LOGINAls Laila von Jason Bradshaw schwanger wurde, ihrem Adoptivbruder und dem jungen Alpha ihres Rudels, klammerte sie sich an eine letzte Hoffnung. Vielleicht gab es nun endlich einen Grund, sich ihren Platz in seiner Welt zu erkämpfen. Doch dann kehrte Jason nach Hause zurück. An seiner Seite stand seine Schicksalsgefährtin. In diesem Moment begriff Laila, wie wenig sie ihm bedeutete. Für ihn war sie nichts weiter als ein Schatten, den man aus dem Rudel stoßen konnte. Ausgestoßen und allein verschwand Laila in die Menschenwelt. Alles, was ihr blieb, war ein gebrochenes Herz und das winzige Leben unter ihrem Herzen. Dort wollte sie ihr Kind schützen. Nicht als schwache, verstoßene Wölfin, sondern auf ihre eigene Weise. Sechs Jahre später nannte Laila sich Vanessa Harper. Das zerbrechliche Mädchen ohne eigenen Wolf gab es nicht mehr. Vanessa war stark, angesehen und kaum wiederzuerkennen. Mit ihrer Tochter Ava baute sie sich ein ruhiges Leben auf. Ein Leben fern von Jason, fern vom Rudel und fern von allem, was sie einst zerstört hatte. Doch das Schicksal war nicht mit ihr fertig. Alte Lügen, Rudelpolitik und die Wahrheit über Ava rissen die Vergangenheit wieder auf. Laila wollte fliehen wie damals. Doch diesmal ließ Jason sie nicht noch einmal gehen.
View MoreLailas PerspektiveEr erschien so plötzlich, als trat er direkt aus meinen Gedanken heraus. Oder als genügte die Frage des Heilers, um ihn herbeizurufen.„Ich kann gleich spenden“, sagte er. „Und ich gebe Ava weiter Wolfessenz, solange sie welche braucht.“Der Heiler nickte.„Ihre Hilfe ist entscheidend für ihre Genesung. Nach einer erfolgreichen Operation sollte ihre Wölfin allmählich wieder aus eigener Kraft überleben können. Bis dahin sind wir für jede Spende dankbar.“„Ja“, sagte ich. „Danke.“Jason sah mich an. Wieder schien etwas zwischen uns aufzuflammen. Ich versuchte, es zu ignorieren.„Ich tue alles, um ... einem Kind zu helfen.“Vor den letzten Worten zögerte er. Als wollte er ursprünglich etwas anderes sagen.„Dann entschuldigen Sie mich bitte“, sagte der Heiler und ging.Beinahe hielt ich ihn zurück. Nicht wegen einer Frage. Ich wollte einfach nicht mit Jason allein sein.Es war zu viel. Meine Gefühle für ihn waren verwirrender denn je. So früh am Morgen fehlte mir jede Kr
Lailas Perspektive„Du musst dich von ihm fernhalten“, sagte William.„Ich weiß.“„Kündige die Verträge.“„Nein“, erwiderte ich sofort. „Sie bringen uns viel zu viel ein. Und der Erfolg verschafft uns neue Kunden.“Leiser fügte ich hinzu: „Ich brauche das Geld.“„Ich kann dir geben, was du brauchst.“„Nein.“„Sobald wir verheiratet sind ...“„William.“„Ich meine es ernst. Das ist die perfekte Gelegenheit. Ich kann für euch sorgen. Wenn du mit Jason abgeschlossen hast, spricht doch nichts mehr dagegen, meinen Antrag anzunehmen.“Vielleicht hatte er in mancher Hinsicht recht. Trotzdem fühlte es sich falsch an.Ich musste meine Gefühle für Jason loswerden. Das bedeutete aber nicht, dass ich sofort eine neue Beziehung eingehen musste.Oder, bei allen Göttern, gleich eine Ehe!„Du überstürzt das“, sagte ich. „Ich brauche Zeit.“„Ich kann für dich und Ava da sein. Wenn du mir nur vertraust ...“„Darum geht es nicht.“„Worum dann?“„Ich bin noch nicht bereit.“Er seufzte.„Das bist du nie.“
Lailas PerspektiveAuf dem Stuhl neben Avas Bett zu schlafen war inzwischen Gewohnheit. Als ich die Augen öffnete, ihren Herzmonitor hörte und das schmerzhafte Ziehen im Nacken spürte, überraschte mich nichts davon.Mein ganzer Körper war steif. Ich streckte mich vorsichtig. Dabei wachte auch Ava auf.„Guten Morgen, Mami ...“„Guten Morgen, mein Engel. Wie geht es dir?“„Ganz gut.“ Sie rieb sich die Augen. „Bin müde.“„Es ist früh. Schlaf ruhig noch etwas.“„Vielleicht ...“Ihre Lider fielen schon wieder zu.Ich wartete, bis sie gleichmäßig atmete. Dann schlich ich hinaus, um Kaffee zu holen.Meine eigenen Augen hielt ich kaum offen. Ich schlurfte durch den Flur und fühlte mich noch halb im Schlaf. An die Nächte auf dem Stuhl gewöhnte sich mein Körper offenbar nie richtig. Meine Gedanken lagen unter einer dicken Schicht Watte. Am liebsten rollte ich mich irgendwo zusammen und schlief weiter.Kaffee.Ich brauchte eine Tasse, um mich wieder einigermaßen lebendig zu fühlen. Wenigstens etw
Jasons PerspektiveEine Standpauke stand mir bevor. Daran führte kein Weg vorbei.Meine Eltern und Brittany warteten in einem Salon. Als ich eintrat, verschränkte sie die Arme und sah demonstrativ weg. Noch immer wütend.Ich nahm es ihr nicht übel.Mein Vater betrachtete mich mit einem Blick, der seine Enttäuschung überdeutlich zeigte.Nur Mama schien auf meiner Seite zu stehen. Sie sah mich sanfter an. Verständnisvoller. Unser Gespräch brachte uns wieder näher. Bei meinem Vater rechnete ich damit nicht. Mit Brittany wollte ich es im Moment gar nicht versuchen.„Setz dich, Jason.“ Er deutete auf den Platz neben ihr.Ich kam der Aufforderung nach.„Was passiert ist, können wir nicht ändern“, begann er. Sein Blick wanderte zwischen uns hin und her. „So sehr wir es uns auch wünschen.“Ich schwieg.„Jetzt müssen wir den Schaden begrenzen.“„Brittany und ich klären unsere Beziehung selbst.“In diesen Teil unseres Lebens musste er sich nicht einmischen.„Eure Beziehung interessiert mich nich











