Home / Romantik / Lassen Sie uns scheiden, Herr CEO! / Kapitel 5. Alles ist vorbei.

Share

Kapitel 5. Alles ist vorbei.

Author: Kester
last update publish date: 2026-07-07 11:17:34

„Lucy, du hast meinen Stolz mit Füßen getreten!“, rief Amora mit vor Wut bebender Stimme.

Mit schnellen Schritten bahnte sie sich ihren Weg durch die Menge der Partygäste. Ihre Absätze hallten über den Marmorboden, während die Musik, die eben noch laut durch den Saal geklungen hatte, abrupt verstummte, als sie die Mitte des Podiums erreichte. Sämtliche Köpfe drehten sich gleichzeitig zu ihr um.

„Hey, seht mal! Da ist eine dicke Frau, die unbedingt mit uns feiern will“, höhnte einer der Gäste.

Mehrere Anwesende begannen hinter vorgehaltener Hand über sie zu tuscheln. Ihre Blicke glitten voller Verachtung über Amoras Körper, als wäre allein ihre Anwesenheit eine Schande.

Lucy, die elegant in einem funkelnden, teuren Kleid dastand, verzog ihre Lippen zu einem spöttischen Lächeln. Langsam trat sie auf Amora zu, den Blick voller Triumph.

„Wo ist Vicktor?“, fragte Amora kühl und mit fester Stimme.

Für einen Moment wurde es still, dann rief jemand laut: „Hä? Habe ich mich verhört? Diese Frau sucht deinen Freund, Lucy?“

Ein paar Leute lachten auf.

„Schämst du dich denn gar nicht? Schau dich doch an ... wie ein hundert Kilo schweres Schwein!“

„Ich bin mir sicher, kein CEO wäre so verzweifelt, mit ihr auszugehen. Verglichen mit Lucy liegen zwischen den beiden Welten.“

Gelächter erfüllte den gesamten Saal. Einige hielten sich angewidert die Nase zu, andere tuschelten weiter und warfen ihr verächtliche Blicke zu.

Amoras Gesicht lief rot an – nicht vor Scham, sondern vor Zorn. Ihre Hände ballten sich zu Fäusten, ihre Zähne knirschten. Sie starrte Lucy an, die nur wenige Schritte von ihr entfernt stand.

Lucy trat näher und flüsterte mit leiser, aber giftiger Stimme: „Du solltest deinen Platz kennen, Amora. Vicktor hat nur Mitleid mit dir ... mehr nicht.“

„Hör auf, mit mir zu spielen, Lucy!“, explodierte Amora, sodass einige Gäste augenblicklich verstummten. „Ich bin nicht hier, um ausgelacht zu werden. Ich bin hier, um diesen Bastard zur Rechenschaft zu ziehen.“

Lucy kicherte leise und klopfte Amora herablassend auf die Schulter.

„Dann zeig es mir doch, du dicke Frau. Kannst du es wirklich mit mir aufnehmen?“

Mit einem Schlag lag eine eisige Spannung über der Feier. Alle Augen richteten sich nur noch auf die beiden Frauen, die sich gegenüberstanden.

Kurz darauf erschien Vicktor und stellte sich neben Lucy. Er wirkte längst nicht mehr so nervös wie am Vortag, als müsste er seine Beziehung zu Lucy überhaupt nicht mehr verbergen.

Sein Blick war gelassen, und auf seinen Lippen lag ein sanftes Lächeln, das sich wie ein Dolch in Amoras Herz bohrte.

„Hallo, Amora. Du bist also endlich nach Hause gekommen“, sagte er ruhig, als hätte er nie etwas Unrechtes getan.

Als er die Hand ausstreckte, um ihre Wange zu berühren, schlug Amora sie entschlossen beiseite.

„Fass mich nicht an!“, schrie sie voller Hass.

Für Amora war Vicktor inzwischen einfach nur abscheulich. Seit seine Affäre ans Licht gekommen war, verabscheute sie nicht nur seine Berührungen – sie wollte ihm überhaupt nicht mehr nahekommen.

„Wage es nicht, mit mir zu spielen, Vicktor!“, rief Amora mit bebender Stimme. „Die Shane Group gehört meiner Familie! Nicht dir!“

Die Anwesenden blickten verwirrt zwischen den beiden hin und her. Die dicke Frau vor ihnen behauptete, Eigentümerin der Shane Group zu sein, obwohl jeder glaubte, das Unternehmen gehöre Vicktor, Lucys Geliebtem.

Doch Vicktor lachte nur leise. Sein Blick war kalt und herausfordernd.

„Amora, die Shane Group gehörte tatsächlich deiner Familie ... aber das ist Vergangenheit. Heute gehören mir sämtliche Vermögenswerte des Unternehmens – sogar das Haus deiner Eltern.“

„Du Mistkerl!“

Amora verlor die Beherrschung. Ihre Hand schnellte nach oben, bereit, ihm ins Gesicht zu schlagen und wenigstens einen Teil der glühenden Wut in ihrem Inneren herauszulassen.

Doch Vicktor war schneller. Er packte ihr Handgelenk und hielt es mit eisernem Griff fest.

„Was denn? Willst du wütend auf mich sein? Mich schlagen? Mich zerreißen? Oder mir den Hals umdrehen?“, sagte er mit lauter Stimme, während sein Blick immer schärfer wurde. „Eines solltest du wissen, Amora. Zehn Jahre lang habe ich mitgeholfen, die Shane Group groß zu machen. Ohne mich wäre deine Familie längst zugrunde gegangen!“

Amora starrte ihn ungläubig an. Vicktor sprach so unverblümt, als wäre ihm der Schmerz, den er ihr zufügte, völlig gleichgültig.

„Du ... du hast wirklich kein Herz, Vicktor!“, sagte Amora mit zitternder Stimme voller Verzweiflung. Sie kämpfte gegen ihre Tränen an und weigerte sich, sie vor ihm und all den Zuschauern fließen zu lassen.

Stattdessen trat Vicktor noch näher. Er beugte sich zu ihr hinunter, bis ihre Gesichter auf gleicher Höhe waren.

„Ein Herz? Das habe ich schon vor langer Zeit weggeworfen, Amora.“

Amora verstummte. Ihr Körper bebte zwischen Wut und Hoffnungslosigkeit. Zum ersten Mal fühlte sie sich von dem Mann, dem sie einst bedingungslos vertraut hatte, vollkommen in die Enge getrieben. Selbst ihre aufrichtige Liebe hatte für Vicktor niemals einen Wert besessen.

„Genug jetzt, Amora. Akzeptiere deine Niederlage. Du warst nicht zu dieser Party eingeladen, also verschwinde endlich!“, sagte Lucy entschieden. Sie wollte nicht zulassen, dass ihre Feier weiter gestört wurde.

Amora konnte ihre Gefühle nicht länger unterdrücken. Mit schnellen Schritten ging sie auf Lucy zu und stieß sie voller Zorn gegen die Schulter.

„Das hier ist mein Haus! Ihr seid diejenigen, die verschwinden müssen!“, schrie sie mit vor Schmerz bebender Stimme.

Lucy taumelte einige Schritte zurück. Ihre Augen weiteten sich, weil sie niemals erwartet hätte, dass Amora so etwas wagen würde.

„Du bist wahnsinnig!“, fauchte Lucy und wollte zurückschlagen.

Doch bevor sie dazu kam, griff Vicktor ein. Grob packte er Amoras Arm und riss sie von Lucy weg. Sein Gesicht war hart geworden, seine Augen loderten vor Zorn.

„Amora! Wage es ja nicht, Lucy zu verletzen!“, donnerte er, sodass der ganze Saal unter der Spannung zu erbeben schien.

Amora verstummte. Sie konnte nicht glauben, was sie gerade gehört hatte. Ihr Körper zitterte, ihre Augen waren gerötet, während sie verzweifelt gegen die Tränen ankämpfte.

„Du ... stellst dich auf ihre Seite, Vick?“, fragte sie mit gebrochener Stimme.

„Still!“

Vicktor funkelte sie scharf an und zeigte auf die Tür.

„Ich werde diese Diskussion nicht weiterführen. Verschwinde jetzt von hier, Amora. Wir lassen uns scheiden!“

Diese Worte bohrten sich wie ein Messer in Amoras Herz. Die ganze Zeit hatte sie versucht durchzuhalten und ihre Ehe zu retten. Doch die Wirklichkeit war grausam – ihr eigener Ehemann entschied sich vor aller Augen für diese verführerische Frau.

Für einen Moment lag bedrückende Stille im Raum. Nur Amoras unterdrücktes Schluchzen war zu hören, während sich auf Lucys Lippen ein zufriedenes Lächeln ausbreitete, als sie den Zusammenbruch ihrer Rivalin miterlebte.

Amora zog den Ehering von ihrem Ringfinger und legte ihn direkt in Vicktors Handfläche. Mit leicht zitterndem Körper sah sie ihrem Mann tief in die Augen. Ihre Stimme bebte, doch sie war von unerschütterlicher Entschlossenheit erfüllt.

„Unsere Ehe ist vorbei. Aber vergiss eines nicht, Vick ... Das Schicksal wird nicht tatenlos zusehen. Mein Untergang wird auch der Anfang deines Untergangs sein. Ich werde dafür sorgen, dass du dein ganzes Leben lang bereust, was du mir angetan hast!“

Ohne Vicktors Antwort abzuwarten, drehte sich Amora um. Mit schnellen Schritten verließ sie ihr eigenes Haus und hinterließ eine erdrückende Spannung, die jeder Anwesende deutlich spüren konnte.

Continue to read this book for free
Scan code to download App

Latest chapter

  • Lassen Sie uns scheiden, Herr CEO!    Kapitel 144.

    „Ich habe eine Videoaufnahme als Beweis, die den gesamten Vorfall zeigt“, fuhr Amora fort. Ihre Stimme zitterte, doch darin lag eine unbestreitbare Kälte. „Sobald es mir besser geht und ich meine persönlichen Unterlagen an mich nehmen kann, werde ich das Video des Mordes direkt bei der Ermittlungsbehörde einreichen.“Die beiden Polizisten vor ihr sahen einander an und nickten respektvoll. „In Ordnung, Mrs. Amora. Diese erste Aussage reicht mehr als aus, um Lucy und Darius ohne Kaution festzunehmen. Wir werden auf das Videomaterial warten, um die Anklage wegen vorsätzlichen Mordes zu untermauern.“Währenddessen erstarrte Vicktor, der nahe der Tür stand, plötzlich. Sein Gesicht war kreidebleich, seine Augen weiteten sich ungläubig. „Amora … meinst du das ernst? Lucy … sie hat deinen Vater tatsächlich getötet?“Amora wandte sich zu ihm um und sah Vicktor mit bitterem Blick an. „Warum, Vick? Glaubst du immer noch nicht, dass die Frau, die all die Jahre an deiner Seite war, ein Monster ist

  • Lassen Sie uns scheiden, Herr CEO!    Kapitel 143.

    „Amora! Versteck dich nicht, du Schlampe! Glaubst du wirklich, du kannst mir entkommen?!“Lucys schriller Schrei hallte durch die feuchten Betonwände des alten Gebäudes. Ihre schweren, wütenden Schritte kamen immer näher. Am anderen Ende des fünften Stockwerks war Darius damit beschäftigt, einige Kanister neben der Treppe zu überprüfen, während er mit einem höhnischen Lächeln ihren Notfallplan vorbereitete.Amora presste sich hinter einem Stapel alter Säcke schützend den Bauch. Ihr Herz schlug so heftig, dass ihre Brust schmerzte. Diesmal wusste sie, dass Lucy nicht bluffte. Die Frau hatte endgültig den Verstand verloren und war bereit, ihr Leben auszulöschen.Lucys Schritte verstummten direkt vor dem Gang, in dem Amora sich versteckte. In Panik versuchte Amora, ihren Körper zu bewegen und sich einen anderen Platz zu suchen. Doch wegen der schlechten Beleuchtung und ihres geschwächten Zustands stieß ihr Fuß versehentlich gegen eine alte Farbdose.Klang!„Hab dich!“Lucy tauchte aus de

  • Lassen Sie uns scheiden, Herr CEO!    Kapitel 142.

    Die Sonne stand bereits hoch am Himmel, doch die Kälte, die auf Mavericks Anwesen lag, schien einfach nicht weichen zu wollen. Nachdem er die ganze Nacht zugelassen hatte, dass seine Wut seinen Verstand vernebelte, zwang ihn ein Klopfen an der Tür seines Arbeitszimmers zurück in die Realität.„Herein“, befahl Maverick knapp. Seine Stimme war heiser.Bram, der Leiter seiner persönlichen Leibgarde, trat mit bleichem Gesicht ein. „Sir … wir haben die Route überprüft, die Mrs. Amora gestern Abend genommen hat.“Maverick richtete sich auf. „Und? Wo ist sie? Warum ist sie noch nicht zurück?“„Das Auto von Mrs. Amora wurde am Straßenrand an einer Kreuzung in Richtung Stadtrand gefunden, Sir. Der Motor war aus, aber der Autoschlüssel steckte noch im Zündschloss. Mrs. Amora … war nicht dort.“Mavericks Herz schien stehen zu bleiben. Das Schuldgefühl, das er seit der vergangenen Nacht zu unterdrücken versucht hatte, drängte plötzlich mit aller Macht an die Oberfläche und schnürte ihm die Kehle

  • Lassen Sie uns scheiden, Herr CEO!    Kapitel 141.

    Das Dröhnen von Amoras Sportwagen zerriss die Stille der Nacht. Die Straßen der Stadt, die allmählich menschenleer wurden, waren stumme Zeugen davon, wie die Frau all die Beklemmung in ihrer Brust herausließ. Ihre rechte Hand umklammerte das Lenkrad fest, während ihre linke Hand immer wieder über ihre tränenüberströmte Wange strich.Ihr lautloses Weinen hatte noch immer nicht wirklich aufgehört. Ihre Brust hob und senkte sich, während sie gegen das Gefühl ankämpfte, immer weniger Luft zu bekommen.Billig.Dieses Wort hallte unaufhörlich in ihren Ohren wider wie eine kaputte Schallplatte. Diesmal war Maverick wirklich zu weit gegangen. Er hatte nicht nur ihren Stolz mit Füßen getreten, sondern auch die letzten Reste des Respekts zerstört, die gerade erst in Amoras Herzen gewachsen waren.„Fünfzig Mal so viel?“ flüsterte Amora bitter, während ein sarkastisches Lachen über ihre zitternden Lippen kam. „Ich werde es dir zurückzahlen, Maverick. Noch in diesem Augenblick werde ich mich aus d

  • Lassen Sie uns scheiden, Herr CEO!    Kapitel 140

    Chapter 140.Mavericks Handgriff lockerte sich erst, als sie vor Amoras Wagen ankamen. Ohne ein einziges Wort zu sagen, riss Maverick die Schlüssel aus Amoras noch immer zitternden Fingern.„Mav, dein Wagen—“„Meine Männer werden sich darum kümmern“, unterbrach Maverick sie kurz angebunden. Seine Stimme klang rau, kalt und ließ keinen Widerspruch zu. Er gab einem der schwarz gekleideten Männer, die plötzlich auf dem Parkplatz aufgetaucht waren, ein kaum merkliches Zeichen, öffnete dann die Fahrertür von Amoras Wagen und stieg einfach ein.Amora seufzte tief und unterdrückte ihren Ärger, bevor sie um den Wagen herumging und auf dem Beifahrersitz Platz nahm.Kaum war die Tür geschlossen, trat Maverick das Gaspedal tief durch. Der Sportwagen schoss mit einer Geschwindigkeit durch die Straßen der Stadt, die Amoras Herz wild schlagen ließ. Amora wandte den Kopf und stellte fest, dass der Kiefer ihres Mannes noch immer angespannt war. Sein Blick war starr auf die Straße vor ihnen gerichtet,

  • Lassen Sie uns scheiden, Herr CEO!    KAPITEL 139.

    Vicktors Griff um Amoras Handgelenk wurde gewaltsam gelöst, als eine andere kräftige Hand ihn grob zurückriss. Vicktor taumelte einen Schritt nach hinten und riss ungläubig die Augen auf, als er den fremden Mann erkannte, den er vor einigen Tagen kurz auf dem Gelände der Shane Group gesehen hatte und der nun selbstbewusst vor ihm stand.Der Mann – Maverick – sah Vicktor mit einem eiskalten Blick an, als wäre Vicktor nichts weiter als ein lästiges Insekt, das ihm im Weg stand.Amora schwieg. Von ihrer Position aus konnte sie deutlich sehen, wie Mavericks Kiefer sich verhärtete und die Adern an seinem Hals hervortraten. Ein wütendes Funkeln brannte in seinen grauen Augen. Er ist eifersüchtig, dachte Amora. Ein Anflug von Unglauben machte sich in ihrem Herzen breit, als sie eine derart heftige Reaktion von Maverick sah.„Wer bist du? Wie kannst du es wagen, dich in unsere Angelegenheiten einzumischen?!“, fuhr Vicktor ihn höhnisch an. Sein Selbstvertrauen kehrte zurück. In seinen Augen wa

More Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status