Zu kurvig für das Rudel, zu heiß für den Alpha

Zu kurvig für das Rudel, zu heiß für den Alpha

last updateÚltima atualização : 2026-10-26
Por:  AamiraAtualizado agora
Idioma: Deutsch
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  Einst war ich das Mädchen, das niemand wollte – zurückgewiesen vom Sohn des Betas. Und im nächsten Augenblick stand der Sohn des Alphas selbst vor mir… und erklärte mich zu seiner. Ich wusste nicht, warum Ezra ausgerechnet zu mir kam, als ich am tiefsten stand. Doch dann begriff ich eines: Er will nicht nur meinen Körper. Er will alles von mir. Er sagt, ich bin seine Gefährtin. Aber die Art, wie er mich berührt, wie er mich hält, wie er meinen Duft einatmet… Das ist mehr als Schicksal. Das ist Besessenheit – ungezähmt, wild und alles verzehrend. Und das Verrückteste daran? Ich glaube, ich will mich davon verzehren lassen.  

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Capítulo 1

Kapitel 1: Die Zurückweisung

Amelie's Sicht

»Nein. Ich will sie nicht. Sie kann nicht meine Gefährtin sein«, sagte Declan, und in seinen Augen lag reine Abscheu, während sein Blick langsam über meinen Körper glitt, als wäre ich etwas Schmutziges.

Heute sollte der schönste Tag meines Lebens sein — meine Gefährtenzeremonie. Mit zwanzig war ich endlich volljährig, endlich bereit für die Bindung. Ich hatte mir so viel vorgestellt… aber niemals das.

Und wen hatte die Mondgöttin mir an die Seite gestellt? Declan Shaw. Ausgerechnet ihn. Den Sohn des Beta. Den künftigen zweiten Anführer unseres Rudels. Denjenigen, den alle bewunderten und über den man flüsterte. Mich aber? Er hatte mich nie gemocht. Das wusste ich genau. Und jetzt, wo er vor mir stand, war klar: Er würde es auch niemals tun.

Ich wusste bereits, was folgen würde — die Zurückweisung.

»Aber es ist nichts an ihr auszusetzen, Sohn«, sagte sein Vater und versuchte, ihn zu überzeugen.

»Ich weiß«, antwortete Declan scharf. »Aber ich will sie nicht. Ich bin bereits verliebt — in meine Freundin. Ich gebe mich nicht mit irgendeinem überflüssigen Mädchen zufrieden.«

Ja, du hast richtig gehört. Ich bin nicht das, was man sich als typische, schlanke, perfekte Gefährtin vorstellt. Ich bin kräftig gebaut. 1,65 Meter groß. Ich trage eine dicke Brille, weil ich schlecht sehe, habe kurze dunkle Haare und Kleidung, die eher praktisch als modisch ist — weil meine Familie sich nicht mehr leisten kann. Ich gebe mir Mühe, aber anscheinend… reicht das nicht.

Seine Worte waren wie eine Ohrfeige. Mein Wolf stöhnte in mir auf, verwundet von der Zurückweisung. Wer würde je jemanden wie mich wählen?

Dennoch wollte ich ihm nicht das letzte Wort überlassen.

»Also, ich, Declan Shaw, weise dich zurück, Amelie Rae«, sagte er und besiegelte den Schmerz, den ich bereits kommen sah.

Aber ich hob den Kopf und blickte ihm direkt in die Augen.

»Und ich, Amelie Rae, weise dich zurück, Declan Shaw.«

Ein Raunen ging durch die Menge. Meine Mutter erstarrte neben mir, ihr Gesicht verzog sich vor Schreck.

»Was?«, fuhr sie mich an. »Nimm das zurück!«, zischte sie, wütend und fast panisch.

Aber ich rührte mich nicht. Ich blickte zu dem Mann, der noch vor einem Augenblick mein Gefährte sein sollte — und sah, wie etwas in seinen Augen aufblitzte. Bedauern? Zweifel?

Ich weiß es nicht einmal.

Er knirschte mit den Zähnen und brachte die Worte über die Lippen. »Es ist besiegelt.«

Und dann, als würde er es noch unterstreichen wollen, ging er direkt zu ihr — Tilly Rivers. Der perfekten Blondine, diesem hübschen Ding mit dem falschen Lächeln und zu viel Parfüm.

»Tilly Rivers wird meine Gefährtin sein — diejenige, mit der ich mein Leben verbringen möchte«, verkündete er dem ganzen Rudel und hielt ihre Hand, als wäre sie ein kostbarer Preis.

Und sie ließ es sich nicht nehmen. Tilly schenkte mir ein grausames Grinsen und rümpfte die Nase, als würde ich stinken, ehe die beiden sich umdrehten und gingen.

Sie stiegen in ihr Auto, das direkt auf dem Platz des Rudels geparkt war, und fuhren davon, ohne auch nur einmal zurückzusehen. Um mich herum lachten, küssten und hielten sich Wölfe, die ihre Gefährten bereits gefunden und akzeptiert hatten — sie feierten.

Und ich stand einfach da. Wie ein verdammtes Schild.

Meine Mutter schüttelte den Kopf, offensichtlich enttäuscht, und ging mit einem langen Seufzer davon. Sie sagte kein Wort. Warf mir nicht einmal einen Blick zu. Drehte sich einfach um und ging, als wäre ich schon nicht mehr ihre Sorge.

Alles um mich herum verschwamm vor meinen Augen.

Da war es wieder — dieses Gefühl. Das Gefühl, unsichtbar zu sein. Als würde ich gar nicht existieren. Niemand kam, um nach mir zu sehen. Niemand fragte, ob es mir gut geht. Alle waren zu sehr in der Nähe ihrer Gefährten und lebten in ihrer neuen, perfekten kleinen Welt.

Ich hatte mich nicht bewegt. Ich stand noch immer an derselben Stelle — genau dort, wo unsere Blicke sich getroffen und die Gefährtenbindung entstanden war. Sie war sofort da gewesen. Ich hatte es gespürt… und er auch.

Doch in dem Moment, als Declan diese Verbindung spürte, war es, als würde seine ganze Welt zusammenbrechen. Als wäre es ein Fluch, mich als Gefährtin zu haben — und er wollte ihn so schnell wie möglich loswerden.

Die Sonne sank schnell und hüllte den Platz in Schatten. Der Himmel wurde kalt und grau, genau wie das leere Gefühl in meiner Brust. Aber ich ging nicht weg. So gehe ich mit Schmerz um — schweigend, ohne Tränen, ohne zu schreien. Einfach still zu sein.

Dann hörte ich es.

Eine Stimme.

Tief. Rau. Verlockend.

»Amelie.«

Allein wie er meinen Namen aussprach, ließ mich ein Schauer über den Rücken laufen. Ich drehte mich langsam um, mein Herz schlug wild — und da stand er.

Ezra Wolfhart.

Der Sohn des Alphas.

Groß. Kräftig. Gefährlich.

Und der beste Freund des Mannes, der mich gerade zurückgewiesen hatte.

Er stand da, die Hände in den Taschen, ein Lächeln auf den Lippen, das fast alles schmelzen lassen könnte. Seine durchdringenden Augen blickten mir direkt in meine, als wäre ich jemand, der es wert ist, angesehen zu werden — als wäre ich es wert, beansprucht zu werden.

Aber warte — woher wusste er meinen Namen?

Ezra Wolfhart hatte noch nie mit mir gesprochen. Nicht ein einziges Mal. Warum also jetzt? Warum hier?

War das ein grausamer Scherz? War er gekommen, um mich zu verspotten, nachdem sein bester Freund mich vor dem ganzen Rudel gedemütigt hatte? Wollte er mir noch einen Schlag versetzen, wo ich bereits am Boden lag?

Er war nicht einmal bei der Versammlung gewesen. Während alle anderen nach ihrer anderen Hälfte suchten, hatte ich ihn nirgends gesehen. Kein Mädchen hing an seinem Arm. Keiner flüsterte darüber, wer wohl seine Gefährtin werden würde.

Und soweit ich wusste, hatte er auch noch keine.

Warum also war er hier?

Er kam auf mich zu, langsam und bedächtig, wie ein Raubtier, das weiß, dass seine Beute nirgendwohin fliehen kann. Ich blinzelte, als sein Duft mich erreichte — erdig, männlich, warm und intensiv wie Zeder und Rauch. Er umgab mich und ließ meine Haut kribbeln. Er war tröstlich… und gefährlich.

Er blieb vor mir stehen und ragte über mir auf, noch immer mit diesem halben Lächeln auf den Lippen. Ich kam mir klein vor neben ihm — nicht nur von der Statur, sondern überhaupt. Es war, als könnte er mich mit Leichtigkeit zerbrechen — aber er tat es nicht.

Dann beugte er sich zu mir herunter, bis unsere Augen auf einer Höhe waren. Das spielerische Lächeln verblasste ein wenig, und etwas anderes trat an seine Stelle. Etwas… sehr intensiv.

»Amelie«, sagte er mit seiner tiefen, rauen Stimme, »es ist gut, dass er dich zurückgewiesen hat.«

Ich zuckte zusammen. Seine Worte trafen mich tief, schlimmer noch als Declans.

Meine Kehle schnürte sich zu. Ein Kloß bildete sich in meiner Brust. Göttin, ich würde weinen — und ich hasste es, dass er es sehen würde. Warum sagte er so etwas Grausames? Was hatte ich ihm je getan, dass er so mit mir umging?

Ich wollte mich abwenden, aber er war noch nicht fertig.

»Denn ich hätte ihn eigenhändig umgebracht, wenn er es nicht getan hätte«, sagte er.

Augenblick — was?

 

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