Mag-log inScheinehe, Wahre Liebe "Nein… bitte lass mich in Ruhe. Es tut mir leid, dass ich dich nicht retten konnte. Es tut mir leid, dass du wegen mir gestorben bist…" Jede Nacht erlebt Fiona Haynes den Albtraum erneut, der ihr Leben für immer zerstört hat. Vor fünf Jahren wurde sie Zeugin des tragischen Todes ihrer Mutter, nachdem diese ein gefährliches Geheimnis mächtiger Menschen entdeckt hatte. Die Erinnerungen daran ließen Fiona gebrochen zurück – verfolgt von Schuldgefühlen und einem Trauma, dem sie bis heute nicht entkommen kann. Nun ist Fiona zwanzig Jahre alt und das Schicksal schlägt erneut erbarmungslos zu. Durch das gescheiterte Geschäft ihres Vaters und die erdrückenden Schulden wird sie gezwungen, Nelson Maxwell zu heiraten – den reichen, kalten Milliardär und berüchtigten Playboy der Stadt. Für Fiona ist diese Ehe nichts weiter als ein goldener Käfig voller Luxus. Für Nelson ist sie zunächst nur eine geschäftliche Vereinbarung. Doch hinter seinem charmanten Ruf verbirgt sich ein Mann mit eigenen Wunden – ein Mann, der sich langsam zu der schüchternen, verletzlichen Frau hingezogen fühlt, die unerwartet in sein Leben tritt. Kann sie dem Mann vergeben, dessen Familie ihr alles genommen hat? In einer Welt, in der eine Ehe als Bezahlung für eine Schuld begann, könnte eine falsche Liebe am Ende das Einzige sein, wofür es sich zu kämpfen lohnt.
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Der Regen fiel schwer auf die Straßen von New York in einer geschäftigen Nacht. Der kleine Supermarkt war fast leer, und kaum noch Kunden hielten sich dort auf. Die meisten Menschen waren bereits verschwunden, denn es wurde spät.
Doch sie musste ihre Nachtschicht beenden, bevor sie nach Hause gehen konnte.
Der Regen prasselte unaufhörlich herab, begleitet von Donner, der durch die Luft rollte und ihr Schauer über den Rücken jagte. Das Licht strahlte schwach unter den gedimmten Lampen, während die Umgebung immer dunkler wurde.
Die Straßen waren bereits vom Regen durchnässt, und viele Stellen waren rutschig geworden.
Kurz darauf bediente sie den letzten Kunden ihrer Schicht im kleinen Supermarkt.
Fiona war schon immer dafür bekannt gewesen, Blickkontakt mit Kunden zu vermeiden.
Sie war vorsichtig, still und versuchte stets, Ärger mit ihrem Chef aus dem Weg zu gehen. Wenn möglich, wollte sie unsichtbar bleiben.
Während sie dem letzten Kunden das Wechselgeld abzählte, fiel ihr Blick auf einen Mann, der lachend mit seinem Kind unter einem Regenschirm stand. Fiona beobachtete sie und lächelte. Sie starrte etwas zu lange hin, bis der Kunde leicht auf den Tresen klopfte.
„Entschuldigen Sie, Ma'am“, sagte sie schnell.
Sie zählte das Geld weiter und reichte der Kundin ihr Wechselgeld.
„Ihr Wechselgeld, Ma'am.“
„Danke.“
„Gute Nacht“, sagte die ältere Dame.
„Gute Nacht, Ma'am.“
Nachdem ihre Schicht beendet war, zog Fiona ihre Arbeitsuniform aus, schaltete die Lichter im Laden aus und machte sich auf den Heimweg.
Draußen erwartete sie eine Welt, die vom Regen gewaschen worden war. Die Straßen waren still. Kaum jemand war unterwegs. Das Licht entfernter Straßenlaternen spiegelte sich auf dem nassen Pflaster.
Von den Dächern tropfte noch immer Wasser auf den Boden. Eine kühle Brise trug den frischen Duft von nasser Erde und regennassem Asphalt mit sich.
Sie kam an einem alten Gebäude vorbei und blieb kurz stehen. Unter einem undichten Vordach streckte sie ihre Hände in das herabtropfende Wasser, ohne genau zu wissen, warum.
Dann setzte sie ihren Weg fort.
Ihre Schritte waren langsam und vorsichtig, während sie durch schmale Gassen ging, die von flackernden Lampen beleuchtet wurden. Alles fühlte sich seltsam ruhig an, als hätte der Regen den Lärm der Stadt fortgespült.
Sogar die gewöhnliche Schwere der Nacht wirkte leichter. Für einen kurzen Moment fühlte sich alles friedlich an.
Als sie sich ihrem Haus näherte, bemerkte sie jedoch, dass etwas nicht stimmte.
Vor dem Haus standen zwei schwarze Autos.
Sie waren zu sauber und zu teuer für ihre Nachbarschaft.
Sie betrachtete sie genauer. Kein Kratzer. Keine Delle.
Die Fahrzeuge wirkten perfekt.
Das tiefe Obsidianschwarz schien das Licht nicht zu reflektieren, sondern zu verschlucken. Trotz des Regens sahen sie aus, als wären sie gerade erst poliert worden.
Kein Staubkorn war zu sehen. Keine Spur von Schmutz.
Sie wirkten fehl am Platz – und doch irgendwie nicht.
Es war, als wären sie aus einem bestimmten Grund hier.
Und Fiona wusste, dass mehr dahintersteckte.
Sie öffnete das kleine Tor vor dem Haus und blieb kurz stehen.
Aus dem Inneren drangen Stimmen.
Sie hörte auch die Stimme ihres Vaters.
Doch er klang nicht wie sonst.
Er klang betrunken.
Gebrochen.
Ohne weiter zu zögern stieß sie die Haustür auf.
Das Wohnzimmer war voller Männer in Anzügen.
Schwarze Anzüge.
Weiße Hemden.
Sie sahen aus, als wären sie Teil einer perfekt abgestimmten Einheit.
Sobald Fiona den Raum betrat, breitete sich eine unheimliche Stille aus.
Ihr Blick wanderte durch das Zimmer.
Dann entdeckte sie ihren Vater.
Er saß auf einem Stuhl und wirkte nervös. Es sah aus, als würde man ihn gegen seinen Willen verhören.
Als er sie bemerkte, hellte sich sein Gesicht auf.
„Fiona“, sagte er.
„Guten Abend, Vater.“
Sie ging auf ihn zu und versuchte, die Anwesenheit der Fremden zu ignorieren.
In der Mitte des Raumes saß ein Mann. Seine ruhige Ausstrahlung fiel sofort auf. Er trug einen makellos sitzenden Anzug, der aussah, als wäre er eigens für ihn angefertigt worden. Doch seine Präsenz war kalt.
Sein Anzug sah so teuer aus, als könnte er alles kaufen, was Fiona und ihr Vater besaßen. Der Mann betrachtete sie, als würde er sie bereits kennen. Fiona warf ihm einen missbilligenden Blick zu und wandte sich an ihren Vater.
„Vater, wer sind diese Leute?“ Ihr Vater antwortete leise: „Fiona, hör mir erst einmal zu.“ „Worauf hören? Ich verstehe überhaupt nichts.“ Ihre Stimme wurde schärfer. „Was geht hier vor? Wer sind diese Männer in Schwarz? Was wollen sie?“ Angst schlich sich in ihre Worte.
Da sprach der Mann im schwarzen Anzug zum ersten Mal. „Du bist später gekommen, als ich erwartet hatte.“ Fiona blinzelte. „Später als erwartet?“ Sie schüttelte den Kopf. „Hören Sie sich eigentlich selbst reden?“ Der Mann ignorierte ihre Bemerkung.
„Kennst du mich?“, fragte Nelson.
„Kenne ich Sie?“
„Entschuldigung?“
Ohne auf ihre Antwort zu warten, sagte er:
„Setz dich.“
Fiona verschränkte die Arme vor der Brust. „Sie wollen, dass ich mich setze?“ Sie lachte trocken.
„Ich nehme keine Befehle von Fremden entgegen. Wenn Sie Leute herumkommandieren wollen, dann tun Sie das draußen, aber nicht hier.“ Sie deutete auf die Tür. Für einen Moment wurde es still.
Die Spannung im Raum war fast greifbar. Der Mann lehnte sich zurück, als gehöre ihm die Welt.„Doch“, sagte Nelson ruhig. „Du wirst Befehle von Fremden annehmen.“ „Hier. Und jetzt.“ Fiona drehte sich erneut zu ihrem Vater.
„Vater...“
Ihre Stimme brach.
„Vater, was ist los? Sag es mir.“
„Was ist passiert?“ „Was soll das alles?“ „Wer sind diese Männer?“ „Was wollen sie von dir?“„Was hast du getan?“ Ihr Vater vermied ihren Blick.
Und genau in diesem Moment wusste sie, dass etwas Schreckliches passiert war. „Vater, was ist los? Schau mich an. Was ist passiert?“Einer der Männer legte ein Dokument auf den Tisch. Der Mann im schwarzen Anzug deutete darauf „Deshalb sind wir hier.“
„Schön für Sie“, erwiderte Fiona scharf. Sie blickte auf das Papier. Dann wieder auf den Mann. Und erneut auf das Dokument. Plötzlich bemerkte sie etwas. Ihr Name. Ihr eigener Name stand darauf. In großen Druckbuchstaben.
FIONA HAYNES
Die Fahrt zurück zum Anwesen war gefährlich still. Ich saß steif auf dem Beifahrersitz und starrte durch das Fenster, ohne wirklich etwas zu sehen. Die Landschaft draußen zog an mir vorbei, doch mein Geist blieb bei ein und derselben Sache gefangen: Du solltest … ich konnte es immer noch nicht glauben.Neben mir fuhr Nelson mit beiden Händen fest am Lenkrad. Sein Gesichtsausdruck war nicht zu deuten. Seine Augen waren auf die Straße vor uns gerichtet. Keiner von uns hatte seit unserer Abreise vom Familienanwesen ein Wort gesagt. Schließlich warf ich ihm einen Blick zu. Er wirkte vollkommen ruhig, so ruhig. „Willst du das wirklich tun?“, fragte ich.Nelsons Augenbrauen zogen sich leicht zusammen. „Was tun?“ „Mit mir ein Zimmer teilen.“ Er atmete langsam aus. „Ich habe die Entscheidung nicht getroffen.“„Aber du hast sie auch nicht abgelehnt.“ Sein Kiefer spannte sich an. „Ich wollte es tun.“ Ich schaute wieder weg. „Nun, du hast es nicht getan.“ Die Stille kehrte zurück. Als wir das An
Die Zofen stürmten herein, gerade als ich aus dem Schlaf erwachte, es war sehr früh am Morgen. Guten Morgen, Ma’am, sagten sie alle im Chor. Ich richtete mich auf, als ich sah, wie sie sich alle im Zimmer versammelten. Ich band mein seidenes Schlafgewand um meinen Körper. Guten Morgen euch allen. Was ist der Anlass? „Mr. Nelson hat uns gebeten, Sie anzukleiden, da Sie heute zum Maxwell-Anwesen fahren werden.“ „Okay… aber ich kann das selbst machen.“ „Er hat uns gebeten, Ihnen bei allem zu helfen, was Sie brauchen könnten“, sagte eine von ihnen mit leiser Stimme. Okay, kein Problem, wenn Sie darauf bestehen. Eine von ihnen legte das türkisfarbene Abendkleid sorgfältig auf das Bett, und Becky ging direkt ins Badezimmer. Miss Fiona, hier entlang zum Badezimmer. Ich schlüpfte in meine niedlichen Hausschuhe und schlenderte zum Badezimmer. Eine von ihnen war bereits dort. Sie hatte mir ein warmes Bad für den Morgen vorbereitet. Ich setzte mich an den Rand und schöpfte ei
NELSONLangsam ging ich auf den Blumenstrauß zu, ohne den Blick auch nur einen Moment von ihm abzuwenden. Die Sicherheitskräfte am Eingang blieben auf ihren Posten und gingen ihrer Arbeit nach, als wäre nichts Ungewöhnliches geschehen. Keiner von ihnen schien bemerkt zu haben, dass jemand den Strauß dort abgelegt hatte. Niemand wirkte nervös oder verdächtig.Falls einer von ihnen wusste, wer die Blumen dort gelassen hatte, ließ er sich jedenfalls nichts anmerken. Ich hockte mich neben den Strauß und betrachtete ihn sorgfältig, bevor ich ihn in die Hände nahm. Es war ein wunderschönes Arrangement aus frischen weißen Lilien, zusammengebunden mit einem eleganten weißen Band. Auf den ersten Blick sah es wie ein gewöhnliches Geschenk aus, doch nach allem, was passiert war, glaubte ich nicht mehr an gewöhnliche Dinge.Ich drehte den Strauß um und suchte nach einem Etikett des Floristen, einem Lieferschein oder auch nur einer Quittung. Nichts. Kein Name des Absenders, keine Adresse, kein Fir
NELSONDas schwarze Auto war immer noch hinter uns.Zuerst versuchte ich mir einzureden, dass es nur ein Zufall war.Die Straßen in der Stadt waren stark befahren, und es bestand immer die Möglichkeit, dass ein anderer Fahrer einfach in dieselbe Richtung unterwegs war.Doch nach mehreren Abbiegungen war es unmöglich geworden, daran zu glauben.Das Auto war immer noch da.Es folgte uns dicht.Blieb in Reichweite.Mein Griff um das Lenkrad wurde etwas fester.Ich warf erneut einen Blick in den Rückspiegel.Der Abstand zwischen uns blieb unverändert.Wer auch immer fuhr, versuchte nicht, uns zu überholen.Sie blieben nicht einfach hinter uns.Sie folgten uns.Vorsichtig änderte ich meine Route.Statt die gewöhnliche Straße zurück zur Villa zu nehmen, bog ich in eine andere Straße ein und beobachtete die Ampel vor mir.Ich erhöhte meine Geschwindigkeit leicht, aber ich achtete darauf, nicht rücksichtslos zu fahren.Ich würde Fiona nicht in Gefahr bringen, nur weil jemand versuchte, meine











