Wiedergeborene Luna: Ich, Natalia, lehne dich als meinen Alp

Wiedergeborene Luna: Ich, Natalia, lehne dich als meinen Alp

last updateÚltima atualização : 2026-10-17
Por:  JoyAtualizado agora
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Von ihrer Zwillingsschwester getötet und von ihrem Gefährten, Alpha Damian, ihres seltenen Blutes beraubt, stirbt Natalia in Silber gekettet. Doch das Schicksal schenkt ihr eine zweite Chance. Sie erwacht an ihrem achtzehnten Geburtstag, drei Stunden vor der Luna-Beanspruchungszeremonie. Bevor Damian sie demütigen und am Altar zurückweisen kann, weist Natalia ihn zuerst zurück, nimmt das uralte Mondrelikt an sich und heiratet den skrupellosen Lycan-König.

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Capítulo 1

Kapitel 1: Der Altar und das Gift

Der kalte Eisenboden war das Einzige, was ich spürte, als ich starb.

Ich war in einem pechschwarzen Keller unter dem Rudelhaus eingesperrt, meines Titels, meiner Kleider und meiner Würde beraubt. Schwere Silberketten waren um meine wunden Handgelenke gewickelt und fraßen sich in meine Haut, bis ich mein eigenes verbranntes Fleisch riechen konnte.

Über mir stand Alpha Damian, mein Gefährte, mein Beschützer, der Mann, dem ich mein ganzes Leben anvertraut hatte.

Neben ihm stand Anabelle, meine Zwillingsschwester. Sie trug ein funkelndes weißes Seidenkleid und hielt einen klaren Glaskelch in der Hand.

„Halt still, Natalia“, hatte Damian gesagt, seine Stimme flach und ohne jede Wärme. Er rammte einen Silberdolch in meinen Unterarm und sah zu, wie die purpurrote Flüssigkeit herausquoll. Er fing jeden einzelnen Tropfen im Kelch auf und reichte ihn direkt an Anabelle weiter.

„Warum?“, hatte ich mit aufgesprungenen Lippen hervorgewürgt und dabei Blut gehustet. „Damian … wir sind Schicksalsgefährten … warum tust du mir das an?“

Damian hatte nicht einmal mein Gesicht angesehen. Er hatte nur den Kelch beobachtet. „Weil dein Blut einen Wert hat, Natalia. Du nicht.“

Anabelle trank es wie süßen Wein. Sie wischte sich mit dem Handrücken die roten Lippen ab und lächelte auf mich herab, dasselbe unschuldige, süße Lächeln, das unsere Eltern so liebten.

„Sei nicht traurig, Schwester“, flüsterte Anabelle und beugte sich nah an mein Ohr, sodass nur ich sie hören konnte. „Damian wollte nie eine schwache Luna wie dich. Alles, was du hast, gehört jetzt mir. Schlaf gut.“

Damian wandte den Rücken zu, nahm Anabelles Hand und ging die Steinstufen hinauf. Sie schlugen die schwere Eisentür zu und ließen mich in völliger Dunkelheit zurück. Die eisige Bergkälte kroch in meine gebrochenen Knochen.

Meine Augen schlossen sich. Mein Herz hörte auf zu schlagen.

Ich starb mit Tränen der Qual, die auf meinen Wangen gefroren, völlig blind dafür, warum meine eigene Schwester und mein Schicksalsgefährte mich genug hassten, um mich wie ein Tier abzuschlachten.

„Keuch!“

Meine Augen rissen weit auf.

Ich warf mich nach oben und rang nach Luft, als wäre ich gerade aus tiefem Wasser aufgetaucht. Ich krabbelte rückwärts über die Matratze, meine Hände flogen wild zu meinem Hals, meiner Brust und meinen Armen.

„Die Ketten …“, keuchte ich, meine Stimme zitterte. „Wo sind die Ketten?“

Ich starrte auf meine Handgelenke.

Die Haut war blass, weich und völlig sauber. Es gab keine tiefen Silberverbrennungen. Es gab keine Narben. Es gab kein Blut.

Die Luft roch nach frischem Lavendel, sauberem Leinen und süßem Morgenregen, nicht nach feuchtem Stein, Rost und Tod.

Ich sah mich in völligem Schock im Zimmer um. Große Glasfenster ließen helles Morgensonnenlicht herein. In der Ecke stand ein weißer Frisiertisch, bedeckt mit Schminkflaschen und Parfüm. Am Kleiderschrank hing ein fließendes Luna-Brautkleid aus Spitze.

Dies war mein Schlafzimmer im Rudelhaus von Silberkamm.

Ich stolperte auf zitternden Beinen aus dem Bett und eilte zu dem elektronischen Kalender, der auf meinem Schreibtisch leuchtete.

16. Oktober. 6:00 Uhr morgens.

Ein heftiger Schauer lief mir das Rückgrat hinunter.

Heute war mein achtzehnter Geburtstag.

Heute war der Morgen, an dem meine Wölfin erwachen sollte. In genau drei Stunden, um 9:00 Uhr, würde sich das gesamte Rudel am heiligen Altar zur großen Luna-Zeremonie versammeln, bei der Damian mich öffentlich als seine Gefährtin markieren sollte.

In meinem ersten Leben war ich mit schlagendem Herzen und Freudentränen zu diesem Altar gegangen. Doch in dem Moment, in dem ich Damian erreichte, griff er nach dem Mikrofon und verkündete vor Tausenden von Rudelmitgliedern: „Ich, Alpha Damian, weise dich, Natalia, als meine Gefährtin zurück. Du bist erbärmlich, und du wirst niemals meine Luna sein.“

Noch bevor ich die Demütigung begreifen konnte, packten mich Wachen. Damian behauptete, ich hätte Verrat am Rudel begangen, ließ mich in die Kerker schleifen und begann, mir jede Woche das Blut abzuzapfen, bis ich aufhörte zu atmen.

Ich presste die Hände auf mein Gesicht, meine Brust hob und senkte sich heftig.

Ich bin zurück.

Ich wusste nicht, warum Damian mich hasste. Ich wusste nicht, warum Anabelle mein Blut wollte. Ich wusste nicht, welche Geheimnisse unter diesem Rudel begraben lagen.

Alles, was ich wusste, war eine unleugbare, brennende Wahrheit: Sie hatten mich einmal getötet.

Wenn ich wie eine Närrin noch einmal zu diesem Altar ginge, würden sie es ein zweites Mal tun.

Klopf. Klopf.

„Natalia? Liebe Schwester, bist du wach?“

Der Klang dieser sanften, honigsüßen Stimme drehte mir den Magen zu heftigen Knoten um.

Anabelle.

Ich ballte die Fäuste so fest, dass sich meine Nägel in meine Handflächen gruben, und nutzte den scharfen körperlichen Schmerz, um meine Panik niederzuzwingen. Ich wischte die Tränen von meinen Wangen, strich mein Schlafshirt glatt und holte tief und beherrscht Luft.

„Komm herein“, rief ich und hielt meine Stimme sanft und normal.

Die Tür schwang auf. Anabelle stand da und sah in einem blassrosa Morgenmantel aus wie ein Engel. Ihre langen blonden Locken hüpften über ihre Schultern, und ihre leuchtend blauen Augen funkelten vor reiner Wärme.

Sie hielt ein silbernes Tablett mit zwei dampfenden Porzellantassen.

„Alles Gute zum achtzehnten Geburtstag!“, jubelte sie und kam mit leichten, tänzelnden Schritten ins Zimmer. „Heute ist der größte Tag deines Lebens! In drei Stunden wird Alpha Damian dich vor aller Welt zur Luna von Silberkamm erklären!“

Sie stellte das Tablett auf meinen Nachttisch. Sie reichte mir eine weiße Keramiktasse und nahm eine passende blaue für sich.

„Ich habe deinen Lieblings-Kamillentee mit Honig gemacht“, sagte sie sanft und beobachtete mein Gesicht. „Deine Hände zittern, Natalia. Trink alles aus. Es beruhigt deinen Magen, damit du auf der Bühne nicht nervös aussiehst.“

Ich blickte auf die dampfende bernsteinfarbene Flüssigkeit.

An der Oberfläche sah es aus wie gewöhnlicher Tee. Aber als der Dampf mein Gesicht traf, stieg mir ein schwacher, bitterer, metallischer Hauch in die Nase. Er war so subtil, dass ein gewöhnlicher Mensch ihn nie bemerkt hätte. Aber meine Sinne schärften sich bereits.

Wolfswurz.

Kalter Schweiß brach über meine Rippen aus.

In meinem ersten Leben hatte ich diese ganze Tasse ohne zu zögern hinuntergestürzt, weil meine liebende Schwester sie mir gebracht hatte. Als ich den Altar erreichte, fühlten sich meine Beine wie Blei an, meine Wölfin schlief, und meine Kehle war zu trocken, um zu schreien, als Damians Wachen meine Arme packten.

Sie vergiftete mich. Schon damals, bevor die Zeremonie überhaupt begonnen hatte, vergiftete sie mich bereits.

„Du trinkst nicht“, bemerkte Anabelle und neigte den Kopf mit weit aufgerissenen, unschuldigen Augen. „Ist er zu heiß?“

„Er riecht wunderbar“, sagte ich und zwang ein schwaches, schüchternes Lächeln auf meine Lippen. „Ich bin nur … ich bin so nervös, Anabelle. Was, wenn Damian mein Kleid nicht gefällt? Was, wenn ich auf der Bühne stolpere?“

„Ach, sei nicht albern!“, lachte Anabelle und nahm einen zierlichen Schluck aus ihrer blauen Tasse. „Damian vergöttert dich. Er hat das Luna-Gewand höchstpersönlich ausgesucht! Und jetzt trink, liebe Schwester. Du brauchst deine Kraft.“

„Oh! Ist das Damians Wagen da draußen?“, keuchte ich plötzlich und zeigte auf das große Fenster hinter ihr. „Ist er früher gekommen?“

Anabelles Augen blitzten in einem eifrigen, verzweifelten Hunger auf, den sie nicht schnell genug verbergen konnte. Sie drehte sofort ihren ganzen Körper um und starrte hinunter auf die Auffahrt.

„Wo? Ich sehe seinen schwarzen Truck nicht …“

In diesem Sekundenbruchteil bewegten sich meine Hände, ohne einen einzigen Laut zu machen.

Ich vertauschte die weiße Tasse auf meinem Nachttisch mit der blauen Tasse, die sie auf dem Frisiertisch-Tablett abgestellt hatte.

„… bist du sicher, dass du ihn gesehen hast?“, beendete Anabelle ihren Satz und wandte sich mit einem leichten Schmollen wieder um.

„Mein Fehler“, erwiderte ich glatt und nahm die blaue Tasse. „Es war nur einer der Grenzpatrouillen-Jeeps. Meine Augen spielen mir wegen der Nerven Streiche.“

„Du musst dich wirklich entspannen“, seufzte Anabelle. Sie nahm die weiße Tasse, die mit dem bitteren Gift versetzte, und führte sie an den Mund. Sie nahm drei große, ununterbrochene Schlucke und leerte die halbe Tasse in einem Zug.

Ich sah zu, wie die Flüssigkeit ihre Kehle hinunterglitt, mein Herz hämmerte gegen meine Rippen.

„Siehst du? Perfekte Temperatur“, lächelte sie und stellte die Tasse ab. „Jetzt trink deinen aus und beeil dich mit deinem Gewand. Ich lasse mir die Haare machen. Ich will für deinen großen Tag hübsch aussehen!“

„Mache ich“, flüsterte ich.

Sie schenkte mir ein letztes strahlendes Lächeln und verließ das Zimmer, wobei sie die Tür mit einem leisen Klicken hinter sich schloss.

In dem Moment, in dem sie fort war, kippte ich den Rest des Tees aus meiner Tasse in den Abfluss meines Badezimmerwaschbeckens und spülte sie mit kaltem Wasser sauber.

Ich wandte mich wieder dem Kleiderschrank zu. Das weiße Luna-Gewand aus Spitze hing dort, makellos und glänzend im Sonnenlicht. Damian hatte es für mich gekauft. Er hatte den Stoff, die Länge, den Schleier ausgesucht.

Er wollte mich schwach, rein und bereit zur Schlachtung.

Ich griff nach einer schweren eisernen Schneiderschere aus meiner Schreibtischschublade.

RIIIIIISS!

Ich trieb die Klingen in das zarte Seidenmieder und riss das Gewand mit einem einzigen brutalen Zug in zwei Hälften. Ich zerfetzte die Spitzenärmel, hackte die lange Schleppe in Bänder und warf die ruinierten Fetzen auf den Boden.

Ich weigerte mich, seine Farben zu tragen. Ich weigerte mich, die errötende, unterwürfige Braut zu spielen, die in ihre eigene Hinrichtung schritt.

Ich riss die Rückseite meines Kleiderschranks auf. Unter alten Winterdecken versteckt lagen Kleider, die ich für Jagdausflüge gekauft hatte: ein eng anliegendes, schwarzes, langärmeliges Kampfshirt, dicke taktische Cargohosen und schwere Stiefel mit Stahlkappen.

Ich band mein Haar zu einem straffen, strengen Zopf zurück. Ich nahm ein schlichtes silbernes Gebrauchsmesser von meinem Nachttisch und schob die Scheide fest in den Seitenriemen meines rechten Stiefels.

Ich prüfte die Uhr an der Wand.

8:50 Uhr.

Zehn Minuten bis zur Zeremonie.

Ich verließ mein Zimmer und stieg über das zerfetzte weiße Kleid auf dem Boden.

Die Große Halle des Silberkamm-Rudels war bis zum Bersten gefüllt.

Über fünfhundert Wölfe standen im Publikum. Massive Steinsäulen trugen die Gewölbedecke, und Banner mit dem goldenen Wolfswappen des Rudels hingen zwischen hohen Buntglasfenstern. Am anderen Ende der Halle stand der erhöhte Marmoraltar.

Auf der Plattform stand in einem dunklen, maßgeschneiderten Anzug Alpha Damian.

Er sah mächtig, breitschultrig und eindrucksvoll aus. Seine grünen Augen musterten die Menge mit scharfem, arrogantem Selbstvertrauen.

Direkt unterhalb der Bühne im Familienbereich stand Anabelle. Sie sah ungewöhnlich blass aus, eine Hand presste sich unauffällig auf ihren Unterleib, ihre Lippen waren leicht geöffnet, und kalte Schweißperlen bildeten sich an ihrem Haaransatz. Die Wolfswurz begann, in ihrem Körper zu wirken.

Die schweren Eichentüren am Ende der Halle öffneten sich ächzend.

Die Menge verstummte vollständig. Die Musik schwoll an und wartete auf die Braut.

Statt eines weinenden, zitternden Mädchens in zartes weißes Spitzengewand gehüllt, schritt ich in schwarzer Kampfausrüstung von Kopf bis Fuß den steinernen Gang hinunter. Meine schweren Lederstiefel schlugen langsam und bewusst gegen den polierten Boden.

Ein kollektives Keuchen fegte durch die Halle.

„Was trägt sie da?“

„Wo ist das heilige Luna-Gewand?“

„Hat sie den Verstand verloren?“

Flüstern brach wie ein Lauffeuer aus, aber ich blickte weder nach links noch nach rechts. Meine Augen waren vollständig auf Damian gerichtet.

Damians Kiefer verhärtete sich zu Stein. Ein Flackern tiefer Gereiztheit und Abscheu huschte über sein hübsches Gesicht, als er mich näher kommen sah. Er trat an das zeremonielle steinerne Rednerpult und tippte mit dem Finger auf das Mikrofon.

Er beugte sich zum Mikrofon, sein Mund öffnete sich, um die Rede zu halten, die mich ruinieren sollte.

Ich verlangsamte meinen Schritt nicht. Ich wartete nicht darauf, dass er begann.

Ich stürmte in zwei schnellen Schritten die Altarstufen hinauf. Bevor Damian Atem holen konnte, schoss meine Hand vor. Ich packte den Metallhals des Mikrofons und riss es sauber aus der Halterung.

Ein scharfes, ohrenbetäubendes Rückkopplungskreischen dröhnte durch die Lautsprecher, hallte von den Steinwänden wider und zwang die gesamte erste Reihe, sich die Ohren zuzuhalten.

Damians Augen weiteten sich vor Wut. „Natalia! Was zum Teufel tust du da? Lass das los …“

„Still“, sagte ich.

Meine Stimme war nicht laut, aber durch die Tempel-Lautsprecher trug sie eine eisige, rasiermesserscharfe Schärfe, die den ganzen Raum erstarren ließ.

Damian streckte die Hand aus, um mit dem gebieterischen Griff eines Alphas mein Handgelenk zu packen, aber ich trat einen halben Schritt zurück und wich seinen Fingern vollständig aus.

Ich sah ihm direkt ins Gesicht.

Fünf Jahre lang hatte ich mich in diesem Kerker gefragt, was ich falsch gemacht hatte. Ich hatte geweint, gebetet und um Gnade gefleht. Aber jetzt, als ich hier stand und das grausame, berechnende Glitzern in seinen Augen sah, wurde mir klar, dass es keine Rolle spielte, warum er mich zerstören wollte.

Alles, was zählte, war, dass er nie die Gelegenheit dazu bekommen würde.

„Du hast mich heute mit einer vorbereiteten Rede zu diesem Altar gebracht“, sprach ich ins Mikrofon, meine Worte hallten klar durch die erstarrte Halle. „Du wolltest hier stehen, diesem Rudel in die Augen sehen und mich wie Müll wegwerfen.“

Damian versteifte sich, ein Aufblitzen echten Schocks durchbrach seinen arroganten Ausdruck.

Unten schwankte Anabelle auf ihren Füßen, presste sich mit einem kranken Stöhnen den Bauch, während ihr Gesicht vollständig die Farbe verlor.

„Du denkst, du hältst alle Macht in der Hand, Damian“, fuhr ich fort und hielt seinen Blick ohne ein einziges Blinzeln. „Du denkst, du entscheidest, wann ich falle. Aber du bist nichts für mich. Du bist ein Feigling, der sich hinter Zeremonien versteckt.“

Ich holte tief Luft und ließ das volle Gewicht meiner erwachten Wölfin in meiner Brust aufsteigen.

„Ich, Natalia vom Silberkamm-Rudel, weise dich, Alpha Damian, hiermit als meinen Schicksalsgefährten zurück!“

KRACH!

Ein blendender Blitz aus Silber und Gold brach aus der Mitte meiner Brust nach außen.

Weil wir einander noch nicht markiert hatten, war das Schicksalsgefährtenband roh und zerbrechlich. Indem ich es selbst durchtrennte, mit absoluter Gewissheit, ohne einen Hauch von Zögern oder Trauer, wandte sich die göttliche Strafe der Mondgöttin vollständig gegen den Mann, der dagegen gesponnen hatte.

Der geistige Rückschlag traf Damian wie ein Güterzug.

„AGH!“

Damian stieß einen erstickten, qualvollen Schrei aus. Seine Hände flogen zu seinem Brustbein, während seine Knie heftig unter ihm nachgaben. Er krachte auf den Marmorboden des Altars, sein Gesicht färbte sich in einem hässlichen Violett.

Hust!

Ein dicker Schwall dunklen, heißen Blutes brach aus Damians Mund, befleckte die Vorderseite seines teuren Anzugs und sammelte sich auf den Altarstufen.

Die gesamte Halle brach in absoluten Wahnsinn aus.

„ALPHA DAMIAN!“, schrie der Beta, zog seine Waffe und stürzte auf die Bühne zu.

„Damian!“, kreischte Anabelle, stolperte vorwärts und brach dann auf dem Boden zusammen, während sie sich ihren vergifteten Bauch hielt und das Chaos den Raum verschlang.

Ich warf das schwere Mikrofon auf Damians zitternden Rücken.

Er hustete durch das Blut auf seinen Lippen und starrte mit wilden, blutunterlaufenen Augen voller Unglauben und Schock zu mir hoch.

Ich sagte kein weiteres Wort.

Ich drehte mich auf dem Absatz um, huschte an den verblüfften Ältesten vorbei und rannte geradewegs durch die seitlichen Heiligtumstüren hinaus in die wilden nördlichen Wälder.

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