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Kapitel 187 – Heimkehr

last update publish date: 2026-10-30 13:29:19

Jace

Die schweren Tore der Palisade von Blackthorn erheben sich vor uns. Fackeln brennen auf den Wachplattformen und werfen goldenes Licht über den Schnee. Das Geräusch genügt, um etwas in meiner Brust zu sprengen: Ein Chor aus tiefen, anschwellenden Heulrufen hallt durch das Tal, als das Rudel unsere Rückkehr spürt.

An der Grenze werden wir langsamer. Pfoten werden zu Stiefeln, Fell zu Haut und Kleidung. Einen Moment lang bewegt sich niemand. Die Kälte beißt weniger, als sie sollte. Der Geruch
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    RonanDas Blockhaus hält den Atem an, während Eli nackt dasteht und der Feuerschein an seinen Seiten emporleckt wie etwas, das kosten möchte, was es berührt.Sein Duft durchzieht die Luft. Eine scharfe, berauschende Mischung aus Wolf, Schweiß und dem rohen Biss des Verlangens. Ich spüre ihn an meinen Rippen knistern, einen Schmerz, der keiner ist, einen Hunger, der nicht weiß, wo er endet, und nicht akzeptiert, dass er das niemals tun wird.Als ich von der Kontrolle der Grenzen zurückkehre, umkreist Eli bereits das Kreuz. Seine Finger geistern über das dunkel gebeizte Holz, als hinge daran alles, was er sich wünscht.„Wirst du mich darum bitten lassen?“, schnurrt er. Ich antworte nicht. Das ist nicht nötig. Seine Pupillen sind weit, seine Haut ist vom ruhelosen Gehen und vom Verlangen gerötet. Sein frecher Mund krümmt sich schon zu der vertrauten Herausforderung.„Alpha“, sagt er und zieht das Wort in die Länge, als schmeckte es gut. „Mir ist langweilig.“Langsam und gemessen gehe ich

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    EliIch sinke hinunter, als hätte die Schwerkraft mich gerufen. Der Boden ist vom Feuer warm, und mein Magen macht einen Satz, als er dicht vor mich tritt. Die Welt schrumpft auf ihn und das Gefühl seines Daumens, der im Kupferring in Form eines Unendlichkeitszeichens an meinem Hals hängt.„Hände“, sagt er und reicht mir seinen Gürtel. Noch nicht, um mich zu fesseln, nur damit ich ihn halte. Ich wickle ihn um meine Handflächen und spüre, wie es sich später anfühlen wird, wenn er die echten Fesseln benutzt. Er beobachtet, wie die Erkenntnis mich trifft, und merkt sie sich.„Das ist keine Prüfung. Es ist eine Erinnerung.“ Mit einem Fingerknöchel hebt er mein Kinn. „Atme für mich.“Das tue ich. Darin bin ich besser geworden. Er legt die Hand auf meinen Scheitel und sieht mit Ehrfurcht auf mich hinab. Mein Körper schwenkt eine Flagge. Mein Mund wird trocken. Ich will alles. Er gibt mir nichts außer diesem Gewicht und seinem Blick, der wie ein feierliches Versprechen auf mir ruht.„Jetzt s

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    EliRonan sitzt am Tisch. Vor ihm liegt die große Karte ausgebreitet und an den Ecken von allem beschwert, was seine Hände fanden: der Wetzstein, ein Becher und eine meiner Gürtelschnallen, die er gestohlen haben muss, als ich nicht hinsah.Er beugt sich über die eingezeichneten Bergkämme und Bäche wie ein Feldherr, was er auf seine Weise ist, und wie ein geduldiger Mann, was er ganz und gar nicht ist. Seine Schultern bilden eine Mauer. Das Lampenlicht zeichnet die Konturen seines Körpers nach und macht aus seinem Rücken einen Schrein für Arbeit, Pflichterfüllung und anstößig breite Muskeln.Seit fast einer Stunde habe ich versucht, ihn abzulenken.„Du könntest wenigstens so tun, als würdest du mich vermissen“, sage ich von der Bettkante.„Du bist drei Schritte entfernt.“ Sein Stift kratzt weiter über das Papier.„Man kann auch über drei Schritte hinweg Sehnsucht empfinden.“„Du hast seit dem Abendessen zweimal auf meinem Schoß gesessen.“„Das war taktisch.“„Du hast mir in den Hals g

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    JaceDie schweren Tore der Palisade von Blackthorn erheben sich vor uns. Fackeln brennen auf den Wachplattformen und werfen goldenes Licht über den Schnee. Das Geräusch genügt, um etwas in meiner Brust zu sprengen: Ein Chor aus tiefen, anschwellenden Heulrufen hallt durch das Tal, als das Rudel unsere Rückkehr spürt.An der Grenze werden wir langsamer. Pfoten werden zu Stiefeln, Fell zu Haut und Kleidung. Einen Moment lang bewegt sich niemand. Die Kälte beißt weniger, als sie sollte. Der Geruch von Zuhause trifft mich wie ein Segen.Ronan tritt als Erster vor. Noch immer beugt das gesamte Rudel sich um seine Schwerkraft. Er muss nicht rufen, damit das Tor aufschwingt. Oben sieht jemand ihn und läuft zu den Riegeln. Das Stöhnen des Mechanismus klingt nach Erleichterung.Als wir die Schwelle überqueren, explodiert die Welt in Lärm.Dutzende Wölfe fluten den Hof. Soldaten aus Blackthorn, Heiler, Welpen, die zu aufgeregt sind, um zurückzubleiben. Halb ungläubig, halb freudig und vollständ

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    HazelSeit Tagesanbruch sind wir unterwegs und halten unsere Formation, ohne Worte zu brauchen. Wölfe brauchen sie nicht. Jedes Zucken eines Ohres, jede Veränderung im Tempo, jeder Atemzug genügt. Nach Silvercrest fühlt die Stille sich verdient an.Jace läuft vor uns, ein dunkler Streifen, der den Schnee durchschneidet. Er erkundet den Weg, aber er sieht aus wie die Freiheit selbst. Jeder Schritt abgemessen und mühelos. Ich halte hinter ihm das Tempo und die Linie eng. Die anderen verteilen sich auf beiden Seiten, ein bewegtes Sternbild aus Fell, Atem und stiller Kraft.Natürlich ist Eli derjenige, der die friedliche Stille bricht.Mir friert der Arsch ab!, beschwert er sich über die Rudelverbindung. Seine Gedankenstimme ist dick von gespieltem Leid.Ronans Antwort grollt tief und belustigt durch die Verbindung. Ich dachte, du wolltest unbedingt nach Hause? Und pass gut auf diesen Arsch auf. Er gehört mir.Eli murrt in maßlos übertriebener Verzweiflung. Ich hoffe, ihr habt alle Freude

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    KieranOhne den Schatten meines Vaters, der sich über ihn legt, fühlt der Hof sich anders an. Stiller, als er sein sollte. Ich nehme an, Enden sind das immer.Die Wölfe aus Blackthorn bereiten ihre Abreise vor. Kein Fanfarenstoß, keine Parade. Nur Gepäck, das auf Schultern gehoben wird, und gelegentliche leise Befehle.Sie bewegen sich, ohne etwas besprechen zu müssen. Jeder weiß, was von ihm erwartet wird. Diese Effizienz lässt mich schmerzen. Zugleich erneuert sie meinen Entschluss, unsere eigenen Krieger auf dasselbe Niveau zu bringen.Mara kommt als Erste zu mir. Sie ist in ihre Reisejacke gehüllt, ihre Haltung so unbeugsam wie immer. „Du wirst Geduld brauchen“, sagt sie und lässt den Blick über den Hof wandern, statt mir ins Gesicht zu sehen. „Und eine Wirbelsäule aus Eisen. Lass sie niemals Zögern riechen. Nicht einmal, wenn du für sie blutest.“„Ich werde versuchen, daran zu denken.“Der Hauch eines Grinsens biegt ihren Mund. „Versuch es nicht. Tu es.“ Dann ist sie schon wieder

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