Share

Kapitel einhundertdrei

Author: Ember
last update publish date: 2026-09-30 02:36:12

**LORETTA**

„Atmosphere?“

Obwohl ich direkt auf das Gebäude starrte, konnte ich immer noch kaum glauben, dass Michelle ausgerechnet *diesen* Ort ausgewählt hatte.

Der Truck rumpelte zum Stehen, und ich starrte durch die Windschutzscheibe. Trotz meiner Kindheit in dieser Stadt war ich noch nie hier gewesen.

Der Club ist größer, als ich ihn mir vorgestellt hatte. Neonlichter malten den Bürgersteig in Streifen aus Rot, Blau und Grün, während die Musik so stark durch die Wände pulsierte, dass ich d
Continue to read this book for free
Scan code to download App
Locked Chapter

Latest chapter

  • Verheiratet mit einem Milliardärs-Albtraum   Kapitel einhundertneun

    **LORETTA**„Rea!“Seine Stimme wurde von den lauten Gedanken übertönt, die in meinem Kopf widerhallten. Die kühle Nachtluft streifte meine Haut wie ein Neckspiel. Ich hörte das Geräusch einer weiteren zuschlagenden Tür hinter mir.Ich drehte mich nicht um, ich ging einfach weiter.Meine Beine fühlten sich schwer an, meine Absätze unausgeglichen, mein Körper schwankte, und ich konnte nicht weiter als drei Zentimeter vor mir sehen – nicht bei dem Tränenschleier, der meine Augen umhüllte.„Loretta.“ Mein Name kam rau heraus, nichts von seiner üblichen Fassung war mehr darin. „Steig zurück ins Auto.“Ich hörte seine Stimme nicht nur, ich spürte sie neben mir. Dennoch drehte ich mich nicht um. „Nein.“Er packte mein Handgelenk, bevor ich einen weiteren Schritt machen konnte – nicht grob, nicht so wie der Mann im Club, nur fest genug, um mich aufzuhalten.Ich erstarrte, mein Schritt stockte sofort. Die Wärme von Elion umgab mich, als seine Hand auf meiner Schulter landete und mich langsam

  • Verheiratet mit einem Milliardärs-Albtraum   Kapitel einhundertacht

    **LORETTA**Die Reifen quietschten über den Asphalt, und meine Hand schoss heraus, um mich abzustützen, als das Auto nach vorne rutschte und schließlich ruckartig zum Stehen kam.„Was war das?“, keuchte ich, mein Herzschlag verdoppelte sich.Das Geräusch des abgestellten Motors antwortete mir. Elions Hände lagen noch auf dem Lenkrad, aber sein Ausdruck war so hart, dass er beinahe zu zerreißen drohte.„Sag das noch einmal“, befahl er sehr leise.Ich atmete immer noch heftig, zwang mich aber, ruhig zu werden. „Der Mann hat gesagt, Beatrice habe ihn mit einer Nachricht für mich geschickt.“ Mein Herz hämmerte noch von dem Ausweichmanöver. „Das ist alles.“Ich sah, wie seine Knöchel weiß wurden. „Was hat er sonst noch genau gesagt? Denk genauer nach, Loretta, da muss noch etwas gewesen sein.“Mein Kopf zuckte vor blankem Schock zurück. „Entschuldigung, ich bin nicht eine deiner Angestellten, die du verhören kannst.“ Meine Stimme kam so scharf heraus, wie ich es beabsichtigt hatte. Die dre

  • Verheiratet mit einem Milliardärs-Albtraum   Kapitel einhundertsieben

    **LORETTA**Jetzt, da alles vorbei war, sah ich auf mein Handgelenk hinunter, auf die Stelle, an der der Mann mich gepackt hatte.Ich rieb die Haut leicht.„Wo warst du heute Abend?“ Meine Frage klang laut in der Stille von Elions Auto. Die Stadt glitt in goldenen und weißen Streifen an den Fenstern vorbei, die Stille nur unterbrochen vom leisen Summen des Motors und dem gelegentlichen Zischen vorbeifahrender Reifen auf der Straße.Als er gekommen war, war mir aufgefallen, dass er und Harlan für einen Abend aus dem Haus gekleidet gewesen waren. An sich wäre das nicht verdächtig gewesen – aber Elion war kaum jemand für lockere Ausflüge. Es musste etwas Geschäftliches gewesen sein, und wenn dem so war, gab es einen Grund, warum er genau diesen Abend gewählt hatte, an dem ich nicht involviert war.„Ich hatte ein spontanes Meeting“, antwortete er, die Augen fest auf die Straße gerichtet.Ich lehnte mich zurück in den Sitz und beobachtete ihn aus dem Augenwinkel. „Worum ging es bei diesem

  • Verheiratet mit einem Milliardärs-Albtraum   Kapitel einhundertsechs

    **LORETTA**„Elion …“, hauchte ich seinen Namen und erhob mich langsam vom Sofa.Seine breiten Schultern füllten den Türrahmen und blockierten das harte Neonlicht, das aus dem Flur hinter ihm hereinströmte.Es war Nacht, doch er war halbförmlich gekleidet – in einem schwarzen Hemd, dessen Ärmel bis zu den Unterarmen hochgekrempelt waren. Er wirkte in dem winzigen Wartezimmer völlig fehl am Platz: zu gefasst, zu eindrucksvoll, zu … mächtig Elion.Meine Augen suchten sein Gesicht, während ich näher trat – suchten nach etwas, irgendetwas anderem als der Dunkelheit in diesen schwarzen Augen. Ich fand nichts.Das Einzige, was ich aus seinem kalten Ausdruck herauslesen konnte, war stille Wut.Ein Schlucken arbeitete sich meinen Hals hinunter. „Wie hast du uns gefunden?“, fragte ich stattdessen. Ich hatte Elion nicht gesagt, dass ich ins Atmosphere gehe; ich hatte selbst nicht einmal gewusst, dass wir hierherkommen würden. Also wie hatte Elion meine Freundinnen und mich aufgespürt?Außer …„

  • Verheiratet mit einem Milliardärs-Albtraum   Kapitel einhundertfünf

    **LORETTA**Der Mann stürzte vor, und es war, als würde die Zeit in unserer Kabine langsamer verlaufen. Ich konnte und fühlte alles in Zeitlupe.Die enge Weise, wie er die Faust ballte, die Zähne zusammenbiss, und das schwere Pochen meines Herzens, als die Angst von mir Besitz ergriff.Michelle zuckte nicht einmal mit der Wimper; im Gegenteil, sie stand noch fester, stemmte sich gegen den Angriff. Sie wich seinem ausgreifenden Arm aus und landete mit mehr Kraft, als ich ihr zugetraut hätte, einen harten Schlag in seinen Magen, der ihn gegen einen nahegelegenen Tisch krachen ließ.Gläser zersplitterten überall, und jemand – ich glaube, es war Zara – schrie auf. Holly stand regungslos wie eine Statue da, ihr Gesicht wurde blass. Die Kellnerin warf sich zur Seite, um dem Sprühnebel aus Champagner und zersplittertem Kristall auszuweichen, der über den Boden regnete.„Michelle!“ Ich versuchte, ihren Arm zu packen, damit das nicht weiter eskalierte, aber sie war schon in Bewegung, schon zwi

  • Verheiratet mit einem Milliardärs-Albtraum   Kapitel einhundertvier

    **LORETTA**„Liebe ist ein starkes Wort, Michelle.“Die Worte verließen meinen Mund leise, fast verschluckt von der Musik, die aus dem Atmosphere strömte. Sie antwortete nicht sofort. Stattdessen sah sie mich weiter an, ihre Finger locker um die meinen gelegt, als wolle sie nicht zulassen, dass ich der Frage diesmal auswich wie beim letzten Mal.Michelle neigte langsam den Kopf, die Saphir-Creolen in ihren Ohren fingen das Neonlicht ein. „Es ist auch ein sehr einfaches.“Ich holte flach Luft, meine Brust zitterte dabei. Elion und ich … wir hatten etwas; ich war nur noch nicht überzeugt, dass es Liebe war.Anziehung? Ja. Das ließ sich nicht mehr leugnen.Ich fühlte mich genauso zu ihm hingezogen, wie er zu mir. Ich spürte es jedes Mal, wenn sich unsere Blicke über einen Raum hinweg fanden. Jedes Mal, wenn die Stille zwischen uns so dicht wurde, dass man sie berühren und schmecken konnte. Ich spürte es, als er mir im Badezimmer zusah, wie ich mir selbst Vergnügen bereitete, und wie rück

More Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status