen geriet wegen der bevorstehenden Geburt in Aufruhr.

Isabelle war die Frau von Fabians älterem Bruder Adrian Hartmann. Dieser war vor einem halben Jahr bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen, und seine sterblichen Überreste wurden nie gefunden.

Seitdem genügte ein einziger Anruf, sobald mit Isabelle oder ihren ungeborenen Kindern etwas nicht stimmte, und Fabian ließ alles stehen und liegen.

Das Chaos des Tages spielte sich noch einmal in Stellas Kopf ab.

Als Isabelles Wehen einsetzten, stieß sie Stella so heftig, dass diese zu Boden stürzte und nicht mehr aufstehen konnte.

Doch alle hatten nur Augen für Isabelle, die schrie und weinte.

Fabian trug seine Schwägerin an Stella vorbei.

Stella klammerte sich an Fabians Hosenbein. „Mein Bauch tut so weh!“

Fabian warf Stella lediglich einen Blick zu, der unmissverständlich sagte: „Mach kein Theater!“ Dann ging Fabian mit Isabelle im Arm davon, ohne sich noch einmal umzudrehen.

Martha bemerkte, wie schwach Stella war, stützte sie und führte sie in den Essbereich. „In der Küche ist gerade etwas fertig geworden. Ich bringe es Ihnen.“

Auf dem Tisch standen eine dampfende Schale Haferbrei und ein paar leichte Beilagen.

Stella hatte kaum zwei Löffel gegessen, als lachende Stimmen näher kamen und kurz darauf zwei Menschen durch die Tür traten.

Fabian kam mit seiner Mutter Helene Hartmann herein.

Als Helene ihre Schwiegertochter sah, verzichtete sie ausnahmsweise auf ihren üblichen vernichtenden Blick. Schließlich hatte die Familie Hartmann heute allen Grund zum Feiern.

Natürlich würdigte Helene Stella trotzdem keines echten Blickes, sondern sagte nur zu Fabian: „Ich hole es schnell.“

„Gut.“

Helene ging direkt nach oben.

Fabians Lächeln verschwand. Er trat zu Stella, setzte sich ihr gegenüber, schlug die langen Beine übereinander und zündete sich mit einem hellen Klick eine Zigarette an.

Stella aß weiter und ignorierte Fabian.

Fabian nahm einen tiefen Zug und wirkte beinahe hilflos, als er Stella sanft über den Kopf strich. „Musste es ausgerechnet heute wieder eine deiner Launen sein?“

„Adrian ist nicht mehr da, aber Isabelle hat seine Kinder zur Welt gebracht. Warum hast du heute so ein Theater gemacht?“

„Isabelles Zwillinge sind wirklich süß. So winzig. Wenn du die Zwillinge siehst, wirst du sie bestimmt mögen.“

Fabians beschwichtigender Ton und die Wärme, mit der er von den Kindern sprach, brachten Stellas Zorn endgültig zum Überkochen.

Stella knallte ihr Besteck auf den Tisch und unterbrach Fabian mit einem scharfen Klirren.

„Die Kinder einer anderen Frau sind also so niedlich?“

Stella sah Fabian mit vor Zorn geröteten Augen an. Ihre Stimme troff vor Hohn.

Fabians Gesicht verfinsterte sich. „Welche andere Frau? Das sind Adrians Kinder!“

Bei den letzten Worten hob Fabian die Stimme, und auch sein Zorn brach hervor.

Stella sah, dass Fabian nun ebenfalls die Beherrschung verlor, und stieß ein kaltes Lachen aus. „Du weißt also doch noch, dass es Adrians Kinder sind? Ohne diese Erklärung hätte ich glatt geglaubt, du wärst der Vater!“

„Stella!“

Fabian geriet endgültig außer sich.

Stella sprang auf und verpasste Fabian eine schallende Ohrfeige.

Zorn und Hass brannten in Stellas Augen. „Ich will die Scheidung!“

Es war Stella gleichgültig, wessen Kinder es waren. Wenn Fabian unbedingt den Ersatzvater spielen wollte, sollte er es tun.

Nach diesem halben Jahr hatte Stella endgültig genug.

Fabians Blick verfinsterte sich schlagartig. „Isabelle hat heute Adrians Kinder geboren. Adrian ist tot. Soll ich einfach danebenstehen und nichts tun?“

Stella lachte höhnisch. „Weil es Adrians Kinder sind, darfst du also jede Grenze überschreiten und dein eigenes Kind im Stich lassen?“

Adrians Kinder. Was für eine perfekte Ausrede.

Stella dachte an die Worte der Ärztin: „Wäre sie rechtzeitig ins Krankenhaus gebracht worden, hätte man das Kind vielleicht retten können.“

Doch ...

Der Schmerz des Eingriffs, bei dem das Kind von einer Maschine zerkleinert und aus Stellas Körper entfernt worden war, war noch immer erschreckend gegenwärtig.

Mit eisigem Blick sah Stella Fabian an. „Mehr als zwanzig Angehörige der Familie Hartmann standen um Isabelle herum. Reichten die nicht? Warst ausgerechnet du unentbehrlich?“

Fabians Brust hob und senkte sich unregelmäßig.

Fabian schwieg einige Sekunden und rang sichtbar um Beherrschung, dann nahm er Stellas kalte Hand und legte die andere an ihre Stirn. Stellas Stirn fühlte sich ungewöhnlich warm an.

Während ihrer Periode war Stellas Körpertemperatur häufig leicht erhöht.

„Schon gut. Ich weiß, wie sehr du dir ein Kind wünschst. Aber Kinder sind eine Frage des Schicksals. Das lässt sich nicht erzwingen, ja?“

Fabians scheinbar nachgiebiger, hilfloser Ton ließ Stellas Blut kochen.

„Was soll das heißen? Glaubst du, ich habe die Schwangerschaft erfunden?“

Fabian zog die aufgebrachte Stella in seine Arme. „Schon gut, schon gut. Dann warst du eben schwanger. Ich habe mich geirrt, ja?“

Das war Fabians übliche Art.

In den vergangenen sechs Monaten hatte Fabian sich jedes Mal halbherzig entschuldigt, wenn Stella wegen Isabelle wütend wurde, und tat so, als glaubte er Stella. Nie meinte er es wirklich ernst.

Aber konnte Fabian sich ausgerechnet diesmal erlauben, Stella nur halb zu glauben?

Helene kam wieder nach unten und ignorierte die angespannte Stimmung zwischen Stella und Fabian demonstrativ.

Auf der Treppe sagte Helene zu Stella: „Stella, Isabelle kann nach dem Kaiserschnitt nichts essen. Sie möchte nur deine Taubenbrühe. Steh morgen früh auf, koch sie und bring sie ins Krankenhaus.“

„Besorg morgen früh eine möglichst magere, frisch geschlachtete Taube. Isabelle hat gerade entbunden und verträgt nichts Fettiges.“

Danach wandte Helene sich an Fabian. „Wir gehen.“

Die Geburt von Isabelles Zwillingen war für die Hartmanns ein großes Ereignis, und die frischgebackene Mutter sollte sich jetzt keinesfalls vernachlässigt fühlen.

Besonders Fabians Gesicht, das Adrians bis ins kleinste Detail glich, beruhigte Isabelle.

Fabian ließ Stella tatsächlich los.

Fabian kniff Stella scheinbar liebevoll in die Wange. „Ich komme heute spät zurück. Warte nicht auf mich, ja?“

Danach drehte Fabian sich um und folgte Helene.

Fabian und Helene hatten gerade die Tür erreicht, als Stellas Zorn endgültig explodierte. Mit einer einzigen Bewegung riss sie den Esstisch um.

Geschirr und Essen flogen zu Boden – es klirrte und krachte.

Der ohrenbetäubende Aufprall ließ Mutter und Sohn mitten im Schritt erstarren.

Helene und Fabian drehten sich gleichzeitig um.

Helene fuhr erschrocken zusammen und kreischte dann: „Stella, was soll das?“

„In der Familie Hartmann sind heute Zwillinge geboren worden! An einem so glücklichen Tag führst du hier so eine Show auf. Wem willst du mit diesem Theater etwas beweisen?“

Stella sah Helene reglos an. In ihrem Gesicht lag unverhohlene Abweisung. „Isabelle will Taubenbrühe von mir? Seit wann kann ich überhaupt kochen?“

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