MasukMeine Mutter war eine System-Agentin. Nach Abschluss ihrer Mission verließ Mama diese Welt und ließ mir vier Väter zurück. Mein erster Vater war ein unermesslich reicher Konzernchef. Mein zweiter Vater war ein landesweit bekannter Filmstar. Mein dritter Vater war ein begnadeter Arzt, mein vierter ein Mann mit großem Einfluss. Sechzehn Jahre lang verwöhnten meine vier Väter mich. Dann kehrte Clara Berger zurück, die Tochter ihrer alten großen Liebe. Von diesem Tag an glaubten meine vier Väter nur noch Clara – und mir kein Wort mehr. Clara behauptete: „Mia hat mich schlimmer als einen Hund beschimpft! Sie verdient es nicht, im Haus zu wohnen!“ Zur Strafe gaben mir meine Väter Hundefutter und sperrten mich in die Hundehütte. Ein andermal behauptete Clara: „Sie hat Mitschüler angestiftet, mich in der Schule zu schikanieren!“ Also meldeten meine Väter mich von der Schule ab und bezahlten drei Schläger, die mich zu Hause drei Monate lang misshandelten. Als Clara wieder einmal sagte: „Sie hat mich gestoßen!“, sperrten meine Väter mich drei Tage und drei Nächte lang ohne Essen in einen Hundekäfig. Kurz bevor ich verhungerte, hörte ich Mamas Stimme. „Mia, willst du zu Mama zurück?“
Lihat lebih banyakElias’ Worte berührten auch die anderen drei Väter.Die anderen drei Väter drehten sich einer nach dem anderen zu mir um. Sie entschuldigten sich bei mir, erinnerten an früher und wollten mir beweisen, dass sie mich immer noch lieben.Papa Konstantin sagte zu mir: „Eigentlich sind viele Dinge gar nicht von uns ausgegangen. Dass du im Hundekäfig wohnen musstest und kein anständiges Essen bekommen hast, das war alles Claras Idee. Wir wollten dir nur eine Lektion erteilen. Wir haben nie daran gedacht, dich zu misshandeln.“Als die vier Väter mich umringten, erschrak ich so sehr, dass ich mehrere Schritte zurückwich.Am Ende hielt Mama mich fest. Sie fragte: „Mia, was denkst du? Willst du ihnen verzeihen?“Ich sah die vier Väter vor mir an. Ihre Gesichter waren voller Erwartung. Schließlich schüttelte ich den Kopf.„Nein. Ich werde ihnen niemals verzeihen.“Dieser eine, kurze Satz ließ alle vier Väter kreidebleich werden.Gerade als die vier Väter noch etwas sagen wollten, hielt Mama plötz
Für einen Moment wirkten die vier Väter wie Affen im Zoo. Vor Freude fuchtelten sie mit Armen und Beinen.Besonders Konstantin war so aufgewühlt, dass ihm fast die Tränen kamen. „Eva, du bist auch gekommen. Wie gut. Ich hätte nie gedacht, dass ich dich in diesem Leben noch einmal wiedersehe.“„Wunderbar.“ Elias trat mit großen Schritten vor und wollte Mama und mich in die Arme schließen. „Ihr beide seid tatsächlich zurückgekehrt. Geht jetzt nicht wieder weg. Wir vermissen euch so sehr.“Doch gerade als Elias die Hand ausstreckte, verpasste Mama ihm ohne jedes Zögern eine Ohrfeige.„Elias, so kümmerst du dich also um mein Kind?“Der Raum wurde plötzlich still.Konstantin trat ebenfalls vor. „Eva, hör uns doch ...“Auch Konstantin kam nicht dazu, den Satz zu beenden.Mamas nächste Ohrfeige traf auch Konstantin.Danach bekamen die übrigen zwei Papas ebenfalls je eine. Keiner blieb verschont.Ich starrte verblüfft auf diese Szene.In meinem Kopf blieb nur ein Gedanke.Das tut so gut!Meine
Durch das schwarze Loch kam ich in ein warmes, gemütliches Zimmer.In der Luft lag Blumenduft.Ich rief mehrmals nach dem System, bekam aber keine Antwort.Gerade wollte ich hinausgehen und nachsehen, da öffnete sich die Schlafzimmertür. Eine schöne Frau trat heraus.In dem Moment, in dem die Frau mich sah, erstarrte sie.Auch ich erkannte die Frau sofort.Meine Mama, Eva Keller.Mama war genauso schön wie auf dem Foto.Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Da brach Mama in Tränen aus. Sie rannte auf mich zu und schloss mich in die Arme. „Bist du Mia? Bist du wirklich meine Mia?“In diesem Augenblick liefen auch mir die Tränen übers Gesicht.Noch am selben Tag erzählte Mama mir, was damals geschah.Alles war genau so, wie das System es mir erklärte: Wegen meiner schwer kranken Oma nahm Mama die Systemmission an. Wegen Oma kehrte sie auch zurück.Die ganze Zeit wartete Mama auf mich.„Ich dachte, selbst wenn du nicht zurückkommen willst, halte ich immer ein Zimmer für dich frei.“Bei di
Im Raum herrschte völlige Stille. Nur Claras Schluchzen war zu hören.Erst nach langer Zeit öffnete Papa Konstantin den Mund. „Wer hat dich geschlagen?“Clara sagte: „Mia Keller.“Papa Konstantin fragte weiter: „Wann?“„Vor gerade einmal einer halben Stunde.“ Clara fand sein heutiges Verhalten seltsam. „Papa Konstantin, weißt du, wo die anderen drei Papas sind? Könnt ihr bitte schnell zurückkommen? Ich habe solche Angst.“Während Clara am Telefon weinte, rieb Papa Konstantin sich die Stirn. „Clara, Mia Keller ist tot.“Am anderen Ende der Leitung wurde es schlagartig still.Konstantins Stimme war eiskalt. „Vor einer halben Stunde lag sie noch im Schockraum. Wie konnte sie dich da schlagen?“Am Telefon kam kein Laut mehr.Fünf Stunden später kehrten die vier Väter nach Hause zurück.Clara stand im Wohnzimmer. Als sie die vier sah, rannte sie ihnen entgegen.Claras Augen waren rot und verweint. Das sah man sofort.„Papa Konstantin, was ist passiert? Ist Mia Keller wirklich tot?“Papa Kon