LOGINIch wurde wiedergeboren und kehrte an den Tag vor meiner Hochzeit zurück. Und das Erste, was ich tat? Ich tauschte den Bräutigam mit meiner Schwester. Beim letzten Mal hatte ich Julian geheiratet, einen sanften Tech-Magnaten. Er kam mit meinem hitzigen Temperament nicht zurecht, und ich hielt seine weiche Art auf Dauer nicht aus. Unsere Ehe zerbrach schon nach einem Jahr. Meine Schwester, süß und schüchtern, war in eine arrangierte Ehe mit Robin Kane geraten, dem Don der mächtigsten Mafiafamilie New Yorks. Dieses brutale, chaotische Leben hielt sie nicht aus. Von Robins angeblicher Jugendliebe Isabella zermürbt, glitt sie in eine tiefe Depression und starb schließlich. Als ich also zurückkehrte, traf ich eine Entscheidung: Ich würde den Don heiraten. Nur hatte ich nie damit gerechnet, dass sich dieser kalte, unbeugsame Mann nach der Hochzeit in jemand völlig anderen verwandeln würde. Nacht für Nacht hielt er mich fest, küsste mich, als wäre er besessen, und raunte mir ins Ohr: „Braves Mädchen. Ich lasse es dir gutgehen. Nur noch einmal, Baby?“
View MoreDer Sturm hatte sich gelegt.Der Ruf meiner Firma war steil nach oben geschossen, und ausgerechnet dieser Vorfall hatte uns ironischerweise noch mehr Aufträge eingebracht. Robin und ich fanden endlich die Zeit, meiner Familie einen offiziellen Besuch abzustatten.Als ich vor der vertrauten Villa stand, merkte ich plötzlich, dass meine Handflächen feucht wurden. Ich, eine Frau, die vor nichts Angst hatte, war nervös.„Bist du nervös?“ Robin sah auf mich herab. Auf seinen Lippen lag ein spöttisches Lächeln.„Na klar“, gab ich zurück. „Beim letzten Mal bin ich einfach abgehauen. Mein Vater hat Temperament. Wahrscheinlich bricht er mir heute die Beine.“Robin lachte, zog mich in seine Arme und küsste mich auf die Stirn.„Keine Sorge. Wenn er zuschlägt, fange ich es für dich ab. Und jetzt hör auf, vor der Tür zu zittern, meine Königin.“Die Tür ging auf.Mein Vater stand dort. Sein Gesicht war finster, in der Hand hielt er einen Stock. Hinter ihm standen meine Mutter und Elena und sahen uns
Robin trug nur ein schwarzes Hemd, die Ärmel bis zu seinen kräftigen Unterarmen hochgekrempelt. Doch die kalte Gewalt, die von ihm ausging, genügte, um jeden auf der Stelle erstarren zu lassen.„B ... Boss Robin!“Marco verlor augenblicklich jeden Mut. Von seiner Arroganz war nichts mehr übrig. Er fiel direkt vor uns auf die Knie, mitten in den Schlamm.Isabella war noch panischer. Aschfahl versuchte sie, sich hinter ihm zu verstecken.„Ihr sprengt das Geschäft meiner Frau in die Luft. Ihr bedroht meine Frau.“ Robin würdigte die beiden nicht einmal eines Blickes. Er kam einfach zu mir, legte einen Arm um meine Schultern und überprüfte sofort, ob ich irgendwo verletzt war. „Zora, was soll mit diesem Abschaum passieren?“Ich senkte die Waffe und sah auf das Paar hinunter, das eben noch so großspurig gewesen war.„Bring sie zum Reden. Ich will wissen, wer den Befehl gegeben hat.“Robin hob nur eine Hand.Ein paar Leibwächter traten vor und packten Marco und Isabella, als wären sie nichts.
Als ich ihre Worte im Vorbeigehen aufschnappte, hob ich unwillkürlich eine Braue.Isabella war mit Marco zusammen?Marco war ein bekannter Widerling. Ein Schoßhund der Familie Valenti.War Isabella wirklich so verzweifelt? Oder einfach nur so dumm?Robin verschwendete keinen Gedanken an diese beiden.Er war mit der Expansion der Familie an der Westküste beschäftigt, während ich in New York den Start meiner Sicherheitsfirma „The Fortress“ vorbereitete.Ich hatte ganz sicher nicht vor, als Frau des Bosses in einem goldenen Käfig zu sitzen.Der erste Auftrag für The Fortress bestand darin, ein neues Hightech-Sicherheitszentrum der Familie Kane in Brooklyn zu übernehmen und aufzurüsten.Es sollte mein Aushängeschild werden. Meine Bühne. Der Ort, an dem ich der gesamten Unterwelt zeigen würde, was ich konnte.Ich überwachte die Bauarbeiten persönlich, damit alles perfekt wurde.Doch in der Nacht vor der Eröffnungsfeier drang jemand ein und platzierte eine Bombe.Meine ganze Arbeit ging in F
Isabella verschwand danach, und es war mir völlig egal, wo sie am Ende landete.In der Familie Kane hatte sich der Wind gedreht.Die Blicke, die mir früher voller Verachtung begegnet waren, trugen nun Respekt in sich. Und Angst.Immerhin war ich die Frau, die den Boss über die Schulter geworfen und seiner sogenannten Ex vor aller Augen eine Ohrfeige verpasst hatte.Ich blieb nicht untätig.Robin ließ mir völlig freie Hand, und ich begann, die schlampige Sicherheit der Familie gründlich auf Vordermann zu bringen.Diese arbeitsreichen, erfüllenden Tage ließen auch meine Beziehung zu Robin schnell intensiver werden.Der kalte, distanzierte Mann war hinter verschlossenen Türen ein besitzergreifendes Raubtier. Nacht für Nacht schien er fest entschlossen, mich bis an meine Grenzen zu treiben.Es war heftig.Und Gott, ich liebte es.Eines Abends, zwei Monate später.Ich hatte gerade eine Liste mit neuer Sicherheitsausrüstung durchgesehen und betrat das Schlafzimmer. Dort saß Robin und starrte





