Mag-log inEliZuerst bewegt Ronan sich nicht. Er lässt nur das versprochene Knurren durch den Raum und durch mich vibrieren, bis die Seile mitsummen, bis meine Welt auf das zusammenschrumpft, was seine Hände entscheiden.Leder flüstert. Stahl antwortet.Das Messer kehrt auf meine Haut zurück wie ein Kuss, dem niemand Manieren beigebracht hat. Ich zucke zusammen, weil ich es nicht sehen kann, weil meine Nerven viel zu straff gespannt und vollkommen auf ihn eingestimmt sind. Dann landet seine Handfläche auf meinem Brustbein, groß und fest.„Atmen“, sagt er.Ich gehorche. Fülle meine Lungen mit dem harzigen Rauch des Kaminfeuers und mit ihm. Der würzigen Salznote seines Schweißes, dem klaren Hauch von Seife und jener dunkleren Spur, die nur Wolf ist. Meine Brust hebt sich unter seiner Hand. Sie drückt mich hinunter, als wollte sie sagen: Gut. Und jetzt bleib liegen.Kälte trifft Hitze an der Stelle, die das Buch vorgibt. Die flache Seite der Klinge gleitet von der Mulde unter meinem Hals bis zum o
EliDie Seile summen.Nicht wirklich. Aber so fühlt es sich an. Als hätte jemand meine Nerven über Ronans Hände gespannt und viel zu straff gestimmt.Ronan hat mich rückwärts auf die Dielen geführt, ohne die Fessel an meinen Handgelenken zu lösen. Inzwischen liege ich auf dem Rücken auf dem Boden des Blockhauses. Überall um mich herum ziehen sich mit schwarzer Kohle gezeichnete Runen über die Dielen, dicke Linien, die aussehen, als hätte ein uralter Wolf sie geträumt.Sie sind grob, verwischt und ein wenig lächerlich. Das spielt keine Rolle. Die Leinwand, die Ronan wirklich haben wollte, ist meine Haut. Schwarzer Staub liegt in Streifen auf meiner Brust und meinen Hüften. Er ist dort verschmiert, wo sein Daumen sich zu fest in mich gedrückt hat, während er auf mir zeichnete.Ich war nicht darauf vorbereitet, wie erregend das sein würde. Wie es jede Zelle meines Körpers hilflos erzittern lässt. Wie ich sabbere und bettle, während Ronan mir erbarmungslos befiehlt, ein braver Junge zu se
EliEs beginnt mit einem Klopfen.Nicht Jaces hartes, ungeduldiges Pochen oder Hazels fröhliches Chaos. Dieses Klopfen ist zögerlich, als hätten die Fingerknöchel Angst, sich dem Holz gegenüber unhöflich zu verhalten.Als ich die Tür öffne, steht Nessa davor. Ihre Wangen sind von der Kälte gerötet, an ihre Brust drückt sie ein Buch, als schmuggle sie verbotene Ware.Sie gehört zu den Stilleren im Rudel und ist die Enkelin der alten Hilda, die den Welpen am Feuer Geschichten erzählt, wenn sie nicht schlafen können. Nessa ist praktisch veranlagt, unter ihren Fingernägeln steckt immer Erde aus den Gärten. Doch heute leuchten ihre Augen auf eine Art, die nicht zu ihrer üblichen Ruhe passt.„Kann ich …“ Sie sieht an mir vorbei ins Blockhaus. Ronan liegt ohne Hemd auf dem Bett und behauptet, sich auszuruhen, während er in Wahrheit finster auf seinen Papierkram hinunterstarrt. „Kann ich mit dir reden? Nur mit dir?“Damit hat sie meine Aufmerksamkeit. Ich trete hinaus und ziehe die Tür hinter
EliIn den Wochen seit der Schlacht habe ich mich an die ständig brodelnde Anspannung in Blackthorns Halle gewöhnt.Männer beugen sich über Karten. Maras Messer liegen wie Satzzeichen auf dem Tisch. Hazel hockt im Gebälk, den Bogen quer über den Knien. Die Luft summt vor Wachsamkeit, während alle so tun, als wären Redmaw und Ashgrave keine offenen Wunden mehr.Doch heute riecht es anders. Fremdes Leder. Geölter Stahl. Parfüm, so beißend, dass es Schweiß überdecken soll. Silvercrest hat einen Besucher geschickt.Der Gesandte ist hochgewachsen und hager. Er trägt sein Haar so straff nach hinten geflochten, dass allein der Anblick wehtut. Sein weißgrauer Rudelumhang ist mit Silberfäden gesäumt, die im Feuerschein glänzen wie Münzen auf Schnee. Er verbeugt sich einmal, steif und der Form nach respektvoll, auch wenn von echtem Respekt nichts zu merken ist.Mein Wolf sträubt bereits das Fell, bevor der Mann den Mund öffnet.„Alpha Vale.“ Seine Stimme ist glatt, jeder Laut mit Charme lackier
JaceRonan müsste noch immer halb tot aussehen. Eine durchbohrte Lunge, zerrissene Rippen und ein halber Brustkorb voller Metallsplitter verlangen das normalerweise. Doch er tut es nicht.Eine Woche nach der Schlacht sitzt unser Alpha am Kopfende des Kriegstisches. Die Narben liegen unter einem schwarzen Hemd und frischer Gaze verborgen. Er sieht aus, als hätte er sich im Schnee ausgeblutet, nur um herauszufinden, wie weit man den Tod treiben kann, bevor er daran zerbricht.Er gibt sich wie ein Mann, der die Antwort bereits kennt: sehr weit, wenn Eli Vale seine Hände im Spiel hat.Das Rudel spürt es. Man kann es in der Luft der Halle schmecken, sieht es an der Art, wie die Männer sich bewegen. Niemand murrt mehr über Ronans „streunenden“ Omega. Keine abfälligen Bemerkungen über Elis scharfe Zunge oder darüber, dass er unseren Alpha ablenke.Sie betrachten ihn wie die andere Hälfte eines Wunders. Eli weicht nicht von Ronans Seite. Nicht zum Essen, nicht zum Schlafen. Nicht einmal jetzt
RonanEr beugt sich hinunter und leckt über meine Eichel. Ein langsamer Zug seiner Zunge, der meine Finger das Laken packen lässt. Er lässt sich Zeit mit mir. Umkreist mich, kostet, atmet meinen Geruch ein, als hätte er ein ganzes Leben nachzuholen. Dann öffnet er den Mund und nimmt mich auf – heiß und feucht und selbstgefällig, während seine Kehle sich um mich schließt.Mein Rücken biegt sich durch. „Eli.“Er summt sündhaft. Die Vibration schlägt durch meinen ganzen Körper. Langsam saugt er an mir, die Wangen eingezogen, eine Hand fest um meinen Ansatz geschlossen, während die andere sich über meinen Bauch legt, als gehöre ihm alles darunter. Jedes Mal, wenn ich die Hüften heben will, drückt seine Handfläche mich zurück auf die Matratze.„Ganz ruhig“, murmelt er, als er mich mit feuchten Lippen loslässt. Zwischen seinem Mund und meinem Schwanz glänzt ein Speichelfaden, bevor er reißt. „Ärztliche Anweisung.“„Du bist kein Arzt“, presse ich hervor.„Sobald du nackt bist, bin ich einer.







