ANMELDENErst Leid, dann Triumph · Er bereut zu spät · Brillante Wissenschaftlerin Mit einer geplatzten Eileiterschwangerschaft ringt sie auf dem OP-Tisch mit dem Tod, während ihr Mann seiner Geliebten ein pompöses Geburtstagsfest ausrichtet und auf einer Auktion in ihrem Beisein kurzerhand jedes Höchstgebot übernimmt. Vier Jahre Ehe, in denen sie sich klein gemacht hat und sein Herz trotzdem nie erweichen konnte. Erst als sie sieht, wie zärtlich er die Tochter ihres Feindes auf Händen trägt, stirbt das Letzte in ihr ab. Sie legt ihm die Scheidungspapiere hin und geht erhobenen Hauptes. Zurück im Beruf stürzt sie sich in die Arbeit, lässt ganz Hafenstadt staunen und wird zum umschwärmten Liebling der besseren Gesellschaft. Als sich die Verehrer um sie zu drängen beginnen, hält der eiskalte Konzernchef es nicht länger aus. Er vergrault die Konkurrenz eigenhändig und drängt sie in eine Ecke. „Frau Hofmann, eine Scheidung kommt nicht infrage!“
Mehr anzeigenAls sie aus dem Hotel traten, wollte Helene nicht, dass Professor Eckhart sie in diesem erbärmlichen Zustand sah, und wagte sich gar nicht erst in seine Nähe.„Tobias, an der Veranstaltung heute Nachmittag nehme ich nicht teil. Sag dem Professor, mir ist unerwartet etwas dazwischengekommen und ich bin schon nach Hause gefahren.“Helene wollte sich gerade ein Taxi nehmen.Tobias hielt sie am Arm zurück.„Warte ein paar Minuten, ich bin gleich zurück.“Tobias ging zu Professor Eckhart hinüber.Was er sagte, war nicht zu hören. Jedenfalls nickte der Professor und stieg mit den anderen Kommilitonen in den Wagen.Danach kam Tobias zu Helene zurück.„Komm, ich fahre dich heim.“Helene stieg in Tobias’ Wagen.„Der Professor ist doch nicht böse?“„Ich habe ihm gesagt, du hast deine Tage und Bauchschmerzen. Er hatte volles Verständnis und schickte mich, dich heimzubringen.“Helene war das ein wenig peinlich.Doch zugegeben, die Ausrede war hieb- und stichfest, daran ließ sich nicht
„In der Liebe ist die Verliererin immer die, die leer ausgeht. Und das bist du – du stehst zwischen Carolin und Damian!“Helene konnte nicht umhin, ihr Beifall zu klatschen.„Wenn ich mich recht erinnere, hast du vor ein paar Jahren herausgefunden, dass Onkel Bertram sich eine Geliebte hielt, nicht wahr? Du bist hingestürmt und hast eine Riesenszene gemacht. Liebe Tante, nach deiner eigenen Logik bist dann wohl du selbst leer ausgegangen.“Das traf Liane an ihrem wunden Punkt.Der Zorn stieg in ihr hoch, sie stürmte vor und holte mit der Hand aus, um Helene zu schlagen.„Du Miststück! Du –“Helene hatte mit diesem Schritt gerechnet.Sie packte Lianes Handgelenk und stieß sie heftig von sich.„Liane, ich bin nicht mehr das Mädchen von einst, das du nach Belieben schlagen und beschimpfen konntest.“Als Bertram das sah, packte ihn rasende Wut. Er trat vor und verpasste Helene eine Ohrfeige.„Du ungezogenes Ding! Sie ist deine Tante, und heute erteile ich dir anstelle deiner Elte
Als Helene das Hotel Seeufer verließ, bemerkte sie, dass sie ihr Handy im Séparée vergessen hatte.Tobias wollte sie gerade begleiten, um es zu holen.Sie sagte tonlos: „Bleib du beim Professor, ich gehe allein.“Als Helene ins Séparée zurückkam, räumte der Kellner gerade die Reste ab.„Haben Sie hier ein Handy vergessen? Ich wollte es eben an der Rezeption abgeben, damit man Sie verständigt.“„Ja, es ist meins, vielen Dank.“Helene nahm das Handy und trat aus dem Séparée.Kaum war sie draußen, sah sie zwei vertraute Gestalten.Carolin ging bei Damian eingehakt Richtung Rezeption, die beiden wirkten überaus vertraut.Helene erstarrte, da erklang neben ihr eine spöttische Stimme.„Was glotzt du so, gibt es da etwa viel zu sehen?“„Aber freilich, in den vier Jahren mit dir hat Damian dich wohl nie auch nur angerührt?“Helene wandte den Kopf und sah Liane und Bertram aus dem Séparée nebenan kommen.Damian hatte also gerade mit Carolins Familie zu Mittag gegessen.Beim Anblic
Erst später kam Professor Eckhart nach und nach dahinter.Während Tobias’ Studium im Ausland hatte dieser sich, sooft sie über fachliche Fragen sprachen, stets sehr für Helenes Befinden interessiert.Hatte er Tobias mit dieser Empfehlung am Ende ungewollt einen Gefallen getan?Tobias war einer der Schüler, mit denen er am zufriedensten war.Ob Können oder Charakter, an beidem gab es nichts auszusetzen.Sollten die beiden am Ende wahrhaftig zueinanderfinden …Dann übernähme er gern die Rolle des Trauzeugen.Zur selben Zeit stand Liane im Séparée nebenan in einem prächtigen Festkleid, reich mit Schmuck behängt, vor dem Spiegel und ordnete ihre Frisur. Auch Bertram Adler zupfte wieder und wieder an Anzug und Krawatte.„Papa, Mama, seid nicht nervös. Damian ist sehr nett.“Die Tür des Séparées wurde aufgestoßen.Damian trat ein, von beeindruckender Präsenz.Er trug heute nicht seinen gewohnten Geschäftsanzug, sondern ein maßgeschneidertes graues Hemd, das ihm hervorragend stan











