เข้าสู่ระบบArias SichtIch erzählte Draven von dem Mann – schlicht und ergreifend deshalb, weil ich ihn seit dem Vorfall nicht mehr aus meinem Kopf bekam.Wann immer ich die Augen schloss oder mich umdrehte, sah ich seine verhüllte Gestalt vor mir. Er war einfach überall.„Kannst du sein Gesicht beschreiben?“, fragte Draven leise, während ich in seinen Armen lag.Wir lagen in seinem Bett; wir hatten uns erst kurz zuvor voller Leidenschaft und Zärtlichkeit einander hingegeben.„Nein, er trug eine Kapuze.“ Ich versuchte, den Moment vor meinem inneren Auge noch einmal zu durchleben, doch ich konnte absolut nichts erkennen.Alles war in diesem einen winzigen Bruchteil einer Sekunde geschehen.Draven zog mich noch ein Stück enger an sich. „Mach dir keine Sorgen. Es wird dir nichts passieren“, versuchte er mich zu beruhigen.Ich glaubte ihm nicht. Ich hatte dieses übermächtige Gefühl, dass die echten Probleme gerade erst begannen. Dennoch wusste ich, dass er nur versuchen wollte, mir die Angst zu nehm
Arias SichtIch hatte es geschafft, mich selbst davon zu überzeugen, dass Draven sich einfach viel zu viele Sorgen machte.Beinahe zumindest.Es war nun drei Tage her, seit der König zwei Wachen beordert hatte, mir auf Schritt und Tritt zu folgen – egal, wohin ich ging, ob innerhalb oder außerhalb des Palastes.ÜBERALL HIN.Zu den Kräutergärten.Zu Mutter Elaras Haus.Zu den östlichen Ländereien.Auf den Verbindungsweg zwischen dem Palast und der Krankenstation.Zuerst hatte ich protestiert.Er hat mir nicht zugehört.Dann hatte ich mich beschwert.Er hat nur gelächelt.Schließlich verlangte ich eine Erklärung.Er gab mir einen Kuss auf die Stirn und sagte mir, er sei lediglich vorsichtig.Was unglaublich frustrierend war.Ich stritt mit ihm.Hauptsächlich, weil er so schwammig blieb, was genau die Dinge anging, bei denen er vorsichtig sein wollte. Ich wollte doch nur, dass er es mir endlich erklärte.War das etwa zu viel verlangt?Oder etwa doch?„Du siehst genervt aus.“Ich drehte m
Dravens SichtIch habe schon immer gewusst, dass die Gefahr sich nicht ankündigt.Sie flüstert.Sie wartet geduldig.Und wenn man nicht auf das Flüstern hört...Lebt man nicht lange genug, um den Schrei zu hören.Ich hatte jedoch einen entscheidenen Vorteil: Ich konnte das Unheil förmlich in der Luft riechen.Ich stand vor der Karte, die weit über meinen Tisch ausgebreitet war, doch meine Aufmerksamkeit galt nicht den Grenzen meines Königreichs. Mein Blick hing an dem Bericht, den ich fest in den Händen hielt.In den letzten drei Tagen hatte es vier Vorfälle gegeben.Jeder von ihnen für sich genommen unbedeutend.Jeder von ihnen leicht abzutun.Als Alpha war es von entscheidender Bedeutung, dass ich genau wusste, welche Angelegenheiten ich ernst nehmen musste und welche nicht einmal den Aufwand einer Überlegung wert waren.Genau deshalb wusste ich: So leicht man diese Vorfälle auch als belanglos abtun konnte – es war klüger, es nicht zu tun.Ein Klopfen ertönte an der Tür.„Herein.“C
Das Feuer brannte leise schwelend im riesigen steinernen Saal. Abgesehen von den eiligen Schritten zweier Männer, die mit gesenktem Haupt den polierten, schwarzen Marmorboden überquerten, herrschte absolute Stille.Sie blieben mehrere Meter vor dem Thron stehen.Beide hatten viel zu viel Angst, um es auch nur zu wagen, den Kopf zu heben.„Wir haben die Bestätigung gefunden, mein Lord.“Stille.Der Mann auf dem Thron rührte sich keinen Millimeter.Er war ihr Herr – ein übermächtiger Herrscher, der einen Untergebenen mit einem einzigen Blick töten konnte. Menschliches Leben bedeutete ihm rein gar nichts.Er war so besessen von seiner Macht, dass er jede Kreatur, die auch nur das Potenzial besaß, stärker als er zu werden, als unmittelbare Bedrohung einstufte. Er war ein Hybrid: ein Werwolf, in dessen Adern auch Vampirblut floss.Er hatte gehört, dass es zwar andere Hybriden gab, doch keiner von ihnen besaß dieselbe seltene Blutkombination wie er. Das bedeutete, dass niemand ihm das Wasse
Dravens SichtIch drückte mich hoch, um mich auf die Bettkante zu setzen, während Aria sich neben mich setzte.Sie beobachtete mich noch immer unentwegt.Ich konnte förmlich spüren, wie die Fragen in ihrem Kopf arbeiteten.Sie musste sie gar nicht laut aussprechen.Ich wusste es auch so.„Wie lange schon?“, meinte sie mit leiser Stimme.Ich warf ihr einen kurzen Blick zu. „Wie lange was?“„Wie lange leidest du schon auf diese Weise?“Ich wandte den Blick ab. „Seit zu vielen Jahren.“„Wie vielen?“Ich antwortete nicht.„Draven.“Ich seufzte schwer. „Zu vielen.“Sie blickte zu Boden.Ich konnte die Traurigkeit spüren, die von ihr ausging, und ich hasste es. „Lass das.“Sie sah mich an.„Habe kein Mitleid mit mir.“„Das habe ich nicht.“„Du bist traurig.“„Das ist etwas anderes.“Ich hätte beinahe schief gelächelt. „Inwiefern?“„Weil ich traurig darüber bin, dass du das ganz alleine durchmachen musstest.“Das brachte mich zum Schweigen. Ich sah sie an, doch sie blickte mich nicht mehr an
Dravens SichtDas erste Zeichen dafür, dass etwas gewaltig schieflief, war die Stille. Ich saß hinter meinem Schreibtisch und hatte denselben Bericht bereits zum dritten Mal gelesen, ohne auch nur ein einziges Wort wirklich aufzunehmen.Meine Augen gleiteten über dieselben Zeilen.Wieder.Und wieder.Und wieder.Nichts davon blieb in meinem Kopf hängen.Ich schloss die Augen.Irgendetwas stimmte nicht. Ich konnte es spüren. Ich wusste es jedes Mal genau, wenn es kurz bevorstand. Ein seltsames, kribbelndes Gefühl unter meiner Haut.Ein Engegefühl in meiner Brust.Etwas tief in meinem Körper, das sich regte und lauerte.Langsam schlug ich die Augen wieder auf.Der Raum war leer.Gut so.Ich wollte niemanden in meiner Nähe haben, wenn es geschah. Ich schob meinen Stuhl vom Schreibtisch zurück.Die erste Schmerzwelle traf mich mit voller Wucht.Ich klammerte mich an der Tischkante fest.Die Luft entwich mir schlagartig.Ein brennendes Feuer breitete sich in meiner Brust aus.Ich biss die







