MEINE JUNGFRÄULICHKEIT VERKAUFT AN DEN HERRN DER MAFIA

MEINE JUNGFRÄULICHKEIT VERKAUFT AN DEN HERRN DER MAFIA

last updateLast Updated : 2026-04-03
By:  LA PLUME D'ESPOIR Completed
Language: Deutsch
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Ich hieß Alaya, und ich war nichts weiter als ein Mädchen wie viele andere, geboren in den Gassen eines Viertels, in dem die Armut dich von Geburt an vergiftet. Meine Mutter war krank. Sie hatte nur mich … und ihre Schulden. An jenem Abend kamen sie. Sie klopften an die Tür. Drei Männer in Schwarz. Kein Wort. Nur ein Umschlag … und ein eiskalter Satz: — »Du bist doch noch Jungfrau, oder? Der Chef zahlt teuer dafür.« Ich hatte keine Wahl. Er hieß Santino Ricci. Kalt. Magnetisch. Gefährlich. Das Oberhaupt einer der mächtigsten Mafiafamilien Italiens. Er sah mich an, wie man eine kostbare Ware ansieht. Dann sagte er: — »Du wirst meine Frau. Egal, was du fühlst.« Und ich unterschrieb mein Urteil. Diese Hochzeit war keine Verbindung … sondern ein goldener Käfig. Ich lernte, inmitten von Schlangen zu überleben. Ich sah Tote. Ich sah Blut. Ich hörte die Schreie von Mädchen, die, genau wie ich, verkauft worden waren. Aber was sie nicht bedacht hatten … war, dass die kleine, zerbrochene Jungfrau am Ende zurückbeißen würde.

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Chapter 1

Kapitel 1

KAPITEL 1: DER VERKAUF

Aus Alayas Sicht

Ich werde diese Nacht niemals vergessen.

Der Boden war nass, der Regen fiel wie feine Klingen auf das Wellblechdach. Ich saß auf dem Fußboden in unserem fensterlosen Raum, zusammengekauert neben der ausgefransten Matratze. Mama hustete in einer Ecke, ihr Atem heiser, zerrissen, fast geisterhaft. Sie hatte abgenommen. Sie sprach kaum noch. Seit Wochen sah sie mich mit Augen an, die voller Angst waren – einer Angst, über die sie nicht sprach.

Aber an diesem Abend … hatte sie gesprochen. Und ihre Worte rissen mich aus dem, was von meiner Unschuld übrig war.

— »Eines Tages wirst du es verstehen, mein Kind … Ich hatte keine Wahl.«

Ich hatte keine Zeit zu fragen: Was verstehen?

Drei harte Schläge an die Tür. Dann das Knirschen der alten Angel. Drei Männer in Schwarz. Verschlissene Gesichter, dunkle Sonnenbrillen. Die Sorte Männer, die niemals lächeln.

— »Alaya Okar?«, fragte einer von ihnen. Seine Stimme war tief, ohne jede Regung.

Ich stand auf, verwirrt. Einer von ihnen hielt meiner Mutter einen Umschlag hin. Sie nahm ihn. Ich sah ihre Hände zittern.

— »Was ist das?«, fragte ich, meine Kehle war wie ausgetrocknet.

Sie antwortete nicht.

Der Mann im Lederjacken wandte sich mir zu:

— »Mach dich bereit. Du kommst mit uns. Du wurdest auserwählt.«

Auserwählt? Von wem? Wozu? Mein Herz raste. Ich machte einen Schritt zurück.

— »Ich gehe nirgendwo hin.«

Doch zwei von ihnen packten mich wie einen Sack schmutziger Wäsche. Ich wehrte mich, schrie, kratzte mit den Nägeln, versuchte mit den Knien zu treten. Es half nichts. Meine Mutter weinte. Still. Schuldbewusst.

Sie schleiften mich hinaus, warfen mich in ein schwarzes Auto mit getönten Scheiben. Ich schrie, bis mir die Stimme wegblieb. Aber niemand kam. Niemand kommt jemals für Mädchen wie mich.

Ich weiß nicht, wie lange die Fahrt dauerte. Stunden, vielleicht.

Ich sah die Lichter der Stadt verschwinden, ersetzt durch Dunkelheit, hohe Gitter, Privatstraßen, luxuriöse Villen, umgeben von Stille.

Als das Auto hielt, blendete mich das weiße Licht eines monumentalen Tors. Man stieß mich aus dem Fahrzeug. Zwei Männer eskortierten mich in ein riesiges Anwesen, kalt und still wie ein Mausoleum.

Marmor, Kristalllüster, verzierten Säulen … alles glänzte. Aber nichts atmete Leben.

Dann trat er ein.

Santino Ricci.

Er brauchte kein Wort zu sagen, um den Raum zu beherrschen. Groß, dunkelhaarig, glatt rasiert. Dunkler Anzug, weißes Hemd, offen, eine Goldkette um den Hals. Ein Blick aus Stahl. Unbarmherzig. Der Geruch seiner Gegenwart machte mir Übelkeit.

Er sah mich an. Langsam. Von oben bis unten.

— »Also noch Jungfrau. Hübsch. Wild. Das wird unterhaltsam«, hauchte er, als bestelle er ein Gericht.

— »Wer sind Sie?! Warum bin ich hier?!«

Er kam näher. Zu nah. Ich spürte das Leder seiner Jacke an meinem Arm.

— »Du bist hier, weil deine Mutter ihre Schulden über dich gestellt hat. Und ich habe bezahlt, für das, was mir jetzt gehört.«

Mir lief ein Schauer über den Rücken.

— »Sie lügen. Sie hätte niemals …«

— »Oh doch, das hat sie. Und jetzt wirst du meine Frau.«

Ich lachte. Ein nervöses, hysterisches Lachen.

— »Niemals. Sie können mich umbringen, schlagen, einsperren. Ich werde niemals Ihnen gehören.«

Er packte mich am Kinn. Hart.

— »Du wirst schnell lernen, dass dieses Wort in meiner Welt nicht existiert. Du gehörst mir. Punkt.«

Er ließ meinen Kiefer los und winkte seinen Wachen.

— »Sperrt sie oben in die Suite. Man richtet ihr ein Kleid her. Die Hochzeit ist morgen Abend.«

Ich schrie noch, als die Türen hinter mir zufielen.

Ich war kein Mädchen mehr. Ich war noch keine Frau. Ich war eine Trophäe. Eine Opfergabe. Eine Jungfrau, verkauft an die Mafia. Und alles hatte gerade erst begonnen.

---

Ich bekam keine Luft mehr.

Die Wände dieses Zimmers waren zu groß, zu weiß, zu still. Sie erstickten mich. Der Duft des Parfüms in den seidenen Laken ließ mir den Magen umdrehen. Jedes Detail dieses Raumes schrie nach Luxus … aber ich sah nur ein Gefängnis. Einen goldenen Käfig, dessen Gitter unsichtbar und doch genauso unüberwindbar waren.

Ich war allein. Allein mit meinen Gedanken. Allein mit meiner Wut. Allein mit diesem Wort, das in meinem Kopf widerhallte, ohne aufzuhören:

Verkauft.

Meine Augen suchten nach einem Ausweg. Ein Fenster, einen Fluchtweg, irgendetwas. Und da sah ich ihn.

Auf einer kleinen Kommode neben dem Bett: ein Festnetztelefon. Schwarz, altmodisch, mit Wählscheibe.

Mein Herz raste. Meine Beine wurden weich, aber ich ging darauf zu. Ich griff danach, als wäre es das letzte Rettungsfloß vor dem Ertrinken. Meine Finger zitterten. Ich erinnerte mich noch genau an die Nummer. Wie hätte ich sie vergessen sollen? Ich hatte sie mein ganzes Leben lang gewählt.

0-2-2 … 91 … 38 … 06.

Ein Freizeichen. Zwei. Drei.

— »Hallo?«

Ihre Stimme. Meine Mutter.

Erstarrte ich. Die Tränen schossen mir in die Augen, ich konnte sie nicht zurückhalten. Ich flüsterte:

— »Mama … ich bin’s.«

Stille. Dann ein unterdrückter Atemzug.

— »Alaya …? Mein Gott …«

— »Warum?«

Meine Stimme zitterte. Ein Gemisch aus Wut, Hoffnung, Schmerz.

— »Warum hast du mir das angetan?! Warum hast du mich verkauft?!«

Ich hörte auch ihre Tränen.

— »Ich … Ich wollte nicht … Ich wollte nicht sterben, Alaya … Ich habe Angst …«

— »Ich habe auch Angst! Glaubst du, ich zittere nicht?! Glaubst du, es ist normal, in einem Prinzessinnenzimmer aufzuwachen, nachdem man mich wie ein Tier aus meinem Leben gerissen hat?!«

Sie schluchzte. Lange. Dann kam ihre Stimme zurück, noch brüchiger:

— »Ich bin krank, Alaya. Ich kann nicht mal mehr atmen ohne Schmerzen. Die Medikamente … die Rechnungen … Und du hast es gesehen, wir hatten nichts mehr zu essen. Du warst noch ein Kind, ich wusste nie, wie ich dich beschützen sollte … Und sie boten mir Geld an, genug zum Überleben …«

— »Genug zum Überleben? Also hast du mich geopfert, um selbst ein bisschen länger zu überleben?!«, spie ich aus, mit zugeschnürter Kehle.

— »Ich wollte … nur, dass man dich verschont. Ich wusste nicht, dass sie dich so schnell holen würden … Ich dachte mir … vielleicht behandelt er dich gut. Dass du wenigstens zu essen hast, in Sicherheit bist …«

Ich brach auf dem Bett zusammen. Den Hörer an meine Wange gepresst.

— »Du hättest es mir sagen können … mich warnen … wenigstens das. Du hast mich mir selbst entrissen. Ohne mich anzusehen.«

— »Es tut mir leid, mein Kind … Ich wollte, dass du lebst. Du bist stark. Du bist alles, was ich nicht mehr bin …«

Ich schloss die Augen. Die Tränen liefen mir über die Schläfen.

— »Du warst nicht stark. Du warst egoistisch.«

Sie antwortete nicht. Nur ein Atemzug. Als hätte meine Anklage sie ein zweites Mal getötet.

Ich legte auf. Langsam. Meine Finger ließen den Hörer los. Und meine Arme, mein Rücken, meine Beine – sie hörten auf zu kämpfen.

Ich kauerte mich auf dem riesigen Bett zusammen, fühlte mich winziger denn je.

Ich hatte keine Mutter mehr. Ich hatte kein Zuhause mehr.

Ich war nichts weiter als ein Körper, hingegeben an ein Monster.

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