Share

Kapitel dreißig

Author: Ember
last update publish date: 2026-08-19 12:48:13

LORETTA

Ich wachte langsam auf.

Nicht auf meine übliche Art: aus einem Albtraum gerissen, mit rasendem Herzen und Schweiß auf meiner Haut,

Heute Morgen öffneten sich meine Augen allmählich.

Zuerst nahm ich die sanfte Brise wahr, die durch die Vorhänge raschelte, dann die Wärme der aufgehenden Sonne, die auf meine Haut fiel. Das Bett war warm, das Zimmer ruhig und ich lag einen Moment still und starrte nur an die Decke.

Auch nach und nach wanderten meine Gedanken zu ihm, wie es immer der Fall i
Continue to read this book for free
Scan code to download App
Locked Chapter

Latest chapter

  • Verheiratet mit einem Milliardärs-Albtraum   Kapitel einhundertzwölf

    **HEATH**Das Haus der Sterlings war genau so, wie ich es von vor Jahren in Erinnerung hatte.Ich war nur zweimal in Georges Arbeitszimmer gewesen; heute war es das dritte Mal. Es roch immer noch genauso – nach abgenutztem Leder, alten Büchern und teurem Bourbon.Schwerer Regen peitschte gegen die hohen Fenster mit Blick auf die Stadt, aber niemand von uns schenkte ihm Beachtung. Jeder Blick im Raum war auf die Papiere geheftet, die über dem Mahagonischreibtisch ausgebreitet lagen.„Also“, sagte George, faltete die Hände und lehnte sich in seinen Sessel zurück, „es ist echt.“Benjamin nickte einmal, sein Gesicht war grimmig. „Jedes Wort, das du uns gesagt hast, war wahr. Die Elite Group existiert genau so, wie du sie beschrieben hast.“„Dieser Fitzpatrick-Bastard“, fluchte George schmerzhaft. „Er hat mich getäuscht, er hat mich dazu gebracht, Loretta zu überreden, diesen Vertrag zu unterschreiben, geheiratet in der Hoffnung, dass ich Teil der Elite Group würde – aber er hat gelogen. I

  • Verheiratet mit einem Milliardärs-Albtraum   Kapitel einhundertelf

    **LORETTA**Erst als ich seine Schritte den Flur hinuntergehen hörte, hörte ich auf zu weinen.Ich blieb noch ein paar Sekunden sitzen, wo ich war, auf dem kalten Boden, den Rücken gegen die Schlafzimmertür gepresst, und lauschte. Ein Schritt, und noch einer, und dann nichts. Stille legte sich über mein Schlafzimmer, unterbrochen nur vom Geräusch meines gelegentlichen Schniefens.Ein zitternder Atemzug entwich mir, meine Wangen fühlten sich von den getrockneten Tränen straff an. Ich wischte sie mit dem Handrücken fort, nur damit frische fast sofort nachkamen.„Reiß dich zusammen, Loretta“, versuchte ich meinem Gehirn zu befehlen. Ich war es leid zu weinen, leid zu betteln, leid, das Gefühl zu haben, dass jede Antwort, nach der ich griff, in dem Moment durch meine Finger glitt, in dem ich nah genug war, um sie zu berühren – aber die Tränen flossen weiter, nur weil Elion mir nicht einmal den kleinsten Funken Vertrauen schenkte oder diese dumme Hochzeit verschob.Es lag jetzt an mir, mei

  • Verheiratet mit einem Milliardärs-Albtraum   Kapitel einhundertzehn

    **ELION**Das Taxi fuhr davon und nahm sie mir weg.Meine Rea.Ein vitales – nein, das wichtigste Stück meines Herzens.Für eine lange Sekunde konnte ich mich überhaupt nicht bewegen. Ich konnte nur den brennenden Schmerz in dem Loch spüren, das sie unwissentlich tief in meine Brust gegraben hatte.Ich stand einfach da wie ein Idiot mitten auf der Straße und sah zu, wie die gelben Rücklichter kleiner wurden, bis sie im Strom des Verkehrs verschwammen.Die Stille, die sie hinterlassen hatte, legte sich über mich wie nasser Beton, schwer genug, dass Atmen sich unnatürlich anfühlte; meine Hände zitterten. Ich sah auf sie hinunter, als gehörten sie jemand anderem.Wann hatte das angefangen? Wann hatte ich angefangen, so … betroffen von irgendjemandem oder irgendetwas zu sein?Aber wenn es um sie ging, reagierte ich immer anders.Vor wenigen Minuten hatten dieselben Hände ihr Gesicht gehalten und Tränen fortgewischt, die ich verursacht hatte. Dann hatte ich alles mit einer Handvoll kalter

  • Verheiratet mit einem Milliardärs-Albtraum   Kapitel einhundertneun

    **LORETTA**„Rea!“Seine Stimme wurde von den lauten Gedanken übertönt, die in meinem Kopf widerhallten. Die kühle Nachtluft streifte meine Haut wie ein Neckspiel. Ich hörte das Geräusch einer weiteren zuschlagenden Tür hinter mir.Ich drehte mich nicht um, ich ging einfach weiter.Meine Beine fühlten sich schwer an, meine Absätze unausgeglichen, mein Körper schwankte, und ich konnte nicht weiter als drei Zentimeter vor mir sehen – nicht bei dem Tränenschleier, der meine Augen umhüllte.„Loretta.“ Mein Name kam rau heraus, nichts von seiner üblichen Fassung war mehr darin. „Steig zurück ins Auto.“Ich hörte seine Stimme nicht nur, ich spürte sie neben mir. Dennoch drehte ich mich nicht um. „Nein.“Er packte mein Handgelenk, bevor ich einen weiteren Schritt machen konnte – nicht grob, nicht so wie der Mann im Club, nur fest genug, um mich aufzuhalten.Ich erstarrte, mein Schritt stockte sofort. Die Wärme von Elion umgab mich, als seine Hand auf meiner Schulter landete und mich langsam

  • Verheiratet mit einem Milliardärs-Albtraum   Kapitel einhundertacht

    **LORETTA**Die Reifen quietschten über den Asphalt, und meine Hand schoss heraus, um mich abzustützen, als das Auto nach vorne rutschte und schließlich ruckartig zum Stehen kam.„Was war das?“, keuchte ich, mein Herzschlag verdoppelte sich.Das Geräusch des abgestellten Motors antwortete mir. Elions Hände lagen noch auf dem Lenkrad, aber sein Ausdruck war so hart, dass er beinahe zu zerreißen drohte.„Sag das noch einmal“, befahl er sehr leise.Ich atmete immer noch heftig, zwang mich aber, ruhig zu werden. „Der Mann hat gesagt, Beatrice habe ihn mit einer Nachricht für mich geschickt.“ Mein Herz hämmerte noch von dem Ausweichmanöver. „Das ist alles.“Ich sah, wie seine Knöchel weiß wurden. „Was hat er sonst noch genau gesagt? Denk genauer nach, Loretta, da muss noch etwas gewesen sein.“Mein Kopf zuckte vor blankem Schock zurück. „Entschuldigung, ich bin nicht eine deiner Angestellten, die du verhören kannst.“ Meine Stimme kam so scharf heraus, wie ich es beabsichtigt hatte. Die dre

  • Verheiratet mit einem Milliardärs-Albtraum   Kapitel einhundertsieben

    **LORETTA**Jetzt, da alles vorbei war, sah ich auf mein Handgelenk hinunter, auf die Stelle, an der der Mann mich gepackt hatte.Ich rieb die Haut leicht.„Wo warst du heute Abend?“ Meine Frage klang laut in der Stille von Elions Auto. Die Stadt glitt in goldenen und weißen Streifen an den Fenstern vorbei, die Stille nur unterbrochen vom leisen Summen des Motors und dem gelegentlichen Zischen vorbeifahrender Reifen auf der Straße.Als er gekommen war, war mir aufgefallen, dass er und Harlan für einen Abend aus dem Haus gekleidet gewesen waren. An sich wäre das nicht verdächtig gewesen – aber Elion war kaum jemand für lockere Ausflüge. Es musste etwas Geschäftliches gewesen sein, und wenn dem so war, gab es einen Grund, warum er genau diesen Abend gewählt hatte, an dem ich nicht involviert war.„Ich hatte ein spontanes Meeting“, antwortete er, die Augen fest auf die Straße gerichtet.Ich lehnte mich zurück in den Sitz und beobachtete ihn aus dem Augenwinkel. „Worum ging es bei diesem

More Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status