LOGIN„Das wirst du noch bereuen, Vick. Du wirst sehen, wer die Frau wirklich ist, die du so verachtet hast. Ich werde nicht länger schweigen!“ Zehn Jahre bedingungsloser Hingabe von Amora Cassidy Shane zerbrachen in einem einzigen Augenblick, als die übergewichtige Frau ihren Ehemann, Vicktor Caldwell, dabei ertappte, wie er sie mit ihrer einst besten Freundin betrog. Noch grausamer war, dass Vicktor diese Frau und das gemeinsame Kind aus ihrer Affäre in Amoras eigenes Zuhause brachte und Amora anschließend aus dem Haus warf, nachdem er sich das gesamte Vermögen der Familie Shane angeeignet hatte. Mit gebrochenem Herzen, aber einem unerschütterlichen Willen akzeptierte Amora die Scheidung. Doch aus ihrem tiefsten Fall wurde ein Schwur geboren: Dieser Verrat würde nicht ungesühnt bleiben.
View More„Ich habe eine Videoaufnahme als Beweis, die den gesamten Vorfall zeigt“, fuhr Amora fort. Ihre Stimme zitterte, doch darin lag eine unbestreitbare Kälte. „Sobald es mir besser geht und ich meine persönlichen Unterlagen an mich nehmen kann, werde ich das Video des Mordes direkt bei der Ermittlungsbehörde einreichen.“Die beiden Polizisten vor ihr sahen einander an und nickten respektvoll. „In Ordnung, Mrs. Amora. Diese erste Aussage reicht mehr als aus, um Lucy und Darius ohne Kaution festzunehmen. Wir werden auf das Videomaterial warten, um die Anklage wegen vorsätzlichen Mordes zu untermauern.“Währenddessen erstarrte Vicktor, der nahe der Tür stand, plötzlich. Sein Gesicht war kreidebleich, seine Augen weiteten sich ungläubig. „Amora … meinst du das ernst? Lucy … sie hat deinen Vater tatsächlich getötet?“Amora wandte sich zu ihm um und sah Vicktor mit bitterem Blick an. „Warum, Vick? Glaubst du immer noch nicht, dass die Frau, die all die Jahre an deiner Seite war, ein Monster ist
„Amora! Versteck dich nicht, du Schlampe! Glaubst du wirklich, du kannst mir entkommen?!“Lucys schriller Schrei hallte durch die feuchten Betonwände des alten Gebäudes. Ihre schweren, wütenden Schritte kamen immer näher. Am anderen Ende des fünften Stockwerks war Darius damit beschäftigt, einige Kanister neben der Treppe zu überprüfen, während er mit einem höhnischen Lächeln ihren Notfallplan vorbereitete.Amora presste sich hinter einem Stapel alter Säcke schützend den Bauch. Ihr Herz schlug so heftig, dass ihre Brust schmerzte. Diesmal wusste sie, dass Lucy nicht bluffte. Die Frau hatte endgültig den Verstand verloren und war bereit, ihr Leben auszulöschen.Lucys Schritte verstummten direkt vor dem Gang, in dem Amora sich versteckte. In Panik versuchte Amora, ihren Körper zu bewegen und sich einen anderen Platz zu suchen. Doch wegen der schlechten Beleuchtung und ihres geschwächten Zustands stieß ihr Fuß versehentlich gegen eine alte Farbdose.Klang!„Hab dich!“Lucy tauchte aus de
Die Sonne stand bereits hoch am Himmel, doch die Kälte, die auf Mavericks Anwesen lag, schien einfach nicht weichen zu wollen. Nachdem er die ganze Nacht zugelassen hatte, dass seine Wut seinen Verstand vernebelte, zwang ihn ein Klopfen an der Tür seines Arbeitszimmers zurück in die Realität.„Herein“, befahl Maverick knapp. Seine Stimme war heiser.Bram, der Leiter seiner persönlichen Leibgarde, trat mit bleichem Gesicht ein. „Sir … wir haben die Route überprüft, die Mrs. Amora gestern Abend genommen hat.“Maverick richtete sich auf. „Und? Wo ist sie? Warum ist sie noch nicht zurück?“„Das Auto von Mrs. Amora wurde am Straßenrand an einer Kreuzung in Richtung Stadtrand gefunden, Sir. Der Motor war aus, aber der Autoschlüssel steckte noch im Zündschloss. Mrs. Amora … war nicht dort.“Mavericks Herz schien stehen zu bleiben. Das Schuldgefühl, das er seit der vergangenen Nacht zu unterdrücken versucht hatte, drängte plötzlich mit aller Macht an die Oberfläche und schnürte ihm die Kehle
Das Dröhnen von Amoras Sportwagen zerriss die Stille der Nacht. Die Straßen der Stadt, die allmählich menschenleer wurden, waren stumme Zeugen davon, wie die Frau all die Beklemmung in ihrer Brust herausließ. Ihre rechte Hand umklammerte das Lenkrad fest, während ihre linke Hand immer wieder über ihre tränenüberströmte Wange strich.Ihr lautloses Weinen hatte noch immer nicht wirklich aufgehört. Ihre Brust hob und senkte sich, während sie gegen das Gefühl ankämpfte, immer weniger Luft zu bekommen.Billig.Dieses Wort hallte unaufhörlich in ihren Ohren wider wie eine kaputte Schallplatte. Diesmal war Maverick wirklich zu weit gegangen. Er hatte nicht nur ihren Stolz mit Füßen getreten, sondern auch die letzten Reste des Respekts zerstört, die gerade erst in Amoras Herzen gewachsen waren.„Fünfzig Mal so viel?“ flüsterte Amora bitter, während ein sarkastisches Lachen über ihre zitternden Lippen kam. „Ich werde es dir zurückzahlen, Maverick. Noch in diesem Augenblick werde ich mich aus d











