Lena machte sich ohnehin schon Sorgen um Tobias’ Zustand, und dann musste sie sich auch noch dieses Gerede anhören. Unzufrieden sagte sie: „Claudia, du kannst über Tobias sagen, was du willst, aber eines darfst du ihm nicht vorwerfen: dass er Vincent im Stich lässt. In all den Jahren hat er sich immer um ihn gekümmert. Jedes einzelne Mal hat er hinter ihm aufgeräumt. Aber ihr könnt nicht jedes Mal, wenn ihr in Schwierigkeiten steckt, zu ihm kommen und verlangen, dass er eine Lösung findet. Was macht ihr denn eigentlich selbst?“Claudia erwiderte: „Ich bin doch wirklich mit meinem Latein am Ende. Wenn ich selbst einen Ausweg wüsste, wäre ich doch nicht zu meinem Schwager gekommen, um mit euch darüber zu reden.“Während sie sprach, fing sie an zu weinen.„Mama, wein nicht. Es wird schon einen Weg geben“, versuchte ihre Tochter sie zu beruhigen.Dabei war es noch nicht einmal Lena, die weinte, sondern sie. Genau das machte Lena besonders wütend.In all den Jahren war ihre Familie oft
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