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KAPITEL 81

Autor: Jocelyne
last update Fecha de publicación: 2026-09-16 18:27:44

DAS WESEN, DAS NICHT HÄTTE ENTFLIEHEN DÜRFEN

THOMAS’ PERSPEKTIVE

„Ich dachte, du hättest damit abgeschlossen.“

Der Gesichtsausdruck meines Vaters verhärtete sich. „Womit?“

„Mit Abigail.“

Ich stand meinem Vater in seinem Arbeitszimmer gegenüber, die Hände an den Seiten geballt.

„Ich weiß, wozu du fähig bist, Dad“, fuhr ich fort. „Und ich weiß, dass du mich gewarnt hast, mich von ihr fernzuhalten. Aber etwas auf ihre Freundin anzusetzen? Ich dachte, du hättest damit aufgehört.“

Adrian starrte mi
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    DER BESUCHER ABIGAILS PERSPEKTIVEThomas saß am anderen Ende des Tisches, gekleidet in eine dunkle Hose und ein schwarzes Hemd, dessen Ärmel bis zu den Unterarmen hochgekrempelt waren. Er sah aus, als wäre er schon seit Stunden wach.Eine Krankenschwester stand neben Veronicas Stuhl mit einer kleinen Papiertüte und einer Flasche Wasser.„Ihre Medikamente“, sagte sie.Veronica bedankte sich und nahm sie entgegen.Die Krankenschwester gab ihr noch einige Anweisungen, bevor sie den Raum verließ.Thomas blickte auf, und sein Blick fiel sofort auf mich, als ich auf den Tisch zuging.Er bemerkte das Zögern in meinen Bewegungen.„Setz dich.“Ich setzte mich Veronica gegenüber. Vor mir stand ein Teller mit Frühstück.Ich starrte darauf, ich hatte keinen Hunger.Thomas nahm seine Kaffeetasse in die Hand. „Du isst ja gar nichts.“„Ich weiß.“„Warum hast du dich dann hingesetzt?“Ich sah ihn an. „Veronica hat mich darum gebeten.“Sein Mund verzog sich leicht.Veronica verdrehte die Augen. „Dir

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    DIE FRAGEN, DIE ICH NIE GESTELLT HABEAbigails PerspektiveIch wachte auf, und der Geschmack der Angst lag mir noch immer im Mund.Einige Sekunden lang rührte ich mich nicht. Ich starrte an die Decke über mir und lauschte dem leisen Summen der Klimaanlage und den schwachen Geräuschen von Bewegungen irgendwo hinter meiner Schlafzimmertür. Das Morgenlicht drang durch die Vorhänge und zeichnete blasse Streifen auf den Boden.Alles sah normal aus, und genau das war das Problem. Seit Wochen hatte sich nichts in meinem Leben mehr normal angefühlt.Ich schloss die Augen, und sofort tauchte Cheryls Gesicht wieder vor mir auf. Ihre Finger, die sich in meinen Arm gruben, und ihre wütende Stimme, die wissen wollte, was ich mit Thomas tat.Der plötzliche Druck, der durch meinen Körper geschossen war und sie quer durch den Raum geschleudert hatte. Das Geräusch, als ihr Körper auf den Steinboden aufschlug.Ich öffnete die Augen wieder, und mein Herz schlug viel zu schnell. Ich richtete mich auf und

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    DIE KRAFT, DIE ICH NICHT ERKLÄREN KONNTEAus Thomas’ SichtIn dem Moment, als ich Abigails Zimmer verließ, wusste ich, dass ich einen Fehler gemacht hatte, weil ich ihr zu viel erzählt hatte. Ich blieb am Ende des Flurs stehen und starrte auf die geschlossene Tür hinter mir.Mein Wolf zappelte unruhig unter meiner Haut.Gefährte.Ich biss die Zähne zusammen. „Nicht jetzt.“Er knurrte als Antwort, aber ich ignorierte ihn und ging auf die Treppe zu. Meine Gedanken kreisten nicht um die Bindung, sondern um das, was unten passiert war.Ich hatte schon gesehen, wie Werwölfe mit bloßen Händen Knochen brachen. Ich hatte gesehen, wie Vampire sich schneller bewegten, als das menschliche Auge folgen konnte. Ich hatte gesehen, wie Hexen Gegenstände mit Zaubersprüchen manipulierten, aber das hatte mit nichts davon zu tun.Die Kraft war einfach aus Abigail hervorgebrochen.Und für eine einzige Sekunde hatte ich etwas gespürt, das sogar meinen Wolf zum Schweigen brachte. Uralt – das war das einzig

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