LOGINJana wirkte inzwischen völlig außer sich, beinahe wie wahnsinnig. Allein ihr Anblick war beängstigend.Mara hörte sich ihre Verwünschungen an und verlor endgültig die Geduld.„Sag mal, bist du irgendwann auch mal fertig? Du hast selbst Mist gebaut und beschimpfst jetzt auch noch alle anderen. Wie dreist kann man eigentlich sein?“Wütend ging sie auf Jana zu und verpasste ihr erneut eine kräftige Ohrfeige.Doch im nächsten Moment riss Jana plötzlich den Mund auf und biss Mara in die Hand.Mara stöhnte vor Schmerz auf und zog ihre Hand mit Mühe zurück. Auf ihrem Handrücken zeichneten sich bereits deutliche Zahnabdrücke ab, an mehreren Stellen trat Blut hervor.„Mara!“Elena erschrak und zog sofort ein Taschentuch hervor, um ihr das Blut abzutupfen.Der Biss war tief. Jana musste mit aller Kraft zugebissen haben.Mara schüttelte den Kopf.„Keine Sorge, mir geht’s gut.“Da brach Jana plötzlich in schrilles Gelächter aus.„Hahaha! Mara, jetzt bist du dran! Jetzt bist du dran!“„Endlich beko
Die Teekanne traf die Verkäuferin am Oberkörper. Sie schlug sie erschrocken zur Seite, doch der heiße Tee ergoss sich trotzdem über sie.Mit einem Schrei zuckte sie zurück.Das Messer hielt sie noch immer fest umklammert, die Klinge blitzte kalt im Licht.„Haltet sie fest!“Elena sprang auf und wandte sich scharf an ihre Sicherheitsleute.Doch die hatten längst reagiert. Noch bevor sie zu Ende gesprochen hatte, stellten sich zwei von ihnen schützend vor sie, während die anderen die Angreiferin überwältigten und ihr das Messer abnahmen.„Lasst mich los!“Die Frau wehrte sich wie wild.„Ich bringe sie um!“Gegen die kräftigen Männer hatte sie jedoch keine Chance. So sehr sie sich auch wand und sträubte, sie konnte sich nicht aus ihrem Griff befreien.Elena trat näher.„Wer bist du?“Der Blick dieser Frau kam ihr seltsam bekannt vor. Doch mit den zerzausten Haaren und der Maske vor dem Gesicht konnte Elena sie nicht einordnen.Die Frau lachte schrill.„Du Miststück! Wenn du tot bist, sage
Dabei wirkte Sebastian auf den ersten Blick sogar eher schlank. Doch unter dem Hemd zeichnete sich ein fester Oberkörper ab, und auch seine Arme waren deutlich kräftiger, als man ihm ansah.Bei diesem Gedanken schossen Mara plötzlich Erinnerungen an die wilden Nächte zwischen ihnen durch den Kopf.„Deine WhatsApp-Nachricht wurde tatsächlich gelöscht. An dem Tag war ich gerade auf Visite, als du mir geschrieben hast. Kurz darauf gab es bei einem Patienten einen Notfall. Ich hatte keine Zeit, aufs Handy zu schauen, und bin sofort zu ihm. Irgendwann in dieser Zeit muss jemand die Nachricht gelöscht haben.“Mara hörte sich diese absurde Erklärung an und sah ihn äußerst skeptisch an.„Selbst wenn dein Handy entsperrt irgendwo herumlag, wer kommt bitte auf die Idee, einfach deine Nachrichten zu löschen?“Moment.Katharina arbeitete im selben Krankenhaus wie er.Und außerdem ...Bei einem Mann wie Sebastian gab es im Krankenhaus sicher mehr als genug Ärztinnen und Pflegekräfte, die Interesse
„Liebe? Das geht dir ja ziemlich leicht über die Lippen, Frau Topmodel.“Die Stimme hinter ihr war kühl, mit einem deutlich spöttischen Unterton.Und nur allzu vertraut.Mara drehte sofort den Kopf.„Sebastian?“Dann merkte sie erst richtig, dass er sie noch immer festhielt.„Bist du verrückt? Lass mich los!“Sie versuchte, sich aus seinem Griff zu befreien, doch Sebastian zog sie nur noch enger an sich.In seinen sonst so ruhigen Augen lag ein ungewohnt schelmischer Ausdruck.„Sebastian!“Mara war einen Moment irritiert, wurde dann aber erst recht wütend und wehrte sich noch heftiger.Jens stand mit unzähligen Einkaufstüten beladen daneben und sah aus wie der persönliche Gepäckträger der beiden.Als er die Szene bemerkte, wollte er sofort eingreifen.Doch ein einziger Blick von Elena hielt ihn zurück.Im selben Moment ließ auch Sebastian Mara endlich los.Er sah zu Elena.„Kann ich Mara kurz entführen?“Elena wusste längst, dass zwischen den beiden mehr lief, als Mara zugeben wollte.
Erst nachdem Elena aufgelegt hatte, fiel ihr etwas auf.Felix’ Karte?Eigentlich hatte sie die gar nicht nötig.Die Anteile, die Felix ihr übertragen hatte, waren nie zurückübertragen worden. Elena hielt nach wie vor den größten Anteil an der Stein-Gruppe.Wenn man es genau nahm, lag der Konzern momentan sogar eher in ihrer Hand als in seiner.Allerdings wusste Elena auch, dass Felix seine Sicherheit längst nicht nur aus der Stein-Gruppe zog.Da war schließlich noch die internationale Finanzgesellschaft, die er im Ausland führte.Was er sich aus eigener Kraft aufgebaut hatte, war selbst für Elena beeindruckend.Elena war noch nicht lange im Separee, als Mara ebenfalls eintraf.„Siehst du? Pünktlich.“Kaum saß sie, griff sie nach der Teetasse vor sich und trank sie in einem Zug leer.Sie trug ihr übliches Make-up und sah wie immer glamourös aus, ohne dabei übertrieben zu wirken. Ihre Augen waren klar und wach, insgesamt machte sie einen erstaunlich fitten Eindruck.Elena war sofort erle
Mara fand diese Aussage einfach nur lächerlich.Und damit war ihr Interesse endgültig verflogen.„Sebastian, das ist nicht nötig“, sagte sie kühl. „Es interessiert mich nicht, und ich will es auch gar nicht wissen.“„Wie du willst. Dann liegt es jedenfalls nicht daran, dass ich es nicht angeboten hätte.“Noch bevor er etwas erwidern konnte, legte Mara entschlossen auf und rief sofort Elena an.„Tut mir leid, ich bin gerade erst aufgewacht.“„So spät?“Elena kniff leicht die Augen zusammen.„Hast du gestern Abend getrunken?“Typisch beste Freundin.Ihr entging wirklich nichts.„Nur ein bisschen. Keine Sorge, ich komme nicht zu spät. Wollen wir Japanisch essen? Ich habe Lust auf Lachs.“Mara lachte und lenkte damit geschickt vom Thema ab.Elena stimmte lachend zu.Nachdem sie aufgelegt hatte, sah Mara, dass Sebastian nicht lockerließ und ihr noch zwei weitere Nachrichten geschickt hatte.Sie ignorierte sie, legte das Handy weg und ging ins Bad, um sich fertig zu machen.Sebastian saß in
Die spöttische Stimme am anderen Ende der Leitung drang in ihr Ohr. Erst nach einigen Sekunden fand Elena ihre Fassung wieder. „Felix, dein Bruder hat mich gerade nach Strich und Faden verarscht und jetzt bist du dran, ja?“Am Telefon war Felix Stein, Adrians leiblicher Bruder.Als Elena damals mit
„Sag mal, Adrian, heute wolltest du doch mit Elena zum Standesamt. Hast du keine Angst, dass sie ausrastet, wenn du nicht hingehst?“„Ach was, Elena hängt doch an ihm wie eine Klette. Selbst wenn sie kapiert, dass er nur wegen Nina nicht hingegangen ist, schluckt sie das trotzdem.“„Eben. Gegen Nina
Am anderen Ende der Leitung wurde aufgelegt.Für einen Moment wurde Adrian die Brust eng. Unruhe und blanke Wut flackerten in ihm auf, ausgelöst von der Männerstimme, die er eben im Hintergrund gehört hatte.Hat Elena sich schon einen neuen Mann gesucht?Doch kurz darauf entwich ihm nur ein verächtl
Einen Moment lang setzte bei Elena der Verstand aus. Sie wurde knallrot, biss sich auf die Unterlippe, stellte sich auf die Zehenspitzen und hauchte Felix einen Kuss auf die Wange.„Reicht das jetzt?“Kaum hatte sie ihn geküsst, wollte sie sich schon wieder zurückziehen.Felix’ Pupillen weiteten sic







