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Zum Not-OP? Die Kommentare schrien: Nein!

Zum Not-OP? Die Kommentare schrien: Nein!

Por:  BergMeer123Completo
Idioma: Deutsch
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Ich arbeitete als Ärztin in der Notaufnahme. Ich hatte gerade meine Nachtschicht beendet und das Krankenhaus verlassen, als mein Telefon klingelte. Es war ein Kollege aus der Notaufnahme. „Frau Doktor Hartmann, kommen Sie sofort zurück! Wir haben gerade einen Schwerverletzten eingeliefert. Der Abteilungsleiter will, dass Sie sich an der Notoperation beteiligen!“ Ich drehte mich instinktiv um und wollte zurücklaufen. Plötzlich jedoch erschienen Live-Kommentare vor meinen Augen. [Geh auf keinen Fall in den OP! Beteilige dich nicht an dieser Operation!] [Der Patient ist längst tot. Wenn du hingehst, wirst du nur zum Sündenbock für die Tochter des Klinikdirektors gemacht!] [Die Familie dieses Patienten hat mächtige Verbindungen. Man wird nicht nur dich zum Tode verurteilen – auch deine Eltern wird man in den Suizid treiben!] Ich blieb abrupt stehen. Ein paar Sekunden später lief mir ein kalter Schauer über den Rücken. Ich beschloss, den Kommentaren zu vertrauen. Ich setzte alles auf eine Karte. Mein Blick huschte über den Boden. Sofort entdeckte ich auf dem Gehweg einen tiefen Schacht, der noch nicht abgedeckt war. Ich biss die Zähne zusammen, kniff die Augen zu – und stürzte mich kopfüber in die Öffnung.

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Capítulo 1

Kapitel 1

1

Ich arbeitete seit fast zehn Jahren als Ärztin in der Notaufnahme.

Für mich zählte das Leben eines Patienten schon immer mehr als mein eigenes.

Deshalb zögerte ich kaum, als der Anruf aus der Klinik kam.

Ich machte sofort kehrt.

Kurz bevor ich das Notfallgebäude erreichte, tauchten jedoch plötzlich Live-Kommentare vor meinen Augen auf – wie aus dem Nichts.

Ich erstarrte. Ich schüttelte wild den Kopf und rieb mir die Augen, weil ich glaubte, die Nachtschicht hätte mich völlig fertiggemacht.

Allerdings liefen die Kommentare unbeirrt weiter über mein Blickfeld.

[Zu spät, zu spät. Kaum setzt du einen Fuß in den OP, wird der Patient schon für tot erklärt.]

[Die warten nur darauf, dass du reinkommst, um als Sündenbock herzuhalten.]

[Dann wird der ganze OP-Saal zusammenhalten, um Vivien Thalberg, die Tochter des Klinikdirektors, zu decken – und behaupten, dein Fehler hätte den Tod des Patienten verursacht.]

[Sei vorsichtig!]

Mir blieb der Mund offen stehen.

Vivien war vier Jahre lang meine Mitbewohnerin im Studium gewesen – und meine beste Freundin.

Warum sollte ausgerechnet ich für sie den Kopf hinhalten?

Unzählige Fragen wirbelten mir durch den Kopf, ich wusste im Moment nicht, was ich tun sollte.

Da hörte ich, wie Passanten neben mir über einen Unfall an der Kreuzung sprachen.

„Eben ist ein Bentley mit dem Kennzeichen 8888 in den Fluss gerast, habt ihr das gesehen?“

„Der Fahrer wurde schon in den Schockraum gebracht. Der muss ziemlich einflussreich sein.“

In diesem Moment vibrierte mein Handy zweimal. Eine Nachricht von Vivien.

„Sophie, wo bist du gerade? Beeil dich!“

„Die Vorbereitung ist fertig, wir warten nur noch auf dich!“

„Mach schneller, ich stehe vor dem OP und warte!“

Als ich diese drei drängenden Zeilen las, gefror mir das Blut fast in den Adern.

Konnte es einen solchen Zufall geben?

Ausgerechnet ein Patient mit mächtigen Verbindungen. Ausgerechnet Vivien, die mich so drängte.

Wenn ich es ruhig durchdachte, war es im Grunde nur ein ganz normaler Notfall.

In der Notaufnahme gab es so viele diensthabende Ärzte.

Welchen Grund gab es, ausgerechnet mich nach einer Nachtschicht zurück in den OP zu holen?

Je mehr ich darüber nachdachte, desto glaubwürdiger erschienen mir die Kommentare.

Sobald ich OP-Kleidung anzöge, würde ich von diesem Moment an wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt werden.

Die Schuld am Tod des Patienten fiele vollständig auf mich.

Zusammen mit den Zeugenaussagen und Anschuldigungen aller Kollegen könnte ich mich nicht mehr reinwaschen, selbst wenn ich es wollte.

Ich wagte kaum, den Gedanken zu Ende zu denken – je länger ich es tat, desto eisiger kroch es mir über den Rücken.

Ich sah Viviens Nachrichten an, antwortete aber nicht sofort.

Seit meinem Anruf waren schon fast zehn Minuten vergangen.

In diesem Moment fasste ich einen Entschluss.

Wenn die Kommentare behaupteten, man würde mir das anhängen ...

Dann setzte ich eben alles auf eine Karte!

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