LOGINCarolins Schritte stockten abrupt.Sie drehte sich um, und als sie das wütende, vertraute Gesicht erkannte, huschte ein Ausdruck des Widerwillens über ihr Gesicht.Svenja!Helenes besserwisserische beste Freundin!Genauso unerträglich wie diese Helene!Carolins Miene wurde augenblicklich kalt, doch sie wahrte äußerlich die Fassung.„Diese Dame schlägt einen ziemlich schroffen Ton an. Wir haben einen Platz reserviert.“„Reserviert?“Svenja schien einen Riesenwitz gehört zu haben.Sie verschränkte die Arme vor der Brust, ihre Worte scharf.„Ich stehe hier seit anderthalb Stunden, und kein einziges Mal hat der Manager deine Nummer aufgerufen! Was für einen Platz hast du reserviert? Den Platz zum Vordrängeln?“Carolin wurde vor allen Leuten bloßgestellt, ihr Gesicht versteifte sich.Verlegenheit zeichnete sich auf ihrem Gesicht ab. Hilfesuchend sah sie zum Manager.„Entschuldigen Sie, das …“„Verzeihen Sie, diese Dame ist mit Herrn Hofmann hier …“Der Manager wollte gerade D
Er hatte seine Firmenangelegenheiten erledigt und war direkt hergekommen.Das Bild von Helene in der vergangenen Nacht ließ ihn nicht los: Sie lag zusammengekauert im Krankenbett, ihre Haut von der Droge gerötet. Trotzdem biss sie sich auf die Lippen und weigerte sich, Schwäche zu zeigen. Die Erinnerung schmerzte wie ein feiner Dorn in seinem Herzen.Er drückte die Zigarette aus.Wie von einer unsichtbaren Kraft getrieben, ging er zur Station.Er öffnete die Zimmertür, doch drinnen war alles aufgeräumt und leer.„Herr Hofmann?“Eine vorbeikommende Schwester erkannte ihn.„Sind Sie wegen Frau Adler hier? Sie wurde heute Nachmittag entlassen und sagte, sie müsse zur Firma.“Damian brummte nur.Als er sich umdrehte, runzelte er unwillkürlich die Stirn.Zur Firma?Diese Droge durchgestanden, sich dann selbst verletzt – und am Nachmittag schon entlassen?Wie viel zahlte Reinhardt ihr im Monat, dass sie sich so aufopferte?Eine unbestimmte Gereiztheit zog durch Damians Inneres,
„Ich … ich werde sofort meine Kündigung bei der Personalabteilung einreichen … Ich verschwinde sofort … Ich werde dir nie wieder unter die Augen treten … Bitte, bitte ruf nicht die Polizei …“Ronja flehte demütig.Helene betrachtete ihr tränenüberströmtes Gesicht. Für einen Moment lagen widersprüchliche Gefühle in ihrem Blick.Ronja hatte zwar Schuld auf sich geladen, war aber letztlich auch ein Opfer von Carolins Gewalt aus Schulzeiten.Helene milderte ihren Ton, doch ihr Blick blieb ernst.„Ronja, Tränen lösen keine Probleme. Was du getan hast, hätte mich fast zerstört und auch dich selbst.“„Ich verdiene den Tod … Ich verdiene wirklich den Tod …“Ronja schluchzte so heftig, dass sie kaum sprechen konnte, und wiederholte nur noch mechanisch dieselben Worte.„Kündigung, Polizei – das wäre zu einfach für die Drahtzieherin, und auch für dich. Ich habe Herrn Reinhardt noch nichts davon erzählt, weil ich dir noch eine Chance geben möchte. Bist du bereit, mit mir zusammenzuarbeiten
Auf dem Display drängten sich die verpassten Anrufe von Tobias.Helenes Herz zog sich kurz zusammen.Sie holte tief Luft und rief zurück.Der Anruf wurde fast sofort angenommen.„Helene? Wo bist du? Wie geht es dir?“Tobias’ Stimme überschlug sich vor Sorge.„Tobias …“Helene sprach, ihre Stimme offensichtlich schwach und heiser.„Es tut mir leid, dass du dir Sorgen gemacht hast. Ich hatte gestern Abend etwas zu viel getrunken und fühlte mich nicht gut. Ich bin früh gegangen und habe geschlafen. Das Handy war stumm geschaltet, ich habe es nicht gehört …“„Wirklich alles in Ordnung? Bist du zu Hause? Warum klingt deine Stimme so …“Tobias war offensichtlich skeptisch.„Wirklich, alles gut.“Helene raffte sich zusammen.„Mir ist nur noch etwas schwindelig, ein bisschen Ruhe, dann geht es mir besser. Tut mir leid, dass du so lange gesucht hast.“Nachdem sie Tobias noch ein paar beruhigende Worte gesagt hatte, legte Helene endlich auf.Das Display des Handys spiegelte ihr bl
„Verstanden.“Damian wedelte genervt mit der Hand.„Raus.“Endlich herrschte Totenstille im Krankenzimmer.Helene lag zusammengekauert im Bett, ihre Schultern zitterten noch leicht.Offensichtlich hatte die Wirkung der Droge noch nicht vollständig nachgelassen.Damian schob schweigend einen Stuhl heran und setzte sich in einiger Entfernung zu ihr.Er sah, wie sie vor Schmerzen unbewusst am Laken zerrte, wie sie sich auf die Unterlippe biss, bis Blutstropfen hervortraten …Kein einziges Mal bat sie ihn um Hilfe.Diese erstaunliche Willenskraft war wie ein stumpfes Messer, das immer wieder an seinen Nerven sägte.Diese Nacht war für beide endlos.Helene ertrug die doppelte Qual aus Schmerz und Droge und hielt bis zum Morgengrauen durch.Endlich begann ihre erhöhte Körpertemperatur zu sinken, das Zittern ebbte allmählich ab, und sie fiel in einen äußerst unruhigen Schlaf.Auch Damian hatte die ganze Nacht nicht geschlafen.Er rieb sich die pochende Nasenwurzel.In seiner Br
Er öffnete die Tür zum Krankenzimmer.In diesem Moment.Helene lag zusammengekauert auf dem Bett, jeder Zentimeter ihrer Haut unnatürlich gerötet.Leise, gequälte Laute drangen unkontrolliert über ihre Lippen, einer nach dem anderen, wie Haken, die sich ins Herz krallten.Ihr Körper zitterte heftig, offensichtlich litt sie große Qualen.Damian wrang ein kaltes Handtuch aus und versuchte, ihre glühende Stirn und ihren Hals abzutupfen.Dieser Hauch von Kühle war jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, völlig wirkungslos.Als er sah, wie sie sich vor Schmerzen wand, kam ihm in den Sinn, was der Arzt gesagt hatte …Ein heftiger Impuls tobte in seiner Brust.Damian zögerte nicht länger, öffnete die Knöpfe seines Hemdes und entblößte seinen muskulösen Oberkörper.Er beugte sich vor, um mit seiner kühleren Körperwärme ihre Glut zu lindern.Er war gerade im Begriff, sie zu küssen.Helenes Wimpern flatterten heftig über ihren geschlossenen Augen.Mühsam öffnete sie die Augen u







