MasukBrooklyn fühlte sich am nächsten Morgen viel besser, als sie mit dem atemberaubenden Blick auf den Garten draußen aufwachte. Ihre Stimmung hob sich und sie streckte ihre müden Muskeln. Obwohl Nikolas den Garteneingang abschloss, fühlte sie sich nicht mehr klaustrophobisch.
Doch nach einer Weile war ihre Begeisterung völlig verschwunden. Da sie in einem verschlossenen Raum nichts zu tun hatte, wurde sie unruhig. Wut und Frustration erfüllten ihren Geist und sie konnte nicht anders, als von ihrem hoffnungslosen Leben enttäuscht zu sein. Ihr ganzes Leben lang hatte sie extrem hart gearbeitet und jetzt schien es, als hätte sie einen Zwangsurlaub und nichts zu tun. Es gab zu viele Rechnungen zu bezahlen, die Miete häufte sich an und sie hatte überhaupt kein Geld. Sie konnte es sich nicht leisten, untätig zu bleiben, aber da sie keinen Ausweg hatte, konnte sie nichts anderes tun, als darauf zu warten, dass sich die Tür öffnete. Vielleicht würde Sally sie in die Küche lassen. Dann hätte sie wenigstens etwas zu tun. Nach zehn Minuten schloss Sally zu ihrer großen Erleichterung ihre Tür auf und kam mit ihrem Frühstück herein. Brooklyn schenkte ihr ein strahlendes Lächeln und ihr Herz klopfte vor neu entdeckter Hoffnung. Was wäre, wenn sie hier Arbeit finden und auch noch Geld verdienen könnte, während sie in Nikolas Ardolfs Haus eingesperrt war?
„Guten Morgen, Brooklyn. Ihr Essen ist da. Essen Sie in zehn Minuten auf. Der Sir möchte mit Ihnen sprechen.“ Sally stürzte hastig aus dem Zimmer, ohne darauf zu warten, dass Brooklyn auch nur ein Wort sagte. Sie starrte auf die verschlossene Tür, während eine Welle der Enttäuschung über sie hinwegspülte. Seufzend begann sie, die Sandwiches und den Milchshake zu essen. Sie waren wirklich köstlich, und das überraschte sie, da ihr das Essen im Haus des Teufels eigentlich schmeckte. Tatsächlich hatte sie in ihrem ganzen Leben noch nie ein so köstliches Frühstück gegessen, außer an dem Tag, als Nikolas ihr an diesem Abend das Essenspaket geschickt hatte. Sallys Worte hallten in ihrem Kopf wider und sie fragte sich, was ihr bevorstand! Warum hatte er sie gerufen?
Nach zehn Minuten war sie, genau wie Sally es ihr befohlen hatte, bereit und wartete darauf, dass sie die Tür öffnete. Sally erschien in der Tür und warf ihr einen missbilligenden Blick zu. „Mr. Ardolf hat schon dreimal nach Ihnen gefragt. Er hasst Unpünktlichkeit.“ Sie eilte hinaus und bedeutete ihr, ihr zu folgen. Brooklyn folgte ihr mit großen Augen. Sie gingen den Flur entlang und Brooklyn sah sich in der luxuriös eingerichteten, sonnenverwöhnten Villa um. Sie stiegen die Treppe hinauf und Brooklyns Herz begann mit jedem Schritt, den sie in Richtung Nikolas‘ Zimmer machte, immer schneller zu schlagen. Sally klopfte oben am Treppenaufgang an eine geschlossene Tür. Brooklyn hörte ein deutliches „Herein“ und Sally öffnete die Tür.
„Geh rein“, flüsterte Sally und öffnete die Tür weiter. Brooklyn spähte hinein und ging dann hinein, als sie nur Schränke sah. An der Seite neben einem großen Erkerfenster stand ein riesiger Schreibtisch, an dem Nikolas mit grimmigem Gesichtsausdruck an seinem Laptop saß. Das war nichts Neues, da sie bemerkt hatte, dass er kaum jemals lächelte. Er sah nicht einmal auf, als sie eintrat. Die Tür schloss sich hinter ihr und sie wirbelte erschrocken herum. War sie jetzt in der Höhle des Löwen eingesperrt?
„Setz dich, anstatt meine Zeit zu verschwenden.“ Brooklyn blinzelte den Gedanken schnell weg und sah zu ihm hinüber. Zu ihrer Überraschung war er immer noch mit seinem Laptop beschäftigt, als wäre sie gar nicht vor ihm. Sie ging zu seinem Schreibtisch und zog einen Stuhl heran, um sich zu setzen. Er sah immer noch nicht auf, also setzte sie sich einfach hin und fragte sich, was er von ihr wollte. Warum musste er sie hier einsperren? Eine Minute war vergangen und er hatte noch immer kein Wort gesprochen. Brooklyn saß geduldig da, rang nervös die Hände im Schoß und dachte darüber nach, was er ihr sagen wollte. Sie wollte ihn nicht stören oder weiter verärgern, also schwieg sie. Aber fünf Minuten waren vergangen und er hatte noch immer nichts gesagt. Schließlich seufzte sie und sah auf, um zu sehen, ob er endlich frei war, mit ihr zu sprechen. Zu ihrer großen Überraschung sah sie, wie seine haselnussbraunen Augen auf sie gerichtet waren. Ihre Augen weiteten sich verwirrt und sie sah sofort wieder auf ihre Hände.
„Fühlst du dich besser?“, fragte er plötzlich und überraschte sie ungemein.
„Ja“, sagte sie. „Also, kannst du mir bitte sagen, warum ich überhaupt hier bin? Was willst du von mir? Warum hast du mich verfolgt?“ Brooklyn war am Ende ihrer Kräfte und brauchte jetzt Antworten. Sie konnte sich nicht länger beherrschen und war bereit, sich jeder Strafe zu stellen, die er ihr auferlegen wollte. Ein Nerv zuckte an Nikolas‘ Schläfen und seine Kiefer waren vor Wut zusammengepresst. Er stand wütend auf und schlug heftig auf seinen Schreibtisch ein, sodass sie zusammenzuckte.
„Tu hier nicht so, als wärest du unschuldig. Du und dein Bruder sollten dankbar sein, dass ich nicht die Polizei eingeschaltet habe, dass ich euch nicht verhaften ließ“, schäumte er, und seine Augen sprühten Feuer, als würde er ihren bloßen Anblick hassen. Brooklyn stand ebenfalls auf, ihr Gesicht wurde blass und verlor jede Farbe. Verhaftet? Polizei? Wovon redete er?
„Ich habe nichts getan. Wovon genau reden Sie? Ich kann Sie nicht kriegen, Mr. Ardolf“, flüsterte Brooklyn, und ihr Herz sank bei seinen Worten. Sie begann nun, Brandon zu verdächtigen. Hatte er etwas Illegales getan? War er darin verwickelt? Nikolas schritt wütend auf sie zu, als glaubte er kein Wort von dem, was sie sagte. Brooklyn zitterte ein wenig vor Angst. Der Mann war tödlich und die Kraft, die er besaß, reichte aus, um sie mit bloßen Händen zu töten. Er blieb nur wenige Zentimeter von ihr entfernt stehen, und aus seinen haselnussbraunen Augen sprühte so viel Feuer, dass sie sie verbrennen oder auf andere Weise töten konnte.
„Denkst du, ich glaube dir deine Show? Lass es, Brooklyn, bei mir funktioniert es nicht. Gib mir einfach mein Geld zurück und ich lasse dich frei. Wenn ich etwas hasse, dann ist es Verrat.“ Brooklyns Gesicht wurde blass, als sie sah, wie er vor Wut kochte und seine Augen zu Schlitzen verengte.
„Welches Geld? Ich habe nicht einmal Geld, um mir Essen zu kaufen. Was soll ich Ihnen geben? Bitte hören Sie auf, in Rätseln zu reden, Herr Ardolf.“ Als sie seine falschen Anschuldigungen hörte, kochte die Wut in ihr hoch. War das ein Scherz für ihn? Welches Geld würde sie ihm zurückgeben, wenn sie ihm nichts genommen hätte?
Seine Hand schnellte vor und er packte ihren Arm mit tödlichem Griff. Seine Augen schienen sich in ihre zu bohren und sie mit dem Hass zu versengen, der sich darin widerspiegelte. „Frag deinen Bruder, was er getan hat. Ich bin sicher, er hat dir die Beute übergeben“, zischte er ihr ins Gesicht. Brooklyns Augen weiteten sich vor Angst und sie geriet in Panik. Sie hatte immer recht. Sicherlich hatte Brandon etwas Illegales getan und sie den Preis für sein Verbrechen zahlen lassen.
„Ich habe meinen Bruder seit einer Woche nicht gesehen, Herr Ardolf. Er ist von zu Hause verschwunden und hat mir eine Nachricht hinterlassen, dass es ihm gut geht und ich nicht nach ihm suchen soll. Ich weiß nicht, wovon Sie reden. Bitte glauben Sie mir. Wenn ich das Geld hätte, warum sollte ich dann jeden Tag Mahlzeiten ausfallen lassen und mich durch die Nase arbeiten, um die Rechnungen zu bezahlen? Sogar meine Miete ist noch offen und jetzt bin ich aus meinem Haus rausgeworfen worden. Ich spare jeden Cent, um die Arztrechnungen meiner Mutter zu bezahlen. Wenn ich Geld hätte, würde ich dann nicht alles bezahlen und stattdessen aufs College gehen?“, platzte sie heraus, an den Rand ihrer Belastbarkeit getrieben. Nikolas blickte in ihr aufgeregtes Gesicht, in ihre wütenden Augen und sah die Traurigkeit in ihrer Seele. Er wusste, dass sie neunzehn war, aber vielleicht war sie aufgrund mangelnder Ernährung zu dünn und gebrechlich für ihr Alter. Ihre blasse Haut hatte keinen Glanz, ihre Augen sahen nicht glücklich aus. Vielleicht sagte sie tatsächlich die Wahrheit. Nikolas ließ ihren Arm los, verließ sie abrupt und ging zu seinem Fenster, während Brooklyn ihm auf seinen steifen, wütenden Rücken starrte.
„Bitte erzählen Sie mir, was Brandon getan hat. Ich werde Ihnen helfen, Ihr Geld zurückzubekommen, Mr. Ardolf.“ Brooklyn versuchte ihn zu beruhigen und ihn zu überzeugen, ihr Arbeit zu geben. Sie konnte keine Sekunde länger in diesem geschlossenen Raum verbringen. Sie würde den Verstand verlieren. Nikolas wirbelte herum und sah sie an, seine Augen bohrten sich in ihre.
„Wollen Sie wissen, was Ihr Bruder getan hat? Er hat ein Jahr lang unter Bruce in unserem Vertriebszentrum in Chicago gearbeitet. Er war losgezogen, um eine Pauschalzahlung von einem unserer Großkunden einzutreiben. Es war eine Barzahlung, wie der Kunde es verlangt hatte. Brandon hatte das schon oft gemacht und uns keinen Grund gegeben, ihm zu misstrauen, aber diesmal ist er einfach mit dem Geld verschwunden“, schäumte Nikolas vor Wut. Brooklyn hörte ihm mit entsetztem Gesichtsausdruck zu. Sie kannte ihren Zwilling zu gut. Sie mochten arm sein, aber sie waren keine Diebe. Brandon würde niemals stehlen.
„Sind Sie sicher, dass er nicht in Schwierigkeiten steckt, Mr. Ardolf? Ich kenne meinen Zwilling. Er ist kein Dieb. Er würde nie mit Ihrem Geld abhauen. Wenn er es nicht schon früher getan hat, warum sollte er es dann jetzt tun?“ Brooklyn wusste, dass er ihr kein einziges Wort glaubte und beobachtete ihn misstrauisch, als Nikolas wütend knurrte und er zitternd vor Wut auf sie zuging. Brooklyns Augen weiteten sich vor Angst. Hatte sie zu viel gesagt? Würde er sie erwürgen wie zuvor? Er blieb vor ihr stehen und sie wich vor Angst ein oder zwei Schritte zurück.
„Stell dir für diesen Hurensohn keine faulen Annahmen an!“, schrie er sie wütend an. Tränen traten Brooklyn bei seinen Anspielungen in die Augen.
„Beschimpfen Sie meine Mutter nicht. Sie hat ihr ganzes Leben lang mit ihrer Krankheit gekämpft, um uns großzuziehen. Ich werde für Sie arbeiten und das Geld zurückzahlen, das Brandon genommen hat.“ Tränen sammelten sich in ihren Augen, aber sie sah ihm in die Augen und weigerte sich, die Vorwürfe zu akzeptieren. Nikolas sah die Tränen in ihren Augen und etwas regte sich in seinem verbitterten Herzen. Er wurde ein wenig weicher und setzte sich an seinen Schreibtisch, wobei er tief durchatmete, um sich zu beruhigen. Er hasste alle Frauen, weil seine eigene Mutter ihn nach seiner Geburt in eine Mülltonne am Straßenrand geworfen hatte. Sie hatte ihn verlassen und sterben lassen. Wäre die alte Müllfrau nicht gewesen, wäre er schon lange tot gewesen. Aber vielleicht waren nicht alle Mütter so schlecht. Vielleicht liebte Brooklyns Mutter ihre Kinder wirklich. Er sah ihr tränenüberströmtes, blasses Gesicht an und beschloss sofort, ihr Angebot anzunehmen.
„Gut. Bis wir Brandon finden, wirst du für mich arbeiten und den Betrag zurückzahlen, den er gestohlen hat.“
Nachdem sie stundenlang gewartet hatte, war Brooklyn überglücklich, als sie unten Nikolas’ Stimme hörte, wie er sich mit Kathy unterhielt. Er ist da, er ist da!, jubelte ihr Herz voller Freude. Sie saß im Kinderzimmer, fütterte die Zwillinge und wartete ungeduldig darauf, dass er nach oben kam. Warum dauerte es nur so lange?Nach fünf Minuten spähte Nikolas ins Kinderzimmer und suchte nach ihr. In dem Moment, als sich ihre Blicke trafen, schenkte er ihr ein strahlendes Lächeln. Alles um sie herum schien zu versinken, und ein Blick voller Versprechen wechselte zwischen ihnen. Er trat näher, beugte sich vor und hauchte ihr einen zarten Kuss auf die Lippen, während Ellie das Zimmer verließ, um ihnen etwas Privatsphäre zu gönnen.„Freust du dich, dass ich schon so früh zu Hause bin?“, fragte er und zog einen Stuhl heran, um sich neben sie zu setzen.„Ja! Also – hast du deine Klienten einfach rausgeworfen und bist nach Hause geeilt?“, kicherte sie. Nikolas’ Mundwinkel zuckten amüsiert; gen
„Du bist so verdammt feucht, meine Liebe“, flüsterte er in einem rauschhaften Ton und steigerte dabei seinen Rhythmus. Brooklyn klammerte sich an seine Schultern, um Halt zu finden, während sie lustvoll aufstöhnte.„Es gefällt dir, nicht wahr?“, fragte Nikolas mit einer vor Verlangen heiseren Stimme.„Ja, bitte hör nicht auf“, hauchte Brooklyn, völlig entrückt, ihre eigene Stimme kaum wiedererkennend.„Wirst du für mich kommen, Baby?“, drängte Nikolas.Brooklyn stieß einen Schrei aus, als sie sich löste – direkt in seine Finger hinein. Nikolas leckte sie sauber, beugte sich zu ihr hinauf und überhäufte ihr Gesicht mit kleinen Küssen. Brooklyn stellte erstaunt fest, dass auch er nun völlig nackt war. Wann hatte er bloß all seine Kleidung abgelegt?„Jetzt möchte ich, dass du mir meine Erlösung schenkst – sonst kann ich unmöglich schlafen“, flehte er.„Leg dich hin“, befahl Brooklyn. Nikolas grinste und gehorchte, wartete darauf, dass sie die Aufgabe übernahm, ihn zu verwöhnen. Er liebte
„Wer hat dir Zutritt zu meinem Grundstück gewährt?“, forderte ein wütender Nikolas zu wissen. Ryder ignorierte ihn völlig, während er Brooklyn mit tiefer Sehnsucht anstarrte.„Brooklyn, ich wollte nur mit dir reden“, sagte er und wirkte dabei völlig benommen.„Du kannst mit mir reden“, erwiderte Nikolas, legte seinen Arm um Brooklyn und zog sie fest an seine Seite. Ryder bemerkte die besitzergreifende Geste, zog es jedoch vor, sie vollständig zu ignorieren.„Warum sollte ich mit dir reden? Ich bin sicher, Brooklyn kann für sich selbst sprechen“, sagte Ryder und stellte sich direkt vor sie.„Ich habe dir nichts zu sagen, Ryder“, sagte Brooklyn ruhig. „Es tut mir leid, dass es zwischen dir und Amy nicht geklappt hat. Wie du siehst, haben Nikolas und ich heute geheiratet. Du hast viel für Brand und mich getan; deshalb kann ich dir reine Freundschaft anbieten – falls du das möchtest. Bitte vergiss mich und blicke nach vorn. Ich möchte dich glücklich sehen.“„Geheiratet?“, fragte ein völli
Fünfzehn Minuten später ging Brooklyn, begleitet von ihren beiden Brautjungfern, hinüber zu dem Hochzeitsbogen, der auf der anderen Seite des Koiteichs errichtet worden war. Kathy und Ellie hatten die Zwillinge in ihre Smoking-Strampler gesteckt und schoben nun deren Kinderwagen hinter Brooklyn her zum Ort der Trauung.Brooklyn rang nach Luft, als sie die riesige Menschenmenge erblickte, die darauf wartete, der Hochzeit beizuwohnen. Sie schenkte ihnen ein Lächeln, da sie die meisten von ihnen kannte. Es waren allesamt Nikolas’ Angestellte – sowohl vom Anwesen als auch aus dem Büro. Ihre Augen suchten nach Brandon. Sie hatte ihn vorhin noch gehört. War er etwa noch nicht eingetroffen?„Hey, Brooks! Suchst du mich? Ich bin genau hier, um dich zum Altar zu führen. Schließlich bin ich älter als du!“, sagte Brandon, als er hinter ihr auftauchte. In seinem dunkelgrauen Smoking sah er blendend aus. Brooklyns Gesicht hellte sich auf, und sie strahlte ihn mit einem umwerfenden Lächeln an.„Nur
„Schlaft heute Nacht gut. Papa muss ein bisschen mit eurer Mama spielen“, flüsterte Nikolas und beugte sich näher zu den Zwillingen, während Brooklyn sie fütterte. Brooklyn verdrehte die Augen. Das war also der wahre Grund, weshalb er überhaupt ins Kinderzimmer gekommen war!„Ich dachte, wir könnten noch nichts laufen lassen, bis ich wieder völlig genesen bin. Du hast doch selbst gesagt: vier bis sechs Wochen, oder? Also keine Hochzeitsnacht für uns“, erinnerte sie ihn.„Trotzdem werden wir das Beste daraus machen“, erwiderte er und blickte ihr tief in die Augen – ein Blick, der jede Menge körperlicher Genüsse für später versprach. Bei diesem Gedanken setzte ihr Herz einen Schlag aus.Noch heute Abend würde sie eine verheiratete Frau sein – die Ehefrau des Mannes, den sie liebte. Sie hätte nie gedacht, dass dieser Tag so schnell kommen würde. Nikolas stand vor ihr, als wolle er noch so viel mehr sagen, doch die Worte versagten ihm. Wortlos betrachtete er sie; sie wirkte so liebevoll,
„Was? Welche Heirat?“, keuchte sie entsetzt und wirkte völlig vor den Kopf gestoßen. Hatte sie ihn richtig verstanden? Hatte er gerade ihre Hochzeit erwähnt? Aber wie sollte das möglich sein? Er hatte ihr doch noch gar keinen Antrag gemacht!„Unsere Heirat. Wir heiraten heute“, sagte Nikolas und stieg aus dem Wagen.„Heute? Aber du hast mir doch noch gar keinen Antrag gemacht! Tatsächlich hast du sogar gesagt, dass du gar nicht heiraten willst – und zwar niemals! Was also hat sich plötzlich geändert?“, forderte sie verärgert zu wissen, noch immer fassungslos über seine abrupten Stimmungsschwankungen.„Es hat sich nichts plötzlich geändert. Ich will dich jetzt heiraten, und darüber wird nicht diskutiert. Also, kommst du mit, oder soll ich dich ins Standesamt tragen?“, fragte Nikolas ungeduldig, während er ihr die Tür öffnete – nur zu bereit, seine Drohung wahrzumachen.„Nein, bitte mach hier keine Szene. Ich kann auch laufen“, sagte sie und warf ihm einen wütenden Blick zu. Nikolas sch
Nikolas stürzte blitzschnell aus seinem Zimmer und die Treppe hinunter, als ob ihn eine unbekannte Macht verfolgte. Er wollte zu ihr, bevor sie wieder verschwand. Als er jedoch zum Koiteich ging, zögerte er, da er sie nirgends sah. War sie überhaupt da oder halluzinierte er? Er sah sich überall um,
Brooklyn war sprachlos. „Woher kennen Sie meinen Bruder?“, fragte sie die verlegene Frau, die nach diesem Versprecher nun bereit war zu fliehen.„Ich bin nicht in der Lage, Ihnen etwas zu sagen, Brooklyn. Ich bin sicher, Sir wird Ihnen alles selbst erzählen.“ Kathy verließ schnell ihr Zimmer und sc
Brooklyn starrte ihn mit schockiertem Gesichtsausdruck an und schüttelte langsam den Kopf. Sie wusste nicht, wer Nikolas Ardolf war! Obwohl sie noch nie von ihm gehört hatte, war sie ein wenig erleichtert, dass er kein Krimineller war, dass er nicht Jimmy Black war. Aber die Frage, die sie am meist
Brooklyn ging erschrocken rückwärts, ihr Gesicht wurde zusehends blasser, als sie ihren Stalker, der vor ihrer Tür stand, voller Entsetzen anstarrte. Vor Schreck verlor sie die Fähigkeit zu sprechen, während er sie wie ein Falke beobachtete, als wolle er sich auf seine Beute stürzen.„Bitte töte mi







