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Kapitel 4

Author: Yin U.
last update publish date: 2026-09-16 01:53:23

Der Mann heulte auf und hob eine große Faust, um mir entweder das Gesicht zu zerschlagen oder mir den Kopf von den Schultern zu reißen, als jemand mich an den Haaren nach hinten zog und mir seine Zunge in den offenen Mund schob.

Ich konnte nicht atmen, ich konnte nicht denken. Ich packte den neuen Angreifer am Hals, und er zog meine Hand mit solcher Leichtigkeit weg, dass ich die Glasscherben in meinem Rücken nicht spürte, als ich mich abmühte, mich von ihm wegzuschieben.

Und es war ein Mann. Es musste so sein.

Plötzlich riss ich die Augen auf und biss zu.

Der Verrückte ließ mich los, und ich rutschte auf den Fliesenboden des Host-Clubs. Hände und Knie auf Glas und Essen. Aber ich konnte nicht wegkriechen. Das würde ich mir nicht erlauben. Eine solche Bewegung verhieß nichts Gutes. Je schwächer man wirkte, desto härter gingen die Angreifer vor.

Also saß ich da und versuchte, einen klaren Kopf zu bekommen, mein rasendes Herz zu beruhigen.

Überall war es jetzt still, die Musik hatte aufgehört, und die Leute hatten sich versammelt.

Die Türsteher waren da. Sie wollten mir aufhelfen, doch ein großer Schatten stellte sich vor sie und hockte sich vor mich, während ich nach Luft schnappte und versuchte, das Zittern meines ganzen Körpers zu unterdrücken.

Angst, Wut, Raserei – ich wusste nicht, was mich so heftig erschütterte, dass meine Sicht verschwamm.

Ich blinzelte schnell, während mir der Schweiß von der Stirn in die Augen lief. Mein Rücken und meine Oberschenkel brannten wie Feuer.

Ich versuchte, meinen Kragen zu finden, aber meine Hände zitterten zu sehr; ich griff immer wieder hinter mich, konnte ihn aber nicht greifen.

Der streitlustige Kunde beugte sich über den großen Schatten. Ich konnte ihn nicht sehen, aber ich erkannte seine Stimme.

„Ich kümmere mich darum, Boss“, brummte der Mann, und der „Boss“ antwortete, ohne auch nur einen Hauch von Atemlosigkeit: „Kümmere dich um die Wunde.“

„Boss?“, erwiderte der Angreifer; ich konnte die unterdrückte Wut in seiner Stimme spüren.

„Kümmere dich um deine Wunde. Ich kümmere mich für dich um diesen hier“, erklärte der „Boss“ ruhig.

Ich konnte immer noch nichts sehen. Ich konnte kaum etwas hören, mein eigener Herzschlag und mein keuchender Atem erfüllten meine Ohren, aber ich wollte schreien, brüllen, diese Bastarde beschimpfen, die mich wie einen unbedeutenden Gegenstand behandelten, doch ich brachte keine Worte heraus.

Mein Körper funktionierte nicht so, wie ich es gebraucht hätte.

Ich spürte, wie sich die Leute entfernten. Ich wollte sie zurückrufen, aber meine Zunge war schwer, lag mir schwer im Mund.

Ein scharfer Schlag traf mein Gesicht. Einmal, zweimal, dann hob sich mein Arm und stoppte einen dritten Schlag.

Meine Sicht klärte sich.

„Bist du total verrückt?“, knurrte ich und fand endlich meine Stimme wieder.

Schwarze Augen starrten mich an, und ich starrte zurück. Mein Blick wanderte zu seinen Lippen, und ich erkannte, dass er derjenige war, der mich angegriffen hatte.

Ich blickte von den blutigen Spuren auf.

„Was glaubst du, was du da tust?“, spuckte ich.

„Du hast aufgehört zu zittern“, brummte er.

„Was?“, keuchte ich und blinzelte. Er hatte recht, das Zittern hatte aufgehört.

Ich sah mich um. Nur die Türsteher waren noch da; alle anderen Gäste und Angestellten hatten sich entfernt.

Es war diese Art von Club. Ein Nachtclub für Leute mit spezifischen Vorlieben, einem gewissen Geldbeutel und dem Wunsch nach Diskretion, geführt von zwielichtigen Gestalten.

Der Mann vor mir war Stammgast. Aber normalerweise trank er nur, sonst nichts. Ich hatte ihn im letzten Jahr schon oft gesehen.

Ich schob seinen Arm weg.

„Wofür war das denn?“, fuhr ich ihn an, während ich diesmal meinen zerrissenen Kragen entdeckte und ihn wieder zurechtzog, indem ich mein Hemd vorne zusammenzog und so die Lücke schloss, die meine straffen Brustmuskeln und die oberen Bauchmuskeln entblößte.

Sein Blick war auf die Stelle gerichtet, an der meine Hände mein Hemd zusammenhielten.

„Was?“, fragte er träge, während ich mich mühsam aufrappelte. Ich spürte jetzt ein brennendes Gefühl in meinem Rücken und an der Rückseite meiner Oberschenkel, aber ich war noch nicht fertig mit dem Koloss, der neben mir stand und meinen Kopf nach hinten neigen ließ.

Ich schaute selten zu Menschen auf. Ich starrte ihn eine Sekunde länger an, als ich sollte, und er grinste.

Ich runzelte die Stirn und trat mutig einen Schritt vor. Eine Sache, die ich in den letzten drei Jahren gelernt hatte, war: Wenn man Tyrannen einen Finger breit nachgibt, nehmen sie die ganze Hand.

„Warum hast du deine Zunge in meinen –“

Er tat es erneut. Diesmal standen wir uns auf Augenhöhe gegenüber. Seine großen Hände hielten mein Gesicht fest, während ich die Augen fest zusammenkniff und darauf wartete, dass er aufhörte.

Nach einem Moment zog er sich zurück.

Er starrte mich an. „Was? Diesmal kein Biss?“, brummte er mit einem Hauch von einem Lächeln auf seinen geschwollenen Lippen.

Mein Arm schoss nach oben und er fing meine Faust ab. Er drehte mich herum und zog meinen Arm hinter meinen Rücken. Ich biss mir auf die Zunge, um nicht zu schreien.

Die Türsteher standen immer noch genau dort. Und sahen zu.

Ich drehte den Kopf zurück, als er meinen Arm mit solcher Kraft zog, dass meine Schulter fast aus dem Gelenk sprang, aber kurz davor inne hielt.

„Lass. Mich. Los“, knurrte ich mit zusammengebissenen Zähnen.

„Willst du mich noch einmal schlagen?“, knurrte er mir ins Ohr, wobei seine Brust gegen meinen kribbelnden Rücken vibrierte.

Ich antwortete nicht.

Er zog.

„Nein!“, knurrte ich und stellte mich auf die Zehenspitzen, um den Schmerz zu lindern.

Er schob mich weg, in Richtung der Türsteher. Ich drehte mich nicht um. Ich ging weiter. Die Türsteher – es waren die ganze Zeit drei gewesen – machten Platz, damit ich gehen konnte.

Der Mann mit den schwarzen Augen rief mir hinterher: „Du gehörst jetzt mir, nur damit du es weißt.“

Ich schaute nicht zurück, ignorierte ihn.

Ich ging nach hinten in den Club, in die Umkleidekabine für männliche Hosts. Ich riss mir die Reste meines Hemdes vom Leib, sah meinen Rücken im Spiegel und zerschmetterte den verdammten Spiegel mit meiner Faust.

So hatte ich den Mann kennengelernt, von dem ich später erfahren würde, dass er Marcus Sullivan hieß.

Er hatte mich in der Öffentlichkeit geküsst, um mich für sich zu beanspruchen und andere von mir fernzuhalten.

Ich verdrängte die Erinnerungen. Ich hatte Arbeit zu erledigen, Dinge zu regeln, und vor allem musste ich Martin mal ordentlich die Meinung sagen. Aber vorher musste ich meinen Schwanz beruhigen, bevor ich noch einen Autounfall verursachte.

==========

Leons Perspektive.

VERDAMMT! Er sieht so verdammt gut aus!

Ich habe die Bilder gesehen, aber … verdammt, der Kerl ist noch heißer als früher! Ich wäre fast gekommen, als ich ihn in den Raum kommen sah!

Und als sich sein Gesichtsausdruck veränderte, als er mich sah, wollte ich ihn am liebsten sofort nehmen! Es war genau wie in alten Zeiten!

Meine Gedanken kreisten nur um Jade Malroy, selbst als meine Sekretärin mir einen blies.

„Nngh.“

Meine Sekretärin riss mich aus meinen Träumereien. Ich warf einen Blick auf sie. Ich hatte sie gut ausgebildet. In weniger als einem Jahr war sie zu einer Expertin im Blasen geworden. Es war fast an der Zeit, sie gehen zu lassen, um mir ein neues Spielzeug zu besorgen.

Mein Schwanz steckte tief in ihrem Hals, während sie mich gekonnt ganz in sich aufnahm und das mit ihrer Zunge und ihren Rachenmuskeln tat, wofür sie vier Monate gebraucht hatte, um es richtig hinzubekommen.

„Ha!“ Ich unterdrückte meinen Schrei. Wir waren in meinem Büro, die Tür war verschlossen und der Raum schalldicht, aber wie ich meinen Schützlingen und Sexpartnern immer sagte: Gewohnheiten waren einfach Routinen, die man so gut beherrschte, dass man nicht mehr darüber nachdenken musste.

Ich machte es mir nicht zur Gewohnheit, laut zu stöhnen. Dazu bedurfte es eines ganz besonderen Anlasses.

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