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Kapitel 46

Author: Jude Vincent
last update publish date: 2026-10-02 13:08:53

Alessia drückte Luciens Hand sanft, ihre Stimme klang leise und leicht rauchig. „Mir geht es gut, Lucien. Wirklich. Ich habe nur... ich habe heute versucht, zu stark zu sein.“

„Du musst nicht die Last der ganzen Welt auf deinen Schultern tragen, Alessia“, flüsterte Lucien mit bewegter Stimme, während er sich hinbeugte und einen langen, zärtlichen Kuss auf ihre Knöchel drückte. „Ich hätte deinen Frieden beschützen müssen. Ich hätte diese giftigen Menschen in dem Moment weit von diesem Haus fernh
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    Der Raum war vollkommen still.Alessia schlief auf dem großen Bett. Sie sah so friedlich aus. Ihre Gesichtszüge waren sanft, und ihr Atem ging ruhig und gleichmäßig. Ihr dunkles Haar lag ausgebreitet auf dem weißen Kissen.Lucien saß auf dem Sessel direkt neben ihr. Er hielt sein Telefon in der Hand und machte keinen einzigen Ton. Er blickte einfach nur auf ihr Gesicht und vergewisserte sich, dass sie sicher war und sich nach dem anstrengenden Tag gestern gut ausruhte.Plötzlich gab sein Telefon ein leises Geräusch von sich.Bip.Ein grünes Signal blinkte auf dem Bildschirm auf.Lucien blickte nach unten. Eine neue Nachricht war eingetroffen. Sie war mit geheimen Codes verschlüsselt, aber Lucien wusste genau, wie er sie lesen musste. Er berührte den Bildschirm mit dem Finger und öffnete die Datei.Seine Augen weiteten sich.Die Nachricht stammte nicht von Clara. Sie stammte auch nicht von Victoria. Sie kam von einer Macht aus dem Hintergrund – von einem Mann mit immensem Vermögen und

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    Alessia drückte Luciens Hand sanft, ihre Stimme klang leise und leicht rauchig. „Mir geht es gut, Lucien. Wirklich. Ich habe nur... ich habe heute versucht, zu stark zu sein.“„Du musst nicht die Last der ganzen Welt auf deinen Schultern tragen, Alessia“, flüsterte Lucien mit bewegter Stimme, während er sich hinbeugte und einen langen, zärtlichen Kuss auf ihre Knöchel drückte. „Ich hätte deinen Frieden beschützen müssen. Ich hätte diese giftigen Menschen in dem Moment weit von diesem Haus fernhalten müssen, als sie angekommen sind.“„Du hast mich beschützt“, lächelte Alessia schwach, ihre dunklen Augen strahlten vor tiefer Zuneigung. „Du standest an meiner Seite. Du hast mir vertraut. Das war alles, was ich brauchte.“Dr. Helen richtete sich vollständig auf, zog einen Rezeptblock aus der Tasche und notierte einige Zeilen. „Ich verordne strenge Bettruhe für die nächsten achtundvierzig Stunden. Keine anstrengenden Besucher, keine Unterlagen aus der Firma, keine spannungsgeladenen Situat

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    Lucien sah die Brosche nicht einmal an. Er fragte nicht, wie sie in die Manteltasche des Flurschranks gelangt war, noch verlangte er eine Erklärung von Alessia. Er kannte den Charakter seiner Frau bereits. Er kannte die stille, stolze Würde, die sie in sich trug, und er kannte die Art von hasserfüllter, verbitterter Verzweiflung, die in Menschen wie Victoria und Clara wohnte.„Du hältst dich wohl für sehr schlau, Victoria“, sagte Lucien und machte einen langsamen, bewussten Schritt nach vorne, bis er sich direkt vor ihr auftürmte. Die schiere Größe und die einschüchternde Präsenz des Milliardärs ließen Victoria unwillkürlich einen halben Schritt zurückweichen, während ihr der Atem im Hals stockte. „Du kommst uneingeladen in mein Haus. Du beleidigst meine Gastfreundschaft. Du führst dich auf wie ein verwöhntes Kind, weil meine Schwester dir hilft, dein Gepäck an meinem Sicherheitsdienst vorbeizuschmuggeln. Und jetzt erwartest du von mir, dass ich glaube, meine Frau – die die Schlüssel

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    Victoria verfiel in einen theatralischen Ton tiefer Enttäuschung und wischte sich eine gefälschte Träne von der Wange. „Ich habe diesem Haus vertraut, Alessia. Ich dachte, trotz unserer Meinungsverschiedenheiten hättest du grundlegende Moralvorstellungen. Aber ein unbezahlbares Familienerbstück von einem Gast unter dem Dach deines eigenen Mannes zu stehlen? Das ist die Tat einer einfachen Straßenkriminellen.“Bevor Alessia auch nur ein einziges Wort zu ihrer Verteidigung sagen konnte, öffneten sich die schweren Eingangstüren des Hauses mit einem leisen Klick.Schritte hallten scharf aus dem Eingangsbereich wider.„Was ist hier eigentlich los?“Luciens Stimme schnitt wie eine Rasierklinge durch die Luft. Er trat ins Wohnzimmer, sein dunkles Anzugsakko war aufgeknöpft, seine Krawatte leicht gelockert und sein Gesicht wie aus eisernem Stein gemeißelt. Er war genau rechtzeitig hereingekommen, um Victorias letzte, dramatische Anschuldigung mitanzuhören.Die Temperatur im Raum fiel augenbli

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