Home / Urban / The Rhythm of Poetry / Kapitel 2: Die Schule

Share

Kapitel 2: Die Schule

Author: Betty Kyriazi
last update publish date: 2026-08-02 08:43:17

In den Pausen wird im PZ, der großen Aula der Schule, Musik über einen CD-Player abgespielt. Die Klänge der 90er erfüllen den Raum und vermischen sich mit den Stimmen der Schüler. Die Jugendlichen der achten und zehnten Klassen spielen in der Halle Fußball, während einige ältere Schüler in der Raucherecke stehen und ihre ersten Erfahrungen mit dem Erwachsensein sammeln. Andere beschäftigen sich mit Federball, tauschen sich aus oder blättern in der BRAVO, die damals für viele Jugendliche ein Fenster in die Welt der Musik, Stars und Trends ist.

Für Coast ist diese Atmosphäre völlig neu, doch gleichzeitig fühlt er sich erstaunlich schnell wohl. Zwischen den jüngeren und älteren Schülern zu stehen, gibt ihm das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Die Schule wirkt wie eine eigene kleine Welt, in der jeder seinen Platz sucht. In dieser ersten Woche erlebt Coast eine Mischung aus Neugier, Aufregung, Unsicherheit und Begeisterung.

Besonders die Bilder an den Wänden fallen ihm auf. Sie sind Teil von Kunstprojekten der Schüler und vermitteln den Eindruck, dass diese Schule modern, kreativ und auf die Jugendlichen ausgerichtet ist. Für Coast entsteht eine typische Atmosphäre der 90er-Jahre – eine Zeit voller neuer Möglichkeiten, Musik, Mode und Veränderungen. Diese Eindrücke brennen sich tief in sein Gedächtnis ein und werden ihn noch viele Jahre begleiten.

Allein Frau Noelle ist für Coast eine außergewöhnliche Lehrerin. Sie wirkt modern, offen und passt perfekt in diese Zeit. Für ihn ist sie eine Lehrerin, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch versteht, wie Jugendliche denken. Die Klasse hebt sich deutlich von vielen anderen ab. Frau Noelle schafft es, eine Verbindung zu den Schülern aufzubauen und hinterlässt bei vielen einen bleibenden Eindruck.

Ein ähnliches Gefühl vermittelt auch die Serie „Parker Lewis – Der Coole von der Schule“. Sie zeigt eine Welt, in der Schule mehr ist als nur Unterricht – ein Ort voller Freundschaften, Konflikte, Humor und persönlicher Entwicklung. Für Coast fühlt es sich so an, als hätte auch sein eigener neuer Lebensabschnitt begonnen.

Das Erwachsenwerden hat begonnen – zumindest für diejenigen, die wissen, wie sie ihren Weg gehen wollen.

Die Zeit ist gekommen. Die Welt erwartet, dass jeder seinen Platz findet. Jeder Mensch steht irgendwann vor der Frage: Wer möchte ich sein? Welchen Weg möchte ich einschlagen?

Die Schüler der neunten und zehnten Klassen wirken auf Coast bereits fast erwachsen. Einige tragen schon einen Bart, andere bewegen sich selbstbewusst durch die Schule und haben die ersten großen Veränderungen der Pubertät hinter sich. Sie zeigen den jüngeren Schülern, welche nächste Stufe des Erwachsenwerdens vor ihnen liegt.

Genau darauf steuern auch Coast und seine Mitschüler unaufhaltsam zu.

Wer wollen wir einmal sein?“

Diese Frage stellt sich Coast immer wieder.

Er beobachtet die vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten auf dem Schulhof. Jede Gruppe scheint ihren eigenen Stil, ihre eigene Musik und ihre eigene Identität zu haben. Manche Schüler wirken wie Vorbilder, andere wiederum wie abschreckende Beispiele. Coast würde gerne vieles ausprobieren, doch ihm fehlt noch das richtige Gefühl dafür, wo er selbst hingehört.

Wenn er genauer hinschaut, erkennt er verschiedene Gruppen: die Kelly-Fans mit ihren langen Haaren und ihrem besonderen Stil, die Rapper und Hip-Hop-Fans mit ihrer eigenen Sprache und Kleidung, aber auch diejenigen, die noch sehr kindlich wirken und mit ungewöhnlichen Outfits auffallen.

Coast selbst fühlt sich in seiner Kleidung noch nicht wirklich angekommen. Eine grüne Jeans, ein grauschwarzer Pullover und seine Victory-Turnschuhe entsprechen nicht unbedingt dem Stil, den viele andere Jugendliche tragen. Ihm wird bewusst, dass er noch viel lernen muss – nicht nur über Mode, sondern auch darüber, wie man seinen eigenen Platz in dieser neuen Welt findet.

In der Klasse gibt es viele unterschiedliche Charaktere.

Robert ist bekannt dafür, ständig die Namen der Mitschüler zu parodieren. Jeder bekommt von ihm eine eigene Stimme oder einen speziellen Klang verpasst. Zusätzlich ahmt er Werbespots und deren typische Tonlagen perfekt nach. Immer wieder sorgt er damit für Gelächter in der Klasse.

Bei Coast macht er daraus:

Kota, Kota, Kota!“

Schnell und hoch gesprochen.

Jedes Mal, wenn Coast diesen Spruch hört, verdreht er innerlich die Augen. Er findet es zwar manchmal lustig, fühlt sich aber gleichzeitig ein wenig genervt.

Dann gibt es Irma und ihre beiden besten Freundinnen. Sie stammen aus Bosnien und kamen während des Krieges nach Deutschland. In der Grundschule verstanden sich Coast und Irma noch sehr gut. Doch jetzt scheint sich vieles verändert zu haben.

Als Coast versucht, wieder Kontakt zu ihr aufzunehmen, schaut sie ihn an und fragt:

Was guckst du so, Knochenmann?“

Danach flüstert sie ihren Freundinnen etwas ins Ohr, oder sie tauschen sich untereinander aus. Coast versteht nicht genau, was passiert. Er fragt sich, warum manche Beziehungen sich verändern, obwohl man früher gut miteinander auskam.

Manchmal fühlt es sich für ihn so an, als hätte er den Anschluss verpasst.

Walid dagegen sucht weiterhin ständig Ärger. Er versucht, andere einzuschüchtern und setzt besonders schwächere Schüler unter Druck. Christian ist das genaue Gegenteil. Er hat fast immer einen passenden Kommentar parat und schafft es regelmäßig, die Klasse zum Lachen zu bringen.

Alles in allem besteht die Klasse aus einer Vielzahl unterschiedlicher Charaktere. Jeder bringt seine eigene Geschichte, seine eigenen Eigenschaften und seine eigene Energie mit. Genau diese Mischung macht den Schulalltag interessant.

Jeden Freitag besucht Coast die sogenannte Doppelschule. Zusammen mit seiner jüngeren Schwester nimmt er am Griechischunterricht teil.

In diesem Jahr wird ein neues System eingeführt. Schüler, die bisher an anderen Tagen Griechischunterricht hatten, wechseln nun ebenfalls auf den Freitag. Dadurch wird die Gruppe größer, lebendiger und deutlich abwechslungsreicher.

Coast freut sich, bekannte Gesichter wiederzusehen. Stratos, Stavros, Georgios und viele weitere Freunde sind dabei. Gemeinsam schaffen sie es regelmäßig, Herrn Nikolaou das Leben etwas schwerer zu machen – und das gleich für die nächsten drei Stunden.

Neu in der Gruppe ist Alex aus Holthausen. Coast und Alex sind sich bisher noch nie begegnet, obwohl beide aus Düsseldorf-Holthausen kommen.

Die Mädchengruppe mit Lemonia und Katerina sitzt etwas weiter entfernt bei den Tischtennisplatten. Coasts Schwester schließt sich ihnen an.

Nachdem Coast alle begrüßt hat, geht er zu der Gruppe und sorgt mit seinen typischen Sprüchen sofort für gute Stimmung. Die Mädchen lachen über seine Kommentare.

Dabei lernt er Katerina kennen, die er vorher noch nie gesehen hat.

Ich kenne dich“, sagt sie plötzlich. „Ich habe dich auf der Benzenberg-Realschule gesehen.“

Coast ist für einen Moment sprachlos.

Er fragt sich, wie das möglich ist.

Katerina muss lachen, weil seine Reaktion so überrascht wirkt. Schließlich stellt sich heraus, dass ihre Klassenräume auf der Realschule im selben Stockwerk liegen. Sie besucht die sechste Klasse.

Während des Griechischunterrichts zeigt sich wieder die typische Energie der Gruppe. Coast und einige andere Schüler reden viel und sorgen dafür, dass sich die Klasse nur schwer konzentrieren kann. Herr Nikolaou versucht von links nach rechts für Ruhe zu sorgen, doch an diesem Tag scheint es unmöglich.

Heute ist eindeutig der Tag der Klassenclowns.

In der Pause unterhält sich Coast mit Alex. Er möchte wissen, woher Alex kommt und welche Schule er besucht. Coast versucht bewusst, eine Verbindung aufzubauen.

Er findet Alex sympathisch.

Es fühlt sich gut an, jemanden kennenzulernen, der ähnliche Interessen hat und freundlich mit ihm umgeht. Vielleicht würde sein Privatleben anders aussehen, wenn er mehr Zeit mit solchen Menschen verbringen würde. Viele Schüler aus seiner Klasse passen einfach nicht zu ihm. Gewalt, Respektlosigkeit und ständiges Provozieren sind Dinge, mit denen Coast nichts anfangen kann.

Am Wochenende sitzen Coast und seine Schwester an den Hausaufgaben. Besonders Mathematik bereitet ihm Schwierigkeiten. Die Aufgaben wirken kompliziert, und er versteht vieles nicht sofort.

Sogar seine geliebte Konsole bleibt zunächst ausgeschaltet.

Dann kommt sein Vater ins Zimmer.

Habt ihr diese Woche Matheaufgaben bekommen?“, fragt er.

Seine Schwester antwortet:

Ja, hatten wir.“

Ich schaue es mir an, wenn ihr fertig seid“, sagt sein Vater.

Seine Stimme klingt ruhig, aber Coast hört sofort den Ernst dahinter.

Er weiß, was das bedeutet.

Noch traut er sich nicht richtig an die Aufgaben heran. Schließlich fragt er seine Schwester vorsichtig:

Bist du schon fertig? Kann ich vielleicht abschreiben?“

Sie schaut ihn an und antwortet:

Mach deine Hausaufgaben doch selber.“

Coast gerät innerlich ins Schwimmen. Er bekommt Angst, dass es Ärger geben könnte.

Also setzt er seine ganze Energie daran, die Aufgaben irgendwie richtig zu lösen.

Als sein Vater später die Ergebnisse sieht, runzelt er die Stirn.

Wie kommst du denn auf solche Summen?“

Coast merkt sofort, dass er nicht zufrieden ist.

Sein Vater sagt:

Wenn du nicht besser wirst, nehme ich dir dein Super Nintendo weg. Dann ist Schluss mit Nintendo.“

Danach schickt er Coast zurück ins Zimmer.

Den Rest des Tages verbringt Coast schließlich doch mit seiner Konsole. Es fühlt sich für ihn fast so an, als hätte er eine Allergie gegen Hausaufgaben oder eine besondere Form von Lern-Hepatitis.

Doch hinter seinem Humor steckt auch Angst.

Er möchte seinen Vater nicht enttäuschen. Er möchte nicht ständig mit falschen Ergebnissen nach Hause kommen. Und irgendwo in ihm weiß Coast: Die Schulzeit hat gerade erst begonnen – und sie wird noch viele Herausforderungen bereithalten.

Continue to read this book for free
Scan code to download App
Comments (1)
goodnovel comment avatar
Betty Bellucci
das ist ja eine Zeitreise in der ich ebenso aufgewachsen bin
VIEW ALL COMMENTS

Latest chapter

  • The Rhythm of Poetry    Kapitel 86: Die Stunde der Wahrheit

    An einem sonnigen Tag fahren die Klassen 7A und 7B nach Benrath, um Schloss Benrath zu erkunden. Sie lernen die Geschichte des Schlosses kennen und erfahren, warum es gebaut wurde und wer den Auftrag dafür gab. Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz beauftragt im Jahr 1755 seinen Hofarchitekten Nicolas de Pigage mit dem Bau.Coasts Schwester hat eine Fotokamera dabei, um Erinnerungen einzufangen. Sie spazieren durch das Museum und erkunden einige Tiere, bevor es anschließend wieder zurück zur Schule geht.Die Tage werden langsam wärmer und sonniger, und das tut Coast gut. Die angenehme Wärme und das Licht wirken sich auch auf seine Stimmung aus. Nach der Zeit im Schloss geht es für die Schüler wieder zurück in den Unterricht.Die Tage werden langsam sonniger und wärmer, und die Mütze auf Coasts Kopf tut ihm megagut. Er läuft erneut mit Michael nach Wersten, weil dessen Mutter ihnen erzählt hat, dass es dort einen Laden gibt, der eine Wüstenrennmaus verkauft, die auf ihren Namen hört. Al

  • The Rhythm of Poetry    Kapitel 85: Die letzte Chance verspielt

    Zu Hause folgt das gewohnte Programm. Die neuen CD-Alben von East 17 bereiten Coast eine riesige Freude. Beim Anhören der Songs und bei all dem Musikgeschmack, den er zurzeit entwickelt, fragt er sich, wie es wohl irgendwann sein wird, wenn er seine eigene Musik perfekt abgemischt und perfekt aufgenommen anhören kann.Wird er es überhaupt so weit bringen, eine eigene CD aufzunehmen und sie irgendwann auf den Markt zu bringen? Und wenn es tatsächlich so weit kommt, wird sich das überhaupt noch jemand anhören wollen? Viele Fragen und viele Sorgen kommen gleichzeitig auf.Dazu kommt sein Wunsch, sich auch modisch eine Cap auf den Kopf zu setzen. Zu Hause besitzt er eine rote Cap, die er von seiner Mutter geschenkt bekommen hat. Seit langer Zeit liegt sie in einer Ecke seines Kinderzimmers und wartet darauf, endlich auf Coasts Kopf zu landen.Zunächst versucht er, sich privat damit zu identifizieren. Er setzt sie auf, als er das Haus verlässt und sich mit Michael trifft. Michael fühlt sic

  • The Rhythm of Poetry    Kapitel 84: Der Versuch, stärker zu werden

    Ein weiterer Tag in der Benzenberg-Realschule. Unten im Keller sitzen Coast und Robert. Die Beatmaschine läuft im Hintergrund, während sie versuchen, weiter an ihrer Musik zu arbeiten.Doch der Text ist noch immer schwach. Und Robert wirkt zunehmend desinteressiert. So langsam entsteht der Eindruck, dass sie nicht mehr vorankommen und in einem Dilemma feststecken.Jürgen kommt hin und wieder in den Keller, um nach dem Rechten zu sehen und zu überprüfen, ob noch alles steht. Schließlich vertraut er diesen kleinen Rebellen nicht zu hundert Prozent.Die Kassette ist immer noch nicht mit neun Songs gefüllt. Auch der Text von „Here We Come“ ist noch lange nicht fertig, weil Coast beim Schreiben einfach nicht mehr weiterkommt.Also machen sie zunächst ein bisschen Quatsch vor den Mikrofonen und rappen weiterhin den Song vom Wu-Tang Clan. Robert hat inzwischen schon weitere Lyrics davon im Kopf. Er schnappt sich solche Sachen unglaublich schnell auf. Und genau darin liegt mittlerweile das Pr

  • The Rhythm of Poetry    Kapitel 83: Ein neuer Sound im Leben

    Einige Tage später verlassen Michael und Coast nach der Schule an einem regnerischen Tag das Falkenberg Center, um bei Michael zu Hause zu chillen. Sie laufen an der Ampel vorbei, direkt an einem Kunst- und Verkaufsladen neben der Apotheke.Plötzlich hält ein älterer Mann die beiden Jungs an. Voller Sorge spricht er Coast an. Er erzählt ihm, dass er seinem Vater noch 150 Deutsche Mark schuldet, weil er letztens ein Gemälde aus dem Laden gekauft hat. Jetzt möchte er seine Schulden endlich begleichen.Der Mann greift in seine Geldbörse und holt 150 Mark heraus. Michael schaut Coast mit riesigen Augen an. In seinem Kopf steht nur eine Frage: Was geht denn hier ab? Ist das gerade wirklich ernst? Passiert das wirklich?Wir kriegen jetzt einfach so Geld? Hoffentlich macht Coast keine Scheiße und nimmt das Geld an.Coast kann es selbst kaum glauben. Einfach so bekommt er Geld angeboten. Er nimmt die Situation ernst und sagt dem alten Mann, dass alles in Ordnung ist. Er könne ihm das Geld ruhi

  • The Rhythm of Poetry    Kapitel 82: Zwischen Pixeln und Beatz

    Einige Tage später kommt Coast von der Schule nach Hause. Seine Mutter erzählt ihm, dass Onkel Takis 50 DM auf dem Wohnzimmerschrank hinterlassen hat. Das Geld ist für das Spiel gedacht, das Coast letztens bei Saturn entdeckt hat.Coast schnappt sich das Ticket seiner Mutter und fährt gemeinsam mit Sven bis zum Jan-Wellem-Platz. Im Saturn steht er wieder vor dem Regal mit den PlayStation-1-Spielen. Noch immer fällt ihm die Entscheidung schwer. So viele Spiele stehen dort nebeneinander und jedes davon sieht interessant aus.Schließlich hält er sein ausgewähltes Spiel in den Händen und betrachtet es voller Bewunderung. Gleichzeitig ist er sich ziemlich sicher, dass die Kassiererin seinen Schülerausweis sehen will. Schließlich ist er noch keine 18 Jahre alt.Gemeinsam mit Sven geht er zur Kasse. Coast ist voller Adrenalin. In seinem Kopf läuft bereits das Szenario ab, wie die Kassiererin gleich nach seinem Ausweis fragt und ihm das Spiel vielleicht nicht verkauft. Doch dann sagt sie einf

  • The Rhythm of Poetry    Kapitel 81: Die Snickers-Falle

    Das erklärt natürlich einiges. Für Coast ist Fresh Familee nicht einfach irgendeine Rapgruppe aus dem Fernsehen. Die Jungs kommen aus Ratingen-West, also praktisch aus seiner eigenen Umgebung. Genau das macht den Sound für ihn so besonders.Jürgen Großpietsch, den viele nur „Der Fisch“ nennen, und die gesamte Fischgesichter- beziehungsweise Fresh-Familee-Crew stehen für eine Zeit, in der Hip-Hop noch ganz anders klingt. Ende der 80er und Anfang der 90er entsteht vieles direkt aus den Jugendzentren und von der Straße. Es geht nicht darum, irgendeinem Trend hinterherzulaufen. Es geht um den eigenen Alltag, um die Menschen aus der Umgebung und um das, was man selbst erlebt.Zusammen mit Leuten wie Tachi und Plattenpapzt entsteht dadurch etwas Eigenes. Multikulturell, direkt und manchmal völlig verrückt. Coast merkt zwar noch nicht, welche Bedeutung diese Leute später einmal für die deutsche Hip-Hop-Geschichte bekommen, aber irgendetwas an diesem Sound bleibt bei ihm hängen.Vielleicht li

More Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status