LOGINElena Weiß führt seit fünf Jahren eine Beziehung, die in der feinen Gesellschaft jeder kennt: laut, dramatisch, in aller Munde. Am Tag der Eheschließung lässt ihr Verlobter sie jedoch einfach sitzen. Elena macht da nicht mehr mit. Sie schwört, alle Bande zu ihm zu kappen. Aus ihrem Verlobten wird endgültig ihr Ex. Nach einem einzigen Telefonat lässt sie sich aus Trotz auf etwas Verrücktes ein und geht zum Standesamt, um Felix Stein zu heiraten. Den Mann, zu dem sie immer ein kühles, distanziertes Verhältnis hatte, nämlich den älteren Bruder ihres Exfreundes. --- Felix Stein ist als Erbe eines einflussreichen Familienclans bekannt. Im Ausland hat er ein eigenes Finanzimperium aufgebaut, ein gefürchtetes Schwergewicht in der internationalen Finanzwelt. Nach der Hochzeit verwöhnt er Elena bis ins Mark und lässt ihr nahezu alles durchgehen. Als ihr Ex Elena öffentlich demütigt und sie als völlig wertlos hinstellt, schlägt Felix ihn mit einem einzigen Hieb zu Boden. „Meine Frau ist mein größter Schatz, mein Ein und Alles. Ganz gleich, wie sie ist, ich stehe zu ihr. Wenn du sie noch ein einziges Mal beleidigst, verschwindest du aus dem Stammbaum der Familie Stein!“ Erst viel später erfährt Elena, dass der Mann, vor dem sie sich damals so gefürchtet hat, sie seit zehn Jahren heimlich liebt und diese Liebe lange vorbereitet hat...
View MoreFelix’ Gesichtsausdruck wirkte auf eine seltsame Weise verletzt, fast so, als hätte er Angst, sie zu verlieren.Vielleicht hatte sie einfach Fieber, dachte sie kurz. Anders konnte sie sich nicht erklären, warum sie in letzter Zeit so schnell romantische Flausen bekam.„Felix, was redest du da? So habe ich das nicht gemeint“, sagte sie schnell.Felix’ Augen verengten sich leicht. „Was meinst du dann?“„Zwischen uns ist es doch im Moment nur so eine Art Vereinbarung. Dieser Familienanhänger ist viel zu wertvoll, ich hätte nur Angst, ihn zu verlieren, also solltest du ihn lieber aufbewahren“, sagte Elena offen und deutete dann auf die Unterlagen.„Und das hier ist auch alles viel zu kostbar.“Wenn Felix irgendwann eine Frau finden würde, die er wirklich liebte, müsste Elena all das wieder zurückgeben.Schon der Gedanke daran fühlte sich an, als würde man ihr etwas aus dem Herzen reißen.Da war es fast leichter, es gar nicht erst zu bekommen.Felix’ Miene wirkte, als wolle er sich noch ein
Elena konnte den Blick nicht von ihm lösen.Felix bemerkte es, stellte die Teetasse ab und zog eine Braue hoch. „Alles mit Opa besprochen?“Elena reagierte nicht.Seine Lippen verzogen sich leicht zu einem Lächeln, er stand auf und kam näher. „Sehe ich so gut aus?“Da fuhr Elena aus ihren Gedanken hoch, und ihre Wangen liefen augenblicklich rot an.Vor Verlegenheit senkte sie hastig den Kopf, wich seinem Blick aus und biss sich auf die Unterlippe.Sie wollte gar nicht daran denken, wie sie ihn eben angehimmelt hatte.Zum Glück kam in diesem Moment Herr Stein aus dem Arbeitszimmer, und Herr Weber holte sie zum Essen ab.Elena war heilfroh und ging eilig zum Esszimmer, ohne Felix noch einmal anzusehen....Als das Geburtstagsessen zu Ehren von Elena vorbei war, war es schon vier Uhr nachmittags.Herr Stein war alt und brauchte viel Ruhe. Bevor er sich in sein Zimmer zurückzog, legte er Felix noch ans Herz, gut zu Elena zu sein, sonst würde er es mit ihm zu tun bekommen.Felix sagte ohne
So gesehen hatten sie und Felix wohl wirklich eine Art Schicksal miteinander. Nur mochte Felix im Moment niemanden. Und an dem Tag, an dem er sich in jemand anderen verlieben würde, wäre dieses Schicksal wohl auch wieder zu Ende.Elena fühlte sich ein wenig verlegen und auch bedrückt, sagte aber ehrlich, was sie dachte. „In unserem Kreis wissen viele von der Sache zwischen Adrian und mir.“„Wenn jetzt einfach so herumgeht, dass ich Felix geheiratet habe, schadet das unweigerlich dem Ruf beider Familien. Ich mache mir Sorgen um seine Stellung in der Firma.“„Deshalb möchte ich erst eine Gelegenheit abwarten und öffentlich sagen, dass zwischen Adrian und mir nie eine richtige Beziehung als Mann und Frau bestanden hat und dass die Hochzeit abgesagt ist.“So, dachte sie, ließen sich die Folgen am ehesten begrenzen.Herr Stein hörte ihr nachdenklich zu und begann dann zu lächeln. „Elena, du bist wirklich erwachsen geworden.“„Du und Felix, ihr passt wirklich besser zusammen. Sieh dich an, d
Elena fühlte sich von seinen Worten kurz aus dem Gleichgewicht gebracht und wäre fast schon wieder ins Grübeln geraten.Dann erinnerte sie sich daran, dass das im Grunde genau Felix’ Art war.Er hatte Dinge schon immer schnell und kompromisslos geregelt, als gäbe es auf der Welt kein Problem, das er nicht lösen konnte.Früher war er wortkarg gewesen, und wenn er etwas sagte, waren seine Worte oft schneidend wie Gift.Früher war er sehr schweigsam und gleichzeitig ziemlich giftig mit der Zunge.„Gut.“ Elena riss sich aus ihren Gedanken und nickte noch einmal.„Morgen fahre ich mit dir hin“, sagte Felix. Seine Stimme war tief und ruhig, sie gab einem ein Gefühl von Sicherheit.Elena empfand es als beruhigend, dass er dabei sein würde, und nickte noch einmal. „Gut.“Am nächsten Mittag fuhren die beiden zur alten Villa der Steins.Der Butler, Herr Weber, war überrascht, als er die beiden zusammen eintreten sah.Er verhielt sich jedoch unauffällig und ging ihnen respektvoll entgegen. „Junge





