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Kapitel 6

Author: Frühlingssonne
Eigentlich wollte sie dieser Heuchlerin Diana gar keine Beachtung schenken. Doch sie saß direkt hinter ihnen und hörte mit, wie Diana vor ihrer Freundin prahlte. Diana hatte behauptet, dass Alexander sie an dem Tag mitgenommen habe, an dem Anna ihr Brautkleid ausgesucht habe. Er habe sie ebenfalls Brautkleider anprobieren lassen und Anna hintangestellt.

In diesem Moment verstand Elena alles. Annas bedrücktes Schweigen an jenem Tag sowie die Schwellung und Rötung an ihrem Knöchel ergaben plötzlich einen Sinn.

Anders als Anna hatte Elena keine Geduld. Zwei Ohrfeigen waren für Diana noch mild.

Alexanders Gesicht verdüsterte sich. „Das ist eine Sache zwischen Anna und mir. Da hast du dich nicht einzumischen.“

Während er sprach, fiel sein eiskalter Blick auf Anna, die gerade zu Elena trat. Sein Abscheu war unverhohlen.

„Ich dachte, ein paar Tage würden dich zur Besinnung bringen. Stattdessen hast du Elena angestiftet, um Diana Ärger zu machen.“

Annas Gesicht wurde leichenblass. „Du denkst, ich habe Elena absichtlich von der Brautmodengeschichte erzählt?“

„Was sonst? Wie sollte sie es sonst erfahren haben? Bei einer so giftigen Frau wie dir wundert es mich nicht, dass deine Familie dich rausgeworfen hat. Mein größtes Bedauern ist, mich je in dich verliebt zu haben!“

Anna taumelte und trat zwei Schritte zurück. Sie wirkte zerbrechlich, als würde sie gleich zusammenbrechen.

Vor acht Jahren, als er ihr seine Liebe gestanden hatte, hatte er gesagt, das größte Glück seines Lebens sei es, ihr begegnet zu sein.

Acht Jahre später sagte er wegen einer anderen Frau, seine größte Reue sei es, sich je in sie verliebt zu haben.

Das war der Mann, den sie acht Jahre lang geliebt hatte. Der Mann, mit dem sie ihr Leben verbringen wollte.

Elena reagierte blitzschnell. Sie stürzte vor und schlug Alexander ins Gesicht. „Alexander, du hast jeden Anstand verloren! Wie kannst du nur so reden?!“

Wenn Anna damals nicht mit ihm zusammengekommen wäre, hätte ihre Familie sie nie verstoßen.

Jetzt beleidigte er sie wegen dieser Frau, die wissentlich ihre Beziehung zerstört hatte. Das war wie ein Messerstich ins Herz!

Nach seinem impulsiven Ausbruch bereute Alexander es sofort. Er ärgerte sich über sich selbst.

Sein Blick suchte instinktiv nach Anna. Sie stand hinter Elena, den Kopf gesenkt. Ihr Gesicht blieb unergründlich.

Diana spürte seine Regung. Ein Funke Blitzes fuhr durch ihre Augen. Plötzlich stürmte sie auf Elena zu und holte zum Schlag aus.

Elena hatte früher Kickboxen trainiert. Diana war ihr nicht gewachsen und kassierte sofort mehrere weitere Ohrfeigen.

Alexander versuchte, die beiden auseinanderzubringen. Doch es gelang ihm nicht. Stattdessen fing er sich Kratzer im Gesicht ein und wirkte äußerst erbärmlich.

Die Situation geriet völlig außer Kontrolle. Erst das Restaurantpersonal konnte die beiden trennen.

Elena blieb unversehrt. Diana dagegen sah elend aus: Ihr Haar war völlig zerzaust, beide Wangen deutlich geschwollen. Sie warf Alexander einen schwachen Blick zu und sehnte sich nach seinem Trost.

„Herr Schmidt …“

Doch Alexander ignorierte sie. Sein Blick ruhte auf Anna, die die ganze Zeit reglos dagestanden hatte. Seine Miene war finster.

Anna sah ihn nicht an. Sie zwang sich zu einem gequälten Lächeln. „Elena, lass uns gehen. Ich will hier nicht mehr sein.“

Als Elena ihr totenblasses Gesicht sah, zog es ihr das Herz zusammen.

„Okay.“

Sie trat zu Anna, nahm ihre eiskalte Hand und führte sie nach draußen.

Auf der Rückfahrt starrte Anna reglos aus dem Fenster, ganz in Gedanken versunken. Elena wollte mehrmals etwas sagen, schwieg aber letztendlich.

Erst als der Wagen vor Annas Haus hielt, sagte sie: „Anna … Es tut mir so leid wegen heute Abend. Wenn ich mich nur beherrscht hätte …“

Anna wandte ihr das Gesicht zu. „Das hat nichts mit dir zu tun. Ich bin nur müde. Ich lade dich heute nicht mehr hoch ein. Fahr vorsichtig.“

„Anna … Du machst mir Angst. So kenne ich dich nicht.“

Als sie die Besorgnis in Elenas Augen sah, versuchte Anna zu lächeln. Es gelang ihr nicht. Sie schüttelte nur schwach den Kopf.

„Mir geht’s gut. Eine Nacht Schlaf, dann ist alles wieder in Ordnung. Geh jetzt. Mach dir keine Sorgen.“

Damit stieg sie aus und schloss die Tür.

Sie wartete, bis Elenas Wagen um die Ecke bog. Dann ging sie langsam zum Hauseingang.

Drinnen saß sie lange Zeit bewegungslos auf dem Sofa.

Erst als sich das Schlüsselloch drehte, hob sie steif den Blick.

Alexander betrat die Wohnung. Das Licht fiel auf sein hübsches Gesicht – er war noch immer ausgesprochen attraktiv, doch kam er ihr in diesem Moment nur noch fremd vor.

Sie senkte die Augen und blickte ihn nicht weiter an. Ihre Hände ballten sich leicht an ihren Seiten. Alexander setzte sich ihr gegenüber. Es herrschte völlige Stille, man hätte eine Nadel fallen hören können.

Nach langer Zeit sprach er endlich. „Anna, was ich heute im Restaurant gesagt habe, ist mir so rausgerutscht. Nimm es dir nicht zu Herzen.“

Ein spöttisches Lächeln zuckte um Annas Lippen. War es ihm wirklich so rausgerutscht? Oder hatte er endlich ausgesprochen, was er schon lange dachte? Vielleicht wusste das nur er selbst.

Sie wusste inzwischen nicht mehr, welche seiner Worte noch wahr waren.

Als Anna schwieg, runzelte Alexander die Stirn. Bevor er etwas sagen konnte, erklang sein Handy in seiner Tasche. Es war Diana.

Er zögerte einen Moment, nahm aber doch ab.

Nachdem er zugehört hatte, sagte er ernst: „Ich komme sofort.“

Er beendete das Gespräch. Unter Annas stummem Blick sagte er: „Diana hatte einen Autounfall. Ich muss zu ihr.“

Ein spöttischer Ton lag in Annas Stimme. „Wenn sie noch die Kraft hat, dich anzurufen, kann es ja nicht so schlimm sein.“

Alexander runzelte erneut die Stirn. Die Erinnerung an seine verletzenden Worte im Restaurant ließ ihn seinen Ärger hinunterschlucken. Mit geduldiger Stimme sagte er: „Anna, über solche Kleinigkeiten zu streiten, ist sinnlos.“

Anna fand das beinahe lächerlich. Ihr Verlobter ließ sie wegen der Lüge einer anderen Frau im Stich und forderte sie auf, nicht zu streiten.

Als er aufstand, um zu gehen, erklang ihre Stimme hinter ihm.

„Alexander. Wenn du jetzt bleibst, vergebe ich dir.“

Alexander erstarrte mitten in der Bewegung. Seine Miene verhärtete sich. Er drehte sich zu ihr um. „Ich weiß, dass du über das, was heute Abend passiert ist, verletzt bist. Aber ein Unfall ist keine Kleinigkeit. Es geht um Leben und Tod. Könntest du nicht…“

Er konnte die Worte nicht zu Ende sprechen. Anna unterbrach ihn ruhig.

„Ich verstehe. Geh nur. Das war nur ein Scherz von mir.“

Ihre Ruhe beunruhigte ihn. Ein neues Gefühl der Panik stieg in ihm auf.

„Wenn ich zurückkomme, besprechen wir den Hochzeitstermin neu.“

Es war ein Versuch, sie zu beruhigen. Doch Anna reagierte nicht wie sonst.

„Geh nur.“

Alexander dachte an Dianas verzweifelte Schreie am Telefon. Er sagte nichts mehr, drehte sich um und verließ eilends die Wohnung.

Die Tür fiel ins Schloss. Im Wohnzimmer herrschte völlige, erdrückende Stille.

Anna erhob sich und ging langsam ins Schlafzimmer. Sie blieb vor der Schminkkommode stehen, öffnete die Schmuckschatulle, nahm eine Diamantkette heraus und ließ sie fallen.

Diese Kette war das teuerste Schmuckstück, das Alexander ihr je geschenkt hatte. Sie hütete sie nicht wegen ihres Wertes, sondern weil sie Alexander einmal das Leben gerettet hatte.

Auf einer Dienstreise hatte er die Kette gesehen und wollte sie ihr unbedingt schenken. Er hatte nicht genug Bargeld dabei. Die Überweisung hätte zu lange gedauert – also verpasste er seinen Flug.

Jenes Flugzeug verunglückte. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder starben.

Anna war der Kette stets dankbar gewesen. Ohne die Kette hätte sie Alexander für immer verloren.

Doch seit Diana aufgetaucht war, war ihre ganze achtjährige Liebe zu einem Witz geworden.

In der Schatulle lag nur noch ein grob gearbeiteter Ring mit einem winzigen Diamanten.

Alexander hatte ihn ihr im ersten Jahr ihrer Beziehung selbst geschmiedet. Als er ihr den Ring überreichte, fielen ihr zuerst seine Hände auf: Sie waren voller Kratzer und Schwielen vom Schleifen des Metalls und des Steins.

Als er ihr den Ring ansteckte, versprach er, ihn eines Tages gegen einen größeren einzutauschen. Sie hatte ihm gesagt, sie wolle nichts anderes als diesen Ring.

Später erfuhr sie, dass er zwei Monate lang am Essen gespart hatte, um den Diamanten kaufen zu können. Danach hatte er den Ring in zahllosen Stunden selbst geformt und geschliffen.

Anna hatte damals vor Rührung gelacht und geweint und ihn einen Dummkopf genannt. Ihr Herz war übervoll von Zuneigung gewesen.

Jetzt war sie selbst die Dumme.

Sie nahm den Ring und schob ihn auf ihren Ringfinger.

Der einst perfekt passende Ring war jetzt viel zu groß.

Anna zog ihn ab und starrte lange darauf. Als ihre Augen zu brennen begannen, legte sie ihn zurück in die Schatulle.

Noch eine Chance. Dieses Mal wirklich die allerletzte.

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