LOGIN“Komm zu mir gekrochen, Jo”— seine Stimme war ein leiser, gefährlicher Befehl. Ich verschränkte die Arme und funkelte ihn an, während ich versuchte, das Pochen meines Blutes und die Hitze zu ignorieren, die sich zwischen meinen Beinen sammelte. “Dann zwing mich“, gab ich zurück. Sein Grinsen war die einzige Warnung, die ich bekam. Ich wusste, ich steckte in ernsten Schwierigkeiten. Joan Madison hat Aaron Thompson, den arroganten, unausstehlichen Bruder ihrer besten Freundin, schon immer verabscheut. Das Gefühl beruhte auf Gegenseitigkeit – bis es das nicht mehr tat. Ein Urlaub, der eigentlich eine Auszeit mit ihrer Freundin Rhoda werden sollte, nimmt eine unerwartete Wendung, als Joan sich in eine leidenschaftliche, unbedachte Affäre mit genau dem Mann verstrickt, den sie sich schwor, niemals zu wollen. Was nur ein flüchtiger Fehler hätte sein sollen, wird zu etwas weitaus Gefährlicherem, denn Aaron weigert sich, sie loszulassen – und sein Verlangen nach ihr wird nur noch stärker. Jo ist gefangen zwischen Begierde und Trotz, doch eines ist klar: Dieses Spiel, das sie begonnen haben, könnte sie beide in Flammen aufgehen lassen.
View More♡Astrid♡ Seit der Gala waren einige Tage vergangen, und Adrian und ich waren beide viel zu beschäftigt gewesen, als dass wir uns überhaupt über den Weg gelaufen wären. Entweder war er bereits weg, bevor ich aufwachte, oder ich schlief schon, bevor er zurückkehrte. Den Überblick über meinen Ehemann zu behalten, stand ohnehin nicht gerade ganz oben auf meiner Prioritätenliste. Wo wir gerade davon sprachen: Jasons Sekretärin hatte sich gemeldet und einen Termin für mich vereinbart, basierend auf Jasons Verfügbarkeit. Ich wusste, dass er einer der größten Namen in der Tech-Welt war. Wenn mir also jemand dabei helfen konnte, mich an meinem Fake-Ehemann zu rächen, dann er. Nur weil ich mich in letzter Zeit ruhig verhalten hatte, hieß das nicht, dass ich keine Pläne schmiedete. Vielleicht würde ich damit anfangen, Adrian arbeitslos und mittellos zu machen. Vielleicht – nur ganz vielleicht – würde er dann zu seinem Vater gekrochen kommen. Aber das reichte noch nicht. Er musste b
♧Adrian♧ Ich behielt Astrid von der anderen Seite des Raumes aus scharf im Auge, selbst während ich Höflichkeiten mit einigen der anwesenden Würdenträger austauschte. Meine Aufmerksamkeit war geteilt – ein Teil von mir war auf sie fokussiert, der andere auf den Mann, dem ich auswich. Meinen Vater. Stattdessen lief ich Drake Herman über den Weg, einem langjährigen Freund von ihm. Drake hob eine Braue und rückte seine Brille zurecht, die auf seiner Nase saß. „Sieht mal an, wen wir denn hier haben – Adrian“, sagte er mit einem leisen Süffisanz. Ich vergrub beide Hände in den Hosentaschen und nahm mir Zeit, ihn einzuschätzen. Genau wie mein Vater war Drake ein Milliardär in der Mobilfunkbranche. Es ergab Sinn, dass die beiden zusammenhielten. Gleich und gleich gesellt sich eben gern. „Mr. Herman“, begrüßte ich ihn förmlich. Für einen Mann über sechzig hatte er sich gut gehalten. „Hast du deinen Vater irgendwo gesehen?“, fragte er. Ich legte den Kopf leicht schief. „Ic
♡Astrid♡ Ich war schon den ganzen Abend angespannt gewesen. Und es trug keineswegs zur Besserung bei, dass ich die nächsten Stunden ausgerechnet mit dem Ursprung meiner Unruhe verbringen musste. Wo wir gerade vom Teufel sprachen: Adrian stieg aus dem Wagen, sobald wir am Veranstaltungsort angekommen waren. Eine schwarze Maske verdeckte einen Teil seines Gesichts, aber seine braunen Augen fixierten die meinen, als er mir seine Hand entgegenstreckte. Ich zögerte und sah mich um. Abgesehen von den Sicherheitskräften am Eingang war sonst niemand hier. Ich ignorierte seine Hand und stieg aus eigener Kraft aus dem Auto. Er richtete sich auf und vergrub die Hände in den Hosentaschen. Ich rückte meine rote Schmetterlingsmaske zurecht, die ich passend zu meinem Kleid ausgewählt hatte. Joan und ich waren vorhin shoppen gewesen, und sie hatte mir geholfen, Kleider auszusuchen, die für eine Gala angemessen waren – einer der Gründe, warum ich nun eine bodenlange, schwarze Robe trug.
♧Adrian♧ Ich fuhr direkt aus dem Büro nach Hause, sobald ich die Einladung erhalten hatte. Eigentlich war das nicht der Plan gewesen, aber es sprach nichts dagegen, mit meiner „Ehefrau“ an meiner Seite auf einer Gala zu erscheinen. Die Wahrscheinlichkeit, meinem Vater über den Weg zu laufen, war hoch, und obwohl ich ihm ausgewichen war, konnte ich nicht ewig davonlaufen. Ich bog in die Einfahrt ein und starrte einfach nur das Haus an. Ich hatte gedacht, das Zusammenleben mit Astrid würde unkompliziert werden. Aber verdammt nein, das war es ganz und gar nicht. In dem Moment, als ich ihr Zimmer betreten hatte, wusste ich auch genau, warum. Ihr Duft, ihr Raum – es zog mich an und brachte meinen Kopf völlig durcheinander. Ich wollte darin eintauchen, während ich sie gleichzeitig hasste. Ich begehrte sie, obwohl ich sie hasste, und ich hatte keine Ahnung, wie das hier enden würde. Wir hatten drei Monate. Drei Monate, bis ich meine Beförderung bekam. Drei Monate, bis wir die











